Efeu - Die Kulturrundschau
Es klopft und schleift und blubbert
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21.08.2024. Die Feuilletons sind weitgehend zufrieden mit der Longlist für den Deutschen Buchpreis, auch wenn sie verlagstechnisch diverser hätte ausfallen dürfen. Immerhin gibt es genug Autoren aus Ostdeutschland und Osteuropa. Die FAZ erzählt vom Prozess gegen die Theatermacherinnen Schenja Berkowitsch und Swetlana Petrijtschuk. Schwimmen wir bald zur Arbeit, fragt sich der Guardian. Und die Filmkritiker reiten mit Kevin Costner einem Fiasko entgegen.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
21.08.2024
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Literatur
Die Longlist für den Deutschen Buchpreis ist da - auf Eichendorff21 haben wir die nominierten Bücher für Sie zu einem komfortablen Büchertisch für Ihre Lektüre bis zur Preisverleihung am 14. Oktober zusammengestellt. 13 Autorinnen und sieben Autoren gehen ins Rennen. FR-Kritikerin Judith von Sternburg stößt beim Durchsehen auf "bereits viel beachtete Titel". Allerdings ist es "kein so erfreulicher Jahrgang für kleinere Verlage": Die großen Häuser machen die Sache im wesentlichen unter sich aus: Allein Rowohlt kommt auf vier Nominierungen."Es wird wieder brillant erzählt in der deutschen Literatur", jubelt Andreas Platthaus auf FAZ.net, "und zwar fiktional, nicht notwendig selbstbezogen, wie es in den vergangenen Jahren zu oft der Fall war". Wobei dieser Eindruck "aber auch mit der literarisch eher konservativ gestimmten Besetzung der siebenköpfigen Jury zusammenhängen kann". In der SZ beobachtet Marie Schmidt: "Migrantische Perspektiven sind vorhanden, aber nicht stark vertreten, Stoffe und Autoren aus Ostdeutschland und Osteuropa schon eher." Und tazlerin Julia Hubernagel stellt eine Tendenz in der Auswahl fest: "Je auswegloser die Weltlage, desto verführerischer erscheint die Flucht in die Introspektion."
Weiteres: Stefan Trinks ist sich in der FAZ ziemlich sicher, dass ein Herrenhaus im nordböhmischen Frýdlant Kafka als Vorlage für "Das Schloss" diente. Besprochen werden unter anderem Maja Pflugs und Klaudia Ruschkowskis Neuübersetzung von Elsa Morantes "La Storia" (NZZ), Adam Zagajewskis Gedichtband "Das wahre Leben" (NZZ), Daisy Hildyards "Notstand" (FR), Sebastian Heinrichs "Kurz gesagt: Italien" (FAZ) und Nora Bossongs "Reichskanzlerplatz" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bühne
Offiziell wurden die russischen Theatermacherinnen Schenja Berkowitsch und Swetlana Petrijtschuk wegen ihres Theaterstücks "Finist - heller Falke" in Moskau zu sechs Jahren Strafkolonie verurteilt, vielmehr ging es wohl aber um putinkritische Gedichte, die Berkowitsch veröffentlichte, vermutete Viktor Jerofejew bereits vor einigen Wochen in der FAZ (unser Resümee). Um den Gedichten nicht mehr Publizität zu bescheren, musste das Stück kriminalisiert werden, ergänzt Kerstin Holm, die, ebenfalls in der FAZ, nachzeichnet, wie die russische Justiz einfach Aussagen in ihr Gegenteil verkehrt. Das Stück warnte dezidiert vor der Verführung junger Frauen durch islamistische Terroristen - Fälle, die auch in Russland bekannt sind. Um dem Stück "Rechtfertigung von Terrorismus" vorzuwerfen, stützte sich die Staatsanwaltschaft daher "auf die 'destruktologische' Expertise des nationalistischen Religionshistorikers Roman Silantjew, der das Rechtsschutzzentrum des von der Russischen Orthodoxen Kirche gegründeten Weltweiten russischen Volkskonzils leitet. Dieses Zentrum will die Rechte des russischen Volkes schützen und betrachtet Rechte von Frauen, religiösen oder sexuellen Minderheiten, für die sich Menschenrechtler einsetzen, als Bedrohung. Silantjew richtete 2019 an der Moskauer Linguistischen Universität ein Labor für die von ihm selbst begründete Pseudowissenschaft 'Destruktologie' ein, die destruktive Subkulturen diagnostizieren will, um sie auszumerzen."

Als "Fest der Kommunikation" erlebt SZ-Kritiker Egbert Tholl den Auftakt des Zürcher Theaterspektakels, vor allem auch, weil die an den verschiedenen Spielorten verhandelten Themen so gut untereinander korrespondieren. Es geht um Ökologie, den Globalen Süden und den reichen Norden, um Post-Neo-Kolonialismus und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Besonders "ergreifend" findet Tholl das Stück "A Hole in Waiting" von Calvin Ratladi: "Ein Requiem auf alle Toten, die der Bergbau in Südafrika forderte. Ratladi ist ein Xhosa, hat einen verkrüppelten Körper, seit Generationen schuftete seine Familie im System kolonialer Ausbeutung. Zusammen mit dem fantastischen Musiker Xolisile Bongwana erschafft er ein ergreifendes Ritual, die Überwindung der Tränen zu einem wiedergefundenen Stolz."
"Erhellend und inspirierend" erscheint auch Nachtkritikerin Valeria Heintges der Auftakt, wenngleich Festivalleiter Matthias von Hartz bei der Eröffnung versprach: "Dieses Jahr gibt es nichts zu lachen". Entsprechend diskursiv ging es zu bei den Stammtischen, "einem Format, an dem die Künstler mit Interessierten an einem langen Holztisch über die Themen ihrer Werke ins Gespräch kommen können. Zusammen mit Sunny Dolat von 'The Nest Collective' entwickelte sich ein gemeinsames Nachdenken über Second-Hand-Kleidung, die in riesigen Stoffballen in afrikanischen Ländern wie Kenia, Ghana oder Ruanda landet, dort die heimische Industrie und das lokale Handwerk zerstört und, weil der Anteil an minderwertiger Ware mit rund 40 Prozent viel zu hoch ist, auf längst überfüllten Deponien oder oft genug in der Umwelt endet. 'Waste Colonialism' nennt Sunny Dolat das."
Besprochen werden das Schauspiel "Bambi und die Themen" von Bonn Park am Hannoveraner Theater an der Glocksee (taz), eine Inszenierung von Carl Orffs Oper "Die Kluge" für Kinder bei den Salzburger Festspielen (FAZ) und Wu Tsangs filmische Bizet-Inszenierung "La gran mentira de la muerte" im Museu d'Art Contemporani de Barcelona (FAZ).
Film

Kevin Costners über vierzig Jahre lang entwickeltes Herzensprojekt "Horizon" kommt in die Kinos - und ist doch nur der erste, aber drei Stunden lange Teil einer Western-Saga, die bei Erfolg mal vier Teile und zwölf Stunden Laufzeit umfassen soll. Der zweite Teil hat demnächst Premiere beim Filmfestival in Venedig, angesichts desaströser Kritiken in den USA und völligem Schiffbruch dort an den Kassen steht die Zukunft des Projekts jedoch unter keinem guten Stern. Als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller will Costner damit seine Version des amerikanischen Gründungsmythos und im Zuge auch die Geschichte der indigenen Bevölkerungen erzählen. "All diese Handlungsstränge versucht 'Horizon' mit viel erzählerischem Aufwand in seinem Western-Panorama zu etablieren, ohne dass die Archetypen zu Figuren werden", stellt Andreas Busche im Tagesspiegel fest. Und "Costner auf einem Pferderücken, im Hintergrund eine imposante Landschaft, reichen über dreißig Jahre nach 'Der mit dem Wolf tanzt' als Attraktion nicht mehr aus."
Aus Costners Projekt spricht seine "Liebe zum sensibleren, zweifelnden Spätwestern", schreibt Jenni Zylka in der taz, die nach diesen drei Stunden allerdings nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht: Er "entwirft ein schier unübersichtliches Wimmelbild an Handlungssträngen und Motiven, Charakteren und angedeuteten Vorgeschichten, Zeit- und Ortssprüngen. "Der Film könnte zu seinem 'Heaven's Gate' werden", schreibt Marian Wilhelm im Standard, "jenem berüchtigten finanziellen Western-Fiasko von 1980, das am Ende der New-Hollywood-Ära steht. ... Kapitel eins seiner Saga erinnert vor allem an die ersten Folgen einer Streamingserie, die viel anreißen, aber ihre Wucht erst im Staffelfinale ausspielen. Lebendig bleibt der Western aber nur, wenn er das reale Amerika von heute als mythische Utopie spiegeln kann. Mitten im brisanten US-Wahlkampf liefert 'Horizon' in dieser Hinsicht lediglich eine Mischung aus großformatigem Geschichtsunterricht und Nostalgie."
Weitere Artikel: Irene Genhart resümiert im Filmdienst das Filmfestival in Locarno, wo vor allem Filme über die Lage von Frauen die Gunst der Jury fanden. In der FAZ gratuliert Andreas Kilb Peter Weir zum 80. Geburtstag. Michael Ranze schreibt im Filmdienst zum Tod von Alain Delon (weitere Nachrufe hier). Besprochen werden Eli Roths auf einem Computerspiel basierende Apokalypsen-Sause "Borderlands" (Standard) und ein vorerst nur in der Schweiz gezeigter Dokumentarfilm über den kubanischen Regisseur Nicolás Guillén Landrián (NZZ).
Kunst

Mit der Völkinger Hütte im Saarland gibt es einen der derzeit spannendsten deutschen Kunstorte zu entdecken, versichert Cornelia Garnitta, die sich für Monopol vor Ort die Ausstellung "Man & Mining" angesehen hat, in der auf Bildern unter anderem von Sebastião Salgado, Pieter Hugo und Lu Guang die Folgen des weltweiten Rohstoffabbaus auf Kosten von Mensch und Natur thematisiert werden: "Während die Foto-Serie 'Permanent Error' des Südafrikaners Pieter Hugo den Betrachtenden mit tausenden Tonnen von elektronischem Schrott aus Europa in Ghana konfrontiert, der von Anwohnern nach Wertstoffen durchforstet wird, hat das Kollektiv Unknown Fields für seine Installation 'Rare Erthenware' Vasen aus Schlamm geformt, der bei der Gewinnung seltener Erden angefallen ist. Ein Behälter entspricht dabei der Abfallmenge, die bei der Produktion eines Smartphones, eines Laptops und einer E-Auto-Batterie entsteht. Der Schlamm ist radioaktiv und stammt aus einem See in der Inneren Mongolei in China."
1926 in Nürnberg geboren, entkam Gustav Metzger 1939 dem Holocaust dank der Kindertransporte nach England. Zeit seines Lebens thematisierte der 2017 in London gestorbene Künstler, bekannt für seine "autodestruktive Kunst", die Zerstörungskraft der Menschheit, nicht zuletzt am Massenmord an Jüdinnen und Juden, erinnert Claus Leggewie in der taz nach seinem Besuch in der Metzger-Retrospektive im Frankfurter Museum für Moderne Kunst, die ihm zeigt, dass es bei Metzger nicht immer "krachen" musste: "Wie 'Kunst nach Auschwitz' aussehen kann, demonstrieren in Frankfurt drei Exponate der Serie 'Historic Photographs' (1995/99), die Fotodokumente von NS-Verbrechen nicht ikonisch ausstellen, sondern bewusst verhüllen. Die Aufnahme von Jüdinnen und Juden in Wien, die 1938 mit Zahnbürsten Gehsteige säubern mussten, wird nur sichtbar, wenn man sich auf den Boden unter eine gelbe Decke begibt; das berühmte Foto des von Soldaten umringten kleinen Jungen im Warschauer Ghetto hat Metzger bis auf einen Spalt mit Holzplanken verhängt. Beeindruckend sind vor allem die stillen, ernsten Kinderporträts, die Metzger 1949 wohl in Erinnerung an seine Gefährten auf den Kindertransporten skizziert hat. Aus ihren Gesichtern sind alle Merkmale einer unbeschwerten Kindheit entwichen."
Weitere Artikel: Sophie Plagemann, seit September 2020 als Bereichsmanagerin der Sammlung in der Stiftung Stadtmuseum Berlin tätig, wird auf Paul Spies als künstlerische Direktorin der Stiftung folgen, meldet unter anderem der Tagesspiegel. Ebenfalls im Tagesspiegel stellt Gunda Bartels das Büro Chezweitz vor, das unter anderem für die Szenografie im Jüdischen Museum Berlin, dem Bauhaus Museum Dessau oder dem Moderna Museet Stockholm verantwortlich zeichnet.
Besprochen werden die Caspar-David-Friedrich-Ausstellung im Albertinum und Kupferstichkabinett Dresden, in der Dankwart Guratzsch (Welt) erkennt, dass Friedrich keine Abbilder der Natur, sondern "Seelenlandschaften" malte und die Ausstellung "Das Gold der Akan" mit Artefakten aus Westafrika im Knauf-Museum Iphofen (SZ).
Musik
Thomas Lindemann staunt im Frankfurter Allgemeine Quarterly: Der modulare Analog-Synthesizer kehrt in den Clubs gerade im ganz großen Stil zurück - und mit Jessica Kert, Rachel Lyn, JakoJako, Sarah Sommers und vielen weiteren sind es maßgeblich Frauen, die diese Entwicklung vorantreiben und im Zuge die Männerdomäne der Kabelstecker und Knöpfchendreher als solche erodieren. "'Modulare Musik besteht für mich aus Synthesizer-Arpeggios, also kleinen Figuren, die wiederholt werden, oft mit so plucky Synths, die ein wenig wie ein Zupfinstrument klingen', sagt Sibel Koçer", die als JakoJako auftritt. "'Und der Beat ist polyrhythmisch, tanzbar, hat aber verschiedene Metren gleichzeitig." Auf ihrer aktuellen Single "klopft und schleift und blubbert es, die Melodien ploppen scharf aus einem Industrial-Klangwald hervor. Als Nächstes erscheint von ihr ein Ambient-Album, also ganz ruhige, quasi stehende Musik. ... Klanglich kann alles passieren, und man weiß nie genau, was kommt."
Das Konzert des West-Eastern-Divan-Orchestras unter Daniel Barenboim mit Anne-Sophie Mutter an der Geige beim Lucerne Festival machte NZZ-Kritiker Marco Frei sehr betroffen: Orchestergründer Barenboim wirkte nicht nur gesundheitlich angeschlagen, auch schien ihm die aktuelle Weltlage in Nahost auf den Schultern zu lasten. Es "lässt sich kaum ermessen, welchen Schmerz" er "empfinden muss angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im Nahen Osten, die auch alle Früchte seiner jahrzehntelangen Versöhnungsarbeit infrage stellen. Beim Gastspiel ... schien das auch seine durchweg verhaltene Sicht auf die Werke zu prägen. Nun ist Barenboim zwar bekannt für getragene Tempi, aber in Luzern wandelte sich dies stellenweise beklemmend in einen Ausdruck von Hoffnungslosigkeit. Der revolutionäre Funke, der normalerweise in Beethovens 7. Sinfonie glüht, wollte nicht zünden. Ein kraftvoll-trotziges 'Jetzt erst recht', so typisch für Beethoven, stellte sich kaum ein."
Weitere Artikel: Karl Fluch stellt im Standard die österreichische Musikerin Oska vor, die in den kommenden Tagen Supporting Act für die Wiener Auftritte von Coldplay ist. Oskar Piegsa plaudert für Zeit Online mit Peter Kraus über Leben und Werk. Besprochen werden Maxim Billers Singer-Songwriter-Album "Studio" (NZZ) und das postume Konzertalbum "Opus" des letztes Jahr verstorbenen japanischen Komponisten und Musikers Ryuichi Sakamoto (FR, Pitchfork).
Das Konzert des West-Eastern-Divan-Orchestras unter Daniel Barenboim mit Anne-Sophie Mutter an der Geige beim Lucerne Festival machte NZZ-Kritiker Marco Frei sehr betroffen: Orchestergründer Barenboim wirkte nicht nur gesundheitlich angeschlagen, auch schien ihm die aktuelle Weltlage in Nahost auf den Schultern zu lasten. Es "lässt sich kaum ermessen, welchen Schmerz" er "empfinden muss angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im Nahen Osten, die auch alle Früchte seiner jahrzehntelangen Versöhnungsarbeit infrage stellen. Beim Gastspiel ... schien das auch seine durchweg verhaltene Sicht auf die Werke zu prägen. Nun ist Barenboim zwar bekannt für getragene Tempi, aber in Luzern wandelte sich dies stellenweise beklemmend in einen Ausdruck von Hoffnungslosigkeit. Der revolutionäre Funke, der normalerweise in Beethovens 7. Sinfonie glüht, wollte nicht zünden. Ein kraftvoll-trotziges 'Jetzt erst recht', so typisch für Beethoven, stellte sich kaum ein."
Weitere Artikel: Karl Fluch stellt im Standard die österreichische Musikerin Oska vor, die in den kommenden Tagen Supporting Act für die Wiener Auftritte von Coldplay ist. Oskar Piegsa plaudert für Zeit Online mit Peter Kraus über Leben und Werk. Besprochen werden Maxim Billers Singer-Songwriter-Album "Studio" (NZZ) und das postume Konzertalbum "Opus" des letztes Jahr verstorbenen japanischen Komponisten und Musikers Ryuichi Sakamoto (FR, Pitchfork).
Architektur
Es wird viel darüber sinniert, wie der Gebäudesektor bis 2045 klimaneutral werden kann, gemacht wird bislang wenig, konstatiert der Stadtplaner Robert Kaltenbrunner in der FR. Aber um Architektur wirklich klimaneutral zu machen, brauche es erstmal eine "Bewusstseinssanierung": "Dabei geht es um das Erzwingen von Kreislaufwirtschaft, Förderung und Forderung von Bauweisen mit nachhaltigen Baustoffen (nicht nur Holz, auch Stroh und Lehm), Vermeidung von Neubauten durch Umnutzung des Bestands in großem Stil (Stichwort graue Energie), städtebauliche Verdichtung, Verkehrsvermeidung durch Nutzungsmischung und vieles mehr. ... Der Ingenieur Werner Sobek, der seit zwei Jahren schwerpunktmäßig die klimarelevanten Faktoren des Bauwesens untersucht, sammelt einschlägige Gruselgeschichten. Eine davon: In und um München stehen aus Umweltschutzgründen keine bezahlbaren Deponien zur Verfügung. Der Bauschutt wird per Lkw mehr als 500 Kilometer weit nach Nordtschechien und Südpolen gekarrt und dort preisgünstig deponiert."
Stichwort "Umorganisation des innerstädtischen Verkehrs": Schwimmen wir bald zur Arbeit, fragt sich Oliver Wrainwright im Guardian - nicht erst, seit die Seine für die Olympischen Spiele freigegeben wurde und zitiert den australischen Landschaftsarchitekten Matt Sykes: "'Durch den Klimawandel sind Städte gezwungen, sich anzupassen. Der Zugang zum Schwimmbad wird zu einem unvermeidlichen Bestandteil des städtebaulichen Vokabulars werden. (…) In den Augen von Sykes sollten schwimmende Pontons und Duschen am Flussufer ebenso selbstverständlich zum Stadtbild gehören wie Radwege und Bänke - und er und seine Mitbefürworter drängen darauf, dies Wirklichkeit werden zu lassen."
Weitere Artikel: Für den Aufmacher des FAZ-Feuilletons besucht Andreas Platthaus das Gartenreich Dessau-Wörlitz, wo durch archäologische Forschung während der Aufklärung nachgebildete Grabstätten auftauchten.
Stichwort "Umorganisation des innerstädtischen Verkehrs": Schwimmen wir bald zur Arbeit, fragt sich Oliver Wrainwright im Guardian - nicht erst, seit die Seine für die Olympischen Spiele freigegeben wurde und zitiert den australischen Landschaftsarchitekten Matt Sykes: "'Durch den Klimawandel sind Städte gezwungen, sich anzupassen. Der Zugang zum Schwimmbad wird zu einem unvermeidlichen Bestandteil des städtebaulichen Vokabulars werden. (…) In den Augen von Sykes sollten schwimmende Pontons und Duschen am Flussufer ebenso selbstverständlich zum Stadtbild gehören wie Radwege und Bänke - und er und seine Mitbefürworter drängen darauf, dies Wirklichkeit werden zu lassen."
Weitere Artikel: Für den Aufmacher des FAZ-Feuilletons besucht Andreas Platthaus das Gartenreich Dessau-Wörlitz, wo durch archäologische Forschung während der Aufklärung nachgebildete Grabstätten auftauchten.
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