Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 09.04 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buch: Riegel, Hans-Peter: Beuys

Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Oktober 2004


Heute in den Feuilletons

30.10.2004. "Ich wähle Bush", erklärt Christopher Hitchens in der Welt. In der Berliner Zeitung sieht Ivan Nagel die USA sogar in einer ähnlich verhängnisvollen Situation wie Deutschland 1932. In der FAZ erinnert sich  Peter Rühmkorf, wie er Mr. Palastine an die Kehle ging. In der SZ erzählt Andrzej Stasiuk, warum er am liebsten Dumas und Dostojewski las. Im Tagesspiegel entlarvt Mykola Rjabtschuk die Ukraine als Erpresserstaat. Und die NZZ ergründet die weibliche Lust. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.10.2004. In der Welt fordert Herfried Münkler einen europäischen Imperialismus. Der sollte sich dann mit der Ukraine befassen, denn "es könnte sein, dass sich die Ukraine in wenigen Tagen in eine schreckliche Diktatur mitten in Europa verwandelt", schreibt die Schriftstellerin Oksana Sabuschko in der SZ. In der taz gibt der Philosoph Gianni Vattimo Entwarnung: Es gibt gar keine antikatholische Verschwörung. Wir verlinken auf Eminems Anti-Bush-Video. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.10.2004. Die Zeit sucht Sinn und Ökonomie nach fünfzehn Jahren deutscher Uneinheit. Der ukrainische Schriftsteller Andrij Bondar erklärt in der FAZ, warum seine Regierung panische Angst vor ihrem Volk hat. Die FR würde gern mal einen guten Film zum Untergang der alten Bundesrepublik sehen. Die taz beobachtet fassungslos fassungslose Amerikaner. Und die NZZ feiert den theologischer Liberalismus des John Locke. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.10.2004. Die FAZ bewundert Che Guevaras kompromisslos aufrichtiges Temperament. In der FR zweifelt Michael Walzer am palästinensischen Status des permanenten Opfers. In der taz erklärt Horst-Eberhard Richter, warum er die RAF immer noch verstehen will. Und die SZ beschreibt, wie man auch in der Provinz das Theater mit einem hochkarätigen Ensemble zum Glitzern bringen kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.10.2004. Die FAZ steht entzückt vor Edward Hoppers "Night Hawks". Die taz gratuliert George W. Bush zur Vereinigung der linksliberalen Kräfte. Die NZZ beobachtet in Dänemark die Welt stiller untergehen. Die SZ trauert um Lego und die Kindheit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.10.2004. Finger weg von unserer Langeweile, ruft Wilhelm Genazino in der SZ. Die FR hat in Berlin und Hamburg Leichenschänderei und Wiederauferstehung des Faust erlebt. Die FAZ wünscht sich einen Tisch auf der Bühne des deutschen Gegenwartstheaters. Die NZZ verteidigt die Voll-Universität. In der taz betrachtet Paolo Flores Darcais das extrademokratische Phänomen Berlusconi. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.10.2004. In der Berliner Zeitung rät Amos Oz den Deutschen, weniger zu moralisieren. Auch sein Kollege Yitzhak Laor misstraut in der taz den neuerdings beglaubigten Humanisten. Die NZZ führt uns ins Land der Selbstmörder und Poeten, nach Slowenien. In der Welt macht die französische Diplomatin Sylvie Goulard die europäischen Grenzen zur Türkei dicht. Die SZ polemisiert gegen einen Mittelstand, der mit dem Mercedes zu Aldi fährt.Und die FAZ feiert die Sammlung Frieder Burda als gutes Beispiel gegen schlechte Sitten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.10.2004. In der FAZ ruft Elfriede Jelinek ihre Kollegen zum Boykott der Rechtschreibreform auf: "Wir sind keine Mitmacher!" Die SZ erzählt von einer Reise zur tschetschenischen Intelligenzija. Die taz verteidigt Elfriede Jelinek gegen die Neocons. Die FR wirft einen Blick in den Werkzeugkasten von Michel Foucault. Und die NZZ feiert die neun geweihten Nächte der Devi. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.10.2004. "Warum nicht zeigen, dass das Schwein endlich tot ist?": In der Zeit sorgt Wim Wenders für den Untergang des Meisterwerks "Der Untergang". In der FR geißelt Thomas Oberender das ständige "Glück auf!" des Ruhrpotts. In der SZ verteidigt Norman Foster die unglaubliche Ikone Tempelhof. Die FAZ feiert Paul Greengrass' Film "Die Bourne Verschwörung", der ein Berlin zeigt, in dem man sich am helllichten Tage verlieben kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.10.2004. Die FAZ gibt heute Geschichtsunterricht in Sachen Opel. Der Schriftsteller Frank Goosen erinnert sich in der FR an den Opel Kadett Coupe. In der SZ beobachtet der Soziologe Ulrich Beck am Fall Opel den "Zerfall einer Herrschaftsordnung". Die NZZ plädiert für höhere Rundfunkgebühren in Deutschland. Für die taz berichtet der Schriftsteller Jochen Schmidt aus Weißrussland. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.10.2004. Die FAZ sieht mit den "wilden Streiks" von Bochum das Ende der Konsensrepublik gekommen. In der SZ warnt Leon de Winter vor einem neuen, islamistisch geprägten Antisemitismus. Die FR informiert über ein Manifest von Neurowissenschaftlern, das der Willensfreiheit noch eine Chance gibt. Die taz macht sich Gedanken über die Unterschiede zwischen einer Kultur des Buches und einer des Fernsehens. Alarmierendes aus China in der NZZ: Zu viele Männer, zu wenige Frauen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.10.2004. Die NZZ wandelt auf  den Spuren Arno Schmidts in Bargfeld. Die SZ prangert die neue europäische Art der Flüchtlingsentsorgung an der Quelle an. Die FR war dabei, als dem Feuilleton das Totenglöckchen geschlagen wurde. Die taz und die FAZ mögen Michael Thalheimers "Faust"-Inszenierung am Deutschen Theater. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.10.2004. In der Welt wünscht Franzobel der Literaturnobelpreisträgerin, dass sie sich nun nicht totumarmen lässt. Die SZ macht Front gegen Bush mit Noam Chomsky und Samuel Huntington. Die SZ besucht Anselm Kiefer in seiner Ermitage. Die taz porträtiert den Theaterautor Tom Peuckert, und Jan-Philipp Reemtsma definiert den Terorismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.10.2004. Die FAZ stellt ein Manifest führender Hirnforscher vor, wonach doch noch so etwas wie der Freie Wille verbleiben soll. Die FR schildert, wie die Franzosen per Faulheit zur Revolution gelangen wollen. Die NZZ beobachtet Simon Rattle beim Erziehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.10.2004. In der Zeit erklärt Bruce Nauman, wie man zum großen Künstler wird: Abwarten und Kaffee trinken. Die FR prangert antisemitische Tendenzen beim arabischen Buchmessenschwerpunkt an. Die NZZ führt uns in die Welt des Zouk. Aber Ereignis des Tages ist Oskar Roehlers neuer Film "Agnes und seine Brüder", der allenthalben gefeiert wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.10.2004. In der FR preist Elfriede Jelinek die segensreichen Auswirkungen des Alpenwassers auf die Literatur. In der SZ fordert Timothy Garton Ash die Emanzipation des britischen Butlers. In der taz beschreibt Gilles Kepel, wie der Dschihad nach Ägypten zurückkehrte. In der Berliner Zeitung wünscht sich Oskar Röhler mehr Voyeure im deutschen Kino. Die NZZ erfreut sich an einer ungeahnten kulturellen Blüte in Oberschlesien. Die FAZ warnt vor einer Unterschriftenaktion gegen den EU-Beitritt der Türkei. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.10.2004. Die FAZ warnt vorm Rechtsextremismus im Osten - ein Erbe der DDR. In der SZ analysiert der Kunsthistoriker Beat Wyss, wie wir alle zu Hofschranzen des Herrn Flick wurden. Die FR fragt, warum der Spiegel wie ein losgelassener Kampfhund gegen Elfriede Jelinek losbellt. Die taz macht klar: Je schlechter die Zeiten, desto eleganter die Mode. Der New Yorker beschreibt die desolate Bevölkerungsentwicklung in Russland. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.10.2004. "Salut, adieu Derrida", ruft Jean-Luc Nancy in der SZ. Wir bringen auch einige Links aus der internationalen Presse zum Tod des Denkers. Auch in den anderen deutschen Zeitungen beherrscht Derrida die Feuilletons. Die taz bringt Auszüge aus Peter Esterhazys viel beachteter Friedenspreisrede. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.10.2004. In der NZZ erzählt Hoo Nam Seelmann wie die Liebe nach Korea kam. Die FR interviewt Michael Stipe von R.E.M. zum Wahlkampf in den USA. Der Tagesspiegel reagiert skeptisch auf die Ernennung Christoph Heins zum Intendanten des Deutschen Theaters. Die FAZ will nach der Lektüre von Orhan Pamuks neuem Roman die Türkei nicht mehr in die EU aufnehmen. SZ und taz besprechen Philip Roth' neuen Roman. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.10.2004. "jetzt geht es erst los!" - "Na so was! Super! Unglaublich! Gewaltig!" - "dunkle Königin" - "bedeutender Spaß der Literatur" - "Ikone der Provokation" - die Feuilletons sind von Kopf bis Fuß auf die neue Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eingestellt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.10.2004. In der Zeit beschreibt Cees Nooteboom die Wirkung eines Spuckebatzens in Ghom. In der FR erzählt Najem Wali, worauf im Irak die Todesstrafe stand - zum Beispiel auf den Besitz einer Schreibmaschine. In der Berliner Zeitung erklärt Luc Bondy, kein Interesse an der Intendanz des Deutschen Theaters zu haben - solange er nicht gefragt wird. Im Tagesspiegel erklärt Tahar Ben Jelloun, warum er mit Frauen nicht über Sex spricht. In der Welt gibt Papst Johannes Paul II. ein wunderbares Beispiel für positives Denken. In der SZ bekennt sich Martin Walser zur Namens-Metaphysik. Die FAZ feiert Stephen Kings Zyklus "The Dark Tower". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.10.2004. In der Welt beschreibt Hassan Dawud einen kulturellen Bruch in der arabischen Welt. In der taz liefert Franz Xaver Kroetz zeitgemäße Betrachtungen über Herrn Schimmerlos. Die FR informiert über Schwierigkeiten der arabischen Buchproduktion. Die SZ erklärt, warum in Deutschland lebende Muslime sich nicht mit eindeutigen Worten vom fundamentalistischen Terror distanzieren. In der FAZ erinnern Bilder von Barbara Klemm an die Buchmessen 1967 bis 1975. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.10.2004. In der SZ kritisieren der chinesische Dichter Yang Lian und der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama die westlichen Demokratien für ihre Kumpanei mit Diktatoren. Die taz denkt über Kollateralschäden der Terrorpraktiken nach. In der FR präsentiert Raoul Schrott eine Liste arabischer Elemente in unserer Zivilisation. Die NZZ kommt glücklich vom Literaturfestival Berlin zurück. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.10.2004. In der NZZ erklärt A. L. Kennedy, warum sie sich nur noch im Internet informiert. Die SZ fordert mehr Opulenz bei der Verleihung des Lettre Ulysses Award (die NZZ hätte lieber weniger gehabt). Die Welt berichtet über den Strukturwandel des Buchhandels. Die FAZ fürchtet die Schließung des Matsov-Archivs.

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Heute in den Feuilletons

02.10.2004. Die NZZ widmet ihre Beilage Literatur und Kunst der arabischen Kultur. In der taz kündigt Juli Zeh die Schließung sämtlicher deutschsprachigen Zeitungsverlage an. Die FR vermisst die Party auf der Popkomm. In der SZ droht Seymour Hersh dem irakischen Regierungschef Ijad Allawi eine Reportage an. In der FAZ vergibt Louis Begely eine Eins plus in Stil an John Kerry. Und alle schreiben über die Uraufführung von Handkes "Untertagblues" am BE: gefallen hat's nur taz und FR. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.10.2004. In der SZ findet der Publizist Arkadij Waksberg eine an Lenin angelehnte Formel für die neuen Zustände in Russland: "Putinismus = Sowjetmacht plus KGB im ganzen Land". Die NZZ schlendert über die reizvolle Wolga-Promenade der Stadt Samara. Die FAZ bereitet uns schon mal auf die Bücher der Saison vor. Die taz fürchtet, dass eine Deutschquote den privaten Radios schaden könnte. In der Welt stellt der Historiker David Schoenbaum die Berliner Philharmoniker als Vorbild für ganz Deutschalnd hin. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
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Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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