Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.06.2013, 14.05 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buch: Riegel, Hans-Peter: Beuys

Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Februar 2009


Das Buch ist eine Website, die man bindet

28.02.2009. In der Welt geißelt Markus Lüpertz diese Halbseidenheit von Fotografie, und der Philosoph Volker Gerhardt will die Krise nicht als Chance sehen. Die NZZ fürchtet mit Michael Schindhelm um die zahllosen Kulturprojekte in Dubai. In der FAZ erklärt Marcel Reich-Ranicki, warum die Achtzigjährigen heute so populär sind. Mehr lesen

Hier nix Kafka

27.02.2009. Die Welt hält die indische Empörung über den Film "Slumdog Millionaire" für heuchlerisch. In Achgut fragt Richard Wagner angesichts der polnisch-deutschen Debatte, ob eine europäische Geschichte überhaupt möglich ist. Golem hat das Lesegerät von Sony getestet und ist enttäuscht. In der FR sucht Wilhelm Genazino in Marbach nach einem Hauch Vitalität. Die SZ resümiert die albanische Debatte über Skanderbeg. Die FAZ bringt Ausschnitte aus dem Briefwechsel zwischen Hacks und Enzensberger. Mehr lesen

Entsetzliches Geschehen!

26.02.2009. Die Zeit porträtiert einen jungen Pianisten, der sein Haupt auf Eiswürfeln bettet, damit sein Hirn nicht explodiert. Die NZZ feiert die subversiven Pfusch-Imitationen der "shanzhai" in China. Die FAZ erlebte zwei Minuten kompletten Wahnsinn mit Edita Gruberova. Die SZ beschreibt, wie die polnische Debatte in die Patriotismus-Falle tappt. Und sie staunt über das Selbstbewusstein der Systemlinge in den öffentlich-rechtlichen Anstalten.Die Welt findet dagegen: Roland Koch hat recht.
Mehr lesen

Wie hieß die erste Katze?

25.02.2009. Im Tagesspiegel beklagt Sibylle Lewitscharoff die Verrottung Bulgariens. Die NZZ sucht ein Denkmal für Sousa Mendes. Die FR erzählt, dass nicht mal die Amerikaner deutschen Politikern den Wert der Pressefreiheit beibringen konnten. In der FAZ erklärt Roland Koch: ZDF-Chefredakteur Brender soll gehen, weil seine Zuschauerzahlen sinken. Die SZ stellt die Flüchtlingssuchmaschine der Brüder Mikkelsen vor. Mehr lesen

Gespenstische Regelmäßigkeit

24.02.2009. Welcher unheimliche Täter verfolgt Veit Heinichen mit finsteren anonymen Briefen, ohne DNA-Spuren oder Fingerabdrücke zu hinterlassen? Die Zeitungen rätseln. Wir verlinken auf Heinichens Artikel in Il Piccolo. Die Welt schildert, wie der deutsche Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank zuvor an sämtlichen deutschen Institutionen scheiterte. Die NZZ macht sich Sorgen um Egon Eiermanns Taschentuchweberei in Blumberg.  Mehr lesen

Eine Frau muss wissen, wo ihr Platz ist

23.02.2009. In der FR geht Franzobel ganz allgemein das Lukullisch-Sexuell-Religiöse ab. Die NZZ hat sich schon mal den Kindler angeguckt, der im September erscheint. Im Tagesspiegel macht Jean Ziegler den Kapitalismus für den Hunger in der Welt verantwortlich. Die FAZ sucht nach der Meinungsfreiheit in Venezuela, findet sie aber nicht. Die Welt bewundert Händel im Kerzenschein. Gawker feiert die Gayest Oscars Ever. Mehr lesen

Lauernde Babyspeckmagie

21.02.2009. In der NZZ erzählt Peter Nadas, was passieren kann, wenn man in Ljubljana auf Kroatisch nach dem Weg fragt. In der Welt erinnert sich Uwe Tellkamp an den 9. November 1989. Wie die VG Wort zu ihren Autorenrechten kommt, fragt der Tagesspiegel. Die FR ruft: Das Theater muss raus! In der FAZ plädiert Hans Küng für eine Entkriminalisierung der Sterbehilfe. Mehr lesen

Sohn, wo sind Deine Schallplatten?

20.02.2009. Alle Zeitungen loten die hundertjährige Vergangenheit des futuristischen Manifests aus. In der Welt schreibt Burkhard Spinnen über die Vergangenheit der Marken. In der taz muss Grandmaster Flash feststellen, dass die Schallplatte Vergangenheit ist. In der FAZ bedauert Andrew Keen die Demokratisierung der Kultur durch das Internet. Die NZZ betrachtet mit Sorge den brüchigen Religionsfrieden zwischen Gläubigen und Ungläubigen in Großbritannien. Die SZ besingt den Mut der Geschworenen im Politkowskaja-Prozess. Mehr lesen

Kein roher oder harter Mensch

19.02.2009. In der FR erklärt Herbert Rosendorfer, was ein Unsittenstrolch ist. In der Welt plädiert Wolfgang Sofsky für Untreue in Zeiten der Krise. Die FAZ ist böse. Conde Nast-Verleger Newhouse hat sie belogen, die deutsche Vanity Fair macht zu, und schuld sind mal wieder die Amerikaner. In der Zeit will sich Juri Andruchowytsch aber noch nicht ganz von Amerika verabschieden. In der SZ kritisiert der Theologe Friedrich Wilhelm Graf die Position der Kirchen zur Patientenverfügung. Mehr lesen

Kalbshirn, in Milch gekocht

18.02.2009. In der SZ outet Kurt Flasch den Papst als Piusbruder. In der NZZ hat der simbabwische Autor Chenjerai Hove ein exaktes Spiegelbild Lears erblickt: Robert Mugabe. In der Welt erinnert Wolf Lepenies an die Abschaffung der Nudel durch den Futurismus. Und Sophie Hunger verzaubert sowohl die Schweiz als auch die FR. Mehr lesen

Ein garstiger Reim

17.02.2009. Im Tagesspiegel erinnert die iranische Autorin Sharnush Parsipur an das Schicksalsjahr 1989 in ihrem Land. Die NZZ fragt: Ist Aleksandar Hemons der neue Nabokov? In der Welt hält es Gert Ueding, Walter Jens' Nachfolger auf dem Tübinger Rhetorik-Lehrstuhl, für infam und heuchlerisch, wie Jens' Sohn seinen Vater in einem Buch vorführt. In der SZ schimpft der isländische Autor Einar Mar Gudmundsson böse auf die Neokapitalisten seines Landes, die das ganze unschuldige isländische Volk in die Bredouille gebracht haben. Mehr lesen

Das beste aus einem schwachen Jahrgang

16.02.2009. In der Welt erzählt die Berlinalegewinnerin Claudia Llosa, warum sie keinen politischen Film machen wollte. In der NZZ wirft Beqe Cufaj einen skeptischen Blick auf das Kulturleben in Pristina. Die Berliner Zeiung erzählt, warum Norman Foster ein Büro in Berlin unterhielt. FR und taz berichten über den Prozess gegen die schwedische Musiktauschbörse Pirate Bay. Mehr lesen

Mit Hochstimmung erfüllt

14.02.2009. Zwanzig Jahre nach der Fatwa gegen Salman Rushdie schildert die NZZ, mit wieviel Erfolg sich die Muslime in Großbritannien seitdem radikalisiert haben. Die SZ findet, der Westen soll es mit seinen Freiheitswerten mal nicht übertreiben. Die taz warnt vor religiöser Rhetorik. In der Welt wartet Benny Morris auf einen neuen Ben Gurion. Die FAZ betrachtet das Elend chinesischer Wanderarbeiter. Und die FR kann den Kunstmarkt nicht als sichere Anlagealternative empfehlen. Mehr lesen

Pyramidenhafte Holzröcke

13.02.2009. Die Jungle World untersucht 20 Jahre nach der Morddrohung gegen Rushdie die Mentalität des Kulturrelativismus im Westen. In der Welt fordert Claus Leggewie aus demselben Anlass ein Blasphemiegebot. Laut NZZ haben Blogger in Norwegen ein neugefasstes Blasphemieverbot unterdes verhindert. Die FAZ wagt den Blick in die Einheitsfratze der Fußgängerzone. Mehr lesen

Das Lachen ist kein edler Affekt

12.02.2009. In der Welt äußert sich Tom Segev schockiert über den Wahlerfolg des Rechtspopulisten Avigdor Lieberman. In der NZZ warnt Michael Hochgeschwender: Nur weil Abraham Lincoln an einem Ostersonntag beerdigt wurde, war er noch kein Messias. Die Zeit enthüllt: Möglicherweise hat Daniel Kehlmann selbst als erster die Sperrfrist zur Besprechung seines Romans durchbrochen. In der taz spricht Manoel de Oliveira: Hundert Jahre, und alles nur eine Wiederholung. Mehr lesen

Farblose Zeitungen, denen alles fehlt

11.02.2009. Die NZZ fragt: Gibt's die Uffizien künftig nur noch mit Pommes und Majo? In Granma sinniert Castro über die Aussprechbarkeit von Obama. Die FR ist nicht sehr zufrieden mit der Auswahl für das Berliner Theatertreffen. Opendemocracy wirft einen russischen Blick auf die Chinesen. Die SZ kommentiert die Schließung von Norman Fosters Berliner Büro: ein Verlust für die Architekten - aber für die Baukultur? Mehr lesen

Irren und Lügen

10.02.2009. Judenfeindschaft ist die linke Hand der Christologie!, ruft der Theologe Gerd Lüdemann in der FR. Laut Tagesspiegel hat das ZDF einen "Jungen Wilden" und einen "echten Moderationsprofi" für die ehemalige Heidenreich-Sendung Lesen! gewinnen können. Die NZZ wirft einen Blick auf die Literaturszene in Malawi. In 3quarksdaily meditiert der Philosoph Gerald Dworkin über das Lügen. In der Welt trifft sich Christoph Schlingensief ganz unkompliziert mit seiner Ex. Die SZ ahnt den Tod der Musikkritik. Mehr lesen

Sicher ein herber Schlag

09.02.2009. In der SZ kann der Frankfurter Autor Martin Mosebach den Wegzug der Institution des Geistes Suhrkamp nicht recht bedauern. Im Spiegel kann der katholische Autor Martin Mosebach den Geist der Institution Kirche nur verteidigen. In der FR mahnt Niall Ferguson: "Schulden müssten abgebaut, nicht noch weiter angehäuft werden." In der NZZ meint Werner Bergmann vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung: Den Antisemitismus unter Muslimen muss man differenziert sehen. Mehr lesen

Papier ist das Vinyl von übermorgen

07.02.2009. Okay, es ist offiziell: Suhrkamp kommt (beziehungsweise geht) nach Berlin. Siegfried Unseld hätte es nicht anders gemacht, meint seine Witwe Ulla in der FAZ. Die Berliner Zeitungen wissen schon, wohin Suhrkamp in Berlin zieht: ins Nicolaihaus. Der Tagesspiegel fragt 20 Jahre nach der Fatwa gegen Rushdie, was der Islamismus im Westen angerichtet hat.  In der FR meint Burkhard Spinnen: "Wir alle haben Märklin auf dem Gewissen." Und in der SZ schreibt Monika Maron zu den Grass-Tagebüchern aus dem Wendejahr: "Die Unke hat geirrt." Mehr lesen

Glück der Heuschrecken

06.02.2009. Viel Lob für Tom Tykwers Berlinale-Eröffnungsfilm "The International": Die Welt freut sich, dass Berlin darin so jung und frisch aussieht. Die FR freut sich über den bei aller Spannung doch reflektierten Ton. Der FAZ macht er Lust auf Kino. Die SZ erfüllt er mit größter Vorfreude auf das nächste Werk Tykwers. Nur die taz wünscht sich, der Held liefe nicht herum wie ausgespuckt. Die NZZ erliegt nicht Tykwer, sonder dem liebevollen Charme Peter Zadeks. Mehr lesen

Mal eben so darüber hinwegsetzen

05.02.2009. Der neue Freitag ist da und er will so links sein wie die FAZ rechts ist. Cargo ist auch da, ein neues Intelligenzblatt für Kinogeher. In der Welt klagen die Filmemacher von "Deutschland 09" über einen Mangel an echten Feindbildern. Die taz fürchtet, dass durch einen Zuzug des Suhrkamp Verlags nach Berlin die Mieten in Kreuzberg steigen könnten. FR und SZ freuen sich sehr über die Klage des Rowohlt Verlags gegen den Spiegel, der den neuen Kehlmann vor Ablauf der Sperrfrist besprach. Mehr lesen

Die immergleiche böse Linie

04.02.2009. In der FR sieht der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer in der Geste des Papstes gegenüber den Lefebvristen eine Tendenz: "Als ob wir nicht alle Auschwitz mental so allmählich verrotten lassen." Der Tagesspiegel möchte sehr gern, dass Suhrkamp nach Berlin kommt. Die FAZ fragt: Wie reagieren deutsche Bibliotheken auf den Digitalisierungsangriff durch Google? Die SZ kann nach der Lektüre des neuen Philip Roth keine Entwarnung bezüglich Amerikas geben. Die Blogosphäre ist aufgeregt: Die Bahn will Netzpolitik.org wegen Veröffentlichung eines Dokuments juristisch belangen. Mehr lesen

Es ist schrecklich zu leben

03.02.2009. Die Achse des Guten, die FAZ, die SZ fragen: Was um Himmels willen ist in den Papst gefahren? Der Heilige Geist kann es ja nicht gewesen sein. Vielleicht ein Hungry Ghost? In der Welt meint Michael Cimino: es gibt zur Zeit fantastische Filme aus Serbien, Brasilien oder Korea, aber nicht aus Hollywood. In der FR spricht der irakische Autor Najem Wali über das multikulturelle Israel. In der FAZ wirft Necla Kelek den türkischstämmigen Politikern in Deutschland vor, ihre Klientel als Opfer zu stilisieren. Mehr lesen

Was für Augen, was für Hände!

02.02.2009. In der Medienlese lässt ein anonymer Journalist seinem Zorn über die Festangestellten freien Lauf. Die NZZ begutachtet das Potenzial der Star lit. In der Welt lehnt Dieter Kosslick jegliche Besitzstandswahrung auf der Berlinale ab. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt ist zu groß

19.06.2013. Zwei Supermänner: Zack Snyders Blockbuster "Man of Steel" ist eine Übung in gigantomanischer Traumabewältigung. Und Jean-Pierre Bekolos "Le président", den man auch in Deutschland eher im Internet als im Kino zu sehen bekommen dürfte, entwirft einen kontrapräsidialen Möglichkeitsraum. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern

19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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