Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Kunst, Ausstellungen, Architektur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.08.2018 - Kunst

Bild: Oliver Herring. Wade 1, 2006. Digitale C-Prints, Polystyrol, Museum Board. © Oliver Herring
Fasziniert berichtet Tobias Krone im Dlf-Kultur von der heute in der Münchner Hypo-Kunsthalle startenden Ausstellung "Lust der Täuschung", die sich optischen Täuschungen von der Antike bis zur Virtual Reality widmet - etwa der Kopie: "Politisch relevant wird das Prinzip Copy and Paste beim Gegenwartskünstler Philipp Messner. Der Südtiroler spazierte 2014 durch den Münchner Hauptbahnhof und trug dabei eine 3-D-Maske seines eigenen Gesichts. Der Clou: Überwachungskameras können noch nicht unterscheiden zwischen Maske und echtem Gesicht. Theoretisch hätte sich Messner also auch die Maske eines Freundes ausdrucken können."

Weitere Artikel: In der FAZ stellt Bettina Wohlfahrt die von der französischen Kuratorin Corinne Morineau gegründete Vereinigung aware vor, die in Form einer Datenbank zu wenig beachtetete Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts in die Kunstgeschichte hineinschreibt. Besprochen werden die Ausstellung"Mensch! Skulptur" im Kunstforum im Alten Rathaus, Ingelheim (FAZ) und Hanno Rauterbergs Essay "Wie frei ist die Kunst?" (monopol-magazin)
Stichwörter: Virtual Reality

Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.08.2018 - Kunst

Vanessa Winship: Ohne Titel. Aus der Serie "Humber". Copyright Vanessa Winship.

Zwei Qualitäten bestechen an der Arbeit Vanessa Winships, schreibt Peter Truschner in einem "Fotolot" für den Perlentaucher: "ihr poetischer Zugang zum dokumentarischen Narrativ, der bewirkt, dass eine Gruppe von Menschen, die mit leeren Eimern um Wasser anstehen, aussieht wie auf einem Bild von Caravaggio; sowie ihre Fähigkeit, am Rand des Ewiggleichen das Unverwechselbare aufzuspüren, das aus dem Vertreter einer Spezies ein Individuum macht." Die Fotografin hat gerae eine Retrospektive im Londoner Barbican Centre.

Laure Prouvost, We will feed you, 2018. Palais de Tokyo


Nikita Dmitriev, Assistenz-Kurator im Pariser Musée d'Art Moderne empfiehlt im Port Magazine wärmstens eine Ausstellung der französischen Künstlerin und Turnerpreis-Gewinnerin Laure Prouvost im Palais de Tokyo. Sie hat viel mit Hieronymus Bosch gemeinsam, schreibt er: "Die Künstler teilen viele Motive: Labyrinthe, Insekten und Arthropoden, Tiere außerhalb ihrer natürlichen Umgebung, Stillen, Kastration, Kopulation. Und es ist nicht nur die Bildsprache oder die institutionelle Position, sondern auch das intuitive Weltbild, der 'apokalyptische Glamour des verdichteten Lebens', wie es Prouvost selbst definiert, das sie mit Bosch verbindet. Die Natur - als eine titanische vereinte Masse von mineralischen und biologischen Einheiten, die die Menschen unterdrücken - ist das Hauptthema. Es ist eine Natur, die belebt, grausam und libidinös ist; sie ist zerstörerisch, mit einer gewalttätigen Erotik, Vergnügen und Leid gehen Hand in Hand; es ist eine aufgeheizte Natur, ein Tier mit tausend Gesichtern und tausend Füßen, das von Blut, Milch und Sperma überfließt; Medusa, verführerisch, demütigend und mordend."

Besprochen werden eine Werkschau des Malers Sebastian Isepp im Museum des Nötscher Kreises im österreichischen Nötsch (Standard) sowie zwei temporäre Kunstprojekte in Parks und Wäldern des Tessin (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.08.2018 - Kunst

Das freie Spiel wird in der Kunst immer seltener. Viel öfter will sie moralisch belehren oder blind amüsieren, bedauert Gabriele Detterer in der NZZ: "Vergegenwärtigt man sich, dass spielerisches Tun seit Urzeiten als Triebfeder von Kulturschöpfung und zivilisatorischer Entwicklung wirksam war, dann offenbart gerade verspielt-spielerische Kunst einen Einblick in ein Kulturverständnis, das sich radikal im Umbruch befindet. Haben also Kunstschaffende, die sich im 'Sandburgenbau' verlieren und das Publikum weder belehren noch unterhalten noch in eine bestimmte Haltung hineindirigieren wollen, bald ausgedient? Noch experimentieren sie mit Formen, Farben, Materialien, Licht und Raum und schaffen außeralltäglich Phantastisches, das die Besucher zu eigenen originellen Ideen anregt. Let's play!"

Ursula Schulz-Dornburg, Gyumi - Erevan (aus der Serie: Transit Orte, Armenien), 2004. Städel Museum. © Ursula Schulz-Dornburg


Jahrelang reiste die Fotografin Ursula Schulz-Dornburg durch die Welt und fotografierte Menschen an Bushaltestellen. Eine Ausstellung dieser Fotos ist jetzt im Frankfurter Städel Museum zu sehen und Freitag-Kritikerin Anika Meier empfiehlt jedem, sich das anzusehen: "Viele Stühle stehen herum. Sie laden ein, Platz zu nehmen, und signalisieren, dass die Arbeiten diese Zeit brauchen. Und so sitzt und steht man den sitzenden und stehenden Menschen an den Bushaltestellen in Armenien gegenüber. Die Fotos sind zwischen 1997 und 2011 zufällig entstanden, als Schulz-Dornburg nach der Auflösung der Sowjetunion dort war, um Klöster zu fotografieren. Plötzlich waren da vor ihr im Nirgendwo diese Haltestellen, marode, aus der Zeit gefallene Gebilde. Menschen, meist Frauen, warten, schick gekleidet, zurechtgemacht, als würden sie die große Reise in eine bessere Zukunft antreten und alles Zerfallende und Bröckelnde hinter sich lassen wollen."

Weiteres: Rolf Brockschmidt besucht für den Tagesspiegel das Kunstmuseum Voorlinden bei Den Haag. Besprochen werden außerdem eine Ausstellung mit "magischem Realismus" von Dix, Grosz, Mammen u.a. in der Tate Modern (Standard) und eine Ausstellung der Sammlung Bernard Arnaults in der Pariser Fondation Louis Vuitton (Tagesspiegel).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 15.08.2018 - Kunst

Asger Jorn: Gofs-Lygybri, 1943. Bild: Canica Art Collection / KODE - Art Museum of Bergen, Norwegen

Kann eine radikal linke Haltung mit einem Faible für nordische Fabelwesen zusammengehen? Und wie!, lernt Radek Krolczyk in der großen Werkschau des dänischen Künstlers Asger Jorn in den Hamburger Deichtorhallen. 1960 hatte die situationistische Künstlerin Michèle Bernstein die Parole ausgegeben: "Monster aller Planeten vereinigt euch!", und Jorn gründete 1961 das "Skandinavische Institut für vergleichenden Vandalismus": "Das war schon ernst gemeint: Gemeinsam mit verschiedenen Wissenschaftlern sollten 10.000 Jahre Volkskunst nachvollziehbar gemacht werden. In Jorns Werken sind mythische Gestalten, wie sie etwa in der skandinavischen Kultur vorkommen, zentral. Werner Haftmann schrieb 1961 in einem Aufsatz über Jorn, dass der skandinavischen Mythologie alles Heroische und Idealistische fremd sei - ganz anders, als es bei den Germanen der Fall war. Anstelle der Behauptung von festen Größen trete hier die Einbildung."


Marisa Merz, Ohne Titel. Foto: Museum der Moderne, Salzburg

Es gab auch Frauen in der Arte Povera! Das Salzburger Museum übernimmt aus New York die große Retrospektive "Der Himmel ist ein weiter Raum" der Künstlerin Marisa Merz, und in der FAZ ist Alexandra Wach einfach hingerissen von den Arbeiten: "Willig folgt man ihren Vermessungen von Material und Raum und wundert sich über den in alle Dimensionen hin offenen Erfindungsreichtum. Merz braucht nicht mehr als schlichte Eisennägel, Salzwasser, Spiegel oder Klebeband, um wundersame Dinge zu schaffen. Selbst stumme Musik kommt zur Anwendung, wenn man lange genug die Ohren spitzt."

Besprochen werden außerdem eine Ausstellung alter chinesischer Tuschemalereien im Liechtensteinisches Landesmuseum in Vaduz (NZZ) und die Schau "Heads Roll" in der Graves Gallery in Sheffield (Guardian).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 14.08.2018 - Kunst

taz-Kritiker Ingo Arend besucht die Globale Akademie der Salzburger Sommerschule.

Besprochen werden eine Ausstellung der Künstlerin Anna Boghiguian im Salzburger Museums der Moderne, die Handels, auf Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung auf verschiedenen Ebenen miteinandern verwebt (Standard), eine Schau der Malerin Charline von Heyls in den Hamburger Deichtorhallen (Welt) und eine Ausstellung des Malers Manfred Henkel in der Guardini Galerie (Tagesspiegel).
Stichwörter: Kolonialismus

Efeu - Die Kulturrundschau vom 13.08.2018 - Kunst

Auf nach Ingelheim!, ruft Arno Widmann in der FR. Dort zeigt das Kunstforum die Ausstellung "Mensch! Skulptur" mit Werken von Plastiken von Rodin und Degas, von Picasso und Giacometti: "Wer sich für Kunst und nun gar für Skulpturen interessiert, der wird viele davon kennen. Aber neun von Degas' Tänzerinnen auf einen Streich?"

Besprochen werden die Retrospektiven zu Josef Albers in der Villa Hügel in Essen und zu Anni Albers in der Kunstsammlung NRW (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.08.2018 - Kunst

Maarten Vanden Eynde, Pinpointing Progress, 2018 (Installationsansicht). Courtesy of the artist and Meessen De Clercq Gallery, Brussels. Photo Andrejs Strokins


Ingo Arend besucht für die taz die zweite, von der Kunsthistorikerin Agnija Mirgorodskaja initiierte Biennale in Riga. Dass das Geld von Mirgorodskajas millionenschwerem Vater kommt, einem Fischwarenunternehmer aus St. Petersburg, verzeiht er gern angesichts der guten Arbeit von Kuratorin Katerina Gregos, deren Thema in diesem Jahr Transformationsprozesse sind: So "steht im alten Industriehafen Rigas Maarten Vanden Eyndes Skulptur 'Pinpointing Progress'. Der niederländische Künstler hat einen Bus, ein Auto, ein Moped, ein Fahrrad, einen Computer, ein Radio, ein Telefon, eine Kamera und einen Transistor auf einer überdimensionalen Nadel so aufgespießt, dass sie aussehen wie die Stadtmusikanten aus Rigas Partnerstadt Bremen. Eine Stufenleiter der technologischen Evolution, bei der alles immer kleiner wird. Und James Becketts Skulptur 'Palace Ruin' im Park neben der alten Biologischen Fakultät, eine Nachbildung der schwarzen, rauchenden Ruine des 1929 in Flammen aufgegangenen Amsterdamer Glaspalasts, wirkt wie ein Memorial der plötzlichen, unerwarteten Existenzvernichtung."

Anna Boghiguian, A Play to Play, 2013, Installationsansicht im Museum der Moderne Salzburg, 2018, Foto: Rainer Iglar
Im Standard stellt Anne Kathrin Fessler die 72-jährige Künstlerin Anna Boghiguian vor, die sich mit Ökonomie, Kolonialismus, Migration und dem globalen Handel beschäftigt und gerade eine Schau im Salzburger Museum der Moderne hat: "Als 'begehbares Buch' beschreibt Breitwieser die Installation 'Die Salzhändler' (ursprünglich für die Istanbul-Biennale 2015 entstanden). Passend für eine Künstlerin wie Anna Boghiguian, die als stetig Reisende in einer produktiven Diaspora lebend, ihre Ideen vielfach in Künstlerbüchern entwickelt. Es ist eher eine Form von atmosphärischem Lesen, ein poetisch-literarisches Begreifen der Spuren und teils hieroglyphisch notierten Worte und ihrer durchaus rohen wie auch naiven malerischen Bildsprache. All das versucht in diesem leider schlussendlich doch narrationsarm geratenen Denkraum auf die politische, mit dem 'weißen Gold' verknüpfte Historie zu verweisen: auf die Anfänge des Handels, auf Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung."

Besprochen werden die Ausstellung "Hot Sun, Late Sun. Untamed Modernism" in der Fondation Vincent van Gogh in Arles (FAZ) und eine Fotoausstellung aus Thessaloniki, mit der die Europäischen Kulturtage im Museum Europäischer Kulturen in Berlin eröffnet werden (Tagesspiegel, FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.08.2018 - Kunst

Body Code Animation: 'Visualising the code of life', Drew Berry, The Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research. © E.O.Wilson Biodiversity Foundation


Viel zu optimistisch ist NZZ-Kritiker Oliver Herwig die Ausstellung "The future starts here" im Victoria and Albert Museum in London. Statt einer grundsätzlichen Kritik an der Moderne findet er hier Objekte, die Probleme flexibel und gemeinschaftlich im kleinen Rahmen angehen: "Da sind gelungene Crowdfunding-Aktionen wie die gelbe Fußgängerbrücke Luchtsingel in Rotterdam, die nun dank der Investition Hunderter Bürger Gleise und Straßen überspannt und ehemals getrennte Stadtteile wieder zusammenfügt. Daneben stehen autonome Fahrzeuge sowie ein Modell für ein überkonfessionelles Gotteshaus in Berlin. Die eindrucksvollen Initiativen belegen das, was Soziologen die neue 'Wir-Kultur' nennen. Weil sich der Staat aus vielen Bereichen zurückzieht oder einfach zu lange plant, übernehmen Graswurzel-Bewegungen die Verantwortung für das Wohlergehen der Gesellschaft. Pragmatismus von unten hat, jedenfalls wenn man dem Victoria and Albert Museum glaubt, Zukunft, gewürzt mit dem Gefühl, dass hier wirklich etwas für die Gemeinschaft bewegt wird".

In der SZ berichtet Catrin Lorch über die neuesten Wendungen im Kassler Streit um den Obelisken des Künstlers Olu Oguibe: Während die einen den Obelisken an seinem jetzigen Platz auf Dauer ablehnen, andere das mit Hitlers Säuberungspolitik vergleichen und die Stadt einen Kompromiss bzw. einen neuen Standort sucht, hat sich Oguibe "im Streit um den Ankauf kaum zu Wort gemeldet, vielleicht auch, weil er als ehemaliger Aktivist gelernt hat, seine Interessen Zug um Zug voranzubringen. 'Man muss solche Situationen angehen wie ein Schachspiel", sagt er: "Vieles ist möglich, wenn man alle Figuren im Blick hat.'"

Besprochen werden eine Ausstellung mit Hofkultur und Hofkunst unter den Kurfürsten von Sachsen im Palast der Großfürsten in Vilnius (FAZ) sowie die Installation "Farbdialog" mit der das Corbusierhaus im Berliner Westend seinen Sechigsten feiert (Tagesspiegel).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.08.2018 - Kunst

Peter Iden besucht für die FR den neuen Anbau der Mannheimer Kunsthalle, der mit einer Schau der Lichtkästen Jeff Walls eröffnet. In der Welt stellt Dirk Schümer den spätromantischen Maler Léon Frédéric vor, dem das Musée Gustave Courbet im französischen Ornans derzeit eine Ausstellung widmet.

Besprochen werden die Ausstellung "Gerhard Richter. Abstraktion" im Potsdamer Museum Barberini (taz), die Ausstellung "Street. Life. Photography" in den Hamburger Deichtorhallen (die für FAZ-Kritiker Freddy Langer von einer "befremdenden Beliebigkeit" zeugt) und eine Ausstellung des Videokünstlers Pierre-Philippe Hofmann im Schweizerischen Architekturmuseum in Basel (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.08.2018 - Kunst

talisman in the age of difference. Ausstellungsansicht. Stephen Frioedman Gallery


Nichts läuft auf dem Kunstmarkt gerade so gut wie Arbeiten schwarzer Künstler, stellt Marcus Woellner in der Welt fest. Gerade zeigte die Stephen Friedman Gallery etwa die Schau "Talisman in the Age of Difference". Aber gibt es überhaupt Blackness in der Kunst? Was verbindet den Nigerianer Yinka Shonibare mit dem Südafrikaner Kemang Wa Lehulere, mit Kudzanai-Violet Hwami aus Simbabwe oder dem poppigen Kalifornier  Kehinde Wiley? Woellner lässt es sich noch einmal von Kerry James Marshall erklären: "Gibt es also doch eine 'schwarze Kunst', eine 'afrikanische Kunst', eine Kunst, die sich über Kontinente hinweg auf ein gemeinschaftlich Identität stiftendes Konzept berufen kann? Blackness, so Marshall, sei nicht nur als politische Realität der schwarzen Bevölkerung zu verstehen, die Jahrzehnte und Jahrhunderte der Unterordnung erlebt hat, sondern vor allem als kritische Position. 'Es ist ein Korrektiv gegen die negative Dialektik, die der Bedeutung, was es heißt schwarz zu sein, auferlegt wurde: nämlich wild, primitiv, unschön, verarmt, unterwürfig, ungebildet. Blackness funktioniert heute als ein Mittel, die Legitimität solcher Zuschreibungen völlig auszuhöhlen.'"

Besprochen werden eine Schau der tollen Bilder des Fotografen Neil Kenlock im Black Cultural Archive in London (Guardian), die Ausstellung "Magic Realism" zur Kunst der Zwanziger Jahre in Deutschland in der Tate Modern (FR), die große Schau zur polnischen Bildhauerin Alina Szapocznikow in der Kunsthalle Baden-Baden (FAZ) und die Gruppenausstellung "Ex-Embassy" im Atelierhaus in der ehemaligen australischen Botschaft in der DDR (taz).

Stichwörter: Blackness, Schwarze Kunst