Efeu - Die Kulturrundschau
Er kam, sang und siegte
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16.04.2025. Die FAZ ist hin und weg von Nadezhda Karyazina, die sich in Simon McBurneys Salzburger "Chowanschtschina"-Inszenierung bis in größte Gottesnähe singt. Die Zeit ist irritiert, dass manch einer Siegfried Unselds NSDAP-Mitgliedschaft als Nebensächlichkeit abtun will. "Liebe", ein Film des Berlinale-Gewinners Dag Johan Haugeruds, ist zwar literarisch grundiert, findet jedoch zu einer sinnlichen Sprache des Kinos, freut sich der Filmdienst. Die Feuilletons verabschieden sich von Peter Seiffert - der weltweit gefeierte Tenor war ein Wagner-Held aus dem Bilderbuch, findet die Welt.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
16.04.2025
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Bühne

"Was für eine Sängerin!" Jan Brachmann ist in der FAZ hin und weg von Nadezhda Karyazina, die in Simon McBurneys Inszenierung von Modest Mussorgskis Oper "Chowanschtschina" bei den Salzburger Festspielen die Rolle der Marfa übernimmt. Brachmann ist auch ansonsten sehr angetan davon, was McBurney mit Mussorgski anstellt; eine "Zumutung an Klarsichtigkeit" wurde ihm in Salzburg kredenzt. Aber ganz besonders glänzt eben doch Karyazina. Zum Beispiel, wie sie "im Schlussbild, den Liebestod mit Andrej im religiösen Wahn der kollektiven Selbstverbrennung der Altgläubigen vorwegnehmend, sich in kindlich arglose Helle, gut zwei Oktaven über den Schlünden der Wahrsagerei, aufschwingt, als sei die Verschmelzung sexueller Erfüllung mit größter Gottesnähe der Durchbruch in eine zweite Unschuld. Das alles ist so grausig wie bezaubernd." In der NZZ widmet sich Marco Frei zusätzlich der Parallelinszenierung desselben Stückes am Grand Théâtre in Genf unter der Regie Calixto Bieitos (siehe auch hier). McBurneys Inszenierung ist ihm etwas zu glatt geraten. Die Genfer Version hingegen streiche "heraus, wie sehr die russische Geschichte als grausames Kontinuum deutbar ist, das bis heute fortgeschrieben wird".
Peter Seiffert ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Der Tenor, meint Manuel Brug in der Welt, "war ein Wagner-Held wie aus dem Bilderbuch. Er kam, sang und siegte. Mit sparsamer Gestik und möglichst wenig Bewegung. Aber mit Allüre und Auftreten. Mit blonder Naturmähne, später auch mit Schnauz, der selbst für Lohengrin und Parsifal dranblieb. Mit dem Texte lernen tat er sich schwer, aber die Souffleure kamen gut mit ihm zurecht." Jürgen Kestings Nachruf in der Zeit zititert unter anderem Seiffert selbst, der keineswegs von seinen Wagner-Rollen verschluckt werden wollte. Für nmz ruft Wolf-Dieter Peter Seiffert nach, in der SZ Harald Eggebrecht.
"Winterstürme wichen dem Wonnemond":
Weitere Artikel: Hin und weg ist SZ-Kritikerin Dorion Weickmann vom Ballettabend "Wings of Memory" des Bayerischen Staatsballetts. Insbesondere das Schlussstück, Pina Bauschs "Frühlingsopfer", ist große Kunst, wurde bis jetzt aber nur sechs mal aufgeführt: "Schuld sind, lesen wir, die Kosten, die nicht zuletzt aufgrund der strikten Auflagen der Pina Bausch Foundation, die sich eine strenge Qualitätskontrolle auf die Fahne geschrieben hat, in die Höhe schießen." Philipp Lojak berichtet auf nmz von den Angriffen der Trump-Regierung auf die Kulturszene; unter anderem hat Lojak sich mit einigen betroffenen Musikern unterhalten. Shirin Sojitrawalla denkt auf nachtkritik über geglückte und weniger geglückte Regieeinfälle nach. Die inzwischen abgeschlossene Theaterabend-Bestenliste der nachtkritik wird wiederum von Jakob Hayner in der Welt kommentiert.
Besprochen werden Jacques Offenbachs Oper "Hoffmanns Erzählungen" an der Düsseldorfer Oper am Rhein in der Inszenierung von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck (FR, "Ein Coup, wenn auch mit Risiken und Nebenwirkungen"), Luc Percevals Fassung von "Warten auf Godot" am Berliner Ensemble (Zeit, "Die Verschiebung von der offenen Landstraße auf eine Bühne gibt dem Abend einen hübsch selbstironischen, aber auch heroischen Saum"), Lena Reissners "Heidi"-Inszenierung am Theater Neumarkt in Zürich (NZZ, "sehr viel Charme und Wärme") und Vasily Barkhatovs "Norma"-Inszenierung an der Berliner Staatsoper (ND, "Unstimmigkeiten und Konstellationen, die jeglicher Logik widersprechen").
Literatur

Die Reaktionen auf Siegfried Unselds letzte Woche von der Zeit enthüllten NSDAP-Mitgliedschaft (hier unsere Resümees) "zeugen in erstaunlich großen Teilen von einer Abwehrhaltung", stellt Adam Soboczynski in der Zeit bestürzt fest. "Sofort und vielstimmig wurde die Sorge um die Beschädigung von Unselds Nachruhm laut. Man hat das Gefühl, in einer neuen Epoche deutscher Selbstvergewisserung und Selbstgewissheit aufzuwachen - und das ist nicht zwingend eine gute Nachricht." Schließlich hatte "Unselds Lebensleistungen ... niemand infrage gestellt." Im "Debattenklima" der alten Bundesrepublik jedenfalls "wäre es kaum möglich gewesen, den 'Fall Unseld' als aufgebauschte Nebensächlichkeit, als mediale Hysterie oder als Kampagne um der Sensation willen abzustempeln. Im Gegenteil: Man hätte das generationstypische 'kommunikative Beschweigen' (Hermann Lübbe) des Verlegers zutiefst bedauert, statt es zur Belanglosigkeit zu erklären. ... Wer will, kann diese Entwicklung im Jahr 2025 als eine 'Normalisierung' begreifen, vor der zuvor jahrzehntelang gewarnt worden war. Man kann darüber aber auch sehr traurig werden."
Der von Suhrkamp unter Unseld verlegte Schriftsteller Adolf Muschg widerspricht Soboczynski sanft: "Die Feuilletons deutscher Sprache hätten größere Sorgen und die wiedervereinigte Bundesrepublik Dringenderes zu tun, als sich mit einem Fehltritt von Geistesgrößen zu befassen, der - in Unselds Fall - 83 Jahre zurückliegt", schreibt er ebenfalls in der Zeit. "Dass diese Last für Unseld keine Bagatelle war, mag er durch kein Geständnis belegt haben, aber er hat seinen Umgang mit ihr als Verleger bei der Auswahl seiner Autorinnen und Autoren bewiesen; jene 'Suhrkamp-Kultur', welche die Barbarei des 'Dritten Reiches' mit moderner Weltliteratur austrieb und der mörderischen Provinz politisch wie kosmopolitisch entgegentrat, ohne den Lesern das Salz der Selbstkritik zu ersparen. ... Unseld brauchte sich nicht als gewesenen Nazi zu outen, wenn er Bücher verlegte, die ein kritisches Verhältnis der Deutschen zu ihrer Geschichte nicht nur verlangten, sondern begründeten, und nicht nur durch ihre Dialektik imponierten, sondern durch Sprache und Stil."

Weitere Artikel: In der Zeit freut sich Volker Weidermann, dass Vincenzo Latronico mit "Die Perfektionen" auf der Shortlist des Internationalen Booker-Preises steht. Besprochen werden unter anderem Maxim Billers "Der unsterbliche Weil" (Tsp), Anne Tylers "Drei Tage im Juni" (FAZ) und Ulf Erdmann Zieglers "Es gibt kein Zurück" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Kunst
Sylvia Staude unterhält sich in der FR mit Larissa Förster, der neuen Direktorin des Frankfurter Museums Weltkulturen. Unter anderem geht es um die derzeit vieldiskutierte Restitutionsfrage. Und auch darum, ob es so etwas wie eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen den Kulturen überhaupt geben kann. Förster sieht hier durchaus Schwierigkeiten: "Das absolute Gleichgewicht wird nie möglich sein, schon aus ökonomischen Gründen. Und aus Gründen des Visa-Regimes zum Beispiel. Ich habe lange in Namibia gearbeitet, ich kann an der namibischen Grenze mit meinem deutschen Pass und ohne ein Visum aufschlagen und kann das Land betreten. Das ist für Namibier weltweit ganz anders, besonders in Deutschland. Es ist eine Utopie, dass wir wirklich unter gleichberechtigten Bedingungen miteinander sprechen, Ausstellungen oder Projekte aushandeln. Gegen die Rahmenbedingungen können wir oft nichts tun, aber die Art und Weise, wie wir Gespräche führen, einander zuhören, wie wir Deutungen und Entscheidungen denjenigen in die Hände legen, deren Vorfahren dieses kulturelle Erbe hergestellt haben, die können wir als Museum schon gestalten."
Das Kunsthaus Göttingen ist vorläufig gerettet, freut sich Alexander Menden in der FAZ. Nachdem zuletzt, auch aufgrund lokalpolitischer Querelen, alle Zeichen auf Insolvenz und Abwicklung standen, scheint der Fortbestand des Hauses vorläufig gesichert. Unter anderem dank der Umstellung des Betriebs auf Ehrenamt und einer inhaltlichen Ausrichtung, die weniger unter Elitismusverdacht steht - bald stellt Bryan Adams in Göttingen eigene Fotografien aus. Jedenfalls, hofft Menden, könnte sich bald "auch in der Düsteren Straße zeigen, dass klug gestaltete Kulturangebote kein Subventionsgrab sind, sondern ein Katalysator innerstädtischer Revitalisierung."
Weitere Artikel: Georg Imdahl porträtiert in der FAZ den spanischen Aktionskünstler Santiago Sierra. Ferial Nadja Karrasch spricht mit dem amerikanischen Künstler Tavares Strachan auf monopol über kritische Kunst in trumpistischen Zeiten.
Besprochen werden Yukinori Yanagis Schau "Icarus" im Mailander Pirelli HangarBicocca (monopol), Annette Fricks Ausstellung "Take A Walk On The Wild Side" im CFA, Basel (monopol) und Ting-Jung Chens Soloschau "Here on the Edge of the Sea We Sit" in der daadgalerie in Berlin (taz).
Das Kunsthaus Göttingen ist vorläufig gerettet, freut sich Alexander Menden in der FAZ. Nachdem zuletzt, auch aufgrund lokalpolitischer Querelen, alle Zeichen auf Insolvenz und Abwicklung standen, scheint der Fortbestand des Hauses vorläufig gesichert. Unter anderem dank der Umstellung des Betriebs auf Ehrenamt und einer inhaltlichen Ausrichtung, die weniger unter Elitismusverdacht steht - bald stellt Bryan Adams in Göttingen eigene Fotografien aus. Jedenfalls, hofft Menden, könnte sich bald "auch in der Düsteren Straße zeigen, dass klug gestaltete Kulturangebote kein Subventionsgrab sind, sondern ein Katalysator innerstädtischer Revitalisierung."
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Film

Auf der Berlinale wurde der norwegische Regisseur Dag Johan Haugerud für seinen Film "Träume" ausgezeichnet. Der Film ist Teil eines Triptychons namens "Oslo Stories", das neben "Träume" noch "Sehnsucht" (im Original eigentlich: "Sex", aber das ist dem neuen Puritanismus offenbar nicht zuzumuten) und "Liebe" umfasst. Mit dem dritten Teil, "Liebe", beginnt nun auch die Auswertung der Trilogie in den deutschen Kinos - zum Verständnis braucht es die anderen beiden Filme allerdings nicht, versichert Fritz Göttler in der SZ. Sie sucht Liebe, er Sex. Haugeruds "Filme haben etwas Novellistisches", hält Göttler fest - und fühlt sich zuweilen an die Filme der Nouvelle Vague erinnert, auch wenn "immer wieder ein bürgerliches Bildungsbrimborium durchklingt". Auf Fähren ist gut flirten und was sich daraus ergibt, schreibt Katja Nicodemus in der Zeit. Und dieser Film "ist selbst so etwas wie eine Fähre. Er pendelt zwischen Orten und Menschen, verbindet sie auf mal tiefgründige, mal flüchtige Weise, im Schlepptau hat er ihre Sehnsüchte, Ängste und Träume."
Sehr beglückt kommt Kamil Moll aus dem Kinosaal. "Mit einem immer wieder entspannt wechselnden Fokus, einer stets in Bewegung gehaltenen, geradezu anschmiegsamen Kamera folgt der Film seinen Figuren so aufmerksam wie unaufdringlich durch ein Oslo, das zwischen altem Stadtkern und neu errichteten Vierteln wie ein organisch angewachsener Schutzraum wirkt", schreibt er im Filmdienst. "'Ein Tagebuch ist von Natur aus unvorhersehbar. Man kann ihm keine nachträgliche Struktur aufzwingen', sagt Marianne einmal, als sie auf die Bücher, die sie am liebsten liest, angesprochen wird. In dieser Beschreibung spiegelt sich auch die Art, wie 'Oslo Stories: Liebe' organisiert ist: anhand von intimen Ideen und Vorstellungen, die ausprobiert und wieder verworfen werden können. Weniger durch dramatische Entwicklungen."
Weitere Artikel: Arabella Wintermayr (taz) und Jens Hinrichsen (Filmdienst) sprechen mit dem Regisseur Frédéric Hambalek über dessen neuen Film "Was Marielle weiß", in dem eine Tochter buchstäblich schlagartig alles weiß, was die Eltern auch in ihrer Abwesenheit tun. In der taz stellt Frank Keil die Arbeit der Kieler Filmgruppe Chaos vor, die seit fünfzig Jahren zwischen linken Dokus und Experimentalfilmen changiert: "Etwas filmisch erzählen, wie man es erzählen will, ist die Aufgabe, nicht so, dass es zum NDR passt."
Besprochen werden Christopher B. Landons Thriller "Drop" (FAZ), Noaz Deshes "Xoftex" (Tsp), Albert Serras Stierkampf-Doku "Nachmittage der Einsamkeit", der in Deutschland am 1. Mai startet (Standard), die vom ZDF online gestellte Serie "Crystal Hall" (taz) und die Disney-Serie "The Stolen Girl" (FAZ).
Architektur
Hanno Rautenberg bringt in der Zeit einige launische Anmerkungen zu Hamburgs neuem Überseequartier unter. Ein regelrechtes Großdesaster der Architektur wurde hier verbrochen: "Selbst bekannten und eigentlich guten Architekturbüros wie Sobek, Hild und K oder Lederer Ragnarsdóttir Oei ist es im neuen Überseequartier nicht gelungen, dem ökonomischen Maximierungsdruck eine einigermaßen unpeinliche Form zu verleihen. Besonders blamabel fallen die sogenannten Arkaden aus, die zur Elbe hin den Eindruck erwecken, dass Hamburg nun mit Venedig und seinem Dogenpalast konkurrieren wolle. Eine seltsam verquere Idee und auch noch schlecht ausgeführt: Denn hinter den Arkaden verläuft ein Gang, der eigentlich kein Gang ist, sondern eher eine Notgasse, so schmal, dass man immerzu fürchten muss, gegen die nächste sich öffnende Tür zu rennen."
Musik
Früher spielte der New Yorker Musiker und Autor David Grubbs bei den Postrock-Legenden Gastr del Sol - was man auf seinem neuen, mit zahlreichen Gastmusikern eingespielten Album "Whistle from Above" zur Freude von tazler Robert Mießner auch durchaus hört. Der Siebenminüter "Hung in the Sky of the Mind" etwa "kann als Reminiszenz an diese Zeit und zugleich ein Weiterdenken ihrer Konzepte gehört werden. Grubbs spielt ein sparsames, dabei deutliches Piano, Rhodri Davies eine perlende Schoßharfe, während sich der Horizont langsam zuzieht und in Minute fünf überraschend wieder aufreißt." Auf der A-Seite ist das Album "eine faszinierende Folge folkgrundierter Instrumentals mit Tendenz zum Freak out. Bevor das Album auf der B-Seite verstärkt Zähne zeigt, hat Grubbs 'Poem Arrives Distorted' gesetzt, eine Studie in Atmosphäre und Verdichtung, Innehalten und Beschleunigung." Wir hören rein:
Weitere Artikel: In der FR tadelt Daniel Bax mit erhobenem Zeigefinger den Zentralrat der Juden in Deutschland dafür, dass er dem Rapper Macklemore Antisemitismus vorwirft - vielleicht hätte der Zentralrat vorab bei Bax nachfragen sollen, was Antisemitismus eigentlich ist? Im Podcast von Backstage Classical spricht Axel Brüggemann mit Moritz Eggert, Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbands, über die Debatte um die mögliche Umverteilung von GEMA-Tantiemen von E- Richtung U-Musik. Ljubiša Tošić blickt im Standard auf das Phänomen der Jazztribut-Bands.
Besprochen werden neue Popveröffentlichungen, darunter ein neues Album von Japanese Breakfast (Standard-Popexperte Christian Schachinger hört "melancholischen, eher lichtscheuen Indie-Pop im klassischen Sinn"), ein Konzert des ukrainischen Kontrabassisten Mark Tokar (Zeit Online) und das neue Soloalbum "Thee Black Boltz" von Tunde Adebimpe (Standard).
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