Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Essay

Monotheismus-Debatte im Perlentaucher

17.05.2013. Alle Artikel der von Jan Assmann angestoßenen Debatte zu Monotheismus und Gewalt im Perlentaucher, aktualisiert am 17. Mai.

In diesem ständig aktualisierten Artikel geben wir einen Überblick über alle Artikel der Debatte über Monotheismus und Gewalt im Perlentaucher, neuer Stand: 17.04.2013

Thierry Chervel: Die Monotheismusdebatte - Editorial
Perlentaucher, 29.01.2013
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Jan Assmann: Monotheismus und Gewalt
Perlentaucher, 29.01.2013

Mit dem Monotheismus entstand die Unterscheidung von wahr und falsch in der Religion - und damit eine spezifische Form der Gewalt. Erzählt wird von ihr in der Geschichte vom Exodus aus Ägypten. Und es bleibt dabei: Der "mosaischen Unterscheidung" können nur die Religionen selbst begegnen - mit einem "Sowohl als auch". Eine Antwort auf Rolf Schieder.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateijanassmann.pdf
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Assmann reagiert in seinem Text auf ein Kapitel in Rolf Schieders Buch "Sind Religionen gefährlich?": "Die Monotheismusthese, oder: Ist Mose für religiöse Gewalt verantwortlich?"

Das Kapitel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateirolf_schieder_monotheismuskapitel.pdf
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Bernhard Giesen: Identität und Transzendenz
Perlentaucher, 31.01.2013

Poly- und Monotheismus lösen sich nicht nur ab in der Religionsgeschichte; in komplexen Gesellschaften existieren sie auch als Perspektiven unterschiedlicher Trägerkreise nebeneinander. Die Gewaltneigung der monotheistischen Perspektive ergibt sich aus der spannungsreichen Grenzsituation zum Polytheismus und anderen Monotheismen.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateibernhardgiesen.pdf
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Bernhard Lang: Mose und der zornmütige Gott
Perlentaucher, 06.02.2013

Ist es überhaupt sinnvoll, von einer "mosaischen Unterscheidung" zu sprechen? Nur die Lektüre der Bibel gibt hierüber Aufschluss. Ein Beitrag zur Monotheismus-Debatte.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateibernhardlang.pdf
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Klaus Müller: Plädoyer für das Sowohl als auch
Perlentaucher, 11.02.2013

Es geht Jan Assmann nicht primär um die Gewalthaltigkeit des Monotheismus, sondern um das Projekt der Aufklärung, das "wahr/falsch" der mosaischen Unterscheidung in einem höheren "Sowohl - als auch" aufzuheben. Dies stellt aber keine Gegenposition zur christlichen Theologie dar, sondern bildet einen in ihr seit je präsenten Tiefenstrom.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateiklausmueller.pdf
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Peter Sloterdijk: Im Schatten des Sinai
Perlentaucher, 21.02.2013

Die Erzählung vom Bundesbruch durch den Tanz um das Goldene Kalb und die darauf durch Mose entfesselte Schlächterei ist grundlegend für das Judentum, aber auch für Christentum, Islam und säkulare Religionen. Dieses "Sinai-Schema" konfrontiert Gläubige mit der Forderung, Vertrauen in Gottes Gnade zu fassen, da er sie sonst gnadenlos vernichten wird. Wie umgehen mit den Intoleranz-Resten von Religion?

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateipetersloterdijk.pdf
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Hannes Stein: Abraham bewahrt uns vor dem Töten unserer Kinder
Die Welt, 22.02.2013

Der Autor, Kulturkorrespondent der Welt in New York, greift in die Perlentaucher-Debatte ein und führt einen neuen Begriff ein: den "Bund Abrahams", mit dem er die jüdische Religion als die Religion beschreibt, die auf Kindstötung verzichtet.
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Markus Witte: Von der Weisheit des Glaubens an den einen Gott
Perlentaucher, 04.03.2013

Die bisherige Debatte über den biblischen Monotheismus ist zu sehr auf die Figur des Mose und die Exodus-Überlieferung fixiert. Ein ganz anderes Bild des altisraelitischen Eingott-Glaubens ergibt sich, wenn man die anderen Bücher der Bibel, insbesondere die Weisheitsliteratur, heranzieht.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateimarkuswitte.pdf
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Jan Assmann: Monotheismus ohne Mose?
Perlentaucher, 07.03.2013

Als nicht revolutionär, sondern evolutionär beschreibt Markus Witte die israelitische Religionsgeschichte. Doch der Widerspruch zwischen einer evolutionären Entwicklung und den revolutionären Ideen von Bruch und Stiftung findet in der Bibel selbst statt und beschreibt eine innerbiblische Spannung und Dynamik.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateijanassmann2.pdf
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Rolf Schieder: Mose, der Politiker
Perlentaucher, 09.04.2013

Die wirkliche Sensation der Sinaierzählung besteht in der Transformation eines Königskults in eine Volksreligion, im Bundesschluss zwischen Gott und seinem Volk - ohne Vermittlung durch einen König. Nach der von Jan Assmann lancierten Debatte wäre eine erinnerungsgeschichtliche Rekonstruktion der Mosefigur als internationales Projekt anzuregen.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateirolfschieder.pdf
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Micha Brumlik: Respektabel, aber falsch
Perlentaucher, 11.04.2013

Ein historischer Rundblick zeigt, dass es keine "mosaische Unterscheidung" brauchte, um im Namen einer Religion die eigenen Leute und andere zu massakrieren: eine Widerlegung der Assmann-Sloterdijk-Hypothese.

Der Artikel als pdf-Dokument:
Pdf-Dateimichabrumlik.pdf
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Marcia Pally
: The Hebrew Bible is a problem set
Perlentaucher, 02.05.2013

The idea that one should look to Judaic monotheism for the root of anti-Semitism (or other violence) is a key confusion in this discussion, especially since Jan Assmann has no intention to blame Jews. Some ways out of an unproductive circle.
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Jan Assmann: Monotheismus der Treue
Perlentaucher, 17.05.2013

Die Frage ist nicht, ob der Monotheismus die Welt grausamer gemacht hat, sondern ob er neue Argumente geliefert hat, Gewalt und Grausamkeit zu legitimieren. Für die Humanisierung gewaltlegitimierender Texte könnte die jüdische Auslegungstradition ein Vorbild sein.
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Die Debatte wird fortgesetzt.

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Archiv: Essay

Jan Assmann: Monotheismus der Treue

17.05.2013. Die Frage ist nicht, ob der Monotheismus die Welt grausamer gemacht hat, sondern ob er neue Argumente geliefert hat, Gewalt und Grausamkeit zu legitimieren. Für die Humanisierung gewaltlegitimierender Texte könnte die jüdische Auslegungstradition ein Vorbild sein. Mehr lesen

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07.05.2013. Die Fernsehmoderatorin Vanessa Blumhagen feiert große Erfolge mit ihrem Buch über die Hashimoto-Krankheit - aber sie liegt wahrscheinlich falsch. Trotzdem offenbart ihre Geschichte viel über das erodierende Arzt-Patient-Verhältnis und über die Segnungen des Netzes. Reflexion am eigenen Beispiel
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02.05.2013. The idea that one should look to Judaic monotheism for the root of anti-Semitism (or other violence) is a key confusion in this discussion, especially since Jan Assmann has no intention to blame Jews. Some ways out of an unproductive circle. Mehr lesen

Micha Brumlik: Respektabel, aber falsch

11.04.2013. Ein historischer Rundblick zeigt, dass es keine "mosaische Unterscheidung" brauchte, um im Namen einer Religion die eigenen Leute und andere zu massakrieren: eine Widerlegung der Assmann-Sloterdijk-Hypothese. Mehr lesen

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09.04.2013. Die wirkliche Sensation der Sinaierzählung besteht in der Transformation eines Königskults in eine Volksreligion, im Bundesschluss zwischen Gott und seinem Volk - ohne Vermittlung durch einen König. Nach der von Jan Assmann lancierten Debatte wäre eine erinnerungsgeschichtliche Rekonstruktion der Mosefigur als internationales Projekt anzuregen. Mehr lesen

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02.04.2013. Die verzagte Europa-Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck zeigte, dass sich die europäische Idee ihrer eigenen Geschichte nicht bewusst ist. Aber die bis zum Überdruss wiederholte Formel vom "fehlenden Gründungsmythos" ist falsch. Europa muss sich nur trauen - und an das "Junge Europa" erinnern.
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18.03.2013. Die Fernsehserie "Borgen" beansprucht, einen präzisen Blick in die dänische Politik zu werfen: Aber das Thema, das Dänemark traumatisierte wie kein anderes, kommt in ihr nicht vor: Der Karikaturenstreit und die Islam-Debatte. Es gibt aber eine andere dänische Serie zum Thema: "Cellen", gedreht Regisseur und Komiker Omar Marzouk. Nur will sie keiner senden! Mehr lesen

Jan Assmann: Monotheismus ohne Mose?

07.03.2013. Als nicht revolutionär, sondern evolutionär beschreibt Markus Witte die israelitische Religionsgeschichte. Doch der Widerspruch zwischen einer evolutionären Entwicklung und den revolutionären Ideen von Bruch und Stiftung findet in der Bibel selbst statt und beschreibt eine innerbiblische Spannung und Dynamik. Mehr lesen

Markus Witte: Von der Weisheit des Glaubens an den einen Gott

04.03.2013. Die bisherige Debatte über den biblischen Monotheismus ist zu sehr auf die Figur des Mose und die Exodus-Überlieferung fixiert. Ein ganz anderes Bild des altisraelitischen Eingott-Glaubens ergibt sich, wenn man die anderen Bücher der Bibel, insbesondere die Weisheitsliteratur, heranzieht. Mehr lesen

Peter Sloterdijk: Im Schatten des Sinai

21.02.2013. Die Erzählung vom Bundesbruch durch den Tanz um das Goldene Kalb und die darauf durch Mose entfesselte Schlächterei ist grundlegend für das Judentum, aber auch für Christentum, Islam und säkulare Religionen. Dieses "Sinai-Schema" konfrontiert Gläubige mit der Forderung, Vertrauen in Gottes Gnade zu fassen, da er sie sonst gnadenlos vernichten wird. Wie umgehen mit den Intoleranz-Resten von Religion? Mehr lesen

Klaus Müller: Plädoyer für das Sowohl als auch

11.02.2013. Es geht Jan Assmann nicht primär um die Gewalthaltigkeit des Monotheismus, sondern um das Projekt der Aufklärung, das "wahr/falsch" der mosaischen Unterscheidung in einem höheren "Sowohl - als auch" aufzuheben. Dies stellt aber keine Gegenposition zur christlichen Theologie dar, sondern bildet einen in ihr seit je präsenten Tiefenstrom. Mehr lesen

Bernhard Lang: Mose und der zornmütige Gott

06.02.2013. Ist es überhaupt sinnvoll, von einer "mosaischen Unterscheidung" zu sprechen? Nur die Lektüre der Bibel gibt hierüber Aufschluss. Ein Beitrag zur Monotheismus-Debatte. Mehr lesen

Bernhard Giesen: Identität und Transzendenz

31.01.2013. Poly- und Monotheismus lösen sich nicht nur ab in der Religionsgeschichte; in komplexen Gesellschaften existieren sie auch als Perspektiven unterschiedlicher Trägerkreise nebeneinander. Die Gewaltneigung der monotheistischen Perspektive ergibt sich aus der spannungsreichen Grenzsituation zum Polytheismus und anderen Monotheismen. Mehr lesen

Jan Assmann: Monotheismus und Gewalt

29.01.2013. Mit dem Monotheismus entstand die Unterscheidung von wahr und falsch in der Religion - und damit eine spezifische Form der Gewalt. Erzählt wird von ihr in der Geschichte vom Exodus aus Ägypten. Und es bleibt dabei: Der "mosaischen Unterscheidung" können nur die Religionen selbst begegnen - mit einem "Sowohl als auch". Eine Antwort auf Rolf Schieder Mehr lesen

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