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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Die Entfernung, die Entfremdung, die Einsamkeit

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

13.09.2010. Die taz bringt einen offenen Brief bekannter muslimischer Intellektueller wie Feridun Zaimoglu und Katajun Amirpur an Christian Wulff und fordern ihn auf, "für eine von gegenseitigem Respekt geprägte demokratische Kultur" einzustehen. Die Preise in Venedig lösen eher laue Reaktionen aus. Außerdem nehmen die Feuilletons Abschied von Claude Chabrol, dem "maitre des französischen Films, seinem Hausvater, Ehrenvorstand, Lehr- und Küchenmeister".

TAZ, 13.09.2010

Die taz veröffentlicht einen Aufruf von einigen bekannten muslimischen Intellektuellen wie Feridun Zaimoglu, Fatih Akin und Katajun Amirpur und des Zentralrats der Muslime an Bundespräsident Christian Wulff. Sie wenden sich gegen den Biologismus Thilo Sarrazins und fordern Wulff auf, für eine "offene, von gegenseitigem Respekt geprägte demokratische Kultur einzustehen": "Für Musliminnen und Muslime ist derzeit nicht einmal der Gang zum Zeitungshändler leicht, weil sie nie wissen, welche Schlagzeile, welches stereotype Bild sie dort erwartet. Auch in der Schule, bei der Arbeit und am Ausbildungsplatz kann es sein, dass einem Feindseligkeit entgegenschlägt."

Im Feuilleton ist Cristina Nord nur mäßig begeistert von Sofia Coppolas löwengekröntem Film "Somewehre" über die Leere von Hollywood-Existenzen ("'Somewhere', darin seiner Hauptfigur verwandt, bleibt an der Oberfläche"). Dominik Kamal Zadeh schreibt zum Tod von Claude Chabrol. Julian Weber berichtet, dass in Berlin aus Angst vor Massenpanik ein Rockkonzert vorzeitig abgebrochen wurde. In tazzwei resümiert Meike Laaff eine Berliner Tagung über Remixe und Mashups von Filmen im Internet und urheberrechtliche Aspekte dieser Kultur - mehr dazu bei Irights.info.

Und Tom.

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Spiegel Online, 13.09.2010

Microsoft verwahrt sich gegen Vorwürfe eines New York Times-Artikels, Microsoft würde russischen Behörden hlefen, Computer von Regimegegnern zu durchsuchen, angeblich auf der Suche nach illegaler Software, berichtet Matthias Kremp in Spiegel Online: "Die NYT zeigt jedoch Fälle auf, in denen Microsofts Anwälte entweder selbst Anzeige gegen Oppositionelle erstattet oder den Behörden bei ihren Verfahren zumindest kräftig unter die Arme gegriffen haben. So sei einem Bericht des Innenministeriums zu entnehmen, ein Verfahren gegen die Bürgerrechtlerin Anastasia Denisova sei auf auf Antrag eines Microsoft-Anwalts in Gang gesetzt worden."

Stichwörter: Microsoft, New York

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NZZ, 13.09.2010

Patrick Straumann ruft Claude Chabrol nach und findet: "Es ist seinem Werk jedoch anzurechnen, dass er sich nie nur auf die gesellschaftlichen Widersprüche beschränkte. Bestimmt hätte auch er Nabokovs Satz zum Verfasser von Madame Bovary formulieren können: 'Die Bourgeoisie ist für Flaubert eine Geisteshaltung, nicht eine Frage der Finanzen.'"

Weitere Artikel: Susanne Ostwald resümiert die 67. Venediger Filmfestspiele und bezeichnet Sofia Coppola mit ihrem Film "Somewhere" als verdiente Gewinnerin des Goldenen Löwen. Marc Zitzmann berichtet vom vielkritisierten Plan eines Pariser Komitees, den 1871 abgebrannten Tuilerien-Palast wieder aufzubauen. Peter Hagmann bespricht Wagners "Tristan" und Henzes "Phaedra" beim Lucerne Festival.

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Twitterfeed der Verlage

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FR, 13.09.2010

Nicht so recht zufrieden ist Daniel Kothenschulte mit den Preisen, die beim Filmfestival von Venedig vergeben wurden: "Angeführt von Coppola glich der Gewinnerreigen dann einer Parade von Freunden, Vorbildern und Gesinnungsgenossen des Jury-Präsidenten. Ob sie es wohl erwartet hatten? Konnte der 'spanische Tarantino' Alex de la Iglesia wirklich hoffen, für seine makaber-grelle Zirkusromanze 'Balada Triste de Trompeta', die Gunst des Hollywood-Konkurrenten zu finden? Er erhielt gleich zwei Preise für Regie und Drehbuch."

Weitere Artikel: Arno Widmann hörte in Frankfurt einen munteren Vortrag des ägyptischen Archäologen Zahi Hawass anlässlich der Sahure-Ausstellung im Frankfurter Liebieghaus. Michael Kohler schreibt den Nachruf auf den französischen Filmregisseur Claude Chabrol.

Besprochen werden Alexander Brills Bearbeitung von Hebbels "Maria Magdalena" in Frankfurt und zwei Inszenierungen in Dresden: des "Käthchens" und und von Ewald Palmetshofers neuem Stück "tier. man wird doch bitte unterschicht".

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Aus den Blogs, 13.09.2010

Auf diese Seite wollten wir immer schon mal hinweisen: BibliOdyssey ist ein Blog von Paul Kerrigan, der erlesene Illustrationen und Karten wissenschaftlicher oder künstlerischer Art aus seltenen Büchern einscannt. Zum Beispiel diese Zeichnungen, die der Zoologe Carl Chun nach einer deutschen Tiefseeexpedition auf dem Dampfer Valdivia 1898 von Kopffüßern anfertigte.

Im lawblog setzt sich Udo Vetter mit einem interessanten Aspekt Kachelmann-Verfahrens auseinander. Es geht um das Vorhaben des Richters, "Kachelmann während der Hauptverhandlung von einem Arzt 'beobachten' zu lassen (Bericht). Grundsätzlich ist das Gericht berechtigt, einen Angeklagten untersuchen zu lassen. Normalerweise erstreckt sich die Untersuchung aber auf die Frage nach der Schuld- und Verhandlungsfähigkeit. Bei Kachelmann soll der Sachverständige laut den Berichten etwas anderes bewerten - Kachelmanns Glaubhaftigkeit. Damit will sich das Gericht womöglich in der absehbaren Situation 'Aussage gegen Aussage' eine Bewertungsgrundlage verschaffen. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch..."

In The daily beast stellt Martin Scorsese in aller Kürze die 15 Gangsterfilme vor, die ihn am stärksten beeinflusst haben. Dazu gibt es jeweils einen Videoausschnitt. Nicht alle Filme auf der Liste sind so bekannt wie etwa "Public Enemy". Irving Lerners "Murder by Contract" zum Beispiel: 



Stichwörter: Martin Scorsese

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Welt, 13.09.2010

Im Interview mit Peter Beddies erklärt die Löwen-Gwinnerin Sofia Coppola, dass das Leben in Hollywood wirklich total unspektakulär ist: "Es gibt die Partys. Auch die Wichtigtuer laufen einem ständig über den Weg. Aber im Grunde genommen ist unser Leben ganz normal. Und das wollte ich zeigen: Leben, so unglamourös wie möglich!"

Anlässlich seiner Ausstellung "Der rote Bulli" im Düsseldorfer NRW-Forum spricht Fotograf Stephen Shore über seinen Kampf gegen die Oberhoheit der Schwarzweiß-Fotografie in den siebziger Jahren: "Kämpfen musste ich für die Anerkennung der Farbfotografie nur in der Kunstwelt. Mit dem Rest der Welt hatte ich keinen Kampf, denn der war ja schon farbig."

Weiteres: Im Gegensatz zu vielen französischen Kritikern hält Tilman Krause hält "La Carte et le Territoire" überhaupt nicht für Michel Houellebecqs bisher besten Roman, sondern für den harmlosesten: "Hier ist ein Autor angekommen und zwar in der Mitte der Gesellschaft, die ihn umgibt." Gerhard Midding schreibt den Nachruf auf Claude Chabrol: "Ohne die Erbschaft seiner ersten Frau Agnes hätte Chabrol es vielleicht nie so weit gebracht." Michael Pilz geht der Frage nach, ob sich Hanns Eisler und John Lennon 1962 in einem Londoner Pub begegnet sind.

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SZ, 13.09.2010

Fritz Göttler schreibt zum Abschied von Claude Chabrol: "Er hat eine der schönsten Abschiedsszenen der Kinogeschichte geschaffen, 1969, am Ende von 'La femme infidele/Die untreue Frau'. Da wird der Mann, Michel Bouquet, von der Polizei verhaftet - er hat den Liebhaber seiner untreuen Frau umgebracht - und weggeführt, die Frau, Stephane Audran, bleibt zurück vor dem Haus, die Kamera fährt von ihr weg und gleichzeitig versucht ein gegenläufiger Zoom die Distanz zwischen den beiden zu verhindern, die Entfernung, die Entfremdung, die Einsamkeit."




Weitere Artikel: Susan Vahabzadeh resümiert die Filmbiennale von Venedig ("Auf den ersten Blick wirken die Preise von Venedig jedenfalls so, als habe Jurypräsident Tarantino seine Co-Juroren überrannt, niedergerungen, totgequatscht"). Thomas Steinfeld wirft auf einer ganzen Seite einen Blick auf Fritz J. Raddatz' Memoiren - und damit die große Zeit des Feuilletons. In den Nachrichten aus dem Netz erzählt Niklas Hofmann von Schwierigkeiten des Kleinanzeigendienstes Craigslist mit Anzeigen von Prostituierten. Wolfgang Schreiber durfte die Geigerin Carolin Widmann und ihren Bruder, den Komponisten und Klarinettisten Jörg, in Weimar bei den "Pelerinages" (mehr hier) als Artists in Residence erleben. Oliver Hochkeppel stellt den Jazzpianisten Vijay Iyer vor. Alexander Kissler macht anhand eines aktuellen Falls darauf aufmerksam, dass auch die Katholische Kirche einen Austritt nicht einfach als Austritt betrachtet - so einfach gibt sie ihre Schäfchen nicht auf.

Besprochen werden Bücher, darunter eine voluminöse Ausgabe der Werke Aby Warburgs in einem Band (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

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FAZ, 13.09.2010

Andreas Kilb nimmt Abschied von einem Großen, der mehr war als nur Claude Chabrol, Filmregisseur: "Chabrol war der 'maitre' des französischen Films, sein Hausvater, Ehrenvorstand, Lehr- und Küchenmeister. Die Lücke, die sein Tod hinterlässt, reicht deshalb tiefer als das Gedächtnis der Kinobranche, sie markiert den Abschied von einem Regisseurstypus, der von den Leuten auf der Straße als ihresgleichen erkannt und anerkannt wurde, auch wenn sein Metier mit Künsten und Kniffen zu tun hatte, die dem Alltagsmenschen unverständlich blieben."

Weitere Artikel: Paul Ingendaay ist der Ansicht, dass sich das Wirklichkeitsbild des greisen Fidel Castro nach jüngsten skeptischen Äußerungen zu Kuba mit prompt erfolgendem Dementi längst im Bereich des "Literarisch-mythologischen" bewegt. Mit Sofia Coppolas "Somewhere" hat in Venedig, wie ein nicht sonderlich unzufriedener Michael Althen bemerkt, "der einzige wirklich mehrheitsfähige Kandidat" gewonnen, "der niemandem als Kompromiss erscheinen musste". Der Schriftsteller Rolf Dobelli kennt den entscheidenden Haken der Ratgeberliteratur: So vieles Erstrebenswerte auf der Welt hat man - oder man hat es nicht und kann's auch nicht erjagen.

Lisa Zeitz hofft, dass ein - nicht sehr dramatischer - Löschwasserschaden dem wenig geschätzten mittleren Tizian vielleicht zu etwas mehr, und ihrer Meinung nach sehr verdienter Annerkennung verhilft. In der Glosse berichtet Dirk Schümer über italienische Diskussionen, die Gewinne aus Gangsterfilmen in einen Fonds für Verbrechensopfer zu zahlen. Geburtstagsglückwünsche gehen an, den Museumsdirektor Klaus Gallwitz, die Schauspielerinnen Shabana Azmi (60), Karin Baal und Heidelinde Weis (beide 70), die Modedesignerin Zandra Rhodes (790) und den Juristen Ernst-Wolfgang Böckenförde (80). Axel Meyer schreibt zum Tod des Biologen George C. Williams.

Besprochen werden Simone Blattners Dresdner Uraufführung von Ewald Palmetshofers neuem Stück "tier. man wird doch bitte unterschicht", ein Konzert der Eeels in Berlin, Stephan Kimmigs Inszenierung von Franz Grillparzers "Jüdin von Toledo" am Burgtheater in Wien und Bücher, darunter Anna Mitgutschs Roman "Wenn du wiederkommst" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

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