9punkt - Die Debattenrundschau
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Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
23.04.2025. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten Europas sollten aufrüsten, sich verbünden und eine Plattform gegen Youtube und Tiktok schaffen, meint die SZ. In Zeit online versucht der Jesuitenpater Klaus Mertes das religiöse Programm Peter Thiels und seiner Kreatur J.D. Vance zu entschlüsseln. Im kanadischen Wahlkampf führt Trumps Wüten zu einer Blüte des Liberalismus, erzählt der Politologe John Grant in der taz. Die Jüdische Allgemeine fragt: Warum lieben die Deutsche Omri Boehm so? In der Welt will sich Rüdiger Safranski endlich von der AfD dulden lassen.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
23.04.2025
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Religion
Nun stehen also Papstwahlen an. Es wird wohl ein Mann werden, aber sonst lässt sich eigentlich nichts voraussagen, erzählt Thomas Jansen in der FAZ: "Gute Chancen haben jene Kardinäle, die über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt sind und über ein großes Netzwerk verfügen. Förderlich sind dabei neben Englischkenntnissen vor allem Italienisch- und Spanischkenntnisse, weil dies die beiden einflussreichsten Sprachgruppen im Kardinalskollegium sind. Aber auch Kardinäle, die über gute Kontakte zu internationalen katholischen Gemeinschaften mit großem Einfluss im Vatikan verfügen, wie etwa Sant'Egidio, haben Vorteile. Denn vor Papstwahlen werben solche Gemeinschaften für bestimmte Kandidaten." Außerdem in der ausführlichen Papst-Berichterstattung der FAZ: Daniel Deckers hält fest, dass Papst Franziskus nicht allzu viel für den deutschen Katholizismus übrig hatte.
Papst Franziskus griff zwar die Rhetorik der Befreiungstheologie auf, aber er war alles andere als ein "linker Papst", meint der Michael Schmidt-Salomon in hpd.de. Gewählt worden sei er, um den Evangelikalen, die in Südamerika und Afrika immer stärker werden, etwas entgegenzusetzen: "Franziskus punktete im evangelikalen Lager nicht nur dadurch, dass er auf den traditionellen katholischen Prunk (etwa auf die roten Samtschuhe) verzichtete, sondern indem er die politische Agenda der Evangelikalen umsetzte. Kaum ein anderer Papst hat die weltweiten Kampagnen gegen den Schwangerschaftsabbruch so massiv unterstützt wie er, kaum einer so wenig gegen die massiven Angriffe auf Schwule, Lesben, Transpersonen aus den eigenen Reihen unternommen. Als etwa die nigerianische Bischofskonferenz noch härtere Strafen für Homosexuelle forderte, war dazu aus Rom keine substanzielle Kritik zu hören."
In letzter Zeit ist viel vom ominösen Neokatholizismus im Umfeld von Peter Thiel und seines Geschöpfs J.D. Vance die Rede. In Zeit online versucht der Jesuitenpater Klaus Mertes (der einst bekannt wurde, als er die Missbrauchsenthüllungen am Berliner Canisius-Kolleg lancierte) den Schmu aus Religion und Theorie zu entschlüsseln, mit dem Thiel sein Übermenschentum begründen will. In vielem scheint Thiel dabei auf die Ideen des amerikanisch-französischen Anthropologen René Girard zurückzugreifen. Das klingt dann so: "Die Sündenbockfigur trifft sich bei Girard - ebenso wie im Evangelium - mit der messianischen Figur des Retters. Der Gekreuzigte von Golgata ist Befreier, weil er den Sündenbockmechanismus entlarvt. Das maßen sich der Monopolist, Präsidentschaftskandidat oder Machthaber auch an, aber nur, weil - gefühlt - alle gegen ihn oder sie anstürmen. 'Alle' spalten sich in die einen, die ihn bekämpfen, und in die anderen, die ihn gerade deswegen verehren, weil er von 'allen' bekämpft wird."
Ruhrbaron Thomas Wessel liest noch einmal genauer die "Fatwa" der sehr einflussreichen "Internationalen Union Muslimischer Gelehrter" (IUMS), die den Muslimbrüdern nahesteht. Dort wird zum Dschihad gegen Israel aufgerufen und im Unklaren gelassen, ob damit auch Gewalt gemeint ist. Vor allem aber richtet sich die Fatwa an gläubige und nicht gläubige BDS-Anhänger, meint Wessel: "Der Adressat dieses Katalogs? 'Alle Muslime' und ihre 'rechtschaffenden Verbündeten', sie werden gleich im Prolog der Fatwa unter göttlichen Schutz gestellt. Diese Fatwa richtet sich weniger an alle als an sie, die BDS-affine Szene weltweit, die 'rechtschaffend' verbündet sei, es ist deren antisemitisches Programm, das hier abgesegnet wird. Keine Verpflichtung auf einen armed jihad, aber dessen Sanktion. Weit über die frommen Szenen hinaus, die sich im Einflussbereich der Muslimbrüder gebildet haben."
Papst Franziskus griff zwar die Rhetorik der Befreiungstheologie auf, aber er war alles andere als ein "linker Papst", meint der Michael Schmidt-Salomon in hpd.de. Gewählt worden sei er, um den Evangelikalen, die in Südamerika und Afrika immer stärker werden, etwas entgegenzusetzen: "Franziskus punktete im evangelikalen Lager nicht nur dadurch, dass er auf den traditionellen katholischen Prunk (etwa auf die roten Samtschuhe) verzichtete, sondern indem er die politische Agenda der Evangelikalen umsetzte. Kaum ein anderer Papst hat die weltweiten Kampagnen gegen den Schwangerschaftsabbruch so massiv unterstützt wie er, kaum einer so wenig gegen die massiven Angriffe auf Schwule, Lesben, Transpersonen aus den eigenen Reihen unternommen. Als etwa die nigerianische Bischofskonferenz noch härtere Strafen für Homosexuelle forderte, war dazu aus Rom keine substanzielle Kritik zu hören."
In letzter Zeit ist viel vom ominösen Neokatholizismus im Umfeld von Peter Thiel und seines Geschöpfs J.D. Vance die Rede. In Zeit online versucht der Jesuitenpater Klaus Mertes (der einst bekannt wurde, als er die Missbrauchsenthüllungen am Berliner Canisius-Kolleg lancierte) den Schmu aus Religion und Theorie zu entschlüsseln, mit dem Thiel sein Übermenschentum begründen will. In vielem scheint Thiel dabei auf die Ideen des amerikanisch-französischen Anthropologen René Girard zurückzugreifen. Das klingt dann so: "Die Sündenbockfigur trifft sich bei Girard - ebenso wie im Evangelium - mit der messianischen Figur des Retters. Der Gekreuzigte von Golgata ist Befreier, weil er den Sündenbockmechanismus entlarvt. Das maßen sich der Monopolist, Präsidentschaftskandidat oder Machthaber auch an, aber nur, weil - gefühlt - alle gegen ihn oder sie anstürmen. 'Alle' spalten sich in die einen, die ihn bekämpfen, und in die anderen, die ihn gerade deswegen verehren, weil er von 'allen' bekämpft wird."
Ruhrbaron Thomas Wessel liest noch einmal genauer die "Fatwa" der sehr einflussreichen "Internationalen Union Muslimischer Gelehrter" (IUMS), die den Muslimbrüdern nahesteht. Dort wird zum Dschihad gegen Israel aufgerufen und im Unklaren gelassen, ob damit auch Gewalt gemeint ist. Vor allem aber richtet sich die Fatwa an gläubige und nicht gläubige BDS-Anhänger, meint Wessel: "Der Adressat dieses Katalogs? 'Alle Muslime' und ihre 'rechtschaffenden Verbündeten', sie werden gleich im Prolog der Fatwa unter göttlichen Schutz gestellt. Diese Fatwa richtet sich weniger an alle als an sie, die BDS-affine Szene weltweit, die 'rechtschaffend' verbündet sei, es ist deren antisemitisches Programm, das hier abgesegnet wird. Keine Verpflichtung auf einen armed jihad, aber dessen Sanktion. Weit über die frommen Szenen hinaus, die sich im Einflussbereich der Muslimbrüder gebildet haben."
Digitalisierung
Im Feuilleton-Aufmacher der SZ denkt Philip Bovermann, angetrieben von Ideen des Council for European Public Space darüber nach, wie sich die amerikanischen Internetplattformen durch europäische ersetzen lassen. Ziel ist eine größere Unabhängigkeit und das Sammeln der Daten von EU-Bürgern in Europa statt in Amerika. Ausgehend von den Öffentlich-Rechtlichen sollen deren jeweilige Sendeplattformen Inhalte der anderen EU-Partner übernehmen, aber auch Bereiche einrichten, in denen die Bürger youtubemäßig selbst Inhalte hochladen können. "Erst dann nämlich würden die Algorithmen hinter den Plattformen die Interessen der Menschen wirklich kennenlernen. Tiktok ist bekanntermaßen beängstigend gut darin, zu erkennen, was die Leute sehen wollen. Nicht wegen irgendwelcher Magie im Code, sondern weil andauernd Daten entstehen, wenn Menschen sich durch Kurzvideos wischen. So füttern sie alle paar Sekunden die Maschine mit neuen Informationen." Eins sei jedoch wichtig: Die Sender dürften sich nicht "zu Intendanten des Internets aufschwingen".
Die Amerikaner sind jedoch schon einen Schritt weiter, lernen wir aus einem Zeit-Interview mit Nick Turley, Chef von ChatGPT, der daran arbeitet, dass seine KI bald ein ständiger Begleiter des Menschen wird: "Wir arbeiten daran, ChatGPT immer stärker zu personalisieren. Je mehr du dich mitteilst, desto besser lernt dich der Chatbot im Laufe der Zeit kennen. Das wird eine sehr große Rolle spielen. Denn selbst ein sehr intelligenter Praktikant ist am ersten Arbeitstag nur bedingt hilfreich, wenn ihr euch noch nicht kennt und du noch nicht weißt, wie er dir überhaupt helfen kann. ... Ich bin überrascht von all den persönlichen Anwendungsfällen. Ich habe ChatGPT immer eher als Arbeitswerkzeug gesehen. Aber Nutzer unterhalten sich mit ChatGPT eben auch über die unterschiedlichsten Themen in ihren Beziehungen. Häufig geht es ihnen darum, Gefühle zu sortieren oder etwas Komplexes auszudrücken. Etwa dem Partner oder der Partnerin eine schwierige Nachricht zu schicken. Die Leute fragen dann: Wie kann ich das gut erklären? Ich bin ständig überrascht, was die Menschen mit ChatGPT machen."
Die Amerikaner sind jedoch schon einen Schritt weiter, lernen wir aus einem Zeit-Interview mit Nick Turley, Chef von ChatGPT, der daran arbeitet, dass seine KI bald ein ständiger Begleiter des Menschen wird: "Wir arbeiten daran, ChatGPT immer stärker zu personalisieren. Je mehr du dich mitteilst, desto besser lernt dich der Chatbot im Laufe der Zeit kennen. Das wird eine sehr große Rolle spielen. Denn selbst ein sehr intelligenter Praktikant ist am ersten Arbeitstag nur bedingt hilfreich, wenn ihr euch noch nicht kennt und du noch nicht weißt, wie er dir überhaupt helfen kann. ... Ich bin überrascht von all den persönlichen Anwendungsfällen. Ich habe ChatGPT immer eher als Arbeitswerkzeug gesehen. Aber Nutzer unterhalten sich mit ChatGPT eben auch über die unterschiedlichsten Themen in ihren Beziehungen. Häufig geht es ihnen darum, Gefühle zu sortieren oder etwas Komplexes auszudrücken. Etwa dem Partner oder der Partnerin eine schwierige Nachricht zu schicken. Die Leute fragen dann: Wie kann ich das gut erklären? Ich bin ständig überrascht, was die Menschen mit ChatGPT machen."
Gesellschaft
Die größte Sorge für sehr viele Menschen in Deutschland ist das Wohnen. Die Politik konnte ihr Vorhaben, 400.000 Wohnungen pro Jahr zu bauen, nicht annähernd verwirklichen: Zu viel Bürokratie, zu hohe Kosten, zu wenig Fantasie - und das ist vielleicht eines der Hauptprobleme, fürchtet Niklas Maak in der FAZ: "Es wird angesichts der Wohnungsnot viel zu selten darüber geredet, wie das aussieht, was gebaut wurde. Den neuen Wohnbauten im bezahlbaren Sektor sieht man die Panik der Politiker an, die auf Teufel komm raus 400.000 neue Wohnungen wollten. Das Ergebnis sind allzu oft trostlose Wohnkisten, die auf die Äcker gemetert wurden, mit Wärmedämmung beklebte Kartons zur Verstauung von Wohnungssuchenden, mehr nicht. Der Siedlungsbau der Nachkriegszeit, erschaffen aus Trümmerschutt, war im Detail liebevoller als das, was in den vergangenen zehn Jahren an Schlafstätten entstanden ist."
Als Sensation feiert Maak ein aus recycleten Baumaterialien erstelltes Bauprojekt des Basler Büros Parabase.
Als Sensation feiert Maak ein aus recycleten Baumaterialien erstelltes Bauprojekt des Basler Büros Parabase.
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Politik
Am 28. April wird in Kanada gewählt. Trumps Drohungen gegen das Land und seine Zollpolitik haben die Stimmung im Land gründlich gedreht. "Unsere Existenz als Nation steht in Frage", sagt der Politologe John Grant im Gespräch mit Marina Klimchuk von der taz. Der konservative Kandidat Pierre Poilievre, der eine Trump-ähnliche Rhetorik pflegte, hat an Rückhalt verloren: "Poilievres gesamte Strategie fiel über Nacht in sich zusammen. Wir spüren mittlerweile, dass Trumps Zölle auch Kanada treffen. Hunderte Arbeiter wurden bereits entlassen, die Produktion von Elektroautos im Werk der Cami Assembly bis Oktober eingestellt. Die Bedrohungslage für Kanada ist so akut, dass sich alles nur darum dreht. Die Liberalen liegen jetzt vor den Konservativen. Ausgerechnet Poilievre, der niemals so wirken wollte, als ob ihn mit den Liberalen irgendetwas verbindet, vertritt plötzlich den gleichen Ansatz gegen Trump wie die Liberalen. Aber er steckt in der Klemme: Er hat so viel Zeit in seine Botschaft eines kaputten Kanadas gesteckt, dass jede politische Neuausrichtung unaufrichtig wirken würde."
Ideen
Warum lassen sich die Deutschen ihr Israel so gern von Omri Boehm erklären, fragt Zeev Avrahami, Deutschlandkorrespondent der Zeitung Yediot Ahronot in der Jüdischen Allgemeinen. Seine Erklärung ist einfach: Man möchte nicht mit der Komplexität Israels konfrontiert werden und hält lieber an einem schematischen Bild fest: "Wie er auch, pflegen die meisten hierzulande eine utopische Sicht auf Israel. In dieses Weltbild passen nur gebildete, säkulare, linksliberale, aschkenasische Juden. Und in diesem Weltbild trägt Israel die Hauptschuld, wenn etwas im Nahen Osten schiefläuft. Die Palästinenser sind immer die Opfer und nicht verantwortlich für ihr eigenes Handeln."
Ihr Versprechen auf einen Politikwechsel hat die CDU im Koalitionsvertrag nicht eingehalten, sondern Positionen von SPD und Grünen - trotz deren großer Verluste bei den Wählern - übernommen. Ein echter Politikwechsel wäre nur möglich gewesen, wenn die CDU gedroht hätte, sich "von der AfD in bestimmten Politikfeldern tolerieren zu lassen", meint Rüdiger Safranski im Interview mit der Welt am Sonntag. Klar hätten die "Omas gegen rechts" dann von Faschismus geredet, aber das zieht immer weniger, meint er: "Wenn man nicht ein Viertel der Wähler hinter eine Brandmauer verbannen will, so wird überhaupt nichts anderes übrig bleiben, als die AfD irgendwie ins demokratische Spektrum zu integrieren und dadurch zu zivilisieren. ... Unter Honecker war jede Opposition faschistisch. Diesen unsäglich inflationären Gebrauch des Wortes erleben wir heute wieder. Die Leute merken gar nicht, dass es die Brandmauer schon mal gab - als Honeckers 'Antifaschistischer Schutzwall'. Nur steht der jetzt nicht mehr in der Landschaft, sondern im Diskurs und bewirkt, dass eine SPD mit 16 Prozent dem Mehrheitswillen die Politikwende klauen kann. Nein, letztlich hat dieses Faschismusgerede nur noch eine einzige Funktion. Ahnungslos, was Faschismus wirklich bedeutet, beschwört man ihn, um zu sagen: Wir gehören nicht dazu. Alle anderen können heute Faschisten sein, aber wir nicht. Wir sind die Guten." Ähem, nur eine Frage: Hitler hatte auch mehr als ein Viertel der Wähler und war ein Faschist, oder?
Ihr Versprechen auf einen Politikwechsel hat die CDU im Koalitionsvertrag nicht eingehalten, sondern Positionen von SPD und Grünen - trotz deren großer Verluste bei den Wählern - übernommen. Ein echter Politikwechsel wäre nur möglich gewesen, wenn die CDU gedroht hätte, sich "von der AfD in bestimmten Politikfeldern tolerieren zu lassen", meint Rüdiger Safranski im Interview mit der Welt am Sonntag. Klar hätten die "Omas gegen rechts" dann von Faschismus geredet, aber das zieht immer weniger, meint er: "Wenn man nicht ein Viertel der Wähler hinter eine Brandmauer verbannen will, so wird überhaupt nichts anderes übrig bleiben, als die AfD irgendwie ins demokratische Spektrum zu integrieren und dadurch zu zivilisieren. ... Unter Honecker war jede Opposition faschistisch. Diesen unsäglich inflationären Gebrauch des Wortes erleben wir heute wieder. Die Leute merken gar nicht, dass es die Brandmauer schon mal gab - als Honeckers 'Antifaschistischer Schutzwall'. Nur steht der jetzt nicht mehr in der Landschaft, sondern im Diskurs und bewirkt, dass eine SPD mit 16 Prozent dem Mehrheitswillen die Politikwende klauen kann. Nein, letztlich hat dieses Faschismusgerede nur noch eine einzige Funktion. Ahnungslos, was Faschismus wirklich bedeutet, beschwört man ihn, um zu sagen: Wir gehören nicht dazu. Alle anderen können heute Faschisten sein, aber wir nicht. Wir sind die Guten." Ähem, nur eine Frage: Hitler hatte auch mehr als ein Viertel der Wähler und war ein Faschist, oder?
Geschichte

Europa
Brüssel scheint sich zu einer der Hauptstädte des neuen Europäischen Antisemitismus zu entwickelt. 47 Stolpersteine sind dort beschmiert worden.
In Berlin ist es nicht besser. Nach der Besetzung des historischen Emil-Fischer-Hörsaals auf dem Campus der Humboldt-Uni durch antiisraelische Akivisten zieht der Tagesspiegel mit vielen Fotos Bilanz: "Der Hörsaal war am Mittwoch vergangener Woche von propalästinensischen Aktivisten regelrecht verwüstet worden. Im Hörsaal und im Treppenhaus stapeln sich immer noch herausgerissene Holzbänke. Fenster, Wände und Holzvertäfelungen wurden beschmiert - unter anderem mit dem Hamas-Dreieck und Schriftzügen wie 'Free Gaza' oder 'Zionisten sind Faschisten'. Auch die umstrittene propalästinensische Parole 'From the river to the sea, palestine wil be free' war zu lesen."
47 Pavés de mémoire profanés à Bruxelles
- Joël Rubinfeld (@joelrubinfeld) April 22, 2025
Créés en 1992 par l'artiste berlinois Gunter Demnig, les Pavés de mémoire ont pour vocation de rendre hommage aux Juifs déportés pendant la Seconde Guerre mondiale. Imbriqués dans le trottoir devant le dernier domicile des victimes… pic.twitter.com/C18Vtx8spM
In Berlin ist es nicht besser. Nach der Besetzung des historischen Emil-Fischer-Hörsaals auf dem Campus der Humboldt-Uni durch antiisraelische Akivisten zieht der Tagesspiegel mit vielen Fotos Bilanz: "Der Hörsaal war am Mittwoch vergangener Woche von propalästinensischen Aktivisten regelrecht verwüstet worden. Im Hörsaal und im Treppenhaus stapeln sich immer noch herausgerissene Holzbänke. Fenster, Wände und Holzvertäfelungen wurden beschmiert - unter anderem mit dem Hamas-Dreieck und Schriftzügen wie 'Free Gaza' oder 'Zionisten sind Faschisten'. Auch die umstrittene propalästinensische Parole 'From the river to the sea, palestine wil be free' war zu lesen."
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