Bestellen Sie bei eichendorff21!Diese Entscheidung war "vielleicht nicht die zwingendste, aber doch eine wirklich gute", schreibt Jens-Christian Rabe in der SZ: Der Deutsche Sachbuchpreis geht an KonstantinRichter für dessen Wirtschaftsgeschichte "Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG". Prämiert wurde "eine durchaus unterhaltsame und sehr gut geschriebene wirtschaftshistorische Analyse des Netzwerks aus Bankiers, Großindustriellen und Lobbyisten, die mit Firmen wie Krupp, Siemens, Daimler etc. verbunden sind", kommentiert Tania Martini in der FAZ. Schade findet sie allerdings, dass der Deutsche Sachbuchpreis für seine Nominierungen vor allem aus einem Pool schöpft, der "sehr eng als Debattenbuch oder als politisches Buch definiert wird, (...) während Philosophie, Globalhistorie, politische Theorie, Ideengeschichte und Kulturtheorie fehlten. Das erschließt sich vor allem deshalb nicht, weil auch in den Reden zur Preisverleihung wieder einmal das Wissen als Retter aus der Dunkelheit gepriesen wurde." Alle nominierten Bücher haben wir auf diesem Büchertisch für Sie zusammengestellt.
Kurz bevor es in den Urlaub geht, wird mit dieser Preisvergabe noch "ein sehr unterhaltsamer Pageturner" fürs Gepäck empfohlen, "der auch am Strand funktioniert", freut sich Alexander Cammen auf Zeit Online. Richter beweise, dass auch wirtschaftliche Themen als "aufregende Geschichte" erzählt werden können. "Das Absurde steckt eben oft hinter Entscheidungen großer wirtschaftlicher Tragweite, so Richters moralische Lehre, er schildert eine menschliche Komödie für Nichtökonomen. Wobei der Autor die Sache keineswegs kapitalismuskritisch angeht. Seine Geschichte ist trotz aller analytisch cool präsentierten Abgründigkeiten eine neutrale Faszinationsgeschichte." Generell freut sich Cammen über die Nomminiertenliste - sie ist "eine Feier der Qualität".
Bestellen Sie bei eichendorff21!Kaum jemand gibt so tiefe und traurige Einblicke in das Leben auf Kuba wie der Journalist und Schriftsteller Leonardo Padura, der sich eine einzigartige Stellung unter den Autoren des Landes erworben hat, schreibt Thekla Dannenberg, die in der Weltliteraturkolumne des Perlentaucher "Wo wir nicht sind" Paduras "Anständige Leute" vorstellt: "In seinen internationalen Bestsellern darf er sich Freiheiten herausnehmen, von denen andere Schriftsteller nur träumen können. Aber Padura weiß auch, wo seine Grenzen liegen. In seinen Romanen um den ehemaligen Polizeioffizier Mario Conde spricht er immer wieder Ungerechtigkeit und Verzweiflung an. Er beklagt die Korrumpierung der Revolution, die Bereicherung der Eliten und die Heuchelei, nicht aber die Revolution selbst. Damit bleibt er Fidel Castros berüchtigten Diktum treu, mit dem der Maximo Líder 1961 Künstler und Schriftsteller auf Gefolgschaft einschwor: 'Innerhalb der Revolution alles, außerhalb der Revolution nichts.'"
Weitere Artikel: Rico Bandle porträtiert in der NZZ die Schweizer AutorinEvelineHasler, die mit 93 Jahren ihr neues Buch "Königssohn" vorgelegt hat. Rahel Bueb berichtet in der taz von Eröffnung des Jungen Hauses für Poesiein Berlin. Marc Degens berichtet in der FAZ vom ComicsalonErlangen, wo der französische ComiczeichnerLewisTrondheim angesichts zahlreicher schließender Buch- und Comicläden eher düster in die Zukunft blickte. Barbara Machui (Standard) und Noemi Schneider (im Literaturfeature von Dlf Kultur) erinnern anlässlich des 150. Todestags an die SchriftstellerinGeorgeSand, die erste Frau, die vom Schreiben leben konnte. In der Welt erinnert Tilman Krause an den vor 50 Jahren verstorbenen Schriftsteller Gerd Gaiser. Christian Meyer-Pröpstl schreibt im Filmdienst einen Nachruf die Comiczeichnerin und Filmregisseurin MarjaneSatrapi (weitere Nachrufe hier).
Besprochen werden unter anderem der Briefwechsel von Peter Suhrkamp und CarlZuckmayer (FR), MartinPiekars "Vom Fällen eines Stammbaums" (Standard), JosefWinklers "Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht" (FR), SusanneKaiserskrimibestenlisten-platzierter Thriller "Witch Hunt" (FR), Flix' und Reinhard Kleists Lucky-Luke-Hommage "Die Grimm Brothers" (Tsp, online nachgereicht von der Welt, FAZ), HeikeGeißlers "Michaela Kohlhaas" (SZ) und SerhiiPlokhys "Das Zeitalter der Atomwaffen" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im taz-Gespräch mit Luciana Ferrando erzählt die ComicautorinAlisonBechdel, warum sie für "Kaputt", ihren sehr lose autobiografischen Comicroman über eine Comiczeichnerin mittleren Alters, die ihren Memoir zu schreiben versucht, zu den Figuren ihres vor zwanzig ahren erschienenen, fiktiven Comics "Dykes to watch out for" zurückgekehrt ist. "Ich liebe diese Charaktere! Ich habe mir überlegt, wie alt sie heute sind. Wie sie heute aussehen. Sie sind die perfekten Begleiter:innen für diese schwierigen Zeiten, weil sie engagierte Aktivist:innen sind, die nie aufgehört haben zu kämpfen. Anders als meine Hauptfigur, die bequemgeworden ist und ihren früheren Idealismus verloren hat. Über diese Figuren zu schreiben, war ermutigend."
Außerdem: Fürs Literatur-Feature von Dlf Kultur begibt sich Rolf Cantzen in die Welt der "literarischenInselutopien". Besprochen werden unter anderem DinçerGüçyeters Poetikvorlesung "Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne" (Standard), RadkaDenemarkovás "Schokoladenblut" (Standard), RobertSeethalers "Die Straße" (Welt), DanielaChanas "Affäre mit einem Erzähler" (FR), MercedesSpannagels "Crashtest Dummies" (Standard), PeggyMädlers "Die Selbstregulierung des Herzens" (NZZ) und AntonioScuratis "M - Das Ende und der Anfang" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Die Literatur der DDR ist schon während der Wende und schließlich in den Neunzigern "ausradiert" worden, wie der Titel des neuen Buchs von CarstenGansel lautet. Zum Beleg dafür häuft der Literaturwissenschaftler zwar einiges auf - SZ-Kritiker Lothar Müller bleibt skeptisch. Anders als Gansel suggeriere, "ist der Umgang mit der in der DDR entstandenen Literatur nach 1989/90 kein Gegenstück zum Abriss des Palastes der Republik. ... Groß war in den Neunzigerjahren die Zahl der mit dem Büchner-Preis ausgezeichneten Autoren, die ihre Laufbahn in der DDR begonnen hatten. ... In den Archiven, auch in den Zeitungsarchiven, im Blick auf Nachlässe und Vorlässe, beim Durchforsten von Bibliothekskatalogen, in der Sichtung der Erstpublikationen von Tagebüchern und Briefen, der Neuedition von Werken würde fündig, wer das Nach- und Weiterleben der in der DDR geschriebenen Literatur konkret erforschen wollte. ... Zwischen den 'Probebohrungen', die der Literaturhistoriker Gansel unternimmt, und der großflächigen Ausradierungsthese klafft eine Deckungslücke. Je näher er der Gegenwart kommt, desto mehr tritt der Literaturhistoriker hinter dem Zeitzeugen zurück."
Jens Uthoff berichtet in der taz von der Buchmesse in Kyjiw unter den Eindrücken der massivenrussischenDrohnenangriffe der letzten Tage und notiert: "Kriegstagebücher und Lyrik sind in der Ukraine weiterhin sehr gefragt. Doch nun beginnt vielleicht schon eine neue Phase der Literatur in Kriegszeiten, die des Vergleichs, des Suchens nach einer neuen Sprache."
Die SchriftstellerinMaricaBodrožić stellt sich in einem Essay in "Bilder und Zeiten" der FAZ drängende Fragen im Zeitalter von Polarisierung und eskalierender Konflikte: "Auf welche Weise können wir der Schönheit standhalten? Wie sie nicht dem Grauen opfern, das uns umzingelt? ... Immerzu wird der Krieg an uns herangetragen und steuert auch die Sprache, die wir sprechen. Dies innerlich abzulehnen, ohne selbst von der Härte einverleibt zu werden, die uns begegnet, transzendiert die eigene Identität."
Weiteres: "Ein Prozess ständiger Metamorphosen des Bachmann-Bildes ist im Gange", schreibt Sigrid Löffler in der Literarischen Welt über IngeborgBachmann, die vor hundert Jahren geboren wurde. Für das "Literarische Leben" der FAZ spricht Daniel Stähr mit der dänischen Schriftstellerin AstaOliviaNordenhof, deren Romanzyklus "Scandinavian Star" derzeit auf Deutsch erscheint. In "Bilder und Zeiten" der FAZ schreibt Astrid Kaminski über den griechischen Ort Messolongi, wo LordByron einst starb. Katajun Amirpur schreibt in der NZZ zum Tod von der ComiczeichnerinMarjaneSatrapi (weitere Nachrufe bereits hier). Lars von Törne meldet im Tagesspiegel die Auszeichnungen vom ComicsalonErlangen: Als bester deutschsprachiger Künstler wurde FranzSuess geehrt, als bester deutschsprachiger Comic "Der verkehrte Himmel" von MikaelRoss und als bester internationaler Comic "In den trüben Gewässern Istanbuls" von ÖzgeSamancı.
Besprochen werden unter anderem Joachim Bessings "Wachs und Gold" (taz), Olivia Laings "Crudo" (FR), Ingvar Ambjørnsens "Niemand da" (taz), Ahmad Milad Karimis Essay "Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung" (Standard), Flix' und ReinhardKleists Lucky-Luke-Hommage "Die Grimm Brothers" (WamS), GuselJachinas Roman "Eisen" über den Filmregisseur SergeiEisenstein (FAZ), PaulIngendaays "Entscheidung in Spanien. Der große Kampf der Literatur 1936-1939" (LitWelt) und PatrickRaddenKeefes "Der Sohn des Oligarchen: Über die globale Macht der Superreichen und den Niedergang einer Weltstadt" (FAS). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Was für ein bitterer Verlust: Im Alter von gerade einmal 56 Jahren ist die im Iran geborene, französische Comicautorin und Filmregisseurin MarjaneSatrapi gestorben. In ihrem autobiografischen Comic "Persepolis" erzählte sie bereits 2000 von den Zumutungen, denen die Menschen im Allgemeinen, aber Mädchen und Frauen im Besonderen unter dem Mullah-Regime in Iran ausgeliefert sind. Auf Anhieb gelang ihr damit ein internationaler Erfolg. "Danach war die Erzählgattung Comic eine andere", schreibt Andreas Platthaus in der FAZ. "Ihre schwarz-weißen Zeichnungen wirkten auf den ersten Blick fast naiv, dabei sind sie Notizen des Terrors", hält Martina Knoben in der SZ fest. "Es sind die selbstbewussten, sich selbstverständlich als gleichberechtigt empfindenden Frauen, die Marjane Satrapi in ihren Graphic Novels und Filmen interessierten. Oft aufmüpfigeFrauen, deren Eigenwilligkeit - und Schönheit! - in Iran unter dem verordneten Schleier nicht verschwunden sind, die aber kaum mehr sichtbar werden."
"In die autobiografischen Erlebnisse arbeitete sie die größere Geschichte im Hintergrund ein, macht die gewalttätig durchgesetzte Islamisierung von Alltag und Gesellschaft in Iran deutlich", schreibt Andreas Fanizadeh in der taz. "'Persepolis" verdeutlichte der Weltöffentlichkeit erstmals in größerem Maßstab, dass es im Iran von Satrapis Kindheit und Jugend eine nennenswerte Linke gab - sowie eine gerade auch heute wieder sehr sichtbar säkular orientierte Zivilgesellschaft."
"Sie war die Chronistin einer verlorenen Generation, sie erzählte von zerschlagenen Hoffnungen, vom Terror der fundamentalistischen Religion", schreibt Jens Balzer auf Zeit Online. Bis zuletzt kämpfte sie gegen vom Exil aus gegen das Regime in Teheran an: "Als ihr 2025 die höchste staatliche Auszeichnung Frankreichs, die Aufnahme in die Ehrenlegion, verliehen werden sollte, lehnte sie die Annahme ab. ... Es sei unerträglich, dass Frankreich jungen Iranern, Künstlern und Dissidenten Touristenvisa verweigere, während die Kinder iranischer Oligarchen durch Paris und Saint-Tropez spazierten."
In der FRschreibt Stefan Brändle einen Nachruf. Unsere Kritiken zu den Filmen von Satrapi finden Sie hier. Auf Eichendorff21 haben wir Ihnen einen Büchertisch zu Satrapi zusammengestellt - mit zwei weiteren Empfehlungen. Libération trägt mit Satrapi schwarz - und widmet ihr ganze fünf Seiten ihrer aktuellen Ausgabe:
- Christophe Conte (@christopheconte) June 4, 2026
Bestellen Sie bei eichendorff21!"Gerade der letzte Teil des Buchs, der mehr will, als Zeugnis ablegen, liest sich wie ein wütend-verzweifelter Versuch, die Hoheit über die eigene Geschichte zurückzugewinnen", schreibt Julia Encke in der FAZ über Boualem Sansals eben in Frankreich erschienenes Buch "La Légende" (unser erstes Resümee). Im letzten Teil, den Encke anspricht, arbeitet sich Sansal vor allem an seinem früheren Verlag Gallimard ab, der ihn zwar aus der Haft in Algerien befreite und Sansal in Paris eine schöne Wohnung überließ, aus der er ihn aber auch nach drei Monaten de facto auf die Straße setzte. Kurz darauf "veröffentlichte der Lektor in Libération einen Meinungsbeitrag, in dem er 'den plötzlichen Rauswurf verschwieg', wie sein Autor beklagt, Sansal aber beschuldigte, undankbar zu sein gegenüber Gallimard, der alles für dessen Befreiung getan habe, und sich profitgierig der Bollo-Sphäre angeschlossen habe - dem Lager von Vincent Bolloré. Dieser Meinungsbeitrag, so Sansal, habe in der Folge in anderen Medienberichten dann den Ton angegeben, in denen man ihn auch politisch in die Nähe von Bolloré gerückt habe."
Weiteres: Die Jury des Dlf Kultur gibt die Krimibestenliste des Monats (PDF) bekannt: Auf Platz Eins ist Olivier Bottini mit "Die Summe aller Dinge" gelandet. Alle Krimis der Liste, zu denen wir Rezensionsnotizen haben, finden Sie hier. Besprochen werden unter anderem Marie-Louise Monrad Møllers "Viel wichtiger ist jetzt die Gegenwart" (taz), JunkoTakases "Richtig gutes Essen" (NZZ) und Gaito Gasdanows Erzählungsband "Ein zweites Leben" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!In Frankreich ist "La Légende" erschienen, Boualem Sansals Buch nicht nur über sein Jahr in Gefangenschaft des algerischen Regimes, sondern auch über die Umstände seiner Freilassung. In jener Passage "taucht das Buch ab in eine maßlose Gehässigkeit gegen die, die sich unermüdlich für ihn engagiert hatten", stutzt Oliver Meiler in der SZ. Hintergrund: Frankreich und Sansals Verlag hätten sich gegenüber Algerien allzu servil verhalten. Ein besseres Lektorat und generell etwas mehr Ausgeruhtheit hätten dem Buch wahrscheinlich genutzt, meint Meiler: "Doch Sansal und Bolloré wollten nicht warten. ... Das Buch soll das politische Klima befeuern. 2027 finden in Frankreich Präsidentschaftswahlen statt, und die favorisierte extreme Rechte stilisiert die alten Animositäten zwischen Frankreich und Algerien, seiner früheren Kolonie, gern hoch zum Kampf der Zivilisationen."
Außerdem: Im NDgibt Vincent Sauer Tipps aus der Welt der avantgardistisch-experimentellen Literatur, darunter Sonja vom Brockes Lyrikband "Blauer Ton", den unsere Lyrik-Kolumnistin Marie Luise Knott bereits an dieser Stelle vorgestellt hat. Helene Röhnsch resümiert in der FAZ die Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die in Halberstadt zum Thema "Freundschaft in Zeiten des Streits" stattfand. Besprochen werden unter anderem Asako Yuzukis "Tokyo Girls Club" (taz) und JérômeLeroys "Die kleine Faschistin" (Jungle World). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Die chilenische Schriftstellerin DanielaCatrileo repräsentiert "literarisch eine neue Generation und prominente Stimme der in den Großstädten lebenden Mapuche", der größten indigenen Minderheit ihres Heimatlandes, schreibt Eva-Christina Meier in der taz. Am 6. Juni erhält Catrileo neben der deutschen SchriftstellerinSonjaM. Schultz den Anna-Seghers-Preis. Ihr jüngster Roman "Chilco" handelt von dem Schmerz über den gescheiterten Transformationsprozess Chiles in den letzten vier Jahren, wo seit kurzem mit Antonio Kast ein Rechtsextremist an der Macht ist. "Der dystopische Roman erzählt von Marina Quispe, Enkelin einer peruanischen Migrantin, und Pascal, einem jungen Mapuche, die im Zentrum einer namenlosen lateinamerikanischen Großstadt leben. Als unerklärliche Erdabsenkungen dort die Gebäude zum Einsturz bringen, verwandelt die wachsende Zerstörung das urbane Leben bald in ein apokalyptischesSzenario. ... Über die erzählende Figur in 'Chilco' sagt Catrileo: 'Die Mestizierung, der Marina begegnet, hat indigene Wurzeln, und für sie wird das bei allen Widersprüchen zu etwas Transformativem. Es ist ein entscheidender Unterschied, wie man die Vermischungen auf diesem großen Kontinent versteht und ob man statt einer vermeintlichen Auflösung ihre einzelnen Elemente erkennt, besonders die indigenen Anteile, die in der kreolischen Welt so schwer zu sehen sind.'" Bislang sind Catrileos Romane in Deutschland nur auf Englisch greifbar, eine deutsche Übersetzung von "Chilco" ist für 2027 angekündigt.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weiteres: "Asta Olivia Nordenhof ist eine Entdeckung", schwärmt Volker Weidermann in seinem Zeit-Porträt der dänischen Schriftstellerin, aus deren Romanzyklus "Scandinavian Star" gerade die ersten beiden Bände auf Deutsch erschienen sind. Christiane Lutz spricht in der SZ mit der SchriftstellerinMaggie O'Farrell, deren neuer Roman "Land" vor dem Hintergrund der Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert spielt. Björn Hayer erinnert in der FR an den BeatpoetenAllenGinsberg, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. Patrick Bahners berichtet in der FAZ von einer Berliner Buchveranstaltung mit der ComiczeichnerinAlisonBechdel. Der ComiczeichnerMawilgibt im Tagesspiegel-Interview Tipps, wie man aus Kindern Leseratten macht. Auch in der FAZ schwärmt Mechthild Wiesner anlässlich des morgen beginnenden Comicsalons Erlangen davon, wie gut Comics dafür geeignet sind, Kinder zum Lesen zu animieren.
Besprochen werden unter anderem ArnoSchmidts Erzählungsband "Der Tag der Kaktusblüte" (JungleWorld), Lilli Tollkiens Debüt "Mit beiden Händen den Himmel stützen" (Zeit) und HeikeGeißlers "Michaela Kohlhaas" (FAZ)
Johan Schloemann berichtet in der SZ von einem Symposium zum Schicksal der Privatbibliothek, deren Weg in Zeiten von reich gefüllten Online-Antiquariaten, übervollen Archiven und KI-Digitalisierung nach dem Ableben des Besitzers immer häufiger ins Altpapier führt. Besprochen werden unter anderem Petr Šestáks "Ausgebrannt" (FR), Helena Falkes "Noch fünf Tage" (FR), RahaNik-Andischs "Teheran Tagebücher" (SZ) und LuziaGeiers "Zohran Mamdani: Our Time Is Now'. Wie Mut, Haltung und Menschlichkeit Politik verändern können" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
"Was bedeutet es überhaupt, Menschen zu begegnen", fragt sich die österreichische Schriftstellerin IlseKilic im Standard in ihren zehn Thesen zum Umgang mit KünstlicherIntelligenz im Alltag. Die LiteraturwissenschaftlerinKarinS. Wozonigplädiert im Standard dafür, dass wir alle mehr lesen sollten. Alexandru Bulucz (FAZ) und Andreas Breitenstein (NZZ) gratulieren dem SchriftstellerMirceaCărtărescu zum 70. Geburtstag.
Besprochen werden unter anderem PetraMorsbachs "Orion" (FR), HenningAhrens' Gedichtband "Inventur eines Dinosauriers" (taz), ÖzgeSamancıs Comic "In den trüben Gewässern Istanbuls" (NZZ) und neue Kriminalromane, darunter TokuroNukuis "Tokyo. Schwarzer Sommer" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Werner Bartens (SZ) und Andreas Platthaus (FAZ) spazieren mit FlorianIllies über die Berliner Pfaueninsel, wo der Autor sein neues Buch vorgestellt hat, "Träume aus Feuer", eine romanartige Geschichte des Alchemisten JohannesKunckel, der auf dieser Insel im 17. Jahrhundert Glas-Experimente durchführte. "'Er hat am Leuchten seiner Zeit gearbeitet', sagt Illies über Kunckel, den er entdeckte, als er - neu in Berlin - 'auf der Suche nach Magie und Schönheit' war", berichtet Bartens. Heiko Zwirner porträtiert für die WamS die Schriftstellerin PeggyMädler, die in ihrem neuen Roman "Selbstregulierung des Herzens" von ComputerfreaksinderDDR erzählt. Lena Bopp (FAZ) und Rico Bandle (NZZ) berichten von der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises an die Schriftstellerin YasminaReza. Die FAS dokumentiert dazu ChristianBerkels Laudatio auf Reza. In "Bilder und Zeiten" der FAZ gratuliert Gerd Heidenreich der LyrikerinDagmarNick zum hundertsten Geburtstag. Im "Literarischen Leben" der FAZ erinnert Tilman Spreckelsen an den KinderbuchautorJamesKrüss, der vor hundert Jahren geboren wurde. Marc Zitzmann erzählt in "Bilder und Zeiten" von seiner Reise nach Frankreich, wo er dem Schriftsteller JeandelaFontaine gewidmete Erinnerungsorte besuchte. Außerdem bringt "Bilder und Zeiten" mit "Schmulik" eine Erzählung von OlgaMartynova.
Besprochen werden unter anderem HeikeGeißlers "Michaela Kohlhaas" (taz), AntonioScuratis "M - Das Ende und der Anfang" (taz), Tobi Dahmens und AkramAlSauds Comic "Al-Fazia' - Das Grauen" (taz), TheodorLessings "Natur und Ethik. Kleine Schriften 1924" (taz), IanKumekawas "Beliebige Fracht" (taz), JamesKrüss' "Die Haiteks oder Was kostet die Welt" (FR), MartinPiekars "Vom Fällen eines Stammbaums" (FAS), PetraMorsbachs "Orion" (FAZ) und RobertSeethalers "Die Straße" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der "Frankfurter Anthologie" schreibt Stephan Opitz über H. C. Artmanns "wo land und leut in eintracht hausen":
"wo land und leut in eintracht hausen, hält auch der tiger fried und heim, im wald ertönt nur holdes brausen ..."
Besprochen werden unter anderem SimonMasons Kriminalroman "Das kalte Herz von Oxford" (FR), HeikeGeißlers "Michaela Kohlhaas" (NZZ) und Peter E. Gordons Biografie über WalterBenjamin (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.