Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 23.05.2013, 14.10 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
  • Georg Klein
  • Ulli Kulke
  • Ekkehard Knörer
  • Matthias Küntzel
  • Thomas Rohde

zum Archiv der Perlentaucher-Autoren

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



November 2007


"Handgemachter Techno"

30.11.2007. In der FR spricht Amartya Sen über nationalen und religiösen Identitätswahn. Die NZZ meint: Der Islam kann Österreich gar nicht k.u.kratzen. Die Jungle World kritisiert konservative Feuilletonisten und die proiranische deutsche Außenpolitik. Die SZ befasst sich mit dem Genre des Videoblogs von Kollegen. Die taz schildert die Eichstätter Verzweiflung über den Mangel an Arbeitslosen. Die FAZ feiert Thetan Cruise, der von Titan Schirrmacher geehrt wurde. Wegen seiner Courage, den Stauffenberg zu spielen. Mehr lesen

"Krähenjagen"

29.11.2007. In der NZZ erinnert der Schriftsteller Mircea Cartarescu an die ehemalige Versklavung der Roma durch die Rumänen. Die Zeit bringt zweimal Habermas, einmal zur religiösen, einmal zur europäischen Frage. In der FAZ fordert Esther Schapira die deutschen Politiker zur Klarsicht gegenüber dem Islamismus auf. In der FR meditiert Hans Christoph Buch über den Augenblick, in dem nicht nur die Darsteller, sondern auch die Besucher im dunklen Kinosaal vor Erregung zu stöhnen beginnen. In der SZ lernen wir über die Banlieue: Integration heißt erstmal Verkehrsanbindung. Mehr lesen

"Was kennt denn Ostermeier von der Welt?"

28.11.2007. Die SZ findet: Dass der Charakter der Auftragskunst heute gern geleugnet wird, macht die moderne Kunst besonders anfällig für servile Gesten. In der FR fragt Leander Haußmann: Was kennt denn Thomas Ostermeier von der Welt? Die NZZ fragt: Warum lässt die kommunistische Partei Indiens Taslima Nasrin im Stich? In der Welt warnt Bernard Lewis: eine Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge käme der Zerstörung Israels gleich. Die Times berichtet, dass die Selbstzensur in den Hirnen selbst der größten Provokateure bestens funktioniert - wenn es um den radikalen Islam geht. Mehr lesen

"Ich werde die Brüder vermissen"

27.11.2007. In der Welt seufzt Andrzej Stasiuk: "Ich werde die Brüder vermissen", und meint damit natürlich die Kaczynskis. Die FAZ sieht die niedergeprügelten Demonstrationen in Moskau als "die letzten Zuckungen des demokratischen Projekts". In Slate fragt Anne Applebaum: Warum hat Putin das getan? Golem berichtet, dass jetzt auch die Kulturindustrie auf "Vorratsdaten" zurückgreifen können soll. In der FR erzählt die schwedische Sopranistin Anne-Sofie von Otter über ihren Vater, einen Diplomaten, der vom abtrünnigen SS-Mann Kurt Gerstein als einer der ersten über die Vergasungen in Auschwitz informiert wurde. Mehr lesen

"Weil ich ein Künstler bin"

26.11.2007. Im Tagesspiegel gewinnt Kerstin Decker aus den Erinnerungen Florian Havemanns ein recht unvorteilhaftes Bild der Dissidenz. In der FR dagegen betrachtet Yaak Karsunke diese Erinnerungen als "monströs aufgeschwemmte Klatschkolumne". Für die taz besucht Gabriele Goettle eine Märchenerzählerin. In seinem Blog beschreibt Rainald Goetz die Schwierigkeit des Schreibens über Journalismus. Mehr lesen

"Dies ist sexueller Terrorismus"

24.11.2007. Die taz berichtet von einem "Völkermord mit anderen Mitteln", der sich im Osten Kongos unter unbeschreiblichen Grausamkeiten vor allem gegen Frauen richtet. In der Welt warnt Andre Glucksmann: Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Somalisierug sein. Die NZZ beschreibt das Phänomen "Hallyu", mit dem zum ersten Mal eine länderübergreifende Popkultur in Asien entsteht. Die SZ befasst sich mit dem Genre des autobiografischen Comics. Die FAZ verteidigt Martin Mosebach als einen Modernen. Mehr lesen

"irrationalistisch-spätbürgerliche Ichbesessenheit"

23.11.2007. In der Welt fragt Rolf Schneider: Ist das linke Regietheater in Wirklichkeit reaktionär? Die NZZ beschreibt, wie im Balkan mit Straßenschildern Politik gemacht wird. Die taz bespricht das Buch zur Perlentaucher-Debatte über "Islam in Europa" und verteidigt anders als gegen Mosebach den Jakobinismus nun nicht mehr. Der Freitag seufzt: Gib mir meine Sontag wieder. Und die Jungle World stellt klar: Solidarität mit Israel ist links.
Mehr lesen

"großartig polymorph-perverses Filmdebüt"

22.11.2007. In der Welt fordert Bernard-Henri Levy die Europäische Union auf, der europäischen Bürgerin Ayaan Hirsi Ali Personenschutz zu geben. In Spiegel Online bewundert Henryk Broder den Realismus von Gazprom-Manager Gerhard Schröder. In Dagens Nyheter feiert Aris Fioretos den Perlentaucher. Die SZ verabschiedet das Hardcover in der britischen Belletristik. Die FR findet: Das islamische Kopftuch könnte reizvoll sein, sofern der Rest der Dame nackt ist. Und laut FAZ gleicht die russische Gesellschaft unter Putin einer Herde. Die Zeit übernimmt eine Antwort von Paolo Flores D'Arcais auf Jürgen Habermas' Verteidigung der Religion. Mehr lesen

"Zusammenbruch des serbischen Traums"

21.11.2007. In der FR wirft György Dalos einen Blick auf die Lage im Kosovo. Die NZZ blickte bei der Buchmesse in Algier in tiefe Gräben zwischen Bärtigen und Säkularen. In der Welt kritisiert die Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann den Islamrat und die geplanten Moscheebauten in Deutschland. Die FAZ fragt: Sind die chinesischen Einzelkinder materialistisch und verantwortungslos? In der SZ stellt Sonja Margolina fest: Die Hoffnung der russischen Literatur wächst im Ural. Mehr lesen

"Vielvölker-Offenheit mit deutscher Tiefe"

20.11.2007. Die FAZ schildert eine bizarre Reise von Staatssicherheits-Kadern a.D. ins süddänische Odense. Die Welt greift eine Recherche über eine Nacht im Fouquet's auf, in der ein düsterer Nicolas Sarkozy seinen Sieg im Präsidentschaftswahlkampf und seinen Abschied von Cecilia beging. Die taz feiert den rumänischen Film. Die FR blickt mit Wassili Grossman in die Abgründe des Totalitarismus. Für die SZ ist das Nationale in der Musik ein abgehalfterter Begriff. Außerdem fordert sie eine kulturpolitische Grundsatzdebatte in Deutschland. Mehr lesen

"das Schweigen der namhaftesten italienischen Intellektuellen"

19.11.2007. Die NZZ freut sich, dass Italien in der Debatte um den Islam aufholt. Die Welt sieht dagegen eine neue Aufklärung in China aufziehen. Die SZ befasst sich mit Frankreichs neuem und recht "schwefeligem" Einwanderungsgesetz. Die taz hört die wilde, schöne Musik des Sebastian Claren. Mehr lesen

"Ich traue der Sprache nicht"

17.11.2007. "Wird der Spiegel wieder links?", fragt die taz wunschdenkend nach Stefan Austs unfreiwilligem Abschied. Die NZZ fürchtet, dass aus der pakistanischen bald eine islamistische Bombe werden könnte. In der Welt stellt Michael Kleeberg fest, dass die Ära Helmut Kohl die Zeit war, in der wir hedonistisch wurden. Die FR widmet sich dem Extremismusproblem des italienischen Fußballs. Die FAZ hört auf, sich um die spanische Monarchie zu sorgen. Und die SZ erklärt, warum klagende Mieter Nervensägen, aber nützlich sind. Mehr lesen

"Sagt nicht: Mir würde Fahrplantreue schon genügen"

16.11.2007. "Vergeßt den Anschluß, Leute, denkt in größern Zügen", spendet Durs Grünbein in der FR Bahnreisenden dichterischen Trost. In der NZZ verteidigt Ugo Riccarelli die Roma Roms, denen nur ein Leben in der Nähe des Lichtes vergönnt ist. Außerdem überblickt die NZZ dank sozialer Plattformen endlich die Kontakte ihrer Kontakte. Die Welt begibt sich ins Kloster Iviron auf dem Berg Athos. Der Tagesspiegel findet zu viel malerische Delikatesse in der deutschen Kunst und zu wenig soziale Realität. Und für die FAZ stellt sich angesichts Chinas keine Systemfrage. Mehr lesen

"Ihr sollt den dolch im lorbeerstrausse tragen"

15.11.2007. Die Zeitungen begehen heute allesamt den hundertsten Geburtstag Graf von Stauffenbergs, den, wie die SZ weiß, gerade mal die Hälfte der Deutschen überhaupt kennt. In der FAZ schreibt Stefan-George-Biograf Thomas Karlauf , in der Welt Hans Mommsen. Die FR konstatiert, dass die SPD keinen Begriff von Regierungspolitik mehr hat. Und der taz beweist Münteferings Rücktritt, dass die emotionalen Grundlagen unserer Gesellschaft stabil sind. Mehr lesen

"Anarchoide"

14.11.2007. Die SZ blickt mit Ridley Scotts "American Gangster" in das spießbürgerliche Herz des HipHop. Die FAZ sympathisiert mit den friedliebenden Sufis, die von der iranischen Regierung drangsaliert werden. Das Bermudadreieck des Antiquitätenhandels vermutet die Welt in der Nähe von Maastricht. Die FR ernennt die Lokführer zur wichtigsten bewusstseinsbildenden Kraft in Deutschland. Mehr lesen

"ein räudiges, schuppiges Ding"

13.11.2007. Heute soll vor dem OLG Frankfurt das Urteil in Sachen FAZ und SZ gegen Perlentaucher fallen. In der FR bricht Ulrike Ackermann eine Lanze für den Perlentaucher. Die blogbar setzt sich mit den Äußerungen des DJV-Chefs Michael Konken auseinander, der das Internet "quantitativ entrümpeln" und "qualitativ ausdünnen" will. Die taz besucht die neue Galerie am Kupfergraben. In der SZ versichert der belgische Regisseur Luk Perceval: Flamen und Wallonen leben relativ friedlich nebeneinander. Mehr lesen

"besonderer Zugang zum göttlichen Willen"

12.11.2007. Berserker, Kraftlackel, Schwergewichtsschreibmonster: Alle Zeitungen nehmen Abschied von Norman Mailer. Die taz besucht die Stadt Sarajewo, die entlang ethnischer und religiöser Narben auseinanderzubrechen droht. In der SZ ermahnt Norbert Bolz die Architekten: Die Welt des Konsums zu verachten, reicht nicht, es kömmt darauf an, sie zu verändern. In der Welt warnt Udo di Fabio vor einer Selbstabschaffung des Westens aus Angst vorm Terrorismus. Mehr lesen

"Von Ihnen habe ich nie gehört"

10.11.2007. Die Regierung hat laut SZ niemandem vorzuschreiben, wie an die DDR erinnert werden soll. Wolfgang Sofsky reitet in der NZZ eine Attacke auf die Gleichgültigen. Die FAZ sieht sich in ihrer aufklärerischen Tätigkeit durch das Vorratsdatenspeicherungsgesetz erheblich eingeschränkt. Daniel Kehlmann entschuldigt sich in der Welt für seine Unbekanntheit. Und die taz stellt fest, dass die Berliner Volksbühne von beinahe allen guten Geistern verlassen ist. Mehr lesen

"Es gab ja die Gemüse-Stasi"

09.11.2007. Zum 9. November bedankt sich Durs Grünbein in der NZZ bei den Polen für Solidarnosc und die entscheidende Drehung aus der Eiszeit. Sein polnischer Kollege Wojciech Kuczok dagegen fürchtet in der FR um sein Land nach zwei Jahren kompromittierender PiS-Herrschaft. Welt und FAZ taxieren das herrschende Ausmaß der Ostalgie. In der SZ erklärt Heribert Prantl das neue Vorratsdatenspeicherungsgesetz als Angriff auf den Journalismus. Mehr lesen

"Aber ja! Wie eine Rakete!"

08.11.2007. Die SZ vermutet hinter der Debatte um Martin Mosebach vor allem ein diffuses Bedürfnis nach Debatte. Die taz sieht dagegen Mosebach zusammen mit Kai Dieckmann und Hans-Olaf Henkel an der Restauration arbeiten. Der FAZ wird angesichts der neu entfachten Kriegsstimmung in den USA ganz mulmig. Die Welt verabschiedet drei Pariser Unis aus dem schicken Quartier Latin in die Banlieue. Und die Zeit überbringt Robert Redford ein unmoralisches Angebot von Paul Newman. Mehr lesen

"Überlebenskampf in den Megacitys"

07.11.2007. In der Welt hätte Hans Stimmann nichts gegen den einen oder anderen Abriss von Monumenten der Nachkriegsmoderne einzuwenden. Der Tagesspiegel erlitt beim Filmfestival von Pusan den Clash der Mystik mit dem Materialismus. Die FAZ erklärt die vertrackte Dialektik der allerneuesten chinesischen Kunst. Die SZ setzt sich mit dem zwiespältigen "Dojczland"-Verhältnis der Polen auseinander. In der taz rät Ilija Trojanow den Afrikanern, sich auf ihre Tradition zu besinnen. Außerdem begeht die taz den Jahrestag der russischen Revolution. Mehr lesen

"Sie begehrt einzig seine Textgestalt"

06.11.2007. Die Berliner Zeitung ging zu Take That und sah ein Gesamtkunstwerk geradezu pophistorischen Ausmaßes in blasslila Lacklederkostümen. In der SZ schimpft Ingo Schulze auf die Kommerzialisierung der Kultur. In Spiegel Online erklärt Henryk Broder, warum das Vanity Fair-Gespräch zwischen Horst Mahler und Michel Friedman ein Skandal ist. Im Tagesspiegel dagegen hat Harald Martenstein dagegen Mitleid mit Mahler. Die taz meint: Das Jazzfestival war nichts, aber das TMM - total! Mehr lesen

"als hätte man sich an mir satt gesehen"

05.11.2007. In der SZ sieht der britische Publizist Tariq Ali die Amerikaner hinter Musharrafs Coup d'Etat in Pakistan. In der Welt erklärt Maria Schrader, warum sie so lange nicht mehr auf der Leinwand zu sehen war. Die NZZ befasst sich mit Bernard-Henri Levys Kritik an der französischen Linken. Und Kirsten Harms' Inszenierung von Strauss' "Elektra" an der krisengeschüttelten Deutschen Oper Berlin stößt auf freundliche Resonanz. Mehr lesen

Saint Just. Mosebach. Himmler.

03.11.2007. Die Welt verteidigt Martin Mosebach gegen seine Verächter und zertrümmert mit eichenbüfetthafter Wucht die ganze Moderne gleich mit. In der taz beharrt Christian Semler auf seinem Anti-Mosebach-Standpunkt: Der Terror der Revolution hatte Vorbedingungen. In der FAZ verbreitet Jonathan Littell seine tiefschwarze Weltsicht: Früher hatten wir noch Ideologien, jetzt haben wir gar nix mehr. Die SZ stellt Grundsatzfragen zum Zustand von Pop und Jazz. Die NZZ feiert den rumänischen Schriftsteller Mircea Cartarescu. Mehr lesen

"Wer liebt hier eigentlich wen?"

02.11.2007. In der Welt sieht Andre Glucksmann den eingekerkerten Oligarchen Michail Chodorkowski als den Sacharow unserer Tage. Spiegel Online zitiert kartellrechtliche Bedenken gegen mögliche Deals zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und den großen Zeitungen im Netz. In der NZZ verteidigt der argentinische Autor Martin Kohan den venezolanischen Populisten Hugo Chavez. Die taz hört noch einmal die letzte aller denkbaren Jazzplatten, Miles Davis' "On the Corner". Die FR bewundert nach den Urteilen gegen die Attentäter von Madrid den spanischen Rechtsstaat. Die FAZ fragt: Was meint die taz mit Revisionismus?
Mehr lesen

"Abgrund zwischen Wollen und Nichtmehrkönnen"

01.11.2007. Mosebach hat unrecht, findet die taz: Man darf den revolutionären Terror, der nur Reaktion war, nicht mit dem Terror der Nazis vergleichen. Die Welt ist beeindruckt von Enrique Sanchez Lanschs Dokumentarfilm "Das Reichsorchester" über die Berliner Philharmoniker in der Nazizeit. Die NZZ meint: Die "Fleischeslust" ist kein reines Vergnügen, jedenfalls nicht die Bündner Fleischeslust. Die FR meint: Der "Ursprung der Welt" aber schon. Die FAZ hat Philip Roth' neuen Roman schon auf Englisch gelesen. In Spiegel Online repliziert Frank Schirrmacher auf Kritik an seiner Grimm-Preisrede. Er ist nicht gegen das Netz, man hat ihn missverstanden, es ist unheimlich. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Jungskino

22.05.2013. Calin Peter Netzers Berlinalegewinner "Mutter und Sohn" verwandelt die Neue Rumänische Welle in ein Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird. In Justin Lins "Fast & Furious 6" gilt es, den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" zu verhindern. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Der Untergang des Abendlands sieht anders aus

23.05.2013. Ganz köstlich amüsiert (wenn auch natürlich unter ihrem Niveau) hat sich die Zeit mit Dan Browns "Inferno". Hans-Peter Riegels große Beuys-Biografie lehnt sie hingegen als tendenziös ab. Die NZZ ist angetan von "Wortgesang", einem Band des syrischen Dichters Adonis mit Essays zur arabischen Poetik. Die FAZ betrachtet die gesammelten Werke des amerikanischen Fotografen Gordon Parks und besucht mit Lothar Graf zu Dohna "Die Dohnas und ihre Häuser". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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