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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf.

NZZ, 20.01.2014

Als "Marathon auf der Schnellspur" hat Barbara Villiger Heilig Karin Beiers Atriden-Inszenierung in Hamburg durchlitten, deren Ertrag sie angesichts des Aufwands ziemlich mager findet: "Bei 'Agamemnon' befinden wir uns am mykenischen Königshof, der in Hamburg als Mischung aus Bordell und Schlachthof auftritt, mit integrierter Feinschmeckerküche. Rote Swarovski-mäßig glitzernde Wände, baumelnde Schweinekadaver, Äpfel am Boden. Klytämnestra mit hellrotem Reifrock und Marie-Antoinette-Frisur, Ägisth (Markus John), permanent am Essen, wie auch der aus Joachim Meyerhoff, Michael Wittenborn, Gustav Peter Wöhler bestehende und vor sich hin witzelnde Drückeberger-Bürger-Chor. Dekorativ-degoutante Dekadenz à la Peter Greenaway."

Ulrich Schmid blickt auf die russische Kulturszene, die mit ungeniert propagandistischen Machwerken das Land auf einen neoimperialen Kurs trimmt: "Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit, wurde der syrische Präsident Bashar al-Asad im Januar 2012 für seinen 'Widerstand gegen die westliche Expansion' mit dem Preis 'Imperiale Kultur' ausgezeichnet. Hinter dieser Ehrung stehen der russische Schriftstellerverband, der russische Literaturfonds sowie orthodoxe Vereine."

Weiteres: Martina Wohlthat bespricht Tschaikowskys "Eugen Onegin" am Theater Basel. Andrea Köhler berichtet von den rabiaten Bauplänen des New Yorker Moma.

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Welt, 20.01.2014

Sieben Stunden dauert das Antike-Projekt "Die Rasenden" mit Stücken von Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal, das Karin Beier (ex-Köln) am Hamburger Schauspielhaus inszenierte. Stefan Grund ist noch ganz außer Atem: "Das kontinuierlich aus Rache vergossene Blut zieht sich als roter Faden durch den Abend wie durch die Menschheitsgeschichte", lernt er und: "Alles ist relativ: Ins Nichts gehen wir, aus dem Nichts kommen wir. Mit absoluter Sicherheit aber steht fest: Das Schauspielhaus ist zurück."

Außerdem berichtet Richard Kämmerlings von der Party im Schloss Bellevue, die Joachim Gauck für Michael Krüger gab. Besprochen wird außerdem Lillian Hellmans böses Ehedrama "Die kleinen Füchse" mit Nina Hoss in der Inszenierung Thomas Ostermeiers an der Berliner Schaubühne. Und Michael Pilz empfiehlt sehr die neue Platte "Warpaint" von Warpaint mit hübschen Sängerinnen aus der angesagtesten Boheme Südkaliforniens.



[ DOWNLOAD MP3 ] Warpaint - Love Is to Die... von avxcalhuGd

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Berliner Zeitung, 20.01.2014

(Via zeit.de) Anetta Kahane denkt in der Berliner Zeitung über das rosa Brillenteui nach, mit dem sich Beate Zschäpe gern präsentiert und über die Diskrepanz zwischen dem Bild, das man sich von Nazis macht, und der Harmlosigkeit von Zschäpes Äußerem: "Rosa und schwarz sind nicht die beiden Enden einer emotionalen Skala, derer sich Nazis wie Zschäpe bedienen. Ihr Inneres hat gar keine Farbe. Es ist die reine Kälte einer Frau, die im selben Moment ein Kätzchen streicheln und ein Kaninchen mit dem Kopf gegen eine Wand schleudern kann, sodass es blutig zerplatzt. Reine Kälte, gemacht aus Gleichgültigkeit und Kitsch."

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TAZ, 20.01.2014

Noch im Begeisterungtaumel berichtet Jens Uthoff vom Eurosonic-Clubfestival in Groningen, das die gesamte Stadt in Ausnahmezustand versetzt hat: "Etwa 40.000 Besucher kommen, um Bands, DJs und Musiker aus ganz Europa zu sehen oder um die parallel stattfindende Musikkonferenz zu besuchen. Auf dem Grote Markt gibt es gar eine Open-Air-Bühne. Im Januar."

Barbara Behrendt lobt Thomas Ostermeiers entschlackte Version von Lilian Hellmanns "Kleinen Füchsen" an der Berliner Schaubühne: "Man streitet übers Business auf der Ledercouch - unter der anfänglichen Freundlichkeit liegen die Egoismen blank."

Außerdem: Detlef Kuhlbrodt liest Max Frischs Tagebücher "Berliner Journal". Simon Rothöhler lässt Stefan Ruzowitzkys Doku "Das radikal Böse" lässt höchstens als "eine recht vollständige Anthologie zweifelhafter Verfahren des Geschichtsdokugenres" gelten.

Und hingewiesen sei noch auf Norbert Mappes-Niedegks klugen Text über die "Ökonomie der Armut", der erklärt, wie sich Zuwanderer organisieren.

Und Tom.

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Aus den Blogs, 20.01.2014

Völlig erschöpft wankt nachtkritik-Autor Matthias Weigelt nach Karin Beiers "Die Rasenden" aus dem Hamburger Schauspielhaus. Die als Retterin des Hauses herbeiersehnte neue Intendantin habe sich - wie schon in Köln - "voll auf ihren Hype" eingelassen und veranstalte "ein grausames Wettrüsten: Vor ihrem Weggang aus Köln war der vorläufige Höhepunkt eine Jelinek-Trilogie mit opulentem Sprechchor und Schlammteich auf der Bühne. Und nun wird Hamburg mit einem Antiken-Marathon, bestehend aus 'Iphigenie in Aulis', 'Die Troerinnen', 'Elektra' und zwei Dritteln der 'Orestie', einem Konzert für Streichorchester und Chor, über 100 Mitwirkenden und einem 158 Seiten dicken Programmheft in die Besinnungslosigkeit gespielt. Hamburg wollte das ganz Große. Und bekam es. Erst die Elbphilharmonie, jetzt auch Karin Beier."

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Tagesspiegel, 20.01.2014

Schön, es gab ein paar starke Momente, aber alles in allem ist Peter von Becker nicht gerade begeistert von Karin Beiers Antikenreigen am Hamburger Schauspielhaus: "Das Ende dann, das Gericht über den Bluträcher Orest, das bei Aischylos den Beginn des Rechtsstaats und die Morgendämmerung der Aufklärung markiert: Hier ist es eine Kabarettnummer über die Unschärferelationen der Quantenphysik, von Joachim Meyerhoff an einem Schultäfelchen karikierend vorgeführt. Schuldig oder nicht schuldig? Halb und halb. 'Am liebsten', witzelt er dazu, 'ist mir immer ein Null-zu-Null-Unentschieden.' Das ist zu wenig - für einen so groß gedachten, mindestens musikalisch auch großartig untermalten Kampf."

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SZ, 20.01.2014

Früher dachten wir, Gott ist überall. Heute wissen wir: Allenfalls Evgeny Morozov kann das für sich beanspruchen. Wenn im Zuge der NSA-Affäre nun zum Schrecken von Google und Facebook eine "Balkanisierung" des Internets erwogen wird, um den Geheimdiensten den internationalen Zugriff auf Daten zu erschweren, so findet Morozov das zwar vom Begriff her hässlich, aber der Sache nach höchstens halb betrüblich. Er erhofft sich davon "die Dezentralisierung der Infrastruktur in Verbindung mit ein paar Barrieren, die nur von Fall zu Fall und bei Bedarf die ansonsten reibungslose Bewegung der Daten hemmen würden." Außerdem fordert Andrian Kreye den Abschied vom Mooreschen Gesetz."

Weitere Artikel: Gustav Seibt berichtet vom Abschiedsabend von Michael Krüger beim Bundespräsidenten. Besprochen werden Karin Beiers in Hamburg aufgeführte Inszenierung von "Die Rasenden" ("Große Leere. Auch im Kopf", resümiert Christine Dössel), die Uraufführung von Alain Platels Stück "Tauberbach" in München und Bücher, darunter Javier F. de Castros Roman "Die berauschende Wirkung von Bilsenkraut" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

Stichwörter: Facebook, Google, NSA-Affäre

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FAZ, 20.01.2014

Mit wachsendem Grausen verfolgte Gerhard Stadelmaier die blutige Mischung aus Aischylos, Euripides, Hofmannsthal und Sartre, mit der Karin Beier unter dem Titel "Die Rasenden" ihren Einstand am Hamburger Schauspielhaus gab: "Karin Beier erweist sich hier als wahre Hallodrihine des Regiebetriebs, die sich aus der Boutique der Antike bedient, was ihr gerade assoziativ taugt." Außer der Feststellung "Krieg ist böse" kommt dabei für Stadelmaier nicht viel rum: "So dass einem irgendwann vor lauter Kopfnicken der Kopf auf der zugenickten Brust einzuschlafen droht. Insofern sind Beiers 'Rasende' eine durch und durch reaktionäre, kopfausschaltende Veranstaltung."

Weitere Artikel: Mark Siemons sieht mit dem Trumpchi GS5 einen ersten Prototyp für echte chinesische Konkurrenz auf dem Automarkt. Jan-Frederik Bandel war dabei, als in Hamburg neun Autoren Arno Schmidt lasen. Thilo Wydra berichtet von der Verleihung der Bayerischen Filmpreise. Aus London meldet Gina Thomas, dass sich der BBC-Moderator Jimmy Savile laut einer Untersuchung an bis zu tausend Kindern vergangen haben soll und die Führungskräfte des Senders dies wussten. Joseph Croitoru berichtet über einen Streit um ein von der "rechten Siedlerkreisen nahestehenden Stiftung Elad" geplantes Archäologiemuseum in Jerusalem.

Noch vom Wochenende ist die Meldung, dass sich Zeit-Exchef Theo Sommer wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verwantworten muss, sich aber seine Präzeptorenrolle nicht nehmen lässt: "Ich habe aus der Sache meine Lehre gezogen und kann nur wünschen, dass auch andere sie beherzigen."

Besprochen werden Maxim Gorkis Stück "Kinder der Sonne", inszeniert von Andrea Moses und Oliver Reese, am Frankfurter Schauspiel, Alain Platels Choreografie "Tauberbach" über eine auf Müllhaufen lebende Brasilianerin in den Münchner Kammerspielen (bei dem Flüchtlinge türenschlagend den Saal verließen, während das restliche Publikum jubelte, berichtet Jörn Florian Fuchs) und Bücher, darunter György Spiros Erzählband "Träume und Spuren" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

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