Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Perlentaucher-Autoren

Pascal Bruckner

Pascal Bruckner, geboren 1948 in Paris, ist Romancier und Essayist. Er studierte unter anderem an der Sorbonne und der Ecole pratique des hautes etudes. Sein Doktorvater war Roland Barthes. Als Essayist gehört er zum Umkreis der "nouveaux philosophes". Eines seiner bekanntesten Bücher sind die "Tränen des weißen Mannes" (Le Sanglot de l'homme blanc) von 1983, das "Tiermondisme", einen Schuldkomplex der westlichen Welt gegenüber der "Dritten Welt" thematisiert. Sein Roman "Lunes de fiel" wurde von Roman Polanski verfilmt. Zuletzt erschien der Essay "La tyrannie de la penitence : Essai sur le masochisme occidental".

Artikel von Pascal Bruckner (NaN - von )

Für eine wohlwollende Indifferenz

12.11.2013 Der Begriff der "Islamophobie" rückt Kritik an einer Doktrin in Rassismus-Verdacht. Gestraft sind mit dem Begriff vor allem liberale Muslime. mehr lesen

Wege aus dem Schlamassel

09.04.2012 Wer im Namen des "guten Lebens" Verzicht predigt, ist ein Heuchler. Es ist nicht die Aufgabe der Ökologie, die Annehmlichkeiten des Fortschritts in Frage zu stellen oder sie anderen nicht zu gönnen, sondern sie mit Respekt für den Planeten zu vereinbaren. Der totalitären Versuchung eines ökologischen Diskurses, der sich in die intimsten Aspekte und Daseins einmischt, darf Europa ebenso wenig nachgeben wie den Einflüsterungen des Finanzkapitals oder der religiösen Intoleranz. Plädoyer für ein solidarisches Europa, das seine Energie aus den Ideen der Aufklärung zieht. mehr lesen

Der schlüpfrige Puritanismus der USA

29.08.2011 Die Häme der amerikanischen Medien im Fall DSK ist das Symptom einer ans Unheimliche grenzenden sexuellen Verklemmtheit, für deren Durchsetzung Feministinnen mit der religiösen Rechten paktieren. Wir können viel von Amerika lernen, aber bestimmt nicht die Kunst zu lieben. mehr lesen

Eines jener semantischen Hackebeile

04.01.2011 Islamophobie: Ein einfaches Wort übt einen schweren Druck aus. Man muss es schon deshalb zurückweisen, weil es eine moralische Erpressung im Sinn hat. Eine Antwort auf Alan Posener mehr lesen

Die Erfindung der Islamophobie

13.12.2010 Kritik an Religion ist nicht Rassismus. Der Begriff will einschüchtern. Vor allem aber will er all jene Muslime zum Schweigen bringen, die den Koran in Frage stellen und die Gleichheit der Geschlechter fordern. mehr lesen

Familien, ich liebe euch (ab und zu)

22.12.2008 Klaustrophobie versus Platzangst: Die Familie ist ein Paradox, das wir nicht lösen werden. Aber zum Glück gibt es Weihnachten. mehr lesen

Zwischen Dschingderassassa und Kniefall

28.08.2008 Der Westen nach dem Blitzkrieg in Georgien: uneins und gelähmt vor Angst. Statt dessen sollten wir uns an die Überlegenheit der Demokratie erinnern. mehr lesen

Boykottiert Durban 2!

10.06.2008 Aktualisiert am 31. 7. Auf der Konferenz von Durban zeigte der Antikolonialismus im Jahr 2001 eine antisemitische Fratze. Die UN planen eine Nachfolgekonferenz. Demokratien sollten sie meiden. mehr lesen

Es genügt nicht, den Terrorismus zu verurteilen

22.03.2007 Es genügt nicht, den Terrorismus zu verurteilen. Zugleich muss sich die Religion, die ihm Nahrung gibt und auf die er sich zu Recht oder zu Unrecht beruft, verändern. Einige abschließende Bemerkungen zur Multikulturalismus-Debatte. mehr lesen

Fundamentalismus der Aufklärung oder Rassismus der Antirassisten?

24.01.2007 Ayaan Hirsi Ali sieht nicht nur gut aus, sondern beruft sich auch noch auf Voltaire. Da übertreibt sie, finden Ian Buruma und Timothy Garton Ash, und erklären sie zur "Fundamentalistin der Aufklärung". Sie selbst verkörpern den Rassismus der Antirassisten. mehr lesen

Bücher von Pascal Bruckner

Pascal Bruckner: Der Schuldkomplex. Vom Nutzen und Nachteil der Geschichte für Europa

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Pantheon Verlag, München 2008, ISBN 9783570550458, Kartoniert, 255 Seiten, 12,95 EUR

Mit seiner jüngsten Streitschrift hat Pascal Bruckner eine lebhafte Debatte über unser Verhältnis zur eigenen Geschichte entfacht. Ganz gleich ob wegen Sklaverei, kolonialer Vergangenheit oder Faschismus in Europa ist das Sprechen über Schuld und Scham seit dem Zweiten Weltkrieg das höchste politische und moralische Gebot. Die ... mehr lesen

Pascal Bruckner: Verdammt zum Glück. Der Fluch der Moderne. Ein Essay

Bestellen bei buecher.deCover:

Aufbau Verlag, Berlin 2001, ISBN 9783351025182, Gebunden, 315 Seiten, 20,40 EUR

Aus dem Französischen von Claudia Stein. Wie er sein Gesicht nach einem ästhetischen Leitbild zuschneiden lässt, den Busen mit Silikon stylt, sich in Fitness-Studios martert, hat der Mensch auch das Glück als ein Diktat zu verstehen. Unglück, Trauer, Schmerz sind ein Makel. Die Verpflichtung zum Glück bewegt die größte Industrie unserer Zeit, ... mehr lesen

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Archiv: Perlentaucher-Autoren

Archiv: Essay

Florian Kessler: Der Druck der nächsten feinen Sache

10.09.2014. Neben dem Deutschen Buchpreis wirbt in Frankfurt auch die "Hotlist" der unabhängigen Verlage mit alternativen Lektüren um Aufmerksamkeit: Ein Streitgespräch zwischen Daniela Seel und Axel von Ernst über die Vermittlung von Literatur in Zeiten radikalen Wandels. Moderiert Mehr lesen

Archiv: Virtualienmarkt

Rüdiger Wischenbart: Die Buchkultur und der leere Stuhl

21.08.2014. Der Streit um Amazon in den USA und Deutschland ist Symptom einer säkularen Veränderung der Buchbranche. Der Appell an den Staat gegen die Internetgiganten wird nicht weiterhelfen: Die Impulse müssen aus der Gesellschaft kommen. Manifest für eine soziale Marktwirtschaft im Buch-Business. Mehr lesen

Archiv: Post aus ...

Flirt mit dem chinesischen Modell

06.02.2014. In der Türkei hat das Parlament gestern Nacht ein Gesetz verabschiedet, das das Abschalten unliebsamer Webseiten erleichtert. Befürworter loben es als Schutz der Bevölkerung, Gegner sprechen von Zensur. Präsident Erdogan findet: Twitter ist der größte Unruhestifter in heutigen Gesellschaften. Mehr lesen