Efeu - Die Kulturrundschau

Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

März 2025

Auch böse Menschen haben Lieder

31.03.2025. "Die Hölle ist eine Zirkusmanege", erkennt die FAZ in Claudia Bauers Münchner Inszenierung von "Warten auf Godot".  Die Welt ermutigt die Theaterwelt, sich an Leoš Janáčeks Opern heranzutrauen: Es lohnt sich! Die NZZ widerspricht dem Feuilleton-Tenor: Kristine Bilkau hat den Leipziger Buchpreis durchaus verdient, findet sie. Israels elektronische Musikszene sieht sich seit dem 7.Oktober einem Boykott ausgesetzt, den sie so noch nicht erlebt hat, berichtet Zeit Online

Mit Tollkühnheit gesegnet

29.03.2025. Die nachtkritik bestaunt die Kunst des Ertrinkens in Ivan Uryvskyis Inszenierung der "Hexe von Konotop" beim Europäischen Theaterfestival in Stuttgart. Die FAS freut sich über die Aufbruchstimmung in der polnischen Kunstszene. Die Jungle World bringt anlässlich der Leipziger Buchmesse einen Schwerpunkt zu Manga- und Anime-Literatur - die allerdings nicht ganz so feministisch ist wie erhofft. Im Interview mit der FAZ spricht der syrische Künstler Bilal Shourba über Kunst und den Bürgerkrieg. Außerdem bewundert die FAZ den "Alleskönner" Igor Levit.

Wie das Glück stolperfrei zu einem fände

28.03.2025. Die Zeitungen verurteilen einstimmig das Urteil zu fünf Jahren Haft, das in Algerien über Boualem Sansal gesprochen wurde. Möglicherweise gibt es aber Hoffnung auf Begnadigung, meint die Welt. Der Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse an Kristine Bilkau ist für die Kritiker eine Überraschung. Den Sachbuchpreis erhält Irina Rastorgueva, Thomas Weiler wird in der Sparte Übersetzung ausgezeichnet. Emsige Tänzer machen die FR auf dem Tanzmainz-Festival munter. Artechock und SZ sind sich einig, dass Gilles Lelouches Film "Beating Hearts" ziemlich wuchtig daherkommt.

Will man so jeden Morgen angeschaut werden?

27.03.2025. Aktualisiert: Boualem Sansal wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die taz kann nur hoffen, dass die Kultur auch künftig so struppig bleibt, wie sie sich zum Auftakt der Leipziger Buchmesse präsentiert. Viel konnte das Buch allerdings nicht gegen den globalen Siegeszug der Autokraten ausrichten, seufzt der Tagesspiegel. Nicht ganz einig sind sich die Filmkritiker über Joshua Oppenheimers "The End", der Tilda Swinton in einem postapokalyptischen Bunker verdrängte Traumata besingen lässt. Monopol hört in Ravensburg den stummen Aufschrei in den im Mund zugerichteten Kaugummi-Plastiken von Alina Szapocznikow. Und die FAZ fragt sich, weshalb die deutsche Automobilindustrie nur megalomane Schwellkörper oder depressive Fische produziert.

In die Zunge gehämmert

26.03.2025. Claus Leggewie sieht im Perlentaucher erste Anzeichen dafür, dass Boualem Sansal frei kommen könnte. Die FAZ berichtet von einem Literaturskandal in Estland, wo ein preisgekrönter Essay als KI-Schöpfung enttarnt wurde. Die taz lernt in Karlsruhe von der brasilianischen Künstlerin Lenora de Barros, was Sprache mit Körperlichkeit zu tun hat. Die FAZ verteidigt das Bayerische Nationalmuseum gegen Antisemitismusvorwürfe. Ein Boykott amerikanischer Kulturinstitutionen trifft genau die Falschen, vermutet Backstage Classical. Kurdwin Ayubs Film "Mond" feiert weiblichen Mumm, freut sich die taz.

Der chaotische Pulsschlag

25.03.2025. Die NZZ lauscht in Beat Furrers Oper "Das große Feuer" hingerissen den Stimmen des Waldes, der Tiere und sogar der Wolken. Schon wieder ein Skandal in der Bayerischen Kunstwelt, berichtet die SZ: Auf dem Cover des Programms des Nationalmuseums prangte eine antisemitische Darstellung des Judas. In der NZZ fragt sich der Schriftsteller Davide Coppo, ob die Miniserie "M. Der Sohn des Jahrhunderts" über Mussolini nicht etwas zu viel Identifikationsfläche mit dem Diktator bietet. 

Süß- und Salzwasser klingen so unterschiedlich

24.03.2025. Die SZ begegnet im Folkwang Museum der zutiefst widersprüchlichen Alma Mahler, die von Oskar Kokoschka in Hunderte Bilder gebannt wurde. In Barry Levinsons Mafia-Epos "The Alto Knights" darf Robert de Niro gleich zwei Mafiabosse spielen - originell ist keiner von beiden, seufzt die FAZ, die SZ bekommt indes nicht genug von De Niros Schauspielkunst. Die Nachtkritik fühlt sich mit Tom Kühnels Dresdner Adaption von Hans Falladas Roman "Bauern, Bonzen und Bomben" fatal an die Gegenwart erinnert.

Unsere Sprache bewahrt uns vor der Auflösung

22.03.2025. Ukrainer und Belarussen wissen es seit den Neunzigern: Ein Imperium will immer weitere Länder erobern, sagt Alhierd Bacharevič, der in Leipzig den Preis für Europäische Verständigung erhalten wird, im FAZ-Gespräch. Die Literaturkritiker versuchen das Erfolgsgeheimnis norwegischer Literatur zu lüften: Sind es die vielen Fjorde oder ist es doch eher die üppige Förderung, fragen sie. taz und Berliner Zeitung verlieren sich im Gropius Bau, wo Vaginal Davis mit Eyelinern, Lippenstiften und Penissen die Wahrheit ans Licht bringt. Die Welt fragt: Kommt die Architektur an ihr Ende?

Dem Klang unterirdischen Wassers lauschen

21.03.2025. Der Prozess gegen Boualem Sansal in Algerien wurde eröffnet, die Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft, berichtet Le Monde. Die FAZ schwelgt mit den Designs von Willy Fleckhaus im Wiener Fotomuseum WestLicht im Aufbruchsgeist der Sechziger. Schwesternschaft und Rivalität erlebt die taz mit Karin Beiers Inszenierung der Donizetti-Oper "Maria Stuarda" auf der Bühne der Hamburger Staatsoper. Die neue Schweizer Kommission für Raubkunst stößt nicht nur auf Gegenliebe, weiß die NZZ.

Recht kurzweilige Bildermaschine

20.03.2025. Die Welt feiert in London brasilianische Kunst, die dem identitätspolitischen Kulturknast entkommen ist. Artechock wiederum goutiert Tom Tykwers Film "Das Licht" als Befreiungsschlag aus dem allzuengen Plotgefängnis. Die Zeit, deren Literaturbeilage heute erschienen ist, plaudert mit Juli Zeh und David Finck über deren Leben als schriftstellerndes Paar. Die SZ geht vor der Sopranistin Corinne Winters auf die Knie, die in Leoš Janáčeks "Katja Kabanova" zur Rebellin reift. Die Welt wirft dem Spiegel wegen eines Artikels über das vermeintliche Mobbing von Müttern am Berliner Ensemble Verdachtsberichterstattung vor.

Total ästhetisch, total emotional

19.03.2025. Die FAZ kniet nieder vor Jamie Lee Curtis, die in Gia Coppolas Film "The Last Showgirl" sogar Pamela Anderson die Show stiehlt. Die taz ist gerührt vom Anblick welken Kohls - in einer Münchner Ausstellung des Ikebana-Künstlers Kosen Ohtsubo. Sensibilität war ein Fremdwort in der DDR, lernt die FR von Annett Gröschner. Die Welt applaudiert Katharina Wagners Lohengrin-Krimi in Barcelona. Außerdem spaziert die FAZ über den generalüberholten Berliner Gendarmenmarkt und wäre lieber in Rom oder Madrid.

Widerstand gegen das Dominat austauschbarer News

18.03.2025. taz und FAZ feiern die Opulenz, mit der Robert Carsen in Berlin in Leoš Janáčeks selten gespielter Oper "Die Ausflüge des Herrn Brouček" elfenhafte Aliens Ballett tanzen lässt. Dank des mexikanischen Künstlers Mario García Torres ist die Documenta zu ihrem Siebzigsten in uneingeschränkter Feierlaune, freut sich Monopol. Und die Feuilletons trauern um Peter Bichsel, das helvetische Monument, das aus dem Unscheinbaren etwas Bedeutendes zog, und um Rosenstolz-Sängerin Anna R, "die Zarah Leander der deutschen Wiedervereinigung", wie die Welt schreibt.

Das eiskalte Bier nach einer langen Truckfahrt

17.03.2025. Der Tagesspiegel wird mitgerissen von der "archaischen Kraft" in Barrie Koskys Inszenierung der Glass-Oper "Echnaton". Die FAZ kritisiert das Bolschoi-Ballett, das eine Choreografie des Putinkritikers Alexei Ratmansky aufführt, ohne seinen Namen zu nennen. Zeit Online staunt beim International Countryfestival in Berlin über die immense Popularität dieser Musik: Liegt es an der Ehrlichkeit des Genres? In der FAZ erinnert der Literaturwissenschaftler Wolfgang Hottner an den norwegischen Schriftsteller Dag Solstad.

Heiterste Grüße aus den Schwundstufen des Daseins

15.03.2025. Die Theaterkritiker schmelzen in Christoph Marthalers Volksbühnen-Inszenierung "Wachs oder Wirklichkeit" dahin: wundervoll verspult, schwärmt die Welt, aber auch tief schürfend, versichert die nachtkritik, FAZ und Tagesspiegel stimmen in das Lob ein. Die SZ erzählt die Geschichte der riesigen Kunstsammlung des Schweizer Immobilienbesitzers Bruno Stefanini, der neben Bildern auch die Turnschuhe von Sissi sammelte oder Wollknäuel und Metallstäbchen. Brauchen wir das Museum wirklich als moralische Anstalt, fragt die FAZ.

Zärtliches und Scharfrichtermäßiges

14.03.2025. In der SZ erzählt Yasmina Reza vom "alltäglichen Unglück", das es bei Gerichtsprozessen zu beobachten gibt. Fasziniert besucht die nachtkritik das Hamburger Schauspielhaus, in dem Karin Henkel Tove Ditlevsens "Die Abweichlerin" auf die Bühne gebracht hat. Die FAZ betrachtet im Rijksmuseum Amsterdam, wie der amerikanische Foto-Kanon neu justiert wird. Der Perlentaucher feierte gestern 25-jähriges Jubiläum im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Und alle trauern um die Komponistin Sofia Gubaidulina.

Kopfüber von der Decke baumeln

13.03.2025. Die Filmkritiker sind sich uneins über Walter Salles' "Für immer hier" über die brutalen Übergriffe in den Siebzigern der brasilianischen Diktatur auf die linksbürgerliche Paiva-Familie: Einen wirklich wichtigen Film sehen Perlentaucher und FAZ, die NZZ meint, hier werde nur das Leid von Privilegierten gezeigt. Die FAZ lässt sich in Düsseldorf alle Formen von Mutterschaft von Mama bis Merkel vorführen. Bei VAN erklärt die Geigerin Lisa Batiashvili, warum sie nicht mehr in Russland, aber immer noch in den USA auftritt. Und die nachtkritik zieht Bilanz nach 20 Jahren postmigrantischem Theater.

Die Existenz der Pferdemenschen

12.03.2025. Der Perlentaucher resümiert seine Kritikerumfrage zur deutschen Gegenwartsliteratur: Aus einem breit gefächerten Feld ragt Emine Sevgi Özdamar heraus. Ein Keith-Jarrett-Film ohne Keith-Jarrett-Musik: Regisseur Ido Fluk erzählt in seinem neuen Film vom legendären "Köln-Concert" des Pianisten - der leider die Rechte zu den Aufnahmen seines Spiels nicht freigibt, berichtet critic.de. Der Standard freut sich darüber, dass die Band Burning Hell in ihrem neuen Album alles und jeden unterbringt - von Baudrillard bis Klimawandel.

Wer den Hammer in der Hand hält

11.03.2025. Der Perlentaucher veröffentlicht Thierry Chervels Interview mit Kamel Daoud, der mit ihm über die fatale Situation seines Freundes Boualem Sansal und die Machtdemonstrationen des algerischen Regimes gesprochen hat. Die FAZ erkennt dank Isa Genzken im Frankfurter Liebieghaus, dass die Gottkönigin Nofretete mit Sonnenbrille sogar noch eleganter ausgesehen hätte. Jungle World widmet Hirokazu Koreedas feinsinniger Mini-Serie "Asura" über ein japanisches Kleinfamilien-Chaos endlich die verdiente Aufmerksamkeit.

Erinnerungen an Süße und Delikatesse

10.03.2025. Die FAZ erschauert abwechselnd vor Lust und vor Grauen, wenn Joana Mallwitz Ravels "La Valse" bei den Berliner Philharmonikern in den Abgrund führt. Die taz spürt göttliche Kräfte in Emanuel Gats Tanzstück "Freedom Sonata" am Haus der Berliner Festspiele. Im Perlentaucher stellt Angela Schader die amerikanische Autorin Sarah Bernstein vor, die die Frage nach dem Zusammenleben europäischer Juden und Nichtjuden im Schatten der Shoah stellt. Sieglinde Geisel und Marc Reichwein antworten außerdem auf die Perlentaucher-Kritikerumfrage. 

Die "uh-nanas" und "uh-gagas"

08.03.2025. Die Welt berichtet vom Solidaritäts-Abend für Boualem Sansal, bei dem Kamel Daoud mit wenig Hoffnung auf die Situation seines Freundes blickte. Die FAZ verneigt sich bei Thomas Ostermeiers Londoner Inszenierung von Anton Tschechows "Die Möwe" vor Cate Blanchetts Performance als alternder Diva. Zeit Online ärgert sich, dass RaMell Ross' geniale Verfilmung von Colson Whiteheads Roman "Nickel Boys" von der Filmwelt größtenteils ignoriert wurde. Die Musikkritiker feiern außerdem das neue Album der "Königin des Nonsens" Lady Gaga.

Immer ist da ein Widerstand

07.03.2025. Ziemlich entsetzt ist der Historiker Michael Wolffsohn in der NZZ über Yuval Abrahams und Basel Adras Doku-Film "No Other Land": Zu einseitig ist ihr die propalästinensische Darstellung.  Der Tagesspiegel reist nach Amsterdam, um den 80. Geburtstag des "notorischen Ruhestörers" Anselm Kiefer zu feiern. Und alle trauern um den Musiker Roy Ayers. Der Geiger Christian Tetzlaff  erklärt im Podcast von Backstage Classical, warum Amerika künftig auf ihn verzichten muss.l

Angst in Hymnen

06.03.2025. Der Tagesspiegel lauscht den stummen Botschaften von Pilzen, die Shu Lea Cheang durchs Münchner Haus der Kunst sendet. Die SZ weiß: Seit 2022 wusste man in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, welche Werke restituiert werden müssten. Gelungener Protest oder hohler Ketamin-Rave? Die Zeit klatscht Beifall, wenn Anne Imhof Teenager gegen Trump auf SUVs toben lässt. Mehr ist nicht drin?, fragt dagegen bestürzt Hyperallergic. Die taz klärt Trump, der dem Land klassische Architektur verordnet, über Repräsentationen von Macht auf. Die Zeit trifft sich mit Christian Kracht in Kalkutta.

Flammender Engel wider Willen

05.03.2025. Der taz wird in einer Istanbuler Ausstellung von Ahmet Güneştekin das Dilemma politischer Pop-Art vor Augen geführt: Kritische Ideen, gefällige Umsetzung. Eher um nichts als um alles geht es in Bong Joon-hos Science-Fiction-Spektakel "Mickey 17", ärgert sich die NZZ. Der Standard macht sich auf zum Theater an der Ruhr, wo mutige Theatermacher Pasolini gegen rechte Scharfmacher in Stellung bringen. Amerikanische Filmproduzenten schauen nur aufs Geld, meint Horrorfilmregisseur Tilman Singer in einem Roundtable-Gespräch auf critic.de - und findet das gar nicht mal so schlecht.

Nur irgendwie kratzt die Seide

04.03.2025. Nachlese zu einem ziemlich braven Oscar-Abend: Niemand zeigte Zähne, seufzt Zeit Online. Fürchtet die Filmszene Trumps Rache, fragt die NZZ. Kamel Daoud überlegt in Le Point, weshalb sich so wenige algerische Schriftsteller für Boualem Sansal aussprechen: "Man darf ihn nicht unterstützen, weil man riskiert, im Namen der angeblichen Befreier Palästinas gelyncht zu werden." Der Tagesspiegel blickt in Eberswalde auf Federzeichnungen von Lea Grundig auf das Wüten der Nazis. Und die Theaterkritiker bewundern, wie Jan Bosse mit Ayad Akthar in Wien KI auf die Bühne bringt.

Besteige dieses dunkle Roß und eile her

03.03.2025. Die Oscars bieten einige Überraschungen: Sean Bakers Independentfilm "Anora" über eine Sexarbeiterin, die sich von einem Russen nichts bieten lässt, ist der klare Gewinner: "Die Amerikaner sind offenbar begeistert davon, dass sich endlich mal jemand gegen einen mächtigen Russen behauptet", meint Moderator Conan O'Brien. "Falls die Russen kommen: Wir sind vorbereitet", warnt der estnische Schriftsteller Paavo Matsin beim Internationalen Literaturfestival Odessa, wie die SZ berichtet. Die FAZ schult in Remagen ihre Wahrnehmung mit den Nebelschwaden von Axel Hütte. taz und SZ erschrecken angesichts der Aktualität von Jette Steckels "Mephisto" in Hamburg.

In sich wachsen und mutig zu werden

01.03.2025. Die entsetzte FAZ lernt aus Sergei Loznitsas Doku "Die Invasion" (Arte), was russische Besatzung für die Ukraine bedeutet. In der FAS fragt Hito Steyerl: Wie kriegt man die Kunstfreiheit in die Kunst zurück? Die Welt geht mit der Künstlerin Leiko Ikemura eine Häsin gießen. Die Theaterkritiker liegen Stefanie Reinsperger zu Füßen, die in Dušan David Pařízeks Inszenierung von Brechts "Heiliger Johanna der Schlachthöfe" den Großkapitalisten Mauler gibt. Die Welt staunt außerdem, wie gut Brecht mit Ayn Rand zusammengeht. Der Abend ist nichts für Freunde veganen Theaters, warnt die SZ.