Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Eine Kultur der Jetzigkeit

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

01.03.2010. Die SZ  berichtet über die Demontage eines Denkmals in Polen: Ryszard Kapuscinski wird vorgeworfen, dass er nicht nur dem Regime recht nahe stand, sondern auch ganz schön geflunkert hat.  Die NZZ ist auf dem Quivive und hat herausgefunden, dass Brooklyn inzwischen angesagter ist als Manhattan, vor allem bei den "Helicopter Moms". Die FAZ liest mit Staunen Cory Doctorows Roman "Little Brother".  Das Blog Carta meldet, dass die SZ 21 Stellen in der Redaktion streicht.

Neue Zürcher Zeitung, 01.03.2010

Brooklyn macht Manhattan Konkurrenz. Der größte New Yorker Stadtteil ist derzeit ein angesagter Ort, an dem man vom Hipster in seinen engen Hosen mit Hornbrille und Che-Guevara-Biografie in der Tasche bis zur "Helicopter Mom" alles finden kann. Andrea Köhler hat sich auf den Weg gemacht und Brooklyn erkundet: "Während Williamsburg so etwas wie eine Hipster-Monokultur ausbrütet, gedeiht in der Nähe des Prospect Park ein anderer Menschenschlag: die sogenannte 'Helicopter-Mom' - und jene, die über sie schreiben. 'Helicopter-Mom' wird jener militant ökologische Frauentypus genannt, der von den biologisch abbaubaren Windeln bis zum Blickkontakt der Sprösslinge alles unter Kontrolle hat."


Weiteres: Zum 200. Geburtstag erinnert Martin Meyer an Frederic Chopin, in dem er den "Prototypus des Leidenden" erkennt. Besprochen werden die Tschaikowsky-Oper "Eugen Onegin" unter der Regie von Yona Kim am Stadttheater Bern und ein Konzert des Tonhalle-Orchesters Zürich mit dem schottischen Dirigenten und Komponisten Oliver Knussen.

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Aus den Blogs, 01.03.2010

Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung wird durch 21 Entlassungen gehörig "verschlankt", meldet Sandra Mamitzsch in Carta: "Gekürzt werden soll nicht nur bei den Regionalredaktionen, sondern auch bei der Mantelredaktion der Zeitung. Hier sollen sieben Redakteure und Redakteurinnen ihren Arbeitsplatz verlieren."

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Die Tageszeitung, 01.03.2010

Besprochen werden die Ausstellung "Linie Line Linea" mit Zeichnungen von 20 Künstlerinnen und Künstlern in Bonn, eine "Diskurs-Operette" unter dem Titel "Deichkind in Müll" in Hamburg, Frank Castorfs Inszenierung der "Soldaten" an der Berliner Volksbühne und die neue Hängung der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.


In tazzwei berichtet Reinhard Wolff über die "Entschuldigung" der dänischen Zeitung Politiken für den Abdruck der Mohammed-Karikaturen.

Und Tom.

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Die Welt, 01.03.2010

Manuel Brug schreibt zum Zweihundertsten von Chopin. Eckhard Fuhr ärgert sich über die Behandlung finanziell ruinierter Kommunen wie Dessau. Gerhard Midding meldet die Verleihung der Cesars. Die Jazz-Sängerin Dee Dee Bridgewater spricht im Interview über ihre neue CD, eine Billie-Holiday-Hommage.


Besprochen werden Dimiter Gotscheffs Inszenierung der Tschechow-Erzählung "Krankenzimmer Nr. 6" (leider eine "Rätselrallye für Insider", meint Ulrich Weinzierl) und die Ausstellung "Licht fangen. Zur Geschichte der Fotografie im 19. Jahrhundert" im neuen Museum für Kultur und Technik in Baden-Baden.

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Frankfurter Rundschau, 01.03.2010

Eine Tendenz zum Martialischen hat Sylvia Staude bei der diesjährigen Tanzplattform in Nürnberg bemerkt: "Der Performer von heute trägt offenbar gern Sturmhaube oder wenigstens das T-Shirt überm Gesicht. Dazu Pistole, Peitsche, Blutlache, zur Waffe geformte Finger." Christian Schlüter berichtet von einer Tagung in Essen zu Terror, Religion und Ökonomie.


Besprochen werden eine Aufführung von Händels "Orlando" an der Komischen Oper in Berlin, Dimiter Gotscheffs Version von Tschechows "Krankenzimmer Nr. 6" am Deutschen Theater in Berlin, Frank Castorfs Inszenierung von Lenz' "Soldaten" an der Berliner Volksbühne  und die neue CD der Sterne, "24/7".

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Süddeutsche Zeitung, 01.03.2010

Gaubt man Thomas Urban, so wird das Reporterdenkmal Ryszard Kapuscinski durch eine heute in Polen erscheinenden Biografie Artur Domoslawskis offenbar gründlich geschleift. Partei- und Regimenähe war das eine Problem, das andere ein dehnbarer Begriff der Reportage: "Er habe manche Passagen in seinen weltweit erfolgreichen Büchern, gepriesen als unbestechliche Berichte über die Dritte Welt sowie die zerfallende Sowjetunion, schlicht erdichtet. Nebenbei widerlegt Domoslawski das von Kapuscinski vor allem in seinen letzten Lebensjahren mit Eifer gezeichnete Selbstbild, er sei eigentlich ein heimlicher Dissident in der Volksrepublik Polen gewesen."


Weitere Artikel: Niklas Hofmann schwärmt in den Nachrichten aus dem Netz vom Youtube-Kanal des British Film Institute (das gerade die erste Alice-in-Wonderland-Verfilmung von 1903 hochstellte) und fragt, warum so wenige deutsche Archivinstitutionen Googles Videodienst nutzen. Julia Amalia Heyer verfolgte eine Münchner Diskussionsrunde zur "Weltrisikogemeinschaft". Thomas Steinfeld gratulierrt dem ehemaligen Präsidenten der Preußen-Stiftung Klaus-Dieter Lehmann zum Siebzigsten.

Besprochen werden eine große Ausstellung der Sammlung Bührle (die laut Volker Breidecker zu nicht geringem Teil in der Zeit der Judenverfolgung zusammengetragen wurde) in Zürich, die posthume Johnny-Cash-Platte "Ain't No Grave" (rezensiert von Wim Wenders persönlich), eine Adaptation der "Räuber" durch Volker Lösch in Bremen, neue DVDs, eine Ausstellung der Malerin Maria Lassnig in München und Bücher, darunter Don DeLillos neuer Kurzroman "Der Omega-Punkt" ("ausgezehrt, sehnig und doch vibrierend vor Spannkraft" ist dieser Roman laut Christopher Schmidt). Georg Diez und Christopher Roth interviewen den Autor dann auch noch.

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Spiegel Online, 01.03.2010

Auch Jan Puhl hat mit Erstaunen Artur Domoslawskis Biografie über  Ryszard Kapuscinski gelesen: "Zum Beispiel weist Domoslawski nach, dass Kapuscinski Che Guevara nicht gekannt und den kongolesischen Rebellen Patrice Lumumba nicht getroffen haben kann."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2010

Fridtjof Küchemann stellt den Science-Fiction-Autor und Blogger (Boingboing) Cory Doctorow und seinen jüngsten Roman "Little Brother" vor. Das Jugendbuch ist eine Anleitung zur Sabotage von Überwachungstechnologien. Zukunftszugewandt, wie lange schon bei Doctorow, ist nicht zuletzt seine Veröffentlichungspolitik. Alles Creative Commons, frei zum Lesen und Übersetzen für jedermann: "Christian Wöhrl, der schon im Juni vergangenen Jahres eine eigene deutsche Übersetzung des Romans ins Netz gestellt hat, spricht von mehr als 140.000 Abrufen seiner PDF-Datei. Was heißt das für das gedruckte Buch, das jetzt bei Rowohlt erscheint? Cory Doctorow ist überzeugt, dass die freie Verbreitung im Internet den Verkaufszahlen seines Buchs nicht schadet"


Weitere Artikel: Aus Anlass eines Gerichtsurteils, das dem PKK-nahen Sender Roj TV die weitere Ausstrahlung erlaubt, warnt Lorenz Jäger davor, die PKK und ihre Freunde ("oft aus der 'antideutschen' Linken") als ungefährlich abzutun. Neue Diskussionen um einen schon etwas älteren Spitzelskandal der Murdoch-Presse schildert Gina Thomas. In der Glosse kommentiert Oliver Jungen die Versuche amerikanischer Universitäten, ganz im Geist der Videoplattform bei Youtube für sich zu werben: Hier ist der Yale-Clip, ein astreines, gut viertelstündiges Musical, das schon fast eine halbe Million mal angeklickt worden ist:



Von der diesmal recht abgespeckten Whitney Biennale (Website) in New York berichtet Jordan Mejias. In deutschen Zeitschriften liest Ingeborg Harms Texte über Stefan George und seinen Kreis sowie Rudolf Borchardt und Hugo von Hofmannsthal. Die Geburstagsglückwünsche der Woche gehen an die Sopranistin Montserrat Figueras (60), den Architekten Roger Diener (60), den Autor und Übersetzer Reinhard Kaiser (60), den kunstaffinen Jesuitenpater Friedhelm Mennekes SJ (70) und den ins britische Königshaus eingeheirateten Fotografen Antony Armstrong-Jones, First Earl of Snowdon (80).

Besprochen werden Niklaus Helblings Inszenierung von Sibylle Bergs Stück "Nur Nachts" am Wiener Akademieheater, eine Aufführung der Händel-Oper "Orlando" an der Komischen Oper in Berlin, eine Ausstellung mit Zeichnungen von Peter Loewy in der Pinakothek der Moderne in München und Bücher, darunter gleich drei Bände, die, so Patrick Bahners, einer "Ideologiekritik der Islamkritik wertvolle Hinweise" geben - interessanterweise nutzt Bahners diese Hinweise auch gleich zu Vorhaltungen gegen die FAZ-Autorin Necla Kelek (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Hinzuweisen ist auf online bisher nicht zu lesendes Internetmanifest David Gelernters ("Das Internet, wie wir es heute kennen, ist eine Maschine zur Verstärkung von vorurteilen"): "Das Internet ist eine Kultur der Jetzigkeit. Das Internet lässt uns wissen, was unsere Freunde und die Welt jetzt gerade treiben..." Gelernter, so annonciert die FAZ online hat ab jetzt eine regelmäßige Kolumne in der FAZ.

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren

08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen

Der Graf von Sandwich war in Gefahr

07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen

2000PutIN, 2012PutOUT

06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen

Die ganze Welt inventarisieren

04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Hunde und Katzen, Liebe und Tod

03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen

Einschlusslöcher am Gebäudesockel

02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen

So sehr ich Warhol schätze

01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt  antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen

Also, Bürger, auf zur Wacht!

31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen

Weil es dem Franz so gefallen hat

30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen

Das korrekte Verfahren für Anarchisten

28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen

Und die Emotionen suchen blind

27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen.  Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen

Ein irrer Cut

26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen

Die Augenbrauen des Holofernes

25.01.2012. Die Welt lernt das Alphabet des Umsturzes. Die Frankfurter Rundschau fürchtet, dass die Berliner High Society nicht mit der Provinz mithalten kann. Die Japaner verlieren ihren Glauben an die Technik, beobachtet die NZZ. Die SZ konstatiert: Leistung lohnt sich nicht, wenn keiner hinsieht. Die FAZ versammelt Beispiele der französischen Liebe zu Amerika. Mehr lesen

Vergegenwärtigungskunst

24.01.2012. In der französischen Huffington Post attackiert Caroline Fourest den tunesischen Präsidenten Moncef Marzouki. Wer sich für Freiheit im Netz einsetzt, arbeitet in Wahrheit dem Kapital in die Hände, findet der Tagesspiegel.  Die Welt begibt sich auf die Suche nach der Kairoer Kunstszene, findet sie aber nicht so recht. Die SZ staunt über Hans Holbeins Schutzmantelmadonna in Schwäbisch Hall. De FAZ bringt eine kleine Hommage auf den Künstler Denis Limonow, der durch eine tollkühne Aktion zwei weißrussische Jugendliche vor der Hinrichtung bewahren will. Mehr lesen

Gewaltige Portion Besserwisserei

23.01.2012. Wahre Hymnen auf Deutschland singt Horace Engdahl aus der Jury des Literaturnobelpreises im Tagesspiegel. Die Welt kann mit Friedrich dem Großen ehrlich gesagt nicht so viel anfangen. Die taz porträtiert die große chinesische Autorin Eileen Chang und die NZZ den Schriftsteller und Psychiater Ion Vianu. Und auch hier noch eine Hymne auf Deutschland, genauer: Berlin - von dem Schweizer Autor Alain Claude Sulzer. Mehr lesen

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