Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Literatur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.12.2017 - Literatur

In der taz gratuliert Stephan Wackwitz dem verehrungswürdigen  Schriftsteller Giwi Margwelaschwili zum neunzigsten Geburtstag: "Seine sehr dezidierten Urteile über die politischen Verhältnisse Georgiens und über die Zeitgeschichte allgemein sind in einer Weise und einer Plausibilität aus philosophischen Einsichten abgeleitet, wie ich es bis zu meinen Gesprächen mit ihm niemals gehört habe. So zum Beispiel seine Unterscheidung des Kapitalismus als einer ontologischen Sphäre vom Kommunismus/Sozialismus als einer logischen. So etwas äußert er in dem coolen Ton eines Manns, der über gewisse Dinge ein Leben lang erfolgreich nachgedacht hat. Man kann die Schneisen, die er im Plauderton solcherart in die Diskurse der Gegenwart legt, eigentlich nie vergessen und seine Unterscheidungen gehen unbemerkt und wie selbstverständlich in das eigene Denken ein."

Für die Welt unterhält sich Matthias Heine mit dem Linguisten Herbert Genzmer über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutschen Sprache. Um deren Fortbestand macht sich Genzmer im übrigen keine Sorgen, auch wenn dies manche Zeitgenossen anders sehen: "Die einen schätzen eben die korrekte deutsche Sprache - was das ist, lasse ich hier mal dahingestellt - und die anderen scheren sich nicht drum oder provozieren bewusst den Übergriff: 'Fack ju Göhte', Orthografieverzerrung. Daraus wird sich meiner Meinung nach eine Synthese bilden - so wie irgendwann einmal die Dialekte in einer Hochsprache zusammengeführt wurden -, die dann weitergehen wird."

Außerdem: Roman Bucheli blättert für die NZZ in Robert Musils Tagebuchnotizen, in denen sich der Schriftsteller auf die Suche nach dem eigenen Stil begibt.

Besprochen werden John Burnsides "Ashland & Vine" (NZZ), Jean Echenoz' "Unsere Frau in Pjöngjang" (Standard), Ángel Santiestebans Erzählband "Wölfe in der Nacht" (taz) sowie Katharine Norburys "Die Fischtreppe" (SZ). Und im Perlentaucher räumt Arno Widmann wieder zahlreiche Bücher vom Nachttisch.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.12.2017 - Literatur

Für das Zeitmagazin unterhält sich Louis Lewitan mit Zadie Smith.

Besprochen werden Marie Luise Knotts "Dazwischenzeiten: 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne" (Freitag), Ina Hartwigs Biografie über Ingeborg Bachmann (Freitag), Manja Präkels' "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" (SZ), die nunmehr abgeschlossene deutsche Ausgabe von J.J. Voskuils Romanzyklus "Das Büro" (FR), Nell Leyshons "Die Farbe von Milch" (FR), Viet Thanh Nguyens "Der Sympathisant" (Tagesspiegel) und neue Bände aus Frédéric Pajaks "Ungewisses Manifest" (online nachgereicht von der NZZ).

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.12.2017 - Literatur

Kazuo Ishiguros am 7. Dezember gehaltene Nobelpreisrede findet in den Feuilletons kaum statt. Nicolas Freund hat für die SZ immerhin eine kursorische Zusammenfassung geliefert: Demnach hat der Nobelpreisträger daran erinnert, "dass er nicht nur ein Romanautor ist und sein Literaturbegriff ein offener ist. ... Literatur existiert und entsteht für Ishiguro nicht in und aus sich selbst." Hier die Rede in voller Länge:



Weiteres: Katharina Borchardt unterhält sich in der taz mit Lize Spit über deren Debütroman "Und es schmilzt", der von einer düsteren Jugend in einem belgischen Dorf erzählt. Für das Literatur-Feature auf Deutschlandfunk Kultur blättert Michael Reitz durch jüngere deutsche Romane, die vom Verschwinden handeln. Die Literaturwissenschaftlerin Susanne Klingenstein berichtet im literarischen Wochenend-Essay der FAZ von ihrer ersten Lektüre von Boris Pasternaks "Doktor Schiwago". Die SZ dokumentiert Teresa Präauers Dankesrede zum Erich-Fried-Preis. Denis Scheck ergänzt seinen Welt-Literaturkanon um Oscar Wildes "De Profundis". Wieland Freund (Welt) und Jörg Häntzschel (SZ) schreiben zum Tod des Schriftstellers William Gass.

Besprochen werden David Albaharis "Das Tierreich" (Tell) und Andreas Pflügers Thriller "Niemals" (Welt). Die NZZ bringt außerdem eine Buchbeilage. Darin besprochen werden unter anderem Christian Hallers "Das unaufhaltsame Fließen"Jhumpa Lahiris "Mit anderen Worten", Léon Werths "Als die Zeit stillstand. Tagebuch 1940-1944" und William Saroyans "Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich".

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.12.2017 - Literatur

Felix Philipp Ingold trauert in der NZZ jenen Zeiten hinterher, als der Autor noch eine "Wirkung des Werks" war und von Strukturalisten für tot erklärt wurde. Heute hingegen herrscht der Schmus des Authentischen, der Offenlegung und der Beichte vor: Wer derlei schreibt, meint Ingold, "bringt sich in jedem Fall selbst ins Spiel, will als Person und nicht bloß als impliziter Verfasser des Werks ernst genommen werden. Um dies zu unterstreichen, suchen heutige Literaten gern die Öffentlichkeit, geben Interviews, lassen Homestorys publizieren, nehmen an Talkshows teil, absolvieren ausgedehnte Lesereisen, um 'hautnah' an ihr Publikum heranzukommen und ihr Werk persönlich zu beglaubigen. Human touch geht über literarische Qualität. Über Alkoholismus, Depression und anderes Ungemach lässt sich verständlicherweise leichter und überdies mit ergiebigerem Praxisbezug diskutieren als über formale Fragen der Erzähl- oder Dichtkunst."

Außerdem: Willi Winkler bringt in der SZ historische Hintergründe zu dem bislang unbekannt gewesenen Brief Heinrich Bölls an Horst Mahler, den der Schriftsteller im Mai 1972 an den damals inhaftierten RAF-Terroristen geschrieben hatte und der in der aktuellen Ausgabe der Zeit präsentiert wird (dem vorausgegangen war im Spiegel ein Aufruf Bölls an die RAF, die Waffen zu strecken - hier steht der Text von damals online). Im Freitag antizipiert Katharina Schmitz die Rezeption von Joachim Meyerhoffs "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" durch die heutige Ausgabe des Literarischen Quartetts, dem diesmal Thomas Gottschalk als Gast beiwohnen wird. Für den Tagesspiegel besucht Nadine Lange den einzigen Comicbuchlachen in Sarajevo. Hartwig Isernhagen schreibt in der NZZ einen Nachruf auf den Schriftsteller William Gass.

Besprochen werden Christoph Meckels Gedichtband "Kein Anfang und kein Ende" (NZZ), Ferdinand Sauters "Durchgefühlt und ausgesagt. Ausgewählte Werke" (Standard), Ulrich Kochs Gedichtsband "Selbst in hoher Auflösung" (Tagesspiegel), Edward St Aubyns "Dunbar und seine Töchter" (Welt), Volker Weidermanns "Träumer" (Zeit) und Karin Wielands "Das Geschlecht der Serie" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.12.2017 - Literatur

Die Zeit publiziert erstmals einen Brief Heinrich Bölls von 1972 an den RAF-Mitbegründer Horst Mahler, in dem er Gewalttaten eindeutig ablehnt. Denis Scheck ergänzt seinen Welt-Literaturkanon um Kleists "Michael Kohlhaas". Dirk Pilz gratuliert Peter Handke in der FR zum (gestrigen) Fünfundsiebzigsten. Gunnar Cynybulk schreibt im Freitag einen Nachruf auf den Verleger Elmar Faber. Besprochen wird unter anderem die Werkausgabe Irmgard Keum (FAZ).

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 06.12.2017 - Literatur

Das hatten wir übersehen: Bereits vor einigen Tagen schrieb Ann Cotten im Freitext-Blog auf ZeitOnline ausführlich über ihre Eindrücke in China: Der Aufenthalt dort war "wie aufzuwachen aus der Kindheit oder aus einem mit skandinavischen Möbeln möblierten Traum. Hier sind Erwachsene. Sie gehen, links, rechts von mir, ihren Gewerben nach, waschen Sachen im Abfluss, führen Pudel spazieren. Sie sprechen ohne die Stützräder der kindlichen europäischen Moralmärchen - so klingen für mich die Melodien der Sprechakte."

Weiteres: "Wie kein an­de­rer verkörperte er die In­sti­tu­ti­on des fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers", schreibt Jürg Altwegg in der FAZ über den 92-jährig verstorbenen Jean d'Ormesson. Die SZ bringt einen knappen Nachruf von Joseph Hanimann.

Besprochen werden Aharon Appelfelds "Meine Eltern" (FR), Geoff Dyers "White Sands" (Tagesspiegel), Andreas Steinhöfels Kinderbuch "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" (NZZ), Arturo Pérez-Revertes "Der Preis, den man zahlt" (SZ) und Ismail Kadares "Die Verbannte" (FAZ). Die NZZ empfiehlt Kinder- und Jugendbücher für den Gabentisch.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.12.2017 - Literatur

Elmar Faber war "der bedeutendste Verleger der DDR", schreibt Marc Reichwein im Nachruf in der Welt. Es gab "Zeiten, in denen Faber auf Augenhöhe mit Siegfried Unseld verkehrte. Was Unseld und Suhrkamp für den Westen waren, wollte Faber (und konnte er in Teilen) für den Osten sein." Andreas Platthaus würdigt den früheren Aufbau-Leiter in der FAZ als "eine der prägendsten Verlegerpersönlichkeiten der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur". Und Burkhard Müller erklärt in der SZ: "Ein Verleger in der DDR hatte es leichter und schwerer zugleich als seine Kollegen im Westen. Schwerer, weil er immer kämpfen musste, um Papier für seine Bücher und eine Druckerlaubnis von der Partei zu bekommen; aber leichter eben auch, weil er nicht gnadenlos die Rendite zu steigern hatte und weil in einem Land, in dem niemand der Zeitung und dem Fernsehen Glauben schenkte (...), unter allen Medien allein das Buch Vertrauen genoss."

Nicht ganz zufrieden ist Tagesspiegel-Kritiker Gregor Dotzauer mit dem E.T.A. Hoffmann Portal, das die Staatsbibliothek Berlin eingerichtet hat: "Seiner äußeren Aufgeräumtheit zum Trotz ist es ein Verhau, der weder den Ansprüchen von Wissenschaftlern noch denen von Lesern gerecht wird. Die einen müssen ohne Volltextsuche leben, die anderen mit Werkausgaben in Frakturschrift, die sich nicht einmal herunterladen lassen."

Weiteres: In Deutschland ist er so gut wie unbekannt, in Frankreich war er ein Fürst des Literaturbetriebs: Jean d'Ormesson ist im Alter von 92 Jahren gestorben, meldet Le Monde im Aufmacher seiner Website. Für den Tagesspiegel liest Gregor Dotzauer Veröffentlichungen zu Peter Handkes 75. Geburtstag. Klaus Bartels erklärt in der NZZ die Ursprünge des Worts "Debakel". Deutschlandfunk Kultur bringt eine Hörspielbearbeitung von Victor Klemperers "LTI - Notizbuch eines Philologen".

Besprochen werden Luca Berlins Erzählband "Was wirst du tun, wenn du gehst" (SZ), Tanguy Viels "Selbstjustiz" (SZ), Katharina Greves ursprünglich fürs Web konzipierter Comic "Das Hochhaus" (Tagesspiegel), Annette Mingels' "Was alles war" (Tagesspiegel), Marius Daniel Popescus "Die Farben der Schwalbe" (NZZ), Peter Mathews Biografie über Harro Harring (FR), Frans Eemil Sillanpääs "Jung entschlafen" (Welt), Ross Macdonalds Thriller "Unterwegs im Leichenwagen" (Welt) und Linda Nowaks "Zeitanhalter" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 04.12.2017 - Literatur

Wie lebt es sich eigentlich so als Tochter eines gefeierten Schriftstellers? Für den Standard hat sich Manfred Rebhandl diesbezüglich bei der Künstlerin Amina Handke erkundigt, die mit der Lektüre der Bücher ihres berühmten Vaters Peter kaum nachkommt. Beim Gespräch dämmert ihr es, welchen Einfluss auf sein äußeres Erscheinungsbild sie gehabt haben könnte: "Er hat mich nach der Schule immer abgeholt, dann sind wir meistens essen gegangen, Chinesisch. Und einkaufen? Hosen? Ja, doch, da hat er mich nach meiner Meinung gefragt. Vielleicht war er deswegen oft so komisch bunt angezogen, fällt mir jetzt ein, vielleicht habe ich ihm das aufgeschwatzt? Ich kann mich erinnern, dass er manchmal gefragt hat: 'Passt die Hose zu dem Hemd?' Und ich habe halt gerne Farben gehabt als Kind, und mir war nicht bewusst, dass das halt vielleicht für Männer ... na ja, aber da war ich vielleicht vier Jahre alt."

Weiteres: Arno Widmann berichtet in der FR von einer von Frank Walter Steinmeier ausgerichteten, wenig ergiebigen Diskussion zwischen Daniel Kehlmann, Eva Menasse und Salman Rushdie über die "Freiheit des Denkens": "Es fehlte die Reflexion - das Nachdenken über die eigene Rolle im Weltgeschehen. Aber beginnt nicht da erst 'Die Freiheit des Denkens in unruhigen Zeiten'?" Wolfgang Hörner berichtet in der FAZ von einem Archivfund eines frühen Bewerbungsschreibens des Schriftstellers Laurence Sterne. In der FAZ gratuliert Andreas Platthaus der Schriftstellerin Ursula Krechel zum 60. Geburtstag. Der Bayerische Rundfunk lässt aus Salman Rushdies aktuellem Roman "Golden House" lesen.

Besprochen werden Ina Hartwigs Biografie über Ingeborg Bachmann (Zeit), der Briefwechsel zwischen Vladimir Nabokov und seiner Frau Véra Slonim (Tagesspiegel), Peter Handkes "Die Obstdiebin" (Standard), Alain Claude Sulzers "Die Jugend ist ein fremdes Land" (Zeit), Peter Keglevics "Ich war Hitlers Trauzeuge" (Tagesspiegel) und Matthew Heiners "Alles über Heather" (FR).

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.12.2017 - Literatur

In ihrem literarischen Debüt "Desorientale" über eine Familiengeschichte im Spiegel der Geschichte des Iran rechnet Négar Djavadi mit ihrer Heimat ab, aus der sie nach der Revolution 1979 fliehen musste. Das hat auch damit zu tun, in welche Rolle sie im Westen selbst von Wohlwollenden gesteckt wurde, erzählt sie Elise Graton im taz-Gespräch: Sie wollte "darstellen, wie das Land im Laufe des 20. Jahrhunderts vom Feudalismus über die Modernität bis in ein islamisches Regime überging. In Paris musste ich mir oft anhören: Ach, du bist Iranerin, fällt es dir nicht schwer, kein Kopftuch mehr zu tragen? Paradox, aber wahr: Man flüchtet vor einem Regime und wird dann zu dessen Repräsentantin. Ständig musste ich mich rechtfertigen und erklären. Mit dem Buch habe ich es ein für allemal getan."

Für die NZZ besucht Roman Bucheli Schriftsteller Paul Nizon in Paris. Unter anderem geht es bei dem Gespräch auch um seine Zeit als Kunstkritiker bei der NZZ: "Erst jetzt sehe er, wie enorm viel er damals geschrieben habe. Im Rückblick glaube er ja manchmal, sie hätten damals nur gesoffen. Aber zugleich hätten sie auch wie besessen gearbeitet. Vom Arzt habe er, so gestand er bei anderer Gelegenheit, Amphetamine erhalten, um diesen verrückten Lebensstil durchzuhalten. 'Es war eine wahnsinnige Lebensgier in mir.' Das sagt er nun im Dämmerlicht." Eine Auswahl der damals entstandenen Texte erscheint im übrigen demnächst bei Suhrkamp.

Weiteres: Ein sehr schönes, angenehm lustvolles taz-Gespräch hat Katja Kullmann mit den Schriftstellerinnen Simone Meier und Patricia Hempel über lesbische Sexualität, deren literarische Darstellung und den Kontrast zur Hetero-Beziehung geführt. Die FAZ hat Verena Luekens Bericht von ihrem Besuch an James Baldwins Grab online nachgereicht. Frank Walter Steinmeier diskutierte mit Daniel Kehlmann, Eva Menasse und Salman Rushdie, berichtet Andreas Fanizadeh in der taz. Schriftstellerin Gila Lustiger wähnt sich auf der Suche nach dem Gemüsemarkt von Marxloh bald in Istanbul, wie sie im literarischen Wochenendessay der FAZ berichtet. Roman Bucheli schreibt in der NZZ zum Tod der Schriftstellerin Verena Stefan.

Besprochen werden Marie Luise Knotts "Dazwischenzeiten. 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne" (Tagesspiegel), Joachim Meyerhoffs "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" (taz), Thomas Kunsts Gedichtband "Kolonien und Manschettenknöpfe" (NZZ), Daniel Kehlmanns "Tyll" (Freitag), Dorothy Bakers "Ich mag mich irren, aber ich finde dich fabelhaft" (NZZ), Durs Grünbeins Lyrikband "Zündkerzen" (ZeitOnline), der Gesprächsband "Das Leben wortwörtlich" von Martin Walser und Jakob Augstein (Standard, FAZ), Joanne K. Rowlings "Was wichtig ist" (FR), Thomas von Steinaeckers und Barbara Yelins Comic "Der Sommer ihres Lebens" (taz) sowie Attila Bartis' "Das Ende" (SZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 01.12.2017 - Literatur

Verena Stefan, Autorin des feministischen Bestsellers "Häutungen" aus dem Jahr 1975 - ein Buch, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte -, ist im Alter von siebzig Jahren in Montreal gestorben, schreibt Monika Mengel in der taz. In Montreal lebte sie seit 1999. Nach "Häutungen" publizierte sie weitere Bücher, unter anderem über ihren Großvater, der illegal Abtreibungen durchgeführt hatte. "Mit ihrem Tod scheint sich ein Kreis zu schließen. Denn heute stehen Frauen wieder vor dem Dilemma, nicht über ihren eigenen Körper bestimmen zu sollen, wie die Bekenntnisse unter dem Hashtag #MeToo, vor allem aber auch der Prozess gegen die Ärztin Kristina Hänel zeigen. Hänel wurde verurteilt, weil sie publik machte, dass sie Abtreibungen vornimmt."

Weitere Artikel: Erst seit sie die Ukraine hinter sich gelassen hat, pflegt sie Ukrainia in ihrem Alltag, erklärt die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk im Freitext-Blog auf ZeitOnline. Im Schloss Bellevue diskutierte Frank Walter Steinmeier mit Daniel Kehlmann, Eva Menasse und Salman Rushdie, berichtet Felix Stephan in der Welt. Für die FAZ besucht Verena Lueken James Baldwins Grab - dazu stellt die FAZ einen Essay des Schriftstellers und Aktivisten, dessen Originalversion hier online zu finden ist.

Besprochen werden Julia Rothenburgs Debüt "Koslik ist krank" (FR), Antanas Skemas ursprünglich 1958 veröffentlichter Roman "Das weiße Leintuch" (NZZ) und Marc-Antoine Mathieus Comic "Otto" (SZ).
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