Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 09.36 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



November 2004


Heute in den Feuilletons

30.11.2004. Im Tagesspiegel verfasst Daniel Barenboim eine Hommage auf den "Außenseiter Wilhelm Furtwängler". Die FAZ stellt richtig, dass es unter den Dirigenten viel schlimmere Nazi-Mitläufer gab als ihn. In der taz plädiert der argentinische Autor Cesar Aira für die Hochkultur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.11.2004. Die FAZ bläst der Santa Muerte den Rauch einer Zigarettte ins Gesicht. Die NZZ findet Iranerinnen unter dem Kopftuch sexy. In der SZ fürchtet die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko einen militärischen Eingriff Russlands in Kiew. Und in der FR fordert der Theologe Christian Engelbrecht, dass die Moslems in Deutschland Kirchensteuer abbekommen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.11.2004. In der SZ blickt Andrzej Stasiuk nach Kiew und ruft: "Mein Gott, es steht noch nicht so schlecht um Europa." In der Berliner Zeitung lässt sich Elfriede Jelinek nach Schlucken einer Zusatz-Valium von Andre Müller interviewen. In der FAZ sieht sich Edita Gruberova an der Kante eines drohend-tiefen Abgrunds. Und nur Edmund Stoiber kann sie retten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.11.2004. Die Ukraine bleibt Thema. In Spiegel Online erklärt Oksana Zabuzhko, wo die Grenzen in der Ukraine wirklich verlaufen: nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen einst und jetzt. In der SZ tanzt Andrej Kurkow auf dem Kreschtschatik nach den Liedern von Ruslana. In der Berliner Zeitung weiß Timothy Garton Ash, wo das Herz Europas wirklich schlägt: außerhalb. In der FR krisitisiert Richard Wagner die Multikulti-Debatte, die in politischer Routine versinkt. In der FAZ erklärt Andeas Maier auf einer ganzen Seite, warum er nicht in Potsdam in der Platte wohnen wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.11.2004. In der taz hofft der Regisseur Hans Weingartner auf die Ankunft einer neuen kritischen Generation, die etwas gegen den Kapitalismus unternimmt. Und Zafer Senocak versucht zu verstehen, warum sich die Moslems nicht integrieren. In der FAZ erklärt Wolf Singer, was ihn bewegt, der FAZ zu erklären, was ihn bewegt. In der FR hofft der Schriftsteller Andrej Kurkow auf mehr Demokratie in der Ukraine. Die Zeit fragt: Hat uns Furtwängler noch etwas zu sagen? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.11.2004. In der FAZ beschreibt der Dichter Andrij Bondar, wie Individuen in schwarzen Jacken die Wahlen in der Ukraine manipulierten. In der FR hofft der Schriftsteller Tymofiy Havryliv aufs Knock-out des alten Systems durch die Klitschko-Brüder. Die taz beschreibt, wie man mit dem Begriff der Parallelgesellschaft kunstvoll Ursache und Folge verwechselt. In der NZZ beschreibt Amos Oz, wie sich in Arafat Che Guevara und Sultan Saladin kreuzten.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.11.2004. In der SZ plädiert Gustav Seibt am Beispiel Berlin für die Kultur der Parallelgesellschaften. In der taz sieht der Soziologe Dick Pels das Multikulti-Bashing als Strategie eine liberalisierten Faschismus. Die FAZ benennt ein ernstes Problem der Schauspielschule Ernst Busch: Sie ist zu gut. In der FR erklärt Marcia Pally, dass die amerikanische Rechte für Eigenschaften gehasst wird, für die Amerika geliebt wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.11.2004. In der FAZ warnen die Thrillerautoren Jens Johler und Christian Stahl : Unsere Hirne werden manipuliert werden. Die NZZ stöhnt: Provinznest Berlin! In der taz beklagt Zafer Senocak einen antimoslemischen Antisemitismus. In der SZ bedauert Robin Detje die armen Westberliner als eigentliche Verlierer der Wende. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.11.2004. In der SZ prangern Michal Bodemann und Ulrich Beck einen angeblichen anti-muslimischen Rassismus in Europa an. Auch taz und FR machen sich Gedanken zu Integration und Toleranz. In der Welt preist Joschka Fischer den Schriftsteller Amos Oz. Die NZZ bringt einen Schwerpunkt zu lateinamerikanischer Literatur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.11.2004. Werner Spies besucht für die FAZ das neue Moma und konstatiert erleichtert: "Kein Land, keine Schule dominiert." Die NZZ sammelt Stimmen zu den Wahlen in der Ukraine. Diese Wahlen sind existenziell, meint Juri Andruchowytsch in der taz. Keine Zeitung außer der FAZ schweigt zu Christoph Schlingensiefs "Kunst und Gemüse". Die SZ zum Beispiel findet: "Kraut und Rüben" großartig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.11.2004. In der Zeit fragt sich Leon de Winter, ob Moslems überhaupt in der Lage sind, an der anarcho-liberalen Kultur der Niederlande teilzuhaben. Multikulti ist keine Kitschidee, insistiert aber Daniel Cohn-Bendit in der taz. Die FR besucht das neue Moma. Die SZ sinniert über islamistische Snuff Videos. In der FAZ kann Charles Simic nach der Wiederwahl George W. Bushs seine Depression nicht verhehlen. Wir verlinken auf Theo van Goghs Film "Submission".
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Heute in den Feuilletons

17.11.2004. In der FAZ entwirft der Dirigent und Komponist Hans Zender eine Geografie der Musik, in der Deutschland recht blass aussieht. Die Welt bringt einen Text von Vaclav Havel, der Europa vor politischer Apathie warnt. Die SZ besucht das neue Moma. Peter Konwitschnys Inszenierung von "Moses und Aaron" in Hamburg löst kontroverse Reaktionen aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.11.2004. Im Tagesspiegel fragt Khaled, warum eigentlich die ganze Welt wegen zweier Türme traurig ist. In der Welt erklärt Orhan Pamuk das Kopftuch für nicht antidemokratisch. In der SZ erzählt John LeCarre, wie Jassir Arafat roch. Die FAZ taumelt begeistert aus der Hamburger Inszenierung von Schönbergs "Moses und Aaron". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.11.2004. Die FAZ druckt Jürgen Habermas' Kyoto-Preis-Rede, in welcher er den krönenden Schlussstein zur FAZ-Gehirndebatte setzt: Kein freier Wille hat keinen Sinn. In der Welt wettert Regisseur Jürgen Gosch gegen das Ostdeutsche am deutschen Theater. Die SZ bringt eine feurige Verteidigung der Hochkultur und der Subventionen für ihre  Orchester. Die NZZ besucht ein Theaterfestival im armen Armenien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.11.2004. Zweimal Amos Oz: In der taz verteidigt er die Mauer in Israel, aber unter einer Bedingung. Die Welt bringt seine Dankrede für den Literaturpreis der Zeitung. In der FR diskutieren zwei palästinensische Intellektuelle über Jassir Arafat. In der FAZ vermutet Elias Khoury, Arafat sei von Amerikanern und Israelis umgebracht worden. Und die SZ berichtet über erstaunliche Formen der Vergangenheitsbewältigung in Bosnien-Herzegowina: Eine Bruce-Lee-Statue stiftet Frieden. Die NZZ sagt: Adieu Utopie. Grüezi Scheitern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.11.2004. Die FAZ wäscht die schmutzige Wäsche ihrer Kollegen. Der Tod Arafats ist auch in den Kulturteilen größtes Thema und gibt Anlass zu einigen lesenswerten Artikeln von Salman Masalha (NZZ), Henryk Broder (Spiegel), Micha Brumlik (FR) und Uri Avnery (taz). Auch über Theo van Gogh wird weiter diskutiert: War er Rassist? Im Aufmacher des Tagesspiegels bietet Karl Lagerfeld eine Chiffonbluse für 39,90 Euro. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.11.2004. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.11.2004. Für viel Gelächter, aber auch besorgte Interpretationen sorgt eine Berliner Provinzposse, in der der Kultursenator Thomas Flierl sowie der Feuilletonchef des Tagesspiegels Peter von Becker tragende Rollen spielen. In der FR gratuliert Peter Rühmkorf dem Kollegen Hans Magnus Enzensberger zum 75. Die FAZ erstarrt beeindruckt vor Ulrich Matthes' "Gespenstergesicht" in Volker Schlöndorffs "Neuntem Tag". Auch der Mord an Theo van Gogh sorgt weiter für Reaktionen und Kommentare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.11.2004. In der Welt kritisiert der Lyriker Safer Zenocak die in Europa lebenden Moslems. In der FR erklärt Natan Sznaider, warum die Linke in Israel zu hoffen beginnt: wegen Scharon und wegen Bushs Wiederwahl. Die taz resümiert das Berliner JazzFest. Die NZZ sieht eine von Ängsten geplagte katholische Kirche. In der FAZ sieht Amos Oz die Falken auf dem Rückzug. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.11.2004. In der FR beschreibt Imre Kertesz das Trauma der ungarischen Intellektuellen. In der SZ erklärt er die drei großen Ts im Gulasch-Kommunismus. Die taz hat sich zur Feier des Tages vom Osten übernehmen lassen. In der FAZ fordert der niederländische Publizist Paul Scheffer eine tiefgehende Reform des Islam. In der Welt diskutieren Jens Bisky und Jakob Hein über Westgeld und Ostidentität. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2004. In der FAZ erklärt Elfriede Jelinek, warum Deutschland eine Rezeptionswüste für ihr Werk ist. Die Welt druckt zwei furiose Kolumnen des ermordeten niederländischen Autors Theo van Gogh nach. Die NZZ ruft eine Theaterrevolution aus - sie findet allerdings in Afghanistan statt. Die taz stellt neue Dramatikerstimmen aus London vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2004. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.11.2004. In der NZZ versucht sich Laszlo F. Földenyi , die Erfolge der ungarischen Zwischenkriegsliteratur in Deutschland zu erklären. Die FAZ empört sich über Orchestermorde im Bayerischen Rundfunk. Die SZ druckt Robert Gernhardts Laudatio auf Loriot. In der Berliner Zeitung sagt Imre Kertesz etwas Schönes über Berlin. Alle Zeitungen setzen ihre apokalyptischen Visionen nach der US-Wahl fort: In der taz fürchtet Norman Birnbaum, dass nun auch der Iran angegriffen wird. Nur Hans-Ulrich Gumbrecht sieht's in der Welt ein bisschen anders. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.11.2004. Die FAZ feiert die allerbeste Perkussionistin der Welt, Evelyn Glennie. Die NZZ freut sich über sensationelle Dokumentenfunde aus dem mittelalterlichen Nowgorod. Die FR besucht Deutschlands spektakulärste Baustelle: die Hamburger Hafencity. In der Welt gesteht Niall Ferguson, dass er etwas über sich gerlernt hat: Er ist ein Linksliberaler. Die taz beklagt die Verwahrlosung und Neidbesessenheit eines Amerikas, das sich in George W. Bushs Gesicht spiegelt. Die SZ bringt schon mal einen Nachruf auf Jassir Arafat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.11.2004. In der Zeit verteilt Ted Gaier eine Goldene Zitrone an Bob Dylan. In der SZ reagieren Schriftsteller auf die Wiederwahl von George W. Bush. Die FR beschwört nach der Ermordung Theo van Goghs ein "multikulturelles Drama" in den Niederlanden. Die FAZ auch. Die NZZ beklagt die prekäre Lage der Nacht. Im Tagesspiegel erklärt Diedrich Diederichsen, was Jazz ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.11.2004. Die FAZ fragt nach den Auswirkungen der Ermordung Theo van Goghs auf die niederländische Politik. In der Welt konstatiert Ian Buruma, dass es dem Irak besser geht - aber gilt das auch für Amerika? Die NZZ berichtet über die Querelen um Tariq Ramadan. In der SZ erklärt Cees Nooteboom, wie seine Romanfiguren zu ihren Namen kommen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.11.2004. "Spielverderber" nennt die SZ deutsche Theaterkritiker, die auf Werktreue bestehen. Die NZZ stellt die University of Central Asia des Agha Khan vor. Die FR gibt Tipps an Hacker, die den amerikanischen Wahlcomputer beeinflussen wollen. Im Tagesspiegel fürchtet Richard Sennett einen sanften Faschismus in den USA. Die FAZ berichtet über ein Künstlertreffen im kurdischen Suleimanyah. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.11.2004. Die FAZ erklärt, warum George W. Bush auch vielen Konservativen nicht geheuer ist. In der FR beobachtet Franzobel gutgelaunte Folterknechte, die in Mexiko den Tag der Toten feiern. Die NZZ beschreibt, wie die letzten Ruinen des Dritten Reichs verscherbelt werden. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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