9punkt - Die Debattenrundschau
Offensichtlich eine Farce
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
12.12.2024. "Der Sturz Assads reicht weit über den Nahen Osten hinaus", hält die Zeit fest, denn die "Achse des Widerstands" hat einen empfindlichen Schlag erhalten. Die NZZ dämpft den Optimismus in Bezug auf Syrien: Al-Dscholani ist immer noch ein Dschihadist. Zeit Online beschäftigt sich mit dem Mord am United-Healthcare-Chef Brian Thompson, der ohne die wachsende Ungleichheit in den USA nicht zu erklären sei. Die taz verbittet sich "Westsplaining" in Bezug auf die Proteste in Georgien.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
12.12.2024
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Politik
Natürlich kann man nicht sicher sagen, ob auf das Ende des Assad-Regimes nicht erneuter Terror und Chaos folgen werden, meint Holger Stark in der Zeit. Aber "Assads Sturz ist nicht nur für sich genommen etwas Gutes, er weist weit über den Nahen Osten hinaus". Mit der Schwächung von Iran und Russland bekommt die "Achse des Widerstandes" einen empfindlichen Schlag: "Wie der syrische Staat von morgen aussehen wird, ist bislang bestenfalls schemenhaft zu erkennen. Eines scheint allerdings sicher: Dieser Staat wird nicht mehr eilfertig an der Seite des Iran stehen. Die 'Achse des Widerstands' verliert eines ihrer wichtigsten Glieder, die Verbindung vom Libanon über Syrien und den Irak bis nach Teheran ist einstweilen gekappt. In der iranischen Opposition und bei manch einem im Westen keimt schon die Hoffnung, dass eines Tages auch in Teheran ein Regimewechsel anstehen könnte."
In der NZZ dämpft Kacem El Ghazzali den Optimismus in Bezug auf Syrien: Der neue Machthaber Mohammed al-Dscholani bleibt weiterhin ein Dschihadist. "In westlichen Medien inszeniert sich Dscholani als gemäßigter Reformer. In einem CNN-Interview beteuerte er, niemand habe das Recht, eine andere religiöse Gruppe auszulöschen. Doch solche Äußerungen sind mit äußerster Skepsis zu betrachten. Wird es in Syrien ein liberales Verständnis von Toleranz geben, das die gleichen Rechte aller Bürger garantiert? Oder eine Scharia-konforme Auslegung, welche die Begriffe Recht und Freiheit religiös definiert?"
Im syrischen Foltergefängnis Saidnaja ließ Assad Zehntausende ermorden oder zu Tode foltern. Nun ist es offen. Lea Frehse berichtet in der Zeit vom Gespräch mit einem ehemaligen Gefangenen: "Nuri Assarai, so erzählt er es selbst, diente als Soldat in der syrischen Armee, als er von einem ihr verwandten Geheimdienst gefangen genommen wurde. Dabei hatte er sich freiwillig zur Armee gemeldet. Nach dem gescheiterten Aufstand 2011 wirkte das Regime wieder unverrückbar. Assarai sagt, er sei nie für das Regime gewesen, aber auch nicht bereit, sich im Kampf dagegen zu opfern. Aber das Regime machte es einem schwer, sich rauszuhalten. Vom Dienst versprach Assarai sich inmitten der Willkürherrschaft so etwas wie Sicherheit - und einen Sold, wo es doch kaum andere Arbeit gab. Als man ihn gefangen nahm, habe man ihn eines nicht näher beschriebenen Mordes beschuldigt. 'Offensichtlich eine Farce', sagt er. Da habe er verstanden, dass es gar nicht um ihn ging. Sondern um Machterhalt. 'Es war dem Regime nicht genug, den Aufstand zu besiegen. Es wollte uns alle brechen, das ganze Volk.'"
Der israelische Schriftsteller David Grossmann hat am Sonntag den Marion-Dönhoff-Preis erhalten. Die Zeit druckt seine Dankesrede, in der er auch darauf eingeht, wie Sprache sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite dazu beiträgt die Wirklichkeit zu verschleiern: "Erlauben Sie mir eine persönliche Anekdote: Während des Schreibens am Buch 'Der gelbe Wind' arbeitete ich gleichzeitig als Nachrichtenredakteur und Moderator beim Radiosender Kol Israel. Damals war der israelische Rundfunk eine staatlich kontrollierte Behörde, und die für den Sender Verantwortlichen hatten ein Glossar mit Begriffen herausgegeben, die wir Redakteure und Moderatoren zu verwenden hatten und von denen wir nicht abweichen durften. So war ich häufig gezwungen, tendenziös-beschönigende Reportagen abzuliefern. Ein Beispiel: 'Im Zuge von Ruhestörungen in den Gebieten wurde ein junger Einheimischer verletzt und fand den Tod.' Beachten Sie bitte, dass fast jedes Wort in diesem Satz entweder unzutreffend oder manipulativ ist. 'Ruhestörungen' - als hätte es in der chaotischen Wirklichkeit der Besatzung irgendeine ordnungsgemäße Ruhe gegeben. 'In den Gebieten' - da wir das brisante Wort 'besetzt' nicht verwenden durften, blieben die Gebiete ihrer tödlichen Last enthoben."
In den USA schlägt der Mord an dem UnitedHealth-CEO, Chef der größten Krankenversicherung der Vereinigten Staaten, Brian Thompson aktuell hohe Wellen: Manche feiern seinen mutmaßlichen Mörder Luigi Mangione sogar als Helden, staunt Georg Diez auf Zeit Online. In dem Mord spiegele sich ein Klima des extremen Misstrauens gegen die Institutionen, so Diez. Für viele scheine immer klarer: "Der Satz 'Niemand steht über dem Recht' ist eine Lüge. Was sind die legitimen Normen in dieser Gesellschaft? Das ist die Frage, die hinter der Mischung aus Unterstützung für den Mörder und Empörung über das Opfer liegt. Das legitimiert keine geschmacklose Parteinahme für den Verbrecher, es erklärt aber, warum sie passiert."
In der NZZ dämpft Kacem El Ghazzali den Optimismus in Bezug auf Syrien: Der neue Machthaber Mohammed al-Dscholani bleibt weiterhin ein Dschihadist. "In westlichen Medien inszeniert sich Dscholani als gemäßigter Reformer. In einem CNN-Interview beteuerte er, niemand habe das Recht, eine andere religiöse Gruppe auszulöschen. Doch solche Äußerungen sind mit äußerster Skepsis zu betrachten. Wird es in Syrien ein liberales Verständnis von Toleranz geben, das die gleichen Rechte aller Bürger garantiert? Oder eine Scharia-konforme Auslegung, welche die Begriffe Recht und Freiheit religiös definiert?"
Im syrischen Foltergefängnis Saidnaja ließ Assad Zehntausende ermorden oder zu Tode foltern. Nun ist es offen. Lea Frehse berichtet in der Zeit vom Gespräch mit einem ehemaligen Gefangenen: "Nuri Assarai, so erzählt er es selbst, diente als Soldat in der syrischen Armee, als er von einem ihr verwandten Geheimdienst gefangen genommen wurde. Dabei hatte er sich freiwillig zur Armee gemeldet. Nach dem gescheiterten Aufstand 2011 wirkte das Regime wieder unverrückbar. Assarai sagt, er sei nie für das Regime gewesen, aber auch nicht bereit, sich im Kampf dagegen zu opfern. Aber das Regime machte es einem schwer, sich rauszuhalten. Vom Dienst versprach Assarai sich inmitten der Willkürherrschaft so etwas wie Sicherheit - und einen Sold, wo es doch kaum andere Arbeit gab. Als man ihn gefangen nahm, habe man ihn eines nicht näher beschriebenen Mordes beschuldigt. 'Offensichtlich eine Farce', sagt er. Da habe er verstanden, dass es gar nicht um ihn ging. Sondern um Machterhalt. 'Es war dem Regime nicht genug, den Aufstand zu besiegen. Es wollte uns alle brechen, das ganze Volk.'"
Der israelische Schriftsteller David Grossmann hat am Sonntag den Marion-Dönhoff-Preis erhalten. Die Zeit druckt seine Dankesrede, in der er auch darauf eingeht, wie Sprache sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite dazu beiträgt die Wirklichkeit zu verschleiern: "Erlauben Sie mir eine persönliche Anekdote: Während des Schreibens am Buch 'Der gelbe Wind' arbeitete ich gleichzeitig als Nachrichtenredakteur und Moderator beim Radiosender Kol Israel. Damals war der israelische Rundfunk eine staatlich kontrollierte Behörde, und die für den Sender Verantwortlichen hatten ein Glossar mit Begriffen herausgegeben, die wir Redakteure und Moderatoren zu verwenden hatten und von denen wir nicht abweichen durften. So war ich häufig gezwungen, tendenziös-beschönigende Reportagen abzuliefern. Ein Beispiel: 'Im Zuge von Ruhestörungen in den Gebieten wurde ein junger Einheimischer verletzt und fand den Tod.' Beachten Sie bitte, dass fast jedes Wort in diesem Satz entweder unzutreffend oder manipulativ ist. 'Ruhestörungen' - als hätte es in der chaotischen Wirklichkeit der Besatzung irgendeine ordnungsgemäße Ruhe gegeben. 'In den Gebieten' - da wir das brisante Wort 'besetzt' nicht verwenden durften, blieben die Gebiete ihrer tödlichen Last enthoben."
In den USA schlägt der Mord an dem UnitedHealth-CEO, Chef der größten Krankenversicherung der Vereinigten Staaten, Brian Thompson aktuell hohe Wellen: Manche feiern seinen mutmaßlichen Mörder Luigi Mangione sogar als Helden, staunt Georg Diez auf Zeit Online. In dem Mord spiegele sich ein Klima des extremen Misstrauens gegen die Institutionen, so Diez. Für viele scheine immer klarer: "Der Satz 'Niemand steht über dem Recht' ist eine Lüge. Was sind die legitimen Normen in dieser Gesellschaft? Das ist die Frage, die hinter der Mischung aus Unterstützung für den Mörder und Empörung über das Opfer liegt. Das legitimiert keine geschmacklose Parteinahme für den Verbrecher, es erklärt aber, warum sie passiert."
Europa
Sahra Wagenknecht darf im SZ-Interview mit Sara Maria Behbehani, Iris Mayer und Nicolas Richter nochmals ihre krude Weltsicht ausbreiten. So wurde Russland von den USA vor dem Ukraine-Krieg eingekreist und jetzt solle man doch bitte endlich Friedensverhandlungen beginnen, ohne (ukrainische) Ansprüche auf das eigene Territorium zu haben. "Man darf den Aggressor nicht belohnen und deswegen schickt man weiter junge Männer in den Tod, während der Aggressor vorrückt? Was für eine verlogene Moral! Militärisch wird die Ukraine die Gebiete nicht zurückerobern." Die AfD findet sie auch weiterhin nicht allzu schlimm. "Man macht es der AfD besonders leicht, wenn man alles ablehnt, was sie beantragt. (...) Die AfD ist in Thüringen stärkste Kraft. Ihr sogar den Vize zu verweigern, bedient ihre Opfererzählung."
Seit knapp zwei Wochen demonstrieren tausende Georgierinnen und Georgier gegen die Regierung und die gefälschten Parlamentswahlen. Die georgische taz-Autorin Lika Goliaschwilli ist mittendrin und informiert auf Social Media über politische Hintergründe. Auf die Nerven geht ihr das "Westsplaining" anderer Europäer, wie sie schreibt: "Neulich schrieb mir jemand aus Italien. Er erklärte mir, dass Russland Georgien als Teil seiner Einflusssphäre betrachte. Die Georgier sollten sich zurückhalten mit der EU- oder sogar einer Nato-Mitgliedschaft, das wäre der einzige Weg, eine russische Aggression zu verhindern. ... Das alles ist frustrierend, denn es zeigt nur, wie wenig Ahnung sie von unserer Geschichte und unserer politischen Lage haben. Georgien kämpft seit über hundert Jahren für seine Unabhängigkeit und gegen den russischen Imperialismus - erst gegen das Russische Reich, dann gegen die Sowjetunion und jetzt gegen die Russische Föderation. 2008 besetzte Russland 20 Prozent des Territoriums meines Landes, doch der Terror hörte damit nicht auf. Seit Jahren führt der Kreml in Georgien einen hybriden Krieg gegen uns und unsere Zukunft in der EU. Wie kann ich da neutral bleiben?"
Die deutschen Rufe nach Friedensverhandlungen mit Russland haben auch mit der Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit und der Angst vor einem dritten Weltkrieg während des Kalten Krieges zu tun, glaubt der Historiker Felix Ackermann in der FAZ: "Die gedachte Zerstörung im Zuge eines in Zukunft stattfindenden dritten Weltkriegs lag mitten in Deutschland. Deswegen verwundert es nicht, dass die Zukunft für das Handeln in der Nachkriegsgegenwart wichtiger wurde als die Vergangenheit. Die Angst vor der möglichen Vernichtung überlagerte die nicht verarbeiteten Traumata der erst vor Kurzem begangenen Selbstzerstörung des NS-Staats. Die individuellen und kollektiven Verheerungen des Zweiten Weltkriegs wirkten während des Kalten Kriegs fort. Dabei spielte auch ein dritter Weltkrieg als stets anwesende Vernichtungsoption eine Rolle, die eine Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen kriegerischer Gewalt eher verhinderte als beförderte."
Für die Türkei bedeutet die Entwicklung in Syrien, dass die Kurden-Frage durch die Möglichkeit einer Schaffung eines kurdischen Staates immer drängender, und für die türkische Führung gefährlicher, wird, schreibt Can Dündar auf Zeit Online. Damit erscheint auch die Forderung des rechtsextremen MHP-Chefs Devlet Bahceli den eingesperrten PKK-Chefs Abdullah Öcalan ins Parlament einzuladen (unser Resümee) in einem neuen Licht. "Die türkische Führung wollte mit Öcalan, der in der Region über einen gewissen Einfluss verfügt, übereinkommen und selbst Einfluss auf die Kurden in Syrien gewinnen. Um die Proteste nationalistischer Kreise auszubremsen, war der Chef der ultranationalistischen Partei vorgeschickt worden. Unterdessen laufen bereits Verhandlungen mit dem PKK-Chef im Gefängnis." Es sei aber vor allem Erdogan, der gerade um seine Macht zittert: "Es ist deutlich geworden, dass Thronsessel in prächtigen Palästen, falscher Applaus in Parlamenten und imposante Armeen nicht ausreichen, um Autokraten zu schützen."
Seit knapp zwei Wochen demonstrieren tausende Georgierinnen und Georgier gegen die Regierung und die gefälschten Parlamentswahlen. Die georgische taz-Autorin Lika Goliaschwilli ist mittendrin und informiert auf Social Media über politische Hintergründe. Auf die Nerven geht ihr das "Westsplaining" anderer Europäer, wie sie schreibt: "Neulich schrieb mir jemand aus Italien. Er erklärte mir, dass Russland Georgien als Teil seiner Einflusssphäre betrachte. Die Georgier sollten sich zurückhalten mit der EU- oder sogar einer Nato-Mitgliedschaft, das wäre der einzige Weg, eine russische Aggression zu verhindern. ... Das alles ist frustrierend, denn es zeigt nur, wie wenig Ahnung sie von unserer Geschichte und unserer politischen Lage haben. Georgien kämpft seit über hundert Jahren für seine Unabhängigkeit und gegen den russischen Imperialismus - erst gegen das Russische Reich, dann gegen die Sowjetunion und jetzt gegen die Russische Föderation. 2008 besetzte Russland 20 Prozent des Territoriums meines Landes, doch der Terror hörte damit nicht auf. Seit Jahren führt der Kreml in Georgien einen hybriden Krieg gegen uns und unsere Zukunft in der EU. Wie kann ich da neutral bleiben?"
Die deutschen Rufe nach Friedensverhandlungen mit Russland haben auch mit der Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit und der Angst vor einem dritten Weltkrieg während des Kalten Krieges zu tun, glaubt der Historiker Felix Ackermann in der FAZ: "Die gedachte Zerstörung im Zuge eines in Zukunft stattfindenden dritten Weltkriegs lag mitten in Deutschland. Deswegen verwundert es nicht, dass die Zukunft für das Handeln in der Nachkriegsgegenwart wichtiger wurde als die Vergangenheit. Die Angst vor der möglichen Vernichtung überlagerte die nicht verarbeiteten Traumata der erst vor Kurzem begangenen Selbstzerstörung des NS-Staats. Die individuellen und kollektiven Verheerungen des Zweiten Weltkriegs wirkten während des Kalten Kriegs fort. Dabei spielte auch ein dritter Weltkrieg als stets anwesende Vernichtungsoption eine Rolle, die eine Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen kriegerischer Gewalt eher verhinderte als beförderte."
Für die Türkei bedeutet die Entwicklung in Syrien, dass die Kurden-Frage durch die Möglichkeit einer Schaffung eines kurdischen Staates immer drängender, und für die türkische Führung gefährlicher, wird, schreibt Can Dündar auf Zeit Online. Damit erscheint auch die Forderung des rechtsextremen MHP-Chefs Devlet Bahceli den eingesperrten PKK-Chefs Abdullah Öcalan ins Parlament einzuladen (unser Resümee) in einem neuen Licht. "Die türkische Führung wollte mit Öcalan, der in der Region über einen gewissen Einfluss verfügt, übereinkommen und selbst Einfluss auf die Kurden in Syrien gewinnen. Um die Proteste nationalistischer Kreise auszubremsen, war der Chef der ultranationalistischen Partei vorgeschickt worden. Unterdessen laufen bereits Verhandlungen mit dem PKK-Chef im Gefängnis." Es sei aber vor allem Erdogan, der gerade um seine Macht zittert: "Es ist deutlich geworden, dass Thronsessel in prächtigen Palästen, falscher Applaus in Parlamenten und imposante Armeen nicht ausreichen, um Autokraten zu schützen."
Geschichte
Gerd Heidemann war ein begnadeter Stern-Reporter, der von seinem Chef Henri Nannen immer nur "genialer Spürhund" genannt worden ist, schreibt Willi Winkler in seinem Nachruf in der SZ. Bis er eben auf Konrad Kujaus "Hitler-Tagebücher" hereingefallen ist. "Nachdem der Betrug aufgeflogen war, wurden seine Chefs mit hohen Abfindungen entlassen, Heidemann wurde wegen Betrugs zu vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. (...) Henri Nannen hatte ihn persönlich angezeigt. Sein Lieblingsreporter wurde gepfändet. Wenn ihn Forscher aufsuchten, führte er bereitwillig seine Sammlung vor. Da er kein Honorar nehmen konnte, ließ er sich deshalb mit Dingen des haushälterischen Bedarfs aus dem Katalog bezahlen."
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