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27.03.2025. Aktualisiert: Boualem Sansalwurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die taz kann nur hoffen, dass die Kultur auch künftig so struppig bleibt, wie sie sich zum Auftakt der Leipziger Buchmesse präsentiert. Viel konnte das Buch allerdings nicht gegen den globalen Siegeszug der Autokraten ausrichten, seufzt der Tagesspiegel. Nicht ganz einig sind sich die Filmkritiker über Joshua Oppenheimers "The End", der Tilda Swinton in einem postapokalyptischen Bunker verdrängte Traumata besingen lässt. Monopol hört in Ravensburg den stummen Aufschrei in den im Mund zugerichteten Kaugummi-Plastiken von Alina Szapocznikow. Und die FAZ fragt sich, weshalb die deutsche Automobilindustrie nur megalomane Schwellkörper oder depressive Fische produziert.
Aktualisiert um 11 Uhr: Boualem Sansal ist zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, berichtet unter anderen Le Parisien mit AFP. Das Gericht blieb somit unter den vom Staatsanwalt geforderten zehn Jahren. "Im Anschluss an diese Verurteilung appellierte sein französischer Anwalt an die Menschlichkeit des algerischen Präsidenten. 'Sein Alter und sein Gesundheitszustand machen jeden Tag im Gefängnis noch unmenschlicher. Ich appelliere an den algerischen Präsidenten: Die Justiz hat versagt, lassen Sie wenigstens die Menschlichkeit siegen', schrieb Maître Zimeray auf X, in Anspielung auf eine mögliche Begnadigung durch den Staatschef."
Französische Politiker werden versuchen, eine europäische Resolution gegen dieses Urteil zu erwirken, schreibt etwa die liberale Abgeordnete der Assemblée nationale Prisca Thévenot:
5 ans de prison pour Boualem Sansal.
Quand penser devient un crime, résister devient un devoir.@GabrielAttal l'a annoncé : une résolution européenne pour sa libération sera soumise au vote à l'Assemblée nationale.
Das Comité de soutien für Boualem Sansal fordert in einer ersten Erklärung "die bedingungslose und sofortige Freilassung von Boualem Sansal - wie in zwei Resolutionen des Europäischen Parlaments und des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten der Nationalversammlung gefordert - und setzt sich daher mehr denn je für ihn ein: Boualem Sansal muss bedingungslos und ohne Gegenleistungen freigelassen werden und natürlich die Erlaubnis erhalten, Algerien zu verlassen."
Trotz AfD-Erfolgen und dem verheerenden Siegeszug des disruptiven Rechtspopulismus in den USA, "bleibt die Kultur im Kern machtkritisch und selbstreflexiv, irgendwo struppig und antiautoritär", findet Dirk Knipphals in der taz anlässlich des Auftakts der Leipziger Buchmesse. "Was sich auch in den Diversitätssignalen bei den Kandidat*innen für den Leipziger Buchpreis widerspiegelt. Wird es so bleiben? Von selbst versteht sich das nicht. ... Die Leipziger Buchmesse zeigt, was auf dem Spiel steht: die emanzipativen Gehalte und schlicht auch der Spaß an einer lebendigen Debattenkultur. Die Verheißung ist, sich gar nicht erst in die Defensive bringen zu lassen, in der man eine kritische Kultur verteidigen muss. Man muss sie leben und tut das in Leipzig auch." Zum Auftakt der Leipziger Buchmesse bringt die taz heute auch ihre Literaturbeilage, die wir in den kommenden Tagen an dieser Stelle auswerten, wo sie auch unsere Notizen zu den bisherigen Beilagen im Frühjahr finden.
Diese Haltung wurde auch bei der Pressekonferenz der Buchmesse gestern morgen reichlich beschworen, berichtet Gerrit Bartels im Tagesspiegel, der von den entsprechenden Ansagen allerdings nicht ganz so überzeugt ist: das Buch als Retter der Demokratie? "Nun haben die Entwicklungen in der Welt leider auch das Gegenteil bewiesen: Bücher haben bislang wenig ausrichten können gegen den globalen Siegeszug der Autokraten." Und auch "die von Kraus vom Cleff erwähnte disruptive Zeit, in der wir leben, mit ihrem Tempo und ihren Turbulenzen, scheint die Leipziger Buchmesse nicht so recht abgebildet zu bekommen." Bei der Eröffnungsveranstaltung der Buchmesse gab es zunächst mal wieder das übliche, Zeit und Nerven fressende Einerlei von der typischen "Phalanx der Grußredner", gähnt Andreas Platthaus in der FAZ, "und doch wurde es die beste Leipziger aller Eröffnungsfeiern". So etwa wegen "SieglindeGeiselsLaudatio auf AlhierdBacharevič als diesjährigen Träger des Leipziger Buchpreises zur Europäische Verständigung - ein Genuss an unprätentiöser Bewunderung." Auch Bacharevičs darauf folgender Vortrag "ließ den Atem stocken. Einerseits ob der Schonungslosigkeit, mit der er sprach: 'Zwischen unserer freien Welt und dem Russischen Reich steht heute nur die ukrainische Armee' - wieder Szenenapplaus (und das in Sachsen). Und dann wegen des Realismus seiner Ausführungen: 'Literatur ist immer gefährdet.' Aber ein Autor wie Bacharevič lässt sich davon nicht unterkriegen. Das war aus jedem Satz des im Berliner Exil lebenden Schriftstellers hörbar." In der SZ resümiert Bernhard Heckler den Abend.
Weitere Artikel: Yannic Walter sorgt sich in der taz um den Stand der Kurzgeschichte hierzulande: Anders als in den USA fristet die kurze Form hierzulande im Diskurs eher eine Nischendasein als Spielwiese für angehende Autoren und Sprachexperimente voller "stilistischer Idiosynkrasien und Hermetik. ... Doch in einer Welt, in der die großen Erzählstränge der politischen Zeitgeschichte sich schon anfühlen wie Fiktion und immer neue, bedrohliche Wendungen nehmen, erscheint das realistische, splitterhafteErzählen so zeitgemäß wie selten zuvor." Yi Ling Pan berichtet in der taz von der Berliner Lesung der drei Preisträger des Lyrikwettbewerbs Literarischer März. Andreas Platthaus liest für FAZ.netSethsComic-Hommage an den New Yorker aus Anlass zu dessen hundertjährigem Bestehen.
Besprochen werden unter anderem ChimamandaNgoziAdichies "Dream Count" (taz), Serhij Zhadans Erzählungsband "Keiner wird um etwas bitten" (taz), Helene Hegemanns "Striker" (Welt), Roberto Savianos "Treue. Liebe, Begehren und Verrat - die Frauen in der Mafia" (NZZ), Kurt Prödels "Klapper" (online nachgereicht von der FAS), Louise Pennys Krimi "Der graue Wolf" (FR), Karl Ove Knausgårds "Die Schule der Nacht" (Zeit), IngeborgArvolas "Der Aufbruch" (FAZ) und AriaAbers "Good Girl" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Verdrängtes Trauma auf engem Raum: Tilda Swinton in "The End" JoshuaOppenheimer kennt man bislang vor allem für seine hervorragenden Essayfilme "The Act of Killing" und "The Look of Silence", die sich beide mit den Massakern im Indonesien der Sechzigerjahre auseinandersetzen. Mit "The End" legt er nun einen Spielfilm vor - ein postapokalyptischesMusical mit TildaSwinton, das in einem Bunker für Reiche spielt. Diese "Annäherung an das Genre des Endzeit-Dramas fehlte nicht viel zu einer grellen Satire, doch Oppenheimer hat anderes im Sinn", schreibt Daniel Kothenschulte in der FR. "Nie lässt er die Absurditäten ins Schrille hochkochen, sondern hält sie unter dem Deckel einer Form, deren Strenge zur dekadenten Disziplin dieser Oberschicht passt. Man stelle sich Harold Pinter vor im Stil eines Technicolor-Hollywoodmelodrams, unterbrochen durch altmodische Musical-Couplets. So viel Verfremdung ist vielleicht nichts für jeden, in den USA wurden Kritik und Publikum nicht warm mit diesem außergewöhnlichen Film, der mit großen Gesten von Unausgesprochenem erzählt. ... Oppenheimer führt durch eine Art Spiegelkabinett zwischen Erinnerungs- und Verdrängungskultur vor dem Hintergrund schwerster Verbrechen und taucht noch einmal in die Thematik seiner Dokumentarfilme ein: der Gleichzeitigkeit von verleugneter Schuld und verdrängtem Trauma auf engstem Raum."
Der Film "misslingt fundamental", ächzt Kamil Moll im Filmdienst. "Nur allzu deutlich möchte sich der Film nämlich von dem, was er irrigerweise für eskapistischeGenre-Elemente hält, jenem kunstvollen Formüberschwang also, der Musik- und Tanzfilmkombinationen seit jeher auszeichnet, absetzen. Wo in klassischen Musicals die gesungenen Lieder stets die Funktion einer expressiven Überhöhung von emotionalen Zuständen und Bedürfnissen erfüllen, verweigert sich "The End" mit einer geradezu einfallslosen Widerborstigkeit jeglichen Affekten. Stattdessen bietet er immer wieder aufs Neue Songs, die jeglicher musikalischen Finesse und Eingängigkeit betont enthoben sind und von den Schauspieler:innen in einer mal affektiert stoischen, mal im Tonfall unpassend gefühlsmäßigen Art gesungen werden. ... 'The End' ereilt damit das gleiche Schicksal wie zahlreiche andere Dekonstruktionen filmischer Formen vor ihm: Er gerät trotz aller bilderstürmenden Absichten lediglich zu einem schlechtenPastiche." Weitere Kritiken in taz, FAZ und SZ.
Besprochen werden KurdwinAyubs "Mond" (Perlentaucher, Welt, critic.de, mehr dazu bereits hier), JaumeCollet-Serras Horrorfilm "The Woman in the Yard" (Perlentaucher), die derzeit kontrovers diskutierte Netflix-Serie "Adolescence" (NZZ), Chandler Levacks "I Like Movies" (critic.de), der von JörnGlasenapp und FrancescaPistocchi herausgegebene Band "Nach Fassbinder: Das bundesrepublikanische Kino der 1980er Jahre" (FD), HannaLadouls und MarcoLaVias Tragikomödie "Funny Birds" mit CatherineDeneuve (FR), MimiCaves auf Amazon gezeigter Film "Holland" mit NicoleKidman (FAZ) und die Apple-Serie "The Studio" mit SethRogen (taz, Zeit Online). Außerdem blickenTagesspiegel und Filmdienst auf die wichtigsten Kino-Neustarts der Woche.
Die polnische Künstlerin Alina Szapocznikow überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Bergen-Belsen und Theresienstadt, im Alter von nur 46 Jahren starb sie an Brustkrebs. Nicht nur in ihrer "Tumor-Reihe", die die vor allem für ihre Körperabgüsse von Mündern und Brüsten in Polyurethan berühmt gewordene Künstlerin in Folge der Krebsdiagnose schuf, verhandelt sie die Themen Körperlichkeit, Leben und Tod, stellt Christina Irrgang (Monopol) in der Schau "Körpersprachen" im Kunstmuseum Ravensburg fest: "Ob in Bronze gegossene Körperfragmente, mit Gold patinierte Maschinenteile, samtweich geschliffene Marmoroberflächen, amorph erhärtetes Polyurethan, im Mund zugerichtete Kaugummi-Plastiken oder vibrierende, doch bestimmt geführte Bleistiftlinien: Die Verbindung von Material und Form wirkt in Alina Szapocznikows Arbeiten unmittelbar, ja brutalistisch. (…) Ihre frühen Bronzen wie 'Exhuminiert' (1955/57), die aus einem kauernden Torso mit fragmentierten Beinen und ausgehöhltem Mund besteht, lassen das Publikum in der Ravensburger Ausstellung den Beginn ihres bildplastischen Arbeitens nachvollziehen. Die Entwürfe für Holocaust-Denkmäler in Gestalt erhobener, greifender Hände zeigen eine visuelle Sprache, der ein stummer, doch spürbarer Aufschrei innewohnt."
Szene aus "Eichmann - wo die Nacht beginnt". Foto: Yoshiko Kusano Der Frage nach dem Ursprung des Bösen widmet sich Roger Vontobel an den Bühnen Bern mit Stefano Massinis Stück "Eichmann - wo die Nacht beginnt" und Nachtkritiker Andreas Klaeui scheint vor allem von der Leistung der Schauspieler, die Eichmann und Hannah Arendt geben, beeindruckt: Claudius Körber "spielt das Böse als das Reguläre, er spielt nicht den Zynismus, der in der Eichmann-Figur angelegt ist, das macht den Zynismus umso größer. Immer bleibt er der kleine Junge, der einen guten Eindruck machen will, der Beste im System. Am Ende sind es opportunistische Karriere-Manöver, an denen die Massaker von Millionen Menschen hängen. Lucia Kotikovas Arendt geht dem mit Überlegenheit auf die Spur, sie betrachtet ihr Objekt wie ein Insekt, die unangezündete Zigarette in der Hand, umkreist ihre Fallstudie dozierend wie im Hörsaal, nagelt Eichmann fest mit unerbittlicher Präzision, wenn er sich in Whataboutismus und Euphemismen flüchtet, begegnet seiner opportunistischen Willfährigkeit immer mal auch mit Ironie. Die Kontrolle verliert sie einzig bei der Frage nach dem Beweggrund. Warum ging Eichmann den entscheidenden Schritt weiter?"
Weitere Artikel: Im taz-Gespräch erklärt die argentinische Choreografin und Tänzerin Constanza Macras, deren Stück "Back to the Present" nun nach mehr als 20 Jahren wieder an der Volksbühne aufgeführt wird, was die Haushaltskürzungen des Senats für die Berliner Kultur bedeuten: "Ich habe in den neunziger Jahren in New York erlebt, was passiert, wenn der Kultur die Gelder gekürzt werden. Man konnte nur noch Arbeiten machen, die sich kommerziell verkaufen ließen - nicht das Beste für Kunst."
Besprochen werden Beat Furrers kolonialismuskritische Oper "Das große Feuer" nach Sara Gallardos Roman "Eisejuaz" am Opernhaus Zürich (Zeit, VAN, Backstageclassical) und Nuran David Calis' Inszenierung von Roland Schimmelpfennigs "Lied vom Rand der Welt", eine Neufassung von Johann Strauss' "Zigeunerbaron" im Wiener Museumsquartier (Standard) und Maximilian Schusters Inszenierung von Marius von Mayenburgs Kammerspiel "Nachtland" an der Landesbühne Nord (taz).
Der Architekt Carlo Ratti leitet die 19. Architekturbiennale in Venedig. Im Welt-Gespräch mit Marcus Woeller erklärt er, wie er Venedig zum "Labor für Experimente" machen will, weshalb er von der Idee des Autors in Bezug auf Architekten nicht viel hält und wie "intelligente Architekur" auf das Bevölkerungswachstum reagieren kann: "Wir wissen, dass wir kurz vor dem Höchststand der Bevölkerung stehen. Das hat einen großen Einfluss darauf, was wir bauen müssen. Hier in Europa wollen einige Bürgermeister immer noch mehr und mehr bauen. Für wen, frage ich? Was wir unternehmen müssen, ist zu reparieren, was wir bereits haben. Auf der Biennale zeigen wir das Projekt 'The Other Side of the Hill' von dem Physiker Geoffrey West, dem Biologen Roberto Kolter und den Architekturtheoretikern Beatriz Colomina und Mark Wigley. Sie befassen sich mit demografischen Fragen - und sie untersuchen Gemeinschaften von Bakterien, die ihren Ressourcenverbrauch ausgleichen. Das fordert uns auf, die Grundlagen des Lebens auf der Erdeneu zu überdenken."
Dass deutscheAutomobile international immer weniger zu melden haben, liegt vielleicht auch am Design, meint Niklas Maak in der FAZ - und daran, dass deutsches funktionales Design schon länger nicht mehr das darin liegende Versprechen auf Gebrauchsfunktionalität erfüllt. "Das Bauhaus-Erbe sei verloren, sagt auch Paolo Tumminelli, Professor für Gestaltung in Köln. ... Ein Problem des deutschen Designs beginne schon mit der Luxusstrategie der Hersteller. ... Die Autoindustrie habe 'den Sinn für Alltagsbedürfnisse verloren. Sie stellen keine Produkte für normale Menschen mehr her.' Das Auto wird zum Schwellkörper, entworfen von großen Egos für große Egos. Man könnte lange spekulieren, was das aktuelle Design etwa des riesigen BMW XM über das soziale Milieu und die Gesellschaft aussagt, die solche Autos schätzt; die Kühlerfront signalisiert weithin sichtbar, dass hier jemand kommt, der den öffentlichen Raum nicht als Begegnungs- oder Kommunikationsraum, sondern als Kampfzone voller Fressfeinde betrachtet. ... Andere, kleinere Autos sehen dafür seltsam depressiv und erbost aus. Der Volkswagen ID2 schaut mit wulstigen Scheinwerferaugen in die Gegend wie ein unter Atemnot leidender Fisch, den man gegen seinen Willen aus den lichtlosen Regionen der Tiefsee an die Oberfläche zerrte. Will man so jeden Morgen angeschaut werden?"
Eher skeptisch kommtFAZ-Kritiker Clemens Haustein von der Eröffnung des Berliner Festivals MaerzMusik nach Hause: Zu beliebig erscheinen ihm die dargebotenen Klangexperimente, die sich mit dem bloßen Klingen und dem Aufhäufen von Geräuschen schon zufrieden geben. "Wo auf Sprachlichkeit und Gestik von Musik verzichtet wird und nur noch das Phänomen des Klangs (in dem nichts mehr mitschwingt außerhalb seiner selbst) im Vordergrund steht, wird es schwer, tragfähigeFormen zu bilden." Mitunter hört man Arbeiten, "die in ihrem Gleichmaß die trancebereite Unterwerfung des Hörers einfordern. Dass solche Klangkunst von einem aufmerksam und kritisch beteiligten Hörer eigentlich nichts wissen möchte, gehört zu den ganz aktuellen Aspekten an diesem Festivalauftakt. Da spiegeln sich allgemeine Tendenzen des Zeitgeistes, wobei sich die Maerzmusik ganz auf der Seite der Wokeness verortet mit einer starken Sensibilisierung für Fragen der Kolonialisierung, der Geschlechter."
Weiteres: Julian Weber berichtet in der taz von seiner Reise zum FestivalBabel in Marseille, bei dem sich ihm zeigte, "dass ein Kulturleben jenseits der angloamerikanischen Dominanz in den Kulturindustrien längst Realität ist. Ljubiša Tošić erinnert im Standard an PierreBoulez, der gestern 100 Jahre alt geworden wäre. Ueli Bernays blickt für die NZZ auf den Erfolg der Popsängerin SabrinaCarpenter. Die Jungle World lässt weiter über Punk diskutieren: Punk kann gar nicht sterben, weil er "wie ein Süßwasserpolyp" ist, "der sich ständig erneuert", meint Philipp Meinert. Frederik Hanssen erklärt in seiner Klassikkolumne für den Tagesspiegel, wie Klassikprogramme zustande kommen. SZ-Kritiker Peter Richter hatte sichtlich viel Freude bei der großen und laut-wummsigen Präsentation von DJHells und JonathanMeeses zweitem gemeinsamen Album, "Gesamtklärwerk Deutschland", das eine Hommage an Kraftwerk darstellt: "Dieses Album ist aber auch tatsächlich unglaublich, eigentlich sogar unmöglich".
Besprochen wird ein Konzert des MichaelWollnyTrios in Frankfurt (FR).
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