Bücherschau der Woche
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
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- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
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- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
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- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
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- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
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- Das Ende der Berliner Seiten
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- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ.
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Neue Zürcher Zeitung, 03.02.2012
Marta Kijowska trauert um die polnische Dichterin Wyslawa Szymborska, die man zwar den "Mozart der Poesie" nennen dürfe, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen. Und sie zitiert aus Szymborskas Gedichtband "Rufe an den Yeti": "Nichts kommt zweimal vor, / auch wenn es uns anders schiene. / Wir kommen untrainiert zur Welt / und sterben ohne Routine."
Marco Frei begrüßt sehr, dass mit der Dokumentation von Dmitri Schostakowitschs Filmmusiken nun wenigstens begonnen wird. Daniel Ender sieht sich Glenn Gould auf DVD an. Samuel Herzog schreibt einen Nachruf auf die surrealistische Malerin Dorothea Tanning.
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Weitere Medien, 03.02.2012
John Gray greift im Guardian Alain de Bottons Idee eines atheistischen Tempels (mehr hier und hier) auf und erzählt, dass bereits Auguste Comte im 19. Jahrhundert diese Idee mit einigem Erfolg realiserte (bis sie wieder verfiel): Atheistische Tempel gab es in Frankreich, aber auch in Brasilien: "When he proposes building a temple for unbelievers, de Botton is reinventing a wheel that never really turned. The fad for atheist temples lasted for perhaps 60 years, while places of worship dedicated to something bigger than humanity have been around for many millennia. There is a nice irony here. For all his loony notions, Comte was more intelligent than most of the atheists who came after him. He saw clearly that religion is an enduring human need that cannot be denied."
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Die Tageszeitung, 03.02.2012
Ingo Arend würdigt in einem Nachruf den amerikanischen Künstler Mike Kelley, der sich am Dienstag das Leben genommen hat. Der häufige Rekurs des "Grenzgängers zwischen Kunst, Musik und Philosophie" auf die Psychoanalyse etwa sei kein Zufall gewesen. "Weil es Kelley immer um den Punkt ging, wo das Populäre, Kitschige ins Unheimliche, Brutale, Perverse umschlug. Dazu dienten auch die bunten Plüschtiere, Puppen und Häkeldecken, die immer wieder in seinem Oeuvre auftauchten."
Weiteres: Ulf Erdmann Ziegler beobachtet "einen lokalen Kolonialkrieg", auf den die Stadt Frankfurt zusteuert: Es geht um Pläne für ein unterirdisches Museum der Weltkulturen, dessen Standort auf Widerstände stößt. Reiner Wandler berichtet, dass jetzt auch Madrid eine Mona Lisa hat: Nach der Restaurierung wird eine einem flämischen Maler zugeschriebene Kopie jetzt einem der beiden Assistenten von Leonardo Da Vinci zugeschrieben. Tim Caspar Boehme informiert darüber, dass der Musiker und Softwaredesigner Markus Popp alias Oval sein Werk samt Klangarchiv und Musiksoftware zur Verfügung stellt: Seine soeben erschienene Compilation "OvalDNA" mit unveröffentlichtem und exklusivem Material von 1997 bis 2010 umfasst eine "zusätzliche DVD mit mehr als 2.000 Klangdateien, die nun jeder verwenden könne.
Und Tom.
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Frankfurter Rundschau / Berliner Zeitung, 03.02.2012
Matthias Schnitzler verabschiedet die einzigartige Dichterin Wyslawa Szymborska, deren Lyrik so tief und so leicht zugleich war: "Der Ausgangspunkt aller ihrer Gedichte blieb immer die Verwunderung, das Staunen. Nichts ist für Szymborska selbstverständlich, alles im wahren Wortsinn merkwürdig. Individualität geht ihr dabei über alles, als Form und als Haltung: 'Die Nullen einzeln sind mir lieber/als zur Schlange an eine Ziffer gehängt.'"
Weiteres: Daniel Kothenschulte hat schon begonnen, die Mona Lisa des Prados zu lieben. Als "barocken Feinfranzosen" preist Peter Michalzik den Genremaler Claude Lorraine, dem das Frankfurter Städel eine große Schau widmet. Ralf Schenk besichtigt eine Ausstellung zu Mario Adorf in der Berliner Akademie der Künste. Stephan Hebel erklärt, warum er an Christian Wulff doch höhere Ansprüche gestellt sehen möchte als an ihn selbst. Sebastian Preuss schreibt den Nachruf auf Mike Kelley.
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Die Welt, 03.02.2012
Ohne die üblichen kulturkritischen Töne anzuschlagen, verabschiedet der Medienforscher Martin Andree de "Digital dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Grund: "der rätselhafte Drang des Internets zur Monopolbildung, so dass sich am Ende immer nur eine Suchmaschine (Google), ein Videoportal (Youtube), ein Buchladen (Amazon), ein Auktionsportal (Ebay) und voraussichtlich ein Social Network (Facebook) durchsetzt, Online-Giganten, die wie Schwarze Löcher immer größere Massen an Content und Traffic in sich aufsaugen."
Gerhard Gnauck schreibt zum Tod der polnischen Lyrikerin Wislawa Szymborska: "Umgangssprachlich kommen ihre Verse daher, ohne Reim und Metrum, dafür behandeln sie ein weites Spektrum von Stoffen. Biblische und historische Motive, Hunde und Katzen, Liebe und Tod, Gemälde, in die sie sich vertieft, nichts ist ihr fremd. Als Mini-Novellen, als Mikro-Essays hat man ihre Gedichte bezeichnet."
Weitere Artikel: Andrea Backhaus betrachtet die jüngst als solche erkannte "Mona Lisa"-Kopie aus dem Atelier Leonardos. Boris Kalnoky zitiert hämische Antworten des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan auf die Paul Austers Kritik an der Meinungsfreiheit in dem Land, in dem hundert Schriftstller und Journalisten im Gefängnis sitzen (hier Austers Reaktion auf Erdogans Äußerungen). Tim Ackermann schreibt den Nachruf auf den früh verstorbenen Künstler Mike Kelley. Und Marc Reichwein untersucht für seine Feuilleton-Kolumne Wettermetaphern im Feuilleton.
Auf den Forumsseiten konstatiert Richard Herzinger, dass sich die westlichen Regierungen "mit der kommenden Wiedereroberung Afghanistans durch die Taliban bereits abgefunden haben"
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Süddeutsche Zeitung, 03.02.2012
Lothar Müller würdigt die am 01. Februar gestorbene, polnische Literaturnobelpreisträgerin Wislawa Szymborska als "Augenblickserforscherin", die "vor allem Gegenwartsbewahrerin" war. Toralf Staud legt ausführlich dar, warum die jüngsten Versuche der NPD, sich vom Terror der Zwickauer Zelle und Gewalt im allgemeinen zu distanzieren, fadenscheiniger Natur sind. Max Fellmann hört die neue Soloplatten von Paul McCartney (der "eher wie Tante Paula" singe) und Ringo Starr. Gottfried Knapp schreibt über die Entdeckung einer Mona-Lisa-Kopie aus dem Atlier Da Vincis (siehe auch diese Meldung). Nachrufe gibt es auf Mike Kelley, Dorothea Tanning und Don Cornelius.
Besprochen werden der israelische Kinofilm "Ein Sommer in Haifa", eine Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Sasnal im Münchner Haus der Kunst und zwei Krimis von Buddy Giovinazzo (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2012
Nils Minkmar möchte die Affäre um Christian Wulff noch einmal auf den Punkt bringen: "Es geht nicht um die Freundschaft, die Wulff auf so verheerende Weise kommerzialisierte. (...) Es geht um Wahrheit oder Lüge im Amt des Bundespräsidenten."
Weiteres: Constanze Kurz sieht in ihrer "Maschinenraum"-Kolumne mit den Wortmeldungen Ansgar Hevelings das überwunden geglaubte Zeitalter der Internetausdrucker unter konservativen Klientel-Politikern neuerlich heraufdämmern. Eduard Beaucamp sieht die ästhetische Sprengkraft der modernen Kunst als westliche, unartikulierte Staatskunst domestiziert. Oliver G. Hamm inspiziert die von Stephan Braunfels konzipierten Neubauten in der Altstadt von Gifhorn. Rose-Maria Gropp schreibt den Nachruf auf Mike Kelley, Harald Hartung den auf Wislawa Szymborska.
Besprochen werden Martin Schläpfers Inszenierung von "Castor et Pollux" am Opernhaus Düsseldorf und Bücher, darunter Paul Nizons Journal von 2000-2010 (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).
Archiv: Heute in den Feuilletons
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen
Einschlusslöcher am Gebäudesockel
02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen
So sehr ich Warhol schätze
01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen
Also, Bürger, auf zur Wacht!
31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Weil es dem Franz so gefallen hat
30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen
Das korrekte Verfahren für Anarchisten
28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen
Und die Emotionen suchen blind
27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen. Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen
Ein irrer Cut
26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen
Die Augenbrauen des Holofernes
25.01.2012. Die Welt lernt das Alphabet des Umsturzes. Die Frankfurter Rundschau fürchtet, dass die Berliner High Society nicht mit der Provinz mithalten kann. Die Japaner verlieren ihren Glauben an die Technik, beobachtet die NZZ. Die SZ konstatiert: Leistung lohnt sich nicht, wenn keiner hinsieht. Die FAZ versammelt Beispiele der französischen Liebe zu Amerika. Mehr lesen
Vergegenwärtigungskunst
24.01.2012. In der französischen Huffington Post attackiert Caroline Fourest den tunesischen Präsidenten Moncef Marzouki. Wer sich für Freiheit im Netz einsetzt, arbeitet in Wahrheit dem Kapital in die Hände, findet der Tagesspiegel. Die Welt begibt sich auf die Suche nach der Kairoer Kunstszene, findet sie aber nicht so recht. Die SZ staunt über Hans Holbeins Schutzmantelmadonna in Schwäbisch Hall. De FAZ bringt eine kleine Hommage auf den Künstler Denis Limonow, der durch eine tollkühne Aktion zwei weißrussische Jugendliche vor der Hinrichtung bewahren will. Mehr lesen
Gewaltige Portion Besserwisserei
23.01.2012. Wahre Hymnen auf Deutschland singt Horace Engdahl aus der Jury des Literaturnobelpreises im Tagesspiegel. Die Welt kann mit Friedrich dem Großen ehrlich gesagt nicht so viel anfangen. Die taz porträtiert die große chinesische Autorin Eileen Chang und die NZZ den Schriftsteller und Psychiater Ion Vianu. Und auch hier noch eine Hymne auf Deutschland, genauer: Berlin - von dem Schweizer Autor Alain Claude Sulzer. Mehr lesen
Boshafte Bonsai-Prosa
21.01.2012. In der Welt fragt Georg M. Oswald: Nutzen die Wutbürger der Demokratie? In der SZ erklärt Georges-Arthur Goldschmidt, warum das Deutsche eine Untertanensprache ist. Gibt es überhaupt noch echte Kunst, fragt die FAZ nach der neuesten Fälschung. Großbritannien versinkt im Retrotrend, meldet die NZZ. Mehr lesen
Nachhaltig ist das neue Gottgefällig
20.01.2012. Wir sind alle schuld. An allem. Klagt die Welt mit Blick auf die gerade grassierenden ökologischen, diätetischen oder demografischen Diskurse. Der Freitag will Ingo Schulze nicht auf die Zielgerade folgen. Die NZZ berichtet über einen Dresdner Architekturstreit. Die taz präsentiert zum siebzigsten Jahrestag der Wannsee-Konferenz Dokumente und Interpretationen. Die FAZ vertritt widerstreitende Standpunkte zum amerikanischen Zensurgesetz SOPA. Mehr lesen
Jetzt ist Früher heute
19.01.2012. Vor siebzig Jahren fand die Wannseekonferenz statt. Die Welt interviewt dazu den Historiker Michael Wildt. Die Jüdische Allgemeine hält fest, dass der Holocaust nicht erst dort beschlossen wurde. Wir bringen zwei Videos zum amerikanischen Zensurgesetz SOPA. Unter anderem erklärt Clay Shirky, warum dieses Gesetz eine Katastrophe ist. Mehr lesen
Changierende Farbenpracht
18.01.2012. Aktualisiert am 19. Januar. Schlechte Zeiten für Englisch-Hausaufgaben: Die amerikanische Wikipedia ist zu. Auch andere Adressen protestieren. Die taz sinniert über die Dialektik des Antimodischen in Berlin. Da lobt sich die Welt den Sozialtrotz des Songs "Ich will nicht nach Berlin". Die SZ nimmt es Helmut Dietl nicht übel, dass er einen Film über Berlin macht: Im Interview redet er sowieso lieber über München. In der FR erzählt Alexander Sokurow, wie Wladimir Putin seinen "Faust"-Film finanzierte. Die FAZ staunt über Clint Eastwoods Biopic "J. Edgar". Mehr lesen








