Efeu - Die Kulturrundschau

Wäscheleine im Nebel

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06.09.2025. Die nachtkritik feiert Antú Romero Nunes' maximal verunsichernde, genderfluide "Hamlet"-Inszenierung am Theater Basel. Der Standard erkennt eine vollkommen zeitgenössische Figur in dem Mörder aus Sartres Politdrama "Die schmutzigen Hände", das David Bösch in Wien inszeniert hat. In der SZ feiert Barbara Vinken den männlichen Körper, über den Giorgio Armani den Schimmer der ewig jungen olympischen Götter warf. Die FAZ dokumentiert Cécile Wajsbrots Rede zur Eröffnung des Via Nova Kunstfests Corvey. Die Welt lässt sich vom 98-jährigen Herbert Blomstedt das Fagottsolo aus Sibelius' Fünfter vorsingen.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 06.09.2025 finden Sie hier

Bühne

Claudius und Gertrude - hier in Gestalt von Fabian Dämmich und Thomas Niehaus - in Antú Romero Nunes' "Hamlet"-Inszenierung. Foto: Ingo Höhn


Am Theater Basel hat Antú Romero Nunes Shakespeares "Hamlet" inszeniert und dafür eine Neuübersetzung von Lucien Haug benutzt. Nachtkritikerin Reingart Sauppe ist begeistert: "Die Sprache, die der Schweizer Autor Lucien Haug für seine Hamlet Übertragung gefunden hat, ist eine umwerfende Mischung aus strengem Versmaß, wörtlichen Übersetzungen und alltagssprachlichen Pointen unserer Zeit. Flott und lässig, ohne platt zu werden, trägt der unterhaltsame und immer wieder verblüffend treffsichere Text maßgeblich dazu bei, dass dieser mehr als dreistündige Abend nie langweilig wird. Neben dem großartigen Schauspielensemble ist Lucien Haug der eigentliche Star dieses Baseler Hamlets. ... Und so vom Klassikersockel geholt, schickt der Regisseur den Hof von Helsingör in ein temporeiches, atemberaubendes Verwirrspiel, das auch vom Publikum einiges abverlangt. Nicht nur weil Rollen doppelt besetzt werden, sondern weil die maximale Verunsicherung das eigentliche Ziel dieser Inszenierung ist." Was vor allem deshalb so gut gelingt, weil die Rollen auch noch mal männlich, mal weiblich besetzt sind.

Talent zum Mörder? Nils Arztmann als anarchistischer Intellektueller, dem vor seiner bourgeoisen Herkunft graut, und Ehefrau (Johanna Mahaffy) in Sartres "Die schmutzigen Hände" an der Josefstadt Wien. Foto: Astrid Knie


Dass David Bösch im Wiener Theater in der Josefstadt Sartres "Die schmutzigen Hände" als mit viel Musik unterlegtes "Männlichkeitsdrama" inszeniert, findet Margarete Affenzeller im Standard recht stimmig: "Bösch beschäftigt in seiner Inszenierung weniger die Frage nach der moralischen Komponente eines politischen Mordes als die innere Zerrissenheit des jungen Mannes, der anno 1943 vor seinem eigenen Leben in den Untergrund flieht, um Sinn für sich zu finden. Auf der Bühne wird er dabei - zumal in Moana Stembergers Hipster-Aufmachung mit gelb-grünem Strickpulli - eine vollkommen zeitgenössische Figur, die die eigene (männliche) Unsicherheit mit der Schreckenstat vertreiben möchte. Mit großer Anspannung beglaubigt Nils Arztmann dieses Schwelen innerer Konflikte." In der nachtkritik ist Reinhard Kriechbaum voll des Lobs: "Das Wesentliche sind die psychologischen Entwicklungen, die Fußangeln des eigenen Denkens. Im Gegensatz zum nebeligen Sfumato, das die Bühne überzieht, wirf diese Regie mit einem sagenhaft akkuraten Ensemble scharfes Licht auf die Brüche scheinbar unverrückbarer Überzeugungen."

Besprochen werden außerdem Verdis "Otello" an der Staatsoper Wien (Standard), Stefan Bachmanns Inszenierung von Ferdinand Schmalz' Stück gegen den Rechtspopulismus "bumm tschak oder der letzte Henker" im Akademietheater der Burg (Standard, Welt) und Philip Venables' Opern-Revue "We are the lucky ones" bei der Ruhrtriennale Bochum (SZ).
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Film

Venedig-Favorit: "A House of Dynamite" von Kathryn Bigelow

Die Filmfestspiele in Venedig gehen zu Ende. Das Programm las sich vorab "wie ein Who's who zeitgenössischen Filmschaffens, eine Sneak Preview der kommenden Oscars", schreibt Jan Küveler in der Welt. "Und doch enttäuschen sie mehrheitlich. Das liegt weniger an mangelnder Raffinesse der Regie, des Tons, des Schnitts. Das Problem ist die emotionale Dynamik." Aber "wenn wir uns festlegen müssten: Goldener Löwe für Bigelow, Großer Preis der Jury für Park Chan-wooks Sozialsatire 'No Other Choice', in der sich ein arbeitsloser Papier-Ingenieur gezwungen sieht, die Konkurrenz zu ermorden. Offenbar möchte Park, der südkoreanische Gigant, an Bong Joon-hos 'Parasite'-Erfolg anküpfen. Das geht auf, auch wenn knallharte Thriller eher sein Genre bleiben als groteske Komödien. Unter den ehrenvollen Erwähnungen: 'Jay Kelly', eine Schnulze mit George Clooney, die reflektiert, was wichtig ist im Leben." Rüdiger Suchsland schließt sich auf Artechock der Forderung für den Goldenen Löwen für Bigelow (hier besprochen in der NZZ) an, rechnet aber auch Mona Festvold für "The Testament of Ann Lee" (hier besprochen im Filmdienst, mehr zu beiden Filmen hier) gute Chancen aus. 

Tazler Tim Caspar Boehme bespricht in Venedig fernerhin Kaouther ben Hanias "The Voice of Hind Rajab" (mehr dazu bereits hier). Hanns-Georg Rodek berichtet in der Welt von einem KI-Wettbewerb in Venedig. Maria Wiesner (FAZ) sah außerdem Ildikó Enyedis im Alten Botanischen Garten in Marburg gedrehten Ökofilm "Silent Friend" mit Léa Seydoux: "In einem Wettbewerb voller harter politischer Realitäten deutet dieser Beitrag eine Utopie an." Auch Pavao Vlajcic staunt auf critic.de über diesen Film: "Ich habe mir nie vorstellen können, dass ich mir einmal so viele Sorgen um eine Geranie machen würde." Und zum Abschluss des Festivals hier noch einmal der Kritikerspiegel von critic.de.

Abseits vom Lido: Patrick Holzapfel erinnert im Filmdienst mit einem Essay an den großen Peter Sellers, der vor hundert Jahren geboren wurde. Eva-Maria Magel berichtet in der FAZ von einer Frankfurter Stadtführung auf Fassbinders Spuren.

Besprochen werden Mascha Schilinskis "In die Sonne schauen" (Jungle World, unsere Kritik), Margarethe von Trottas Retrospektive im Berliner n.b.k. (Freitag), die auf Sky gezeigte "The Office"-Ableger "The Paper" (FAZ, Welt, NZZ), Spike Lees auf Apple+ gezeigtes, im modernen New York angesiedeltes Kurosawa-Remake "Highest 2 Lowest" (Standard, Zeit Online) und Kai Wessels auf Arte gezeigter, von Fred Breinersdorfer geschriebener TV-Film "An einem Tag im September" über eine Begegnung zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle (FAZ).
Archiv: Film

Design

In der SZ schreibt die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken zum Tod von Giorgio Armani (unsere Resümees), in dem sie nicht so sehr einen "König der Mode", sondern vielmehr deren "Imperator" sieht. Und er hat den Anzug revolutioniert, in dem zuvor der Mann und dessen Körper auch als erotisches Objekt zum Verschwinden gebracht worden war: "Armanis Revolution lag in der sogenannten unkonstruierten Anzugjacke. Der steife Unterbau, die komplizierte Struktur der klassischen Anzugjacke wird einschließlich Hilfen wie der Schulterposter herausgenommen. Armanis Anzugjacke umfließt und umschmeichelt den männlichen Körper, Seide und Leinen schmiegen sich ihm an wie ein weicher Kaschmirpullover. Armani hat den Anzug in ein erotisches Kleidungsstück verwandelt, den männlichen Körper zum Objekt des Begehrens gemacht. Armani ist einer der Erfinder dieses neuen Mannes, einer neuen Männlichkeit, die ihren Körper verführerisch inszeniert. Über ihm liegt der Schimmer der zeitlosen, ewig jungen olympischen Götter."

In der FAZ macht sich Christian Schubert derweil Sorgen, was nach Armani aus Armani wird.
Archiv: Design
Stichwörter: Armani, Giorgio, Mode

Literatur

Samantha Schweblin. Foto: Stefan Klüter
In einem "Vorwort" stellt Angela Schader die argentinische Autorin Samanta Schweblin vor, deren Erzählband "Das gute Übel" demnächst erscheint: Schon der Titel ist ein "Nahkampf der Worte und Werte", ein Hinweis auf das, was den Leser erwartet: "Keine Patentrezepte werden in Samanta Schweblins Büchern offeriert, sondern Variationen der Verstörung, mit denen die Leserin, der Leser selbst zurande kommen muss. Was macht ein eher schüchterner Jugendlicher aus dem Drang, anderer Leute Köpfe auf den Asphalt zu hauen, wenn sie ihm zu nahe treten? Wie zieht sich ein Mann aus der Affäre, wenn seine betagten, etwas eigenwillig gewordenen Eltern nackt durch den Garten seiner Ex-Frau tanzen und deren Pudel auf eine Art in ihr munteres Treiben einbeziehen, die dem Tier nur wenig behagt? ... 'Als Erzählerin halte ich stets Ausschau nach dem, was mir unbekannt ist - nach dem, was eine Leerstelle in meinem Bewusstsein besetzt', sagt sie im Gespräch mit Guadalupe Gerardi von der Review 31. 'Was mir in den Sinn kommt, wenn ich vom Unbekannten rede, das sind die obskuren Schatten ebenso wie das schimmernde Licht von allem, was uns umgibt, das wir aber noch nicht wahrzunehmen gelernt haben. Was ich hier meine, ist das Unbekannte, nicht das Fantastische. Das Unbekannte, das wirklich existiert und sich irgendwo versteckt.'"

Die Literaturgeschichte steckt voller Männerfreundschaften, aber "nur selten liest man in einem Roman die Beschreibung einer Freundschaft zwischen Frauen", lautet Cécile Wajsbrots Befund in der von "Bilder und Zeiten" der FAZ dokumentierten Rede zur Eröffnung des Via Nova Kunstfests Corvey. Die Schriftstellerin greift damit einer Beobachtung auf, die Virigina Woolf bereits 1928 getroffen hat. "Beinahe hundert Jahre später und mit einer gestiegenen Anzahl schreibender Frauen sind wir nicht viel weiter. In den beschriebenen Freundschaften zwischen Frauen - zum Beispiel in 'L'Invitée' (auf Deutsch 'Sie kam und blieb') von Simone de Beauvoir - geht es eher um Einflussnahme. Oder um die Ambivalenz einer Verliebtheit. Der rote Faden in Elena Ferrantes Roman 'Meine geniale Freundin' ist tatsächlich die Freundschaft zwischen Elena und Lila von der Kindheit bis zum Alter. Aber verdankt sich der Welterfolg des Romans nicht zum Teil genau der Tatsache, dass die Freundschaft zwischen zwei Frauen eine Premiere ist oder zumindest eine Seltenheit und dass der Modus dieser Freundschaftsdarstellung in Ansätzen einem entspricht, den die literarische Tradition im Überfluss verhandelt, nämlich der Rivalität? So weckt die Neuheit des Themas Neugier, ohne zu sehr zu verstören."

Weitere Artikel: Margaret Atwood hat auf das Verbot ihres Romans "Der Report der Magd" in einer kanadischen Bibliothek mit einer auf Twitter veröffentlichten, satirischen Kurzgeschichte reagiert, meldet Nadine A. Brügger in der NZZ. Lara Fritzsche plaudert in der SZ mit der Schriftstellerin Andrea Paluch unter anderem darüber, wie es ist, dass ihr Ehemann Robert Habeck nun aus der Politik ins Privatleben zurückkehrt. In der FAZ erinnert Christiane Pöhlmann an den heute vor hundert Jahren geborenen, italienischen Schriftsteller Andrea Camilleri. Und Nadine A. Brügger erinnert in der NZZ daran, wie Mary Shelley in einer Sturmnacht am Genfer See "Frankenstein" ersinnt. In "Bilder und Zeiten" (FAZ) stellt Jakob Ballhausen die Literaturzeitschrift Radar vor, die seit 2010 ihre Artikel gleichzeitig auf Deutsch, Ukrainisch und Polnisch veröffentlicht. Der Schriftsteller Moshe Sakal setzt seinen experimentellen KI-Dialog fort. Ernst Herb spürt dem Einfluss nach, den die Weimarer Klassik über José Rizal auf die Literatur und Gesellschaft Manilas ausgeübt hat. Und Stefana Sabin erinnert an die "wilden Xenien", mit denen Goethe und Schiller seinerzeit mit der Gesellschaft und dem Literaturbetrieb abrechneten. 

Besprochen werden unter anderem Leif Randts "Let's talk about feelings" (taz), Daniela Danz' Lyrikband "Portolan" (FR), Daniel Ganzfrieds "Erich" (FAZ), Marie Hermansons Krimi "Im Finsterwald" (taz), Andreas Molitors Biografie über Hermann Göring (FAZ), Abdulrazak Gurnahs "Diebstahl" (LitWelt), Nelio Biedermanns "Lázár" (FAS), und Lina Schwenks "Blinde Geister" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.

In der Frankfurter Anthologie schreibt Jan Röhnert über Mahmoud Darwishs "In Jerusalem":

"In Jerusalem, ich meine in der Altstadt
laufe ich von einer Zeit zur anderen ohne Erinnerung ..."
Archiv: Literatur

Kunst

Hilka Dirks hat für die taz die Kunstmesse Art-O-Rama in Marseille besucht und ist hin und weg von dem entspannten Vibe der Stadt, der auch die Messe präge: "Verkaufen steht eh nicht im Vordergrund, die Messe richte sich viel mehr an Kuratoren und Mitarbeiter großer Kunstinstitutionen, die ihren Sommer am Meer verbringen und dann zum Ende der Sommerpause hier nach neuen Entdeckungen suchten, berichtet Peter Bancze von Longtermhandstand aus Budapest. Sein Ausstellungsstand sei dementsprechend konzeptionell, er zeige zeitgenössische Antworten auf Marcel Duchamp." Wie widersprüchlich das ist, fällt der gut gelaunten Dirks, deren Artikel vom Messenorganisator Fraeme gesponsort wurde, nicht auf. Im Tagesspiegel schreibt Clara Zimmermann.
Archiv: Kunst

Musik

Für die WamS hat Elmar Krekeler den Dirigenten Herbert Blomstedt in Schweden besucht. Ans Aufhören denkt Blomstedt mit seinen 98 Jahren noch lange nicht, sondern dirigiert weiterhin in der ganzen Welt und plant seinen hundertsten Geburtstag in zwei Jahren. Sein Ziel: 120 werden. "In diesem Sommer, sagt er, seien es gar nicht so viele Konzerte wie sonst. Also habe er Zeit zum Studieren. Er sei langsam im Lernen. Sei er immer schon gewesen. Und ein Präzisionist. Er wolle immer vorbereitet sein. Sibelius' fünfte Sinfonie hat er sich für diesen Sommer vorgenommen. Sie hat er lange nicht mehr gemacht. 'Ein kompliziertes Ding.' Er liest die Partitur. Singt sie im Kopf. Sucht nach Details, die er noch nie gefunden hat. Singt sie vor. Dieses Fagottsolo zum Beispiel. Herbert Blomstedt singt gern. Und er macht sich Gedanken, was er in zwei Jahren dirigieren soll. Mendelssohns Lobgesang-Sinfonie vielleicht."

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Außerdem: Jens Uthoff plaudert in der taz mit Kreator-Frontmann Mille Petrozza, der gerade seine Memoiren veröffentlicht hat und über dessen Band gerade eine Doku im Kino läuft (unser Resümee). Ana Popescu resümiert in der FAZ das George Enescu International Festival in Rumänien, in dessen Rahmen das Orchester des Westdeutschen Rundfunks mit Cristian Măcelaru eine kleine Tournee durchs Land bewältigte. Wolfgang Fuhrmann resümiert für die FAZ das Festival Laus Polyphoniae. Andrian Kreye porträtiert in der SZ den Trompeter Till Brönner, der auf seinem neuen Album "Italia" leichte italienische Musik in Modern Jazz überführt.

Besprochen werden David Byrnes neues Album "Who Is the Sky?" (Standard, mehr dazu bereits hier) und ein Konzert von Philippe Jaroussky in Wiesbaden (FR).
Archiv: Musik
Stichwörter: Blomstedt, Herbert

Architektur

Seiichi Furuya, Berlin-Ost 1985, 1985. Courtesy Galerie Thomas Fischer, © Seiichi Furuya


Alle reden vom Bauturbo, aber passieren tut nix. Dafür sind Plattenbauten jetzt wieder en vogue, informiert uns Peter Richter in der SZ, wie einige Bucherscheinungen und jüngste Ausstellungen im Hamburger Bahnhof (hier) und in den Kunstwerken Berlin (hier) zeigen. Und jetzt eine Ausstellung im Kunsthaus Minsk in Potsdam, "die noch einmal ganz andere Aspekte des Themas in den Blick nimmt", zum Beispiel in Gestalt von Uwe Pfeifers Bilderserie aus den Siebzigern, "die diese neuen Habitate als Lebens- und Bildräume ausdrücklich ernst nehmen, sie aber gleichzeitig mit melancholischem Humor in das Licht der Romantik tauchen ('Wäscheleine im Nebel' sieht exakt so nach Caspar David Friedrich aus, wie das klingt)." Oder die Fotoserie mit der Sibylle Bergemann in Wohnzimmern der Plattenbauserie P2 in Berlin-Lichtenberg dokumentierte, wie die Bewohner die Platte unterwanderten: "Die meisten arbeiteten mit ihren Polstermöbeln, Kronleuchtern und Vorhängen geradezu verbissen gegen den industriellen Geist ihrer Plattenbauwände an. Eine Arbeit wie Gisela Kurkhaus-Müllers 'Marzahn' von 1982 zeigt, wie sehr diese optischen Verwandlungsversuche in Altbauten, Datschen oder Barockpaläste nicht zuletzt auf den Balkonen Blüten trieben."

Weitere Artikel: In Bilder und Zeiten (FAZ) freut sich Peter Kropmanns über die Wiederentdeckung des Pariser Jugendstilarchitekten Jules Lavirotte: Ihm und seiner Frau Jane ist derzeit eine Ausstellung in der Villa du Châtelet im französischen Évian-les-Bains gewidmet. Friedrich von Borries analysiert in einem Essay für die Zeit die Ästhetik der Trump-Regierung.
Archiv: Architektur
Stichwörter: Plattenbau, Das Minsk