Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.06.2017 - Design

Paul Andreas erinnert in der NZZ an die niederländische Avantgarde-Bewegung de Stijl, die vor hundert Jahren gegründet wurde: "Der abstrakte Maler Piet Mondrian und mit ihm die niederländische De-Stijl-Bewegung hatten vor ziemlich genau einem Jahrhundert erstmals vorgemacht, wie sich Kunst und Gestaltung im weitesten Sinne zu einem Vokabular elementarer Formen und reiner Farben systematisieren ließen, um daraus eine vermeintlich bessere, harmonischere Welt zu konstruieren."

Weiteres: Italiens Männermode steckt gerade in der Krise: einfallslos, zu teuer und dann auch noch in Rumänien gefertigt, berichtet Dennis Braatz in der SZ.
Stichwörter: De Stijl, Piet Mondrian

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.06.2017 - Design



Schreckliche neue Welt! Auf der Vienna Biennale denkt man über "Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft" nach, notiert Roman Gerold im Standard: "Integriert ist auch eine Arbeit Jeremy Shaws, der die zuckenden Gesichter von Freunden bei Trips mit einem Halluzinogen filmte. Worauf Kuratorin Wirth mit einer Arbeit wie dieser hinauswill, ist die Widersetzlichkeit des Körpers, seine 'poetische Ineffizienz' gegenüber der Technologie. Behälter, auf denen 'Blut', 'Tränen' oder 'Samen' steht, präsentiert indes Kiki Smith. Ein Gefühl des Ekels beim Betrachter ist dabei durchaus vorgesehen, wenn es nach Wirth geht, denn: 'Wollen wir wirklich eine Zukunft, in der wir uns nicht mehr ekeln können?'"

Am Londoner Central Saint Martins ist man da schon weiter. Die schwedisch-mexikanische Designerin Nicole Pérez hat eine ganze Reihe Roboter entworfen, die nerven, berichtet Ali Morris in Dezeen. Denn wenn Roboter uns schon ersetzen, dann bitte in allem: "'Their purpose is not to be efficient but unnecessary, fulfilling the non-practical, useless actions that we feel in a relationship,' explained Pérez. 'After all, being in an intimate relationship is not only about dealing with pleasure and fun - it is also about dealing with the rest.'"

Außerdem: Bei Domus berichtet Maria Cristina Didero über die Design Miami/ Basel.
Stichwörter: Roboter

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.06.2017 - Design

Der FC Bayern München gönnt sich ein neues, von Daniel Nyaris gestaltetes Logo. Die Unterschiede zum alten muss Gerhard Matzig freilich mit der Lupe suchen: "Erstens wurde die Anzahl der nun auch um exakt fünf Grad veränderten Rauten verringert", schreibt er in der SZ. "Zweitens wurde die Vereinsfarbe Rot sozusagen aufgewärmt - indem der magentaartige, kalte Mischanteil am Rot des breiten Innenrings um eine Nuance reduziert wurde, während das Blau des schmäleren Außenrings um einen Tick intensiviert erscheint. ... Drittens wurden die Proportionen der Buchstaben M (Abstriche zur Mitte hin: kürzer) und C (länger) verändert."

Außerdem: In der New York Times schreibt Elisabeth Paton den Nachruf auf die Modepionierin Carla Fendi.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 14.06.2017 - Design

Ettore Sottsass: "Tahiti Lampe, 1981
Andrea Eschbach führt in der NZZ durch das Angebot der Messe Design Miami Basel. Dabei fällt ihr auf: Im Möbeldesign verabschiedet man sich vom kühlen Funktionalismus, der postmoderne Stil der 70er ist wieder im Kommen. Insbesondere Ettore Sottsass, "Leitfigur des Radical Design", wird gerade wiederentdeckt: Dessen "bunte oder pastellfarbene Möbel und Leuchten der Memphis-Ära schienen aus einer Traumwelt zu stammen, sie waren poetisch, sinnlich, bizarr. Respektlos mixten Sottsass und seine Mitstreiter Holz, Kunststofflaminat und Metall, zitierten historische Elemente und verwendeten üppige Ornamente."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.06.2017 - Design

Im ZeitMagazin führt Christoph Amend im Schnelldurchlauf durch die Geschichte der Mode deutscher Politiker - von Joschka Fischers berühmtem Auftritt in Nikes bis zu Merkel heute. Politiker wie Helmut Kohl und Gerhard Schröder haben mit ihrem Modestil noch Marken gesetzt, sagt er. Allerdings sei Mode in diesem Zusammenhang oft auch nur ein "platter Gag" - siehe die "18" damals auf Guido Westerwelles Sohlen. "Heute regiert wieder das Prinzip Unauffälligkeit - bei deutschen Politikerinnen wie bei Politikern, wenn man von Claudia Roth absieht. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, aber manchmal wünsche ich für die 11-Jährigen von heute, dass auch sie einen Moment mit der deutschen Politik erleben wie ich damals, als ich das Foto von Joschka Fischer in den Nikes sah."
Stichwörter: Mode, Helmut Kohl

Efeu - Die Kulturrundschau vom 01.06.2017 - Design

Für die SZ hat Gerhard Matzig die Ausstellung besucht, die die Villa Stuck in München dem Designer und Blattmacher Willy Fleckhaus widmet. Der hatte seinerzeit nicht nur die Zeitschrift Twen auf Vordermann gebracht und damit den Look des Zeitgeists geprägt, sondern auch die Edition Suhrkamp gestaltet. Die ist längst ein Klassiker geworden - was so aber nie intendiert war, wie wir erfahren: "Als Fleckhaus, der vielleicht deshalb so genial die Regeln seines Gewerbes brach, weil er sie nicht kannte, der klugen Edition Suhrkamp ihr unfassbar simples und doch komplexes Regenbogen-Aussehen verlieh, waren die Verlagsmanager zunächst entsetzt. Das Wissen ist ja grau in Deutschland. Auf keinen Fall farbig. Farbig ist billig. Die popbunten Schutzumschläge, die Fleckhaus vorschlug, sollten daher nur ein Versuch sein. Darunter waren die grauen Bindungen. Das bunte Zeug sollte man wegwerfen können. Es hielt sich dann Jahrzehnte."

Stichwörter: Willy Fleckhaus, Suhrkamp

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.05.2017 - Design

Im Freitext-Blog von ZeitOnline präsentiert der Schriftsteller Jochen Schmidt seine schönsten Fundstücke von "selbstreferenziellem, mimetischem Design", darunter unter anderem ein "Informationskasten eines Tennisclubs in Form eines Tennisschlägers. Das war zwar dämliches Design, aber semiotisch hochinteressant."
Stichwörter: Jochen Schmidt

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.05.2017 - Design


Rechtes Bild: Ausstellungsansicht. Linkes Bild: Rechtes Bild: Raf Simons für Christian Dior, Mantel, Herbst/Winter 2014/15, haute Couture und John Galliano für Christian Dior, Ensemble, Frühjehr/Sommer 2003, Haute Couture, Fotos: Christian Wind / © Belvedere, Wien

Begeistert wandert Milos Vec für die FR durch die Mode-Ausstellung "Vulgär? Fashion Redefined" im Wiener Belvedere, deren Thema er als einen glücklichen perspektivischen Kniff der Kuratoren Adam Phillips und Judith Clark lobt: "Denn Urteile über Mode oszillieren zwischen Bestätigung und Verdikt. Und seit es keine gesetzlichen Kleiderordnungen mehr gibt, ist fast alles bloß Geschmackssache. Das Wertvolle und Prachtvolle (goldene Kleider, Brokat, Perlen), einst repressiv geschützt durch obrigkeitliche Gesetze, stehen nun allen Schichten offen. Umso mehr sind Verhandlungen über guten Stil auch Klassenfragen und besitzen ihre politische Sprengkraft. ... Phillips und Clark zeigen aber anhand fantastischer Stücke, wie fluide unsere Bewertungen sind. Sie beobachten Mode von der Grenzverletzung aus und überlassen es dem Auge des Betrachters, eine Haltung dazu zu finden."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.05.2017 - Design


Alberta Tiburzi in Cristóbal Balenciagas 'Briefumschlag'-Kleid. Foto von Hiro Wakabayashi für Harper's Bazaar, Juni 1967. © Hiro 1967

Der Guardian stellt - leider viel zu kurz - die Balenciaga-Ausstellung "Shaping Fashion" vor, die am 27. Mai im Londoner Victoria & Albert Museum eröffnet. Gleich am Eingang erwartet den Besucher ein "schreckliches" erbsengrünes Seidenkleid aus dem Jahr 1962, lesen wir: "Hot-air balloon puffs of volume render the figure beneath irrelevant, and the dress stands with its back turned haughtily on the viewer. 'We chose that dress to set the scene, precisely because it's so odd,' the curator Cassie Davies-Strodder explained during a preview of the exhibition in the final stages of installation. 'Balenciaga is about the kind of beauty which has a weirdness about it.'"
Stichwörter: 1967

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.05.2017 - Design


Bloom-LED-Leuchte von Nanoleaf

Die energie-effizienten LED-Leuchten emanzipieren sich seit geraumer Zeit von ihrem Image als stromsparende ästhetische Zumutungen, freut sich Bernd Graff in der SZ: Längst loten die Designer die Gestaltungsmöglichkeiten der flexiblen Lichtspender aus - was sich nicht nur auf die Gestalt der Lampen an sich beschränkt, sondern auch die variante Farbgebung in den Wohnstuben selbst, deren Stimmungen man nun munter wechseln könne: "Man muss darum wirklich von Lichtarchitekturen sprechen, die das ganze Heim verändern. Denn mit den unterschiedlichen Licht- und Farbstimmungen verwandelt sich die Räumlichkeit der Orte, die ja auch weniger erhellt als vielmehr skulpturiert und prononciert sein wollen. Man möchte von Sessel-Theater und Polster-Inszenierungen sprechen."
Stichwörter: LED, Lichtgestaltung
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