Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Das erscheint mir gespenstisch

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

23.10.2009. In der NZZ beklagt Robert Menasse den neuen Kolonialismus innerhalb der EU. Die SZ schwärmt vom großen Erzähler Peter Paul Rubens. Die taz stößt auf eine unheimliche Vorliebe deutscher Maler für Nadelbäume. In der FAZ fragt Gerd Antes, warum bei der Schweinegrippe alles großgeredet wird, was bei der Atomkraft kleingeredet wird. Und im Tagesspiegel fürchtet sich Klaus Staeck vor Blogorrhoe.

Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2009

Der Schriftsteller Robert Menasse denkt im Interview über verpasste Chancen in Österreich nach und blickt pessimistisch auf die Zeit nach 1989, die für ihn zu einem Europa der neuen Widersprüche geführt hat: "Die osteuropäischen Länder werden gehalten wie Kolonien innerhalb der EU. Warum ist beispielsweise die EU so desinteressiert daran, das Steuersystem in Europa zu vereinheitlichen? Aus einem einfachen Grund: Für die Konzerne ist es praktisch, wenn sie die Staaten, in denen sie sitzen, mit den niedrigeren Kosten in anderen Mitgliedsstaaten erpressen können. Das Steuerdumping führt zu Sozialdumping und damit unvermeidlicherweise zu immer größerer Unzufriedenheit, zu Wut und Aggressionen."


Weitere Artikel: Matthias Messmer resümiert die chinesischen Reaktionen auf die Buchmesse und stellt fest, dass Frankfurt vor allem ein Austragungsort für innerpolitische chinesische Auseinandersetzungen war. Jürgen Tietz besucht das Neue Museum in Berlin und kreist dabei mehrmals um die Nofretete.

Besprochen werden die Ausstellung "Caravaggio - Bacon" in der Galleria Borghese in Rom, das Konzeptalbum "Controlling Crowds" der Gruppe Archive sowie Country-Sänger Kris Kristoffersons neues Album "Closer To The Bone".

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Die Welt, 23.10.2009

Skeptisch bewertet Hendrik Werner die Ankündigung der Suchmaschinen Google und Bing, künftig auch Twitter-Meldungen zu erfassen: "Mag sein, dass aktuelle Ereignisse durch das breitere Forum für Augenzeugen nun schneller und flächendeckender die Runde machen als bisher. Zugleich aber dürfte die Netzeinspeisung so genannter Tweets mehr zur Desorientierung als zur Klärung einer Nachrichtenlage beitragen."


Weiteres: Michael Borgstede zeichnet ein recht katastrophales Bild von  Israels Bildungssystem, das seit Jahrzehnten auf steigende Studentenzahlen mit schrumpfenden Etats reagiert. Matthias Heine resümiert das ausklingende Gedenkjahr zur Varus-Schlacht. Dankwart Guratzsch berichtet von einem Gutachten, das die geplante Umwandlung der Leipziger Universitätskirche in eine Aula für rechtswidrig hält. Rüdiger Sturm sieht Anzeichen für eine Wiederbelebung des deutschen Genre-Kinos. Peter Beddies unterhält sich mit der Tänzerin Marge Champion, die Bewegungsmodell für den Zeichentrickfilm "Schneewittchen" war.

Besprochen werden James Turrells Installation Bridget's Bardo" im Kunstmuseum Wolfsburg und Filme des "Tatort"-Regisseurs Buddy Giovinazzo auf DVD.

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Süddeutsche Zeitung, 23.10.2009

Sehr schwärmt Willibald Sauerländer von einer großen Ausstellung in der Alten Pinakothek, die Gemälde von Peter Paul Rubens im Kreis der vom Künstler in ihnen kopierten Originalwerke, insbesondere Tizians, zeigt. Der "Wettbewerb" geht nicht selten zugunsten des Nachahmers aus: "Höhepunkt der Ausstellung ist die Gegenüberstellung von Tizians 'Adam und Eva' mit Rubens' Variante. So gewaltig die Komposition Tizians sich darbietet, Rubens ist der reichere Erzähler. Er bringt affektive Beweglichkeit in das Spiel der Körperbewegungen und Gesten, schildert das Nach- und Nebeneinander von Verführung, Begehren und besorgtem Widerstreben. Der alte Jakob Burckhardt hat ihn nicht umsonst den größten Erzähler seit Homer genannt."


Weitere Artikel: Andrian Kreye erklärt, warum der Traum von einer großzügigen Meritokratie, den Sloterdijk & Co. träumen, sich in Europa nicht wird erfüllen lassen. Neuigkeiten von der afrikanischen Popmusik gibt es von Jonathan Fischer. Alexander Kissler berichtet von einer Tutzinger Tagung über deutsche Rabbiner im Ausland. Jörg Häntzschel hat einen Vortrag des Historikers Tony Judt über die Sozialdemokratie und das vor uns liegende "Zeitalter der kulturellen, ökonomischen und politischen Ungewissheit" gehört. Reinhard J. Brembeck hat sich schon mal vorab einen Eindruck verschafft, was Schorsch Kamerun mit seinem "Konzert zu Revolution" in den Münchner Kammerspielen vorhat. Jörg Häntzschel meldet, dass Klaus Biesenbach - vormals Leiter der Berliner Kunstwerke, jetzt am New Yorker MoMA - Direktor des New Yorker Museums für Zeitgenössische Kunst PS.1 wird.

Besprochen werden Hansgünther Heymes "Dantons Tod"-Inszenierung am Nationaltheater Zagreb, Louie Psihoyos' Dokumentarfilm "Die Bucht" und Bücher, darunter Terezia Moras neuer Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

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Der Tagesspiegel, 23.10.2009

In seiner Rede zur Verleihung des Journalistenpreises "Der lange Atem"  fürchtet sich Klaus Staeck vor der "Blogorrhoe" und dem nahenden Epochenwechsel in der digitalen Kultur, wie er ihn in Gundolf S. Freyermuths Essay im Perlentaucher beschrieben fand: "Im quantitativ unüberschaubaren Output der Blogger und Selbst-Herausgeber sieht Freyermuth eine 'schleichende Veränderung des literarischen Lebens wie der literarischen Produktion'. Die 'Leser', die sich bald immer weniger an den Angeboten der großen Verlage orientieren, sieht er zu 'Nutzern' werden: das massenkulturell-passive Publikum erwacht online und wird dank entsprechender Software zur virtuellen Öffentlichkeit. Ich gebe zu, das erscheint mir gespenstisch. Es bedeutete die Ablösung qualifiziert ausgebildeter, glaubwürdiger und in diesem Beruf nicht zuletzt ethisch verpflichteter Autoren durch den Schwarm aller, die Zugang zum weltweiten Web haben, und allüberall ihre Meinung kundtun können." (Es ist wirklich zum Fürchten, wie der Horror vor dem großen Ungewaschenen Rechte und Linke gleichermaßen plagt.)

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Frankfurter Rundschau, 23.10.2009

Thomas Stillbauer schreibt zum 50. Geburtstag von Asterix und Obelix. In Times mager widmet sich Harry Nutt den "Schlossspielen" der neuen Koalition.


Besprochen werden die Vandalen-Ausstellung in Karlsruhe, die Ausstellung "Being Object. Being Art" im Frankfurter Museum der Weltkulturen und das neue Album von Marius Müller-Westernhagen.

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Die Tageszeitung, 23.10.2009

Cord Riechelmann stellt bei der Betrachtung von Gerhard Richters Fotoband über den Wald fest: "Richter trifft mit der Wahl seiner Bäume aber noch ein paar andere, fast schon antideutsch zu nennende Entscheidungen. Es sind offensichtlich Laubbäume, denen er sich zuwendet. Das steht gegen die unheimliche Vorliebe deutscher Maler von Caspar David Friedrich bis Neo Rauch für Nadelbäume."


Außerdem: Jenny Zylka erliegt dem retrofuturistischen Charme des britischen Duos Broadcast. Tim Caspar Boehme hört neue House-Alben.

Und Tom.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2009

Einigermaßen desaströs findet es der Meta-Mediziner Gerd Antes, wie wenig seriös vor allem die Medien gerade mit der Frage der Schweinegrippe-Impfung umgehen. Völlig inkosequent sei das überdies: "Schon diese leichte Übungsrunde hat in ein Informationschaos geführt. Wenn die Strategie, ein zusammengezaubertes maximales Risiko im Sinne einer Minimax-Strategie zu kontrollieren, zur Handlungsmaxime dieser Gesellschaft werden sollte, dann müsste man allerdings auch heute alle Atomkraftwerke abschalten. In der Diskussion um Atomstrom wird nämlich gerade die gegenteilige Strategie verfolgt: Dort redet man alles klein, was bei H1N1 großgeredet wird."


Weitere Artikel: In der Glosse schildert Dirk Schümer die Auswirkungen der Finanzkrise in Dänemark auf die Kunst. Andreas Rossman sieht sich in Marienburg um, dem Kölner Stadtteil für die bessere Gesellschaft, und erzählt aus dessen Gegenwart und Geschichte. Gemeldet wird, dass der Kurator Klaus Biesenbach, derzeit am New Yorker MoMA tätig, nun auch noch zum Chef des Museums PS.1 ernannt wurde. Hildegard Wiegel schreibt zum Tod des Archäologen, Kurators und Mäzens Dietrich von Bothmer. Auf der Medienseite stellt Günter Kalwa das amerikanische Erfolgsmodell des von Wirtschaft und Staat unabhängigen National Public Radio (Website) vor, das ausschließlich von den Spenden seiner Zuhörer lebt.

Besprochen werden die Ausstellung "Rubens im Wettstreit mit den Alten Meistern" in der Münchner Alten Pinakothek, Marc Webbs Film "(500) Days of Summer", Louie Psihoyos' Dokumentarfilm "Die Bucht" und Bücher, darunter die Neuausgabe von Romain Garys Roman "Die Liebe einer Frau" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Für Ohrfeigen geboren

11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen

Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase

10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen

Wegfall von Arbeit

09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen

Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren

08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Der Graf von Sandwich war in Gefahr

07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen

2000PutIN, 2012PutOUT

06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen

Die ganze Welt inventarisieren

04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen

Hunde und Katzen, Liebe und Tod

03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen

Einschlusslöcher am Gebäudesockel

02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen

So sehr ich Warhol schätze

01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt  antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen

Also, Bürger, auf zur Wacht!

31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen

Weil es dem Franz so gefallen hat

30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen

Das korrekte Verfahren für Anarchisten

28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen

Und die Emotionen suchen blind

27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen.  Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen

Ein irrer Cut

26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen

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