Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.08.2017 - Design

Für den Tagesspiegel besucht Christiane Meixner die dem britischen Möbeldesigner Jasper Morrison gewidmete Ausstellung im Bauhaus-Archiv in Berlin: Dessen gerundete Objekte sind von schlichter Eleganz. Doch "einfach heißt nicht automatisch schmucklos. Morrison gestaltet eher fein, fließend und im Detail aufwendig".

Im ZeitMagazin setzt Dirk Peitz nicht nur zur Ehrenrettung der männlichen Wade, sondern auch der Shorts für Männer an - sofern sie denn kleidsam sind: "Relativ schmal sollte eine Shorts geschnitten sein, einfarbig monochrom und ein paar Zentimeter überm Knie enden. Die sind auch nicht schwer zu finden, denn eigentlich alle halbwegs modischen kurzen Hosen erfüllen heute diese Kriterien."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 14.08.2017 - Design


Die "Kinshasa Collection". Foto: Goethe Institut

In Berlin wurde die Webserie "Kinshasa Collection" (mehr dazu hier) zusammen mit einer Modenschau vorgestellt. Caroline Fetscher vom Tagesspiegel hatte am umbekümmert farbenfrohen Eklektizismus der zur Schau gestellten kongolesischen Mode sichtlich Freude:  Die Webserie habe "Speed und Spirit, ist transkontinentale Docufiction, investigative Tropenkomödie und aufklärende Kritik in einem. Westliche Modehäuser wirken wie gestrickte Einfallslosigkeit, blickt man auf Kinshasas explosive Modefantasie, den Charme der Improvisation. Hier ist alles kombinierbar, Hauptsache très chic. In sämtlichen Farben leuchten die Stoffe, kubistisch oder floral, besetzt mit Pailletten, glitzerndem Strass."

In der taz berichtet Brigitte Werneburg von dem Abend. Sie fand es "ein wenig schade, aber im Kontext von Goethe-Institut und HKW verständlich, dass die Luxusmarkenlogos, die in der gefälschten Form gerne noch ein bisschen größer sein dürfen als in echt, fehlten. Denn damit analysieren und feiern die afrikanischen Designer höchst ironisch die Mode als eine durch und durch säkulare wie unabdingbar mit der Entstehung und Geschichte des Kapitalismus verbundene Angelegenheit."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.08.2017 - Design


Szene aus "The Handmaid's Tale" mit den Kostümen von Ane Crabtree

Im Gespräch mit Alice Morby von Dezeen kann es die Kostümbildnerin Ane Crabtree immer noch nicht ganz fassen, welchen Einfluss ihre Kostüme für die amerikanische Serie "The Handmaid's Tale" (Die Geschichte der Dienerin) auf die Frauenbewegung haben. Die Frauen im Film, die nach einer Nuklearkatastrophe als eine Art Gebärmaschinen gehalten werden, müssten hochgeschlossene Kleider tragen, bodenlange Capes und Hauben, wenn sie ausgehen. "Since the show premiered in May, activists in Ohio have worn the costumes while staging a protest against a bill placing more restrictions on abortion, and Polish women have donned the attire to show their contempt for President Trump's visit to their country. 'My jaw dropped open - it's jarring and emotional to see them use these costumes,' Crabtree told Dezeen. 'The thing that's so intensely poetic for me is that women are coming together and they're finding power in a uniform that was meant to hinder them and imprison them - that to me is the perfect outcome.'"

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.08.2017 - Design

Brigitte Werneburg spricht in der taz mit Dorothee Wenner über deren Web-Serie "Kinshasa Collection", die sich mit Facetten des internationalen Textilhandels und kongolesischer Mode beschäftigt. Unter anderem gehe es "um das Lingala-Wort 'Kizobazoba'. Das bezeichnet einen typisch kongolesischen Stil, sich zu kleiden. Etwa streetwear, kombiniert mit afrikanischen Elementen, dazu ein wenig Adidas an den Füßen oder ein Hauch Versace unterm Jackett - muss nicht zwingend original sein. Hauptsache, das Ergebnis sieht schick aus. Kizobazoba bedeutet in unserem Projekt aber auch: das Experiment einer neuen Form der Zusammenarbeit: transkontinental, mit Künstlern aus unterschiedlichen Disziplinen, zwischen Internet, Film und Live-Event."
Stichwörter: Mode, Kongo, Kinshasa

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.08.2017 - Design

In der NZZ arbeitet Klaus Bartels die Etymologien und Unterschiede der Begriffe "Mode" und "Modern" heraus und stellt dabei fest: "Als das '(Ala-)Modische' modisch wurde, war das "Moderne" längst eine Antiquität." Im ZeitMagazin befasst sich Tillmann Prüfer indessen mit dem Verhältnis zwischen Mystik und Mode.
Stichwörter: Mode

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.08.2017 - Design

Im Zeit Magazin erinnert Katharina Pfannkuch an den Modedesigner Rudi Gernreich, der heute 95 Jahre alt geworden wäre und für die Erfindung des Tanga verantwortlich zeichnete: "Aufreizend war das nicht gemeint. Im Gegenteil: Gerade mit der Normalisierung von Nacktheit wollte er die dauerhafte Sexualisierung nackter Körper überwinden. 'Die Befreiung des Körpers wird unsere Gesellschaft von ihrem sexuellen Komplex heilen', so seine Hoffnung. Nackte Emanzipation. Eine Idee, die 2017 immer noch genauso Zeitgeist und genauso nötig ist, wie sie es 1974 war."

Für den Tagesspiegel hat Bernhard Schulz die große, dem zuletzt vielgewürdigten Designer Willy Fleckhaus gewidmete Ausstellung in München besucht.
Stichwörter: Rudi Gernreich, Tanga, Mode

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.08.2017 - Design

Für die Literarische Welt hat Adriano Sack Mary Blumes Biografie über den Couturier Cristobal Balenciaga gelesen: Dieser war "der vielleicht reinste unter den klassischen Designern. Weder Selbstdarstellungssucht noch sozialer Ehrgeiz oder Marketinggeschick überschatteten seine Schneiderkunst. Er war besessen davon, die perfekte Symbiose aus Stoff und Körper zu schaffen und verwandte mehr Sorgfalt in den Schnitt eines Ärmels als andere Kollegen für eine ganze Kollektion."
Stichwörter: Modedesign, Balenciaga

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.08.2017 - Design


Links: Sottsass' Reiseschreibmaschine Valentine für Olivetti, 1969. Rechts: Zeichnungen für die Lampen Tahiti und Cavalieri, 1981

Unbedingt sehenswert! ruft Laura Weißmüller in der SZ nach dem Besuch einer Ausstellung des österreichisch-italienischen Designers Ettore Sottsass im Vitra-Design-Museum. Sottsass, der in diesem Jahr 100 geworden wäre, hatte einen Freiheitsdrang und Widerspruchsgeist, den sie heute noch vorbildlich findet: "1965 erklärte er in der Zeitschrift Domus: 'Meine Möbel sind unwichtig und unbedeutend, die Idee wäre, neue Möglichkeiten, neue Formen, neue Symbole zu erfinden: Auf Dinge zu klettern, die kurz vorm Sterben sind, um zu sehen, ob es möglich wäre, eine andere Energie, ein anderes Leben, eine andere Dynamik ins Leben der Menschen zu bringen.' Genau das macht Sottsass heute so aktuell: sein Wunsch, Produkten mehr abzuverlangen als eine vernünftige Funktion oder ein ansprechendes Äußeres. Ihm ging es um die Aussage, seine Entwürfe sah er als kritischen Kommentar zur Gegenwart." (Auch das Met Breuer in New York eröffnet am 21. Juli eine Sottsass-Ausstellung, mehr dazu bei Dezeen)

Besprochen wird Fabian Hegholz' Band über die von Schinkel gestaltete Inneneinrichtung der Wohnung Friedrich Wilhelm IV. im Berliner Schloss (Tagesspiegel).
Stichwörter: Ettore Sottsass

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.07.2017 - Design

Für das ZeitMagazin spricht Herlinde Koelbl mit Pierre Bergé, dem langjährigen Lebenspartner von Yves Saint Laurent. Sie hätten beide ein "unabhängiges Leben" geführt, sagt er. "Nicht die Mode oder die Kunst hat uns zusammengehalten, die große Triebkraft in unserer Beziehung war die Sexualität. Sie war uns beiden sehr, sehr wichtig. Im Gegensatz zu mir hatte Yves keinerlei Interesse an Musik oder Malerei. Yves liebte nur sich selbst. Aber wenn man das Leben eines großen Künstlers teilt, muss man das akzeptieren und seine eigenen Träume aufgeben. Und doch ist es an der Seite eines Künstlers fantastisch."

Besprochen wird eine Ausstellung über Sperrholz im Victoria & Albert Museum in London (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.07.2017 - Design

Für die taz besucht Eva-Christina Meier in den Nordischen Botschaften Berlin eine Ausstellung über die Geschichte von  Nordischem Design für Kinder. Die FAZ hat Patrick Bahners' Besprechung der Fleckhaus-Ausstellung in der Villa Stück in München online nachgereicht.
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