Bücherschau der Woche
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- Post aus der Antarktis
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- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Milchmädchenabrechnung
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
18.04.2009. In der FAZ rechnet Erich Loest mit der Leipziger Kulturpolitik und ihrer DDR-Verklärung ab. In der NZZ legt George Steiner Milliarden von Kilometern Entfernung zwischen sich und das Werk. In der FR sieht Roberto Saviano die Mafia schon beim fröhlichen Wiederaufbau der vom Erdbeben verwüsteten Gebiete in den Abruzzen. Abgezockt von Elfriede Jelinek fühlt sich die Welt. Und es gibt erste Reaktionen auf die Internetsperren durch deutsche Provider und die Verurteilung der Betreiber von Pirate Bay: Die FAZ jubelt, die SZ wird sehr nachdenklich. Die Blogs fragen, was das Urteil für Google bedeutet.
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Süddeutsche Zeitung, 18.04.2009
Der Aufmacher der SZ am Wochenende ist eine Reportage von Rebecca Casati zum Thema "sexueller Missbrauch von Kindern im Internet und in Deutschland". Es geht auch - aber längst nicht nur - um die Sperrung von Internetseiten. "Die hochangesehene Gesellschaft für Informatik (GI) warb zuletzt erst wieder Anfang April für eine bessere Strafverfolgung bei Kinderpornographie - die von der Ministerin und der Union geplanten Sperrungen von Seiten seien hingegen nicht hilfreich, vielmehr seien sie im Zweifelsfall sogar zusätzlich schädlich. Die Beschwörung einer organisierten Jagd ist also nur ein Wahlkampf-Tool. Hilfreicher wäre, wenn Ursula von der Leyen da ansetzen würde, wo ihre Kompetenz liegt, in dem Ort, der einen Großteil der Täter auch im Internetzeitalter beherbergt: in der Familie."
Auf der Seite 2 des politischen Teils der SZ hat Thomas Steinfeld wenig Freude am Urteil gegen "The Pirate Bay", weil es zur Folge haben könnte, dass das ganze Internet unter Generalverdacht gestellt wird: "Denn eine konsequente strafrechtliche Beobachtung des Internets müsste eine Logik des Verdachts zur Folge haben, die zwar eigentlich nur auf den Umgang mit Produkten der Unterhaltungsindustrie zielt (denn diese stellt den alles beherrschenden Teil der illegalen Kopien), aber den gesamten Verkehr von Texten und Bildern, von Nachrichten und Dokumenten im Internet trifft."
Im Feuilleton hat der italienische Dramaturg und Opernregisseur Daniele Abbado, zugleich Leiter einer erfolgreichen Theaterstiftung, nichts Gutes über die Lage der Kultur in Italien zu berichten: "Das Klima ist schlecht, ganz schlecht... Bald ist nichts mehr zum Kürzen da." Matthias Kolb ist in Litauens Hauptstadt Vilnius gereist, eine Stadt, die in der Krise viele ihrer geplanten Kulturhauptstadt-Aktivitäten stoppen muss. Jörg Häntzschel konstatiert, dass die Pläne für die Neubebauung von Ground Zero angesichts der aktuellen Krise wohl Makulatur sind. Burkhard Müller erzählt, nun da ihr Grab gefunden scheint, von Kleopatra. Nur den Kopf schütteln kann Fritz Göttler darüber, dass Jacques Tatis Monsieur Hulot auf öffentlichen Plakaten, die für eine Tati-Ausstellung werben, aus Raucher-Werbeverbotsgründen seiner charakteristischen Pfeife beraubt wurde. Knapp informiert wird über eine Klage des Verlags-Gesellschafters Joachim Unseld gegen den Suhrkamp-Umzug nach Berlin. W.S. meldet, dass Lothar Zagrosek, Leiter des Berliner Konzerthausorchesters, mit Abgang droht.
Besprochen werden die "Amedeo Modigliani"-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle, Nicolas Stemanns dreieinhalb Stunden währende Uraufführung von Elfriede Jelineks Krisenkomödie "Die Kontrakte des Kaufmanns" (Christine Dössel hat einen anstrengenden - und in seiner texttreu-provisorischen Form begeisternden - Abend verbracht) und neue Bücher, darunter Reinhard Jirgls Roman "Die Stille" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Weiteres aus der SZ am Wochenende: Tino Jacobs erzählt die Geschichte des zertrümmerten Klaviers. Antje Wewer hat den Musiker und Gelegenheitsschauspieler Lyle Lovett getroffen. Sibylle Berg kolumniert über Bett-Schweizer. Auf der Historienseite berichtet Michael Frank von Zweifeln daran, dass der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer wirklich ein Held war.
Im Interview (zum Thema "Hochstapelei") mit Jens-Christian Rabe erzählt der Musiker, Autor und Kulturschaffende Rocko Schamoni auch eine kleine Rauch-Anekdote: "Mein Freund Jacques Palminger saß im Zug von Berlin nach Hamburg im Speisewagen. Drei Tische weiter saß Helmut Schmidt und fing einfach an zu rauchen. Da ist natürlich schon seit zehn Jahren totales Rauchverbot. Dann kam der Schaffner und sagte: 'Entschuldigung, also egal, wer Sie jetzt sind, aber Sie können hier nicht rauchen.' Und Helmut Schmidt antwortete: 'Aber ich kann hier ja nirgendwo rauchen.' - 'Nein, können Sie nicht.' - 'Ja, das geht leider nicht.'Dann hat er einfach weitergeraucht. Sehr imposant."
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Die Zeit, 18.04.2009
Kinderpornografie muss bekämpft werden, das ist überhaupt keine Frage. Aber ist Zensur die richtige Antwort? Und geht es bei diesen "Verträgen" wirklich um Kinderpornografie oder um den Versuch, das Internet zu zensieren? Inzwischen haben selbst Missbrauchsopfer gegen die Sperrung von Internetseiten protestiert: In einem Interview mit der Zeit hat Christian Bahls vom Verein "MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren" (MOGIS) erklärt, warum. Bahls hat dem Bundesministerium Hinweise auf ganz konkrete Server geliefert, die Kinderpornografie ins Netz stellen. Passiert ist gar nichts. Die Frage ist, warum die Staatsanwaltschaft nicht direkt gegen diese Server vorgeht, statt gegen die Provider (ein Vergleich zum Print: Das ist so, als würde man Zeitschriften mit Kinderpornografie weiterhin dulden und statt dessen den Pressegrossisten in die Pflicht nehmen, diese Zeitungen nicht auszuliefern.) Bahls sagt in der Zeit: "Ich fühle mich wieder zum Opfer gemacht. Ich fühle mich in der Debatte für ein politisches Ziel missbraucht. Denn die Regierung will nur die Verbreitung der 'Dokumentation des Missbrauchs' einschränken, nicht den Missbrauch selbst. Sie können natürlich vor das Bild ein Laken hängen, das Bild aber hängt dann noch immer dort."
In der c't haben Holger Bleich und Axel Kossel die Argumentation der Bundesfamilienministerin für die Sperren auseinandergenommen und weisen darauf hin, dass auch Unschuldige betroffen sein und sich nicht dagegen wehren können. Weitere Informationen und Links zum Thema findet man u.a. bei Netzpolitik.
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Spiegel Online, 18.04.2009
Frank Patalong kritisiert das Spiel mit der Angst vor Kinderpornografie, das die neuesten Zensurmaßnahmen legitimiert: "Schon die Zahlenbasis, mit der von der Leyen die Notwendigkeit der Sperrlisten rechtfertigt, gilt als fragwürdig. Ihre Argumentation basiert auf BKA-Statistiken, die aber keineswegs Fallzahlen erfassen, sondern nur einen Anstieg der Ermittlungsverfahren in den letzten Jahren dokumentieren. Einige waren spektakulär, erfassten fünfstellige Zahlen von Verdächtigen - und erbrachten wenig Konkretes."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2009
Jasper von Altenbockum zeigt auf der Seite 1 der FAZ unter der Überschrift "Pfuhl Internet" grimmige Begeisterung darüber, dass man in Schweden und Deutschland endlich versucht, die "Anarchie des Internets einzudämmen". Kritiker dieser Verfahren halten seiner Ansicht nach das Internet für "eine Tabula rasa, die alles zulässt, was in anderen Medienwelten längst als geschwätzig, dumm oder auch verbrecherisch erkannt, verhindert, geächtet oder geahndet wird".
Im Feuilleton zeigt sich Sandra Kegel zufrieden damit, dass in Schweden die Betreiber der Tauschbörse Pirate Bay verknackt wurden. Aber das reicht noch nicht, meint sie: "Denn sollte 'Pirate Bay', wie zu vermuten ist, nach dem Urteil aus dem Netz verschwinden, so stehen doch längst andere Websites bereit, um die Lücke zu füllen. Und diese Plattformen werden in Ländern unterhalten, in denen die Behörden an der Frage des geistigen Eigentums kein großes Interesse zeigen."
Der Schriftsteller Erich Loest rechnet mit der Leipziger Kulturpolitik und ihrer Verklärung der DDR ab: Erst wurde das Marx-Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Hochschule für Körperkultur wiedererrichtet (mehr hier). Dann das Tübke-Gemälde "Arbeiterklasse und Intelligenz" in der neuen Uni Leipzig (in beiden Angelegenheiten war der aus Limburg zugegezogene Direktor der Uni, Franz Häuser, eine treibende Kraft) aufgehängt, und schließlich hat die SPD die Linkspartei gebeten, einen Nachfolger für das Amt des Kulturbürgermeisters zu finden. Loests Fazit: "Wenn die Linkspartei 2009 zur stärksten Fraktion im Leipziger Stadtrat wird, sollte sie honorieren, in welch enormer und hartnäckiger Weise sich Franz Häuser für ihre ideologische Rehabilitierung und Mobilmachung eingesetzt hat. Es wäre nur gerecht, würde sie ihn zum Ehrenbürger vorschlagen. Bis dahin bin ich konsequenterweise nach Halle emigriert."
Weitere Artikel: In der Leitglosse mokiert sich Oliver Jungen über Buchleser, die sich jenseits der approbierten Kritiker erlauben, eine Meinung zu einem Buch zu entwickeln und ins Netz zu stellen. Andreas Platthaus grübelt, warum Joachim Unseld gegen den Umzug des Suhrkamp Verlags nach Berlin geklagt hat. Gourmet kann heute jeder werden, behauptet - etwas überraschend - Jürgen Dollase: "Schmecken können ist eine Fähigkeit, die kein erkauftes Herrschaftswissen braucht, sondern grundsätzlicher ist und sich auch dem 'normalen' Esser nicht verschließt." Die antike anatolische Stadt Hasankeyf wird vielleicht doch nicht in einem von der türkischen Regierung geplanten Stausee ersäuft (mehr hier), da sie "neun von zehn Kriterien erfüllt, um in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen zu werden", meldet kkr. Auf der letzten Seite widmet sich Marcus Jauer in einer Reportage hingebungsvoll dem Schrotthandel zwischen Ost und West.
In Bilder und Zeiten porträtier Werner Spies den Maler Sam Szafran. Peter Rawert beschreibt die Kunst der Karikatur. Mikis Theodorakis spricht im Interview über Kultur und Widerstand.
Besprochen werden die Modigliani-Retrospektive in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, die von Nicolas Stemann in Köln präsentierte "Urlesung" von Elfriede Jelineks neuem Stück "Die Kontrakte des Kaufmanns" ("eine Milchmädchenabrechnung", höhnt Andreas Rossmann), die Uraufführung von Merce Cunninghams Choreografie "Nearly Ninety" in der Brooklyn Academy of Music, die Aufführung von Carl Rösslers Rothschild-Saga "Die fünf Frankfurter" im Volkstheater Frankfurt und Bücher, darunter John Updikes letzter Roman "Die Witwen von Eastwick" und eine laut Wolfgang Schneider herausragende neue Übersetzung der Erzählungen Herman Melvilles durch Michael Walter und Daniel Göske (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Auf der Schallplatten- und Phonoseite geht's um eine Aufnahme der Werke von Karol Szymanowski für Violine und Klavier mit Joanna Madroszkiewicz und Paul Gulda ("Mit samtigem leisen Lustgurren umschreibt die Geige das Verlangen des Pan nach den Baumnymphen", hört Jan Brachmann), Popsongs von Benji Hughes (der, so versichert Eric Pfeil, "weiß, wo der Big Lebowski seine Bowling-Kugeln polieren lässt"), Jazz vom Avishai-Cohen-Trio und dem Paul Urbanek Trio, noch mehr Jazz von Achim Kaufmann und Marc Copland, eine Zwölf-CD-Box der französischen Band Magma und eine CD von Max Müller mit dem schönen Titel "Die Nostalgie ist auch nicht mehr das was sie früher einmal war".
In der Frankfurter Anthologie stellt Harald Hartung ein Gedicht von Achim von Arnim vor:
"Der Welt Herr
Morgenstund hat Gold im Munde,
Denn da kommt die Börsenzeit
Und mit ihr die süße Kunde,
Die des Kaufmanns Herz erfreut:
..."
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Aus den Blogs, 18.04.2009
Die Betreiber der Musiksuchseite The Pirate Bay sind zu Haftstrafen verurteilt worden - der Prozess wird allerdings noch durch die Instanzen gehen. Hier sammeln wir einige Reaktionen.
Wolfgang Michael meint in Carta zum Urteil gegen die Pirate Bay: "Der Sieg über die Piraten kam durch Beschuss von Spatzen mit Kanonenkugeln zustande. Bei mächtigeren Gegnern - wie Google oder der EU-Kommission - verhalten sich die Kanoniere wesentlich konzilianter. Wird bei Urheberrechtsverstößen mit zweierlei Maß gemessen? "
Marcel Weiss schreibt in Netzwertig: "Effektiv bedeutet das Urteil für schwedisches Recht, dass nach der Rechtsauffassung des Gerichts alle Suchmaschinenbetreiber verklagt werden können."
Der Daily Telegraph, auf den Netzwertig hinweist, stellt klar, dass The Pirate Bay für das Setzen von Links verurteilt wurde: "Although The Pirate Bay did not itself host any of these files, it did provide links to other websites and torrent services where music and films could be illegally acquired."
Crunchgear hat über diesen Link bei Digg einige Reaktionen krimineller Musikhörer gesammelt: "A collection of childish, over-the-top reactions to The Pirate Bay guilty verdict."
Da es sich bei der Pirate Bay um eine Suchmaschine handelt, hatten sich die Betreiber Unterstützung von Google erhofft. Aber Google rührte sich nicht. In der InformationWeek artikuliert der Pirate Bay-Gründer Peter Sunde seine Enttäuschung: "'It's kind of a shame that Google didn't actually volunteer to help us out in the court case,' Sunde said. 'I think it was really a bad decision of them and it's going to bite them in the ass.'"
Heise lässt sich von der Pirate Bay nicht einwickeln: "Die ganze Rhetorik kann aber ein Kernproblem der Pirate Bay nicht schönreden: Über die Plattform wird urheberrechtlich geschütztes Material in enormem Umfang illegal getauscht."
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Weitere Medien, 18.04.2009
Gerade haben wir in unseren Mails noch eine Presseerklärung des Börsenvereins zum Pirate-Bay-Urteil gefunden. Wir zitieren Vorsteher Gottfried Honnefelder: ""Ich freue mich für alle Urheber, Kreativen und die, die Sorge tragen, dass deren Inhalte verbreitet werden, über das heutige Urteil im Stockholmer Prozess gegen 'The Pirate Bay'. Betreiber von Websites, die ausschließlich oder teilweise dem organisierten Diebstahl von geistigem Eigentum Vorschub leisten, handeln kriminell. Ich hoffe, dass diese Entscheidung für den zukünftigen Umgang mit geistigem Eigentum richtungweisend ist, zumindest für Europa. Schützen wir die Kreativen vor solchen Übergriffen."
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Die Tageszeitung, 18.04.2009
Runderneuert gibt sich zum dreißigsten Geburtstag die taz. Im Druck mit neuem, farbigerem Layout, aber auch im Netz im etwas angedunkelten Rot und neuem Tatzen-Logo im Browser-Reiter. Die Seite eins ist nicht mehr monothematisch. Gefeiert und nachgedacht wird auf dem tazkongress im Haus der Kulturen der Welt, der beinahe live im Netz abgebildet wird. Und natürlich gibt es die neue Wochenendausgabe namens sonntaz, in der auch die Samstags-Kultur aufgeht. Aber wo ist sie? In der ansonsten kompletten Internet-Ausgabe der Zeitung ist sie nicht. Darum nur kurze Hinweise aus dem Print-Off: Porträtiert wird der Spielemacher Andreas Steinbach. Bert Rebhandl denkt in einem Essay über das verdächtige Interesse des deutschen Kinos an Nazi-Geschichtsstoffen nach. Andreas Fanizadeh unterhält sich mit der Theatermacherin Shermin Langhoff über "postmigrantisches Theater". Bascha Mika und Steffen Kuzmany treffen Gerhard Polt und die Biermösl Blosn zum Gespräch. Und vieles mehr. Und nichts davon im Netz.
Dort findet sich immerhin dies: Der Filesharing-Experte Janko Rötters kommentiert den Ausgang des Pirate-Bay-Prozesses: "Das Urteil über die Pirate-Bay-Betreiber ist nichts anderes als ein letzter Sieg in einem verlorenen Kampf. Man feiert das Versenken eines Piraten. Die eigene Flotte steuert unaufhaltbar auf den Abgrund zu."
Außerdem: Im Interview erklärt der Autor und Clown Klaus Werner-Lobo (Website), warum er gegen die kapitalistische Variante der Globalisierung ist - und was er sich stattdessen vorstellt: "Man müsste den profitgesteuerten Kapitalismus durch ein Fairtradeprinzip, durch solidarische Ökonomie ersetzen." Bert Rebhandl stellt die Berliner-Film-Retrospektive "Revolutionen aus dem Off" vor, die ihm optimal geeignet scheint zu historisch vertiefter Einsicht in die gegenwärtige Krise.
Und Tom.
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Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2009
In der Beilage Literatur und Kunst spricht George Steiner im Interview über den neuen Antisemitismus, den Wert des Auswendiglernens und die Kunst des Verstehens: "Wenn man in ein Haus eintritt, wäscht man sich die Hände. Man geht sauber an einen Text, wenn man kann. Es gibt eine Ethik des Verstehens - man versucht nicht, einen Text beim Lesen umzugestalten. Und vor allem: Man vergisst nie die Milliarden von Kilometern Entfernung zwischen dem besten Kritiker, Lehrer, Leser, Herausgeber und demjenigen, der das Werk geschaffen hat. Die Sünde der modernen Kultur besteht darin, wie sich die Herren Dozenten und Kritiker wichtig nehmen. Ein großer Lehrer oder Kritiker ist nur der Briefträger, der den Brief dem richtigen Empfänger zuwirft."
Außerdem: Am 26. April eröffnet das Kunstmuseum Basel eine große Ausstellung mit den Landschaften Vincent van Goghs, "Zwischen Erde und Himmel". Aus diesem Anlass stellen 14 Autoren ihr Lieblingsbild von van Gogh vor. Besprochen werden Bücher, darunter Per Olov Enquists Autobiografie "Ein anderes Leben" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Im Feuilleton untersucht Heiner Roetz, Professor für Geschichte und Philosophie Chinas an der Ruhr-Universität Bochum, die - problematischen - Besitzansprüche Chinas auf Tibet und schließt: "Wer die Unabhängigkeit Tibets fordert, gerät in Gefahr, ein ethnisch-kulturelles Prinzip der Souveränität zu unterschreiben, das nach dem Ende des Kalten Krieges zwar um sich gegriffen hat (unter anderem mit Hilfe der EU), das aber das territoriale Prinzip nur rückwärtsgerichtet korrigiert. Eine Alternative zum heutigen Zustand könnte sich durch föderative, politisch liberalere Strukturen in China selbst und die Lockerung des krankhaften Zentralismus ergeben. Erst ein Land, das seine Dissidenten nicht mehr einsperrt, könnte auch seine 'Minderheiten' wirklich achten."
Weitere Artikel: Roman Bucheli beschreibt den Long Tail des Buchhandels. Uwe Justus Wenzel annonciert die Freischaltung der World Digital Library im Netz am 21. April.
Besprochen werden eine Ausstellung mit Graffitis aus der Sammlung von Alain Dominique Gallizia im Pariser Grand Palais und die Uraufführung von Elfriede Jelineks neuem Stück "Die Kontrakte des Kaufmanns" in Köln.
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Frankfurter Rundschau, 18.04.2009
Der "Gomorrha"-Autor Roberto Saviano erklärt, warum sich die Mafia schon auf Wiederaufbau nach dem Erdbeben in den Abruzzen freut: "Die Baumaßnahmen ziehen die Avantgarde beim Geschäft um Aufträge an: die Clans. Die Familien der Camorra, der Mafia und der 'Ndrangheta sind schon immer hier gewesen. Und nicht nur, weil in den Gefängnissen der Abruzzen die Creme de la creme der Camorra-Unternehmer einsitzt. Es besteht die Gefahr, dass es in Zeiten der Krise den Organisationen gelingt, die großen Geschäfte Italiens nun unter sich aufzuteilen. Zum Beispiel die Mailänder Expo für die 'Ndrangheta und die Aufträge beim Wiederaufbau der Abruzzen über zwischengeschaltete Firmen für die Camorra."
Weitere Artikel: Jutta Meier stellt das heute in Frankfurt startende Japan-Filmfest "Nippon Connection" und auch dessen Eröffnungsfilm "Tokyo Sonata" von Kiyoshi Kurosawa vor. In einer Times Mager kommentiert Judith von Sternburg den Anti-Raucher-Fanatismus der Pariser Verkehrsbetriebe, die Jacques Tati auf einem Plakat seiner charakteristischen Pfeife beraubt haben. Claus-Jürgen Göpfert kommentiert die Klage des Mitgesellschafters Joachim Unseld gegen den Suhrkamp-Umzug nach Berlin. Marcia Pally fragt angesichts der landesweiten Anti-Steuer-Kundgebungen in den USA: "Ist da noch jemand ganz bei Trost?"
Besprochen werden Elfriede Jelineks neues Stück "Die Kontrakte des Kaufmanns" (viel spannender als den Text selbst findet Stefan Keim die Art, in der Nicolas Stemann tagesaktuelle Texterweiterungen auf die Bühne bringt) und Bücher, darunter Wolfram Wettes Geschichte des "Militarismus in Deutschland" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
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Berliner Zeitung, 18.04.2009
Julia Gerlach berichtet von dem Wirbel, den Daniel Barenboim mit einem Auftritt seinen israelisch-arabischen West-Eastern Divan Orchestras ausgelöst hat: "'Die Menschen hier haben Angst, dass mein Auftritt ein Schritt zur Normalisierung der Beziehungen der Arabischen Welt zu Israel sein könnte. Ich versichere Euch, dass was ich mache, ist das genaue Gegenteil von Normalisierung', sagt Barenboim. Normalisierung ist das große Schreckensgespenst des ägyptischen Kulturbetriebs. Obwohl Ägypten seit 30 Jahren mit Israel im Frieden lebt, boykottieren die ägyptischen Intellektuellen und Künstler den jüdischen Staat. So will man verhindern, dass Israel durch die Hintertür der Kultur zu freundschaftlichen Beziehungen mit seinen Nachbarn kommt, ohne vorher eine gerechte Lösung im Konflikt mit den Palästinensern gefunden zu haben. Kein ägyptischer Schriftsteller reist nach Tel Aviv, kein Musiker spielt in Jerusalem, selbst Ramallah in den Autonomie-Gebieten ist für ägyptische Kulturschaffende No-Go-Gebiet."
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Die Welt, 18.04.2009
"Abgezockt wie ein Anleger von Lehman Brothers" fühlt sich Matthias Heine von Elfriede Jelineks kalauerseligem Stück zur Finanzkrise "Die Kontrakte des Kaufmanns": "Uferlos und endlos mäandrieren die Witzflüsse, als sollte damit die Unübersichtlichkeit der internationalen Finanzströme karikiert werden. Diese gefühlten aberhunderttausend Scherze mit mehr oder weniger nahe liegenden Assoziationsketten und Wortgleichklängen wirken, als habe ein Reinigungskommando in sämtlichen Kabarettbühnen des deutschen Sprachraums gestrichene Gags zusammengekehrt - aus Programmen mit Namen wie 'Merkeleien unter Steinbrücken', 'Abfuckprämie für Totalverhartzte', 'Keine Rose ohne Mehdornen'"
Uwe Wittstock informiert über die neuesten Querelen im Hause Suhrkamp: Verleger-Sohn Joachim Unseld hat gegen Suhrkamps Umzugspläne Klage eingereicht. Wittstock vermutet dahinter vor allem Taktiererei: " In der Buchbranche pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass Joachim Unseld den Dauerstreit mit seiner Stiefmutter schon geraume Zeit leid ist und seine Suhrkamp-Anteile veräußern will." Und je mehr Druck Unseld ausübe, umso entgegenkommender müsse sich Suhrkamp-Chefin Ulla Berkerwicz zeigen, so die Spekulation.
Weiteres: Thomas Lindemann unterhält sich ein bisschen unwillig mit der schwedischen Autorin des Bestsellers "Bitterfotze", Maria Sveland, die man sich als eine echt wütende Frau vorstellen muss: "Eine Bitterfotze zu sein ist eine gesunde Reaktion auf unsere total kranke Gesellschaft." Manuel Brug war im kastilischen Cuenca auf dem Festival für geistliche Musik. Besprochen werden der nächste Tatort und die nun in Deutschland startende Fernsehserie "Gossip Girls".
In der Literarischen Welt schreibt Cyrille Offermans noch einmal über seine an Alzheimer erkrankte Mutter, von auch sein Buch "Warum ich meine demente Mutter belüge". Besprochen werden unter anderem Wally Lambs um das Columbine High School Massaker kreisender Roman "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" und Hans Magnus Enzensbergers neuer Gedichtband "Rebus".
Archiv: Heute in den Feuilletons
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase
10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen
Wegfall von Arbeit
09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen
Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren
08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Der Graf von Sandwich war in Gefahr
07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen
2000PutIN, 2012PutOUT
06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen
Die ganze Welt inventarisieren
04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen
Einschlusslöcher am Gebäudesockel
02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen
So sehr ich Warhol schätze
01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen
Also, Bürger, auf zur Wacht!
31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen
Weil es dem Franz so gefallen hat
30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen
Das korrekte Verfahren für Anarchisten
28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen
Und die Emotionen suchen blind
27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen. Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen
Ein irrer Cut
26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen





