Efeu - Die Kulturrundschau
Konzentration auf das Sichtbare
Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
02.08.2025. Die Theaterkritiker trauern um Robert Wilson, den unbeugsamen Radikalen unter den Theatermachern. Außerdem: Die FAZ bestaunt in Paris die fantastischen Roben von Charles Frederick Worth und Paul Poiret. Die SZ versteht, warum der Schauspieler Pedro Pascal derzeit so beliebt ist: Er ist so nett! Die FAZ versteht, warum die Arbeiterfotografie der Weimarer Republik derzeit so beliebt ist: Sie ist so emotional. Die FR verzweifelt an der Pop-Linken und ihrer Hamas-Verehrung. Im Interview mit der FAS spricht der Autor Jiaming Tang über Homosexualität in China, wo sie kulturell nicht existiert.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
02.08.2025
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Bühne

In der SZ beschreibt ihn Reinhard J. Brembeck als einen der "ganz großen und unbeugsamen Radikalen unter den Theatermachern". Seine Inszenierungen hatten "eines gemeinsam: die Handlungslosigkeit, sie war Wilson lieb und zentral. Genauso die hingebungsvolle Konzentration auf das Sichtbare. Wilson beharrt darauf, dass an der Oberfläche alles zu finden sei, die Magie wie das Geheimnis. Das aber ist ein ureuropäischer Gedanke, schon die alten Griechen glaubten daran. Erst spätere Jahrhunderte versuchten, hinter der Oberfläche das Wesentliche eines Menschen zu verorten, vor allem in Deutschland ist dieser Gedanke nach wie vor en vogue."
Weitere Nachrufe schreiben in der Berliner Zeitung Ulrich Seidler, der daran erinnert, wie beeindruckt Heiner Müller war "von der durchästhetisierten, unpsychologischen Herangehensweise des Texaners ... Und tatsächlich interferierten die welt- und geschichtssatten Traumtexte Müllers mit den masselosen Installationen von Wilson auf das Beste." In der Welt schreibt Manuel Brug, in der NZZ Bernd Noack, in der Zeit Peter Kümmel, in der FAZ Andreas Rossmann und im Tagesspiegel Rüdiger Schaper.
Außerdem: In der nachtkritik berichtet Falk Lörcher vom Berlin Circus Festival auf dem Tempelhofer Feld. Patrick Bahners besucht für die FAZ die letzte Aufführung der "Ring"-Inszenierung von Valentin Schwarz in Bayreuth. Und Edo Reents gratuliert in der FAZ dem Schauspieler und Synchronsprecher von Michael Douglas Volker Brandt zum Neunzigsten.
Besprochen werden Gregor Bloébs Inszenierung von Shakespeares "Romeo und Julia" am Tiroler Volksschauspiele Telfs (nachtkritik, Standard), Barrie Koskys Inszenierung von Vivaldis "Hotel Metamorphosis" bei den Salzburger Festspielen (FR, Standard - beide hingerissen!) und Philippe Manourys Inszenierung von Karl Kraus' Drama "Die letzten Tage der Menschheit" an der Oper Köln (nmz).
Literatur

Der Schriftsteller Marko Martin erzählt in der Literarischen Welt von seinen Begegnungen mit der Intellektuellen- und Literatenszene in Estland. Dabei trifft er unter anderem auf den Schriftsteller, Japanlogen und früheren Universitätsrektor Rein Raud, der von der estnischen Erfahrung unter der russischen Knute und danach erzählt: "Meine Romangestalten suchten wie wir alle nach einem freien Leben ohne staatliche Willkür", erzählt Raud. "Fast jeder von uns hat Vorfahren, die 1940 nach dem Ende des unabhängigen Estland oder dann 1944 nach Weltkriegsende ermordet oder nach Sibirien deportiert worden waren, immerhin circa 14 Prozent der Bevölkerung. Wir wissen also bereits aus den eigenen Familienbiografien, was 'russki mir' heißt - das nicht zufällig sowohl russische Welt als auch russischer Frieden bedeutet. Und dass Putins Reich in den eroberten und ethnisch gesäuberten Gebieten der Ostukraine nichts anderes anzubieten hat als strafloses Morden und Vergewaltigen und das Klauen von Kühlschränken, das wissen natürlich auch die hiesigen Schriftsteller und Intellektuellen, über die Generationen hinweg, jenseits aller politischen oder literarischen Differenzen."
Weitere Artikel: Julia Hubernagel ärgert sich in der taz darüber, dass immer mehr namhafte deutsche Verlage ihre Buchcover mit KI-Einsatz gestalten. Richard Kämmerlings hat für die Literarische Welt Gerti Tetzner besucht, die in der DDR 1974 als Schriftstellerin erfolgreich war, dann aber im Zuge der Biermann-Proteste von der Obrigkeit abgesägt wurde und nun im hohen Alter wieder zu schreiben beginnt. Die FAZ dokumentiert in "Bilder und Zeiten" die Rede "Sei eine Ameise der Kinderlyrik", die der Dichter Arne Rautenberg in der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der Reihe "Frankfurter Autor*innenvorträge zur Kinder- und Jugendliteratur" gehalten hat. Im Literarischen Leben der FAZ sprechen Jona Krützfeld und Martin Schult mit der Schriftstellerin Ulrike Draesner anlässlich von 75 Jahren Friedenspreis des Deutschen Buchhandels über Astrid Lindgren, die den Preis im Jahr 1978 erhielt. Der Schriftsteller Hans Christoph Buch erzählt in "Bilder und Zeiten" der FAZ davon, wie er in jungen Jahren nach Stockholm trampte, um bei Peter Weiss an die Tür zu klopfen. Rüdiger Schaper eröffnet im Tagesspiegel das Rilke-Jahr. Ronald Pohl erinnert im Standard an Ernst Jandl, der vor 100 Jahren geboren wurde. In der Langen Nacht des Dlf Kultur widmet sich Hans Bräunlich Kurt Tucholsky. Außerdem veröffentlicht (PDF) die Jury von Dlf Kultur die Krimibestenliste des Monats. Auf Platz Eins: "Die Verpflichtung" von Gregory Galloway.
Besprochen werden unter anderem Tor Ulvens "Grabbeigaben" (online nachgereicht von der FAZ), Katharina Köllers "Wild wuchern" (FAZ), Jan Costin Wagners "Eden" (FR), Richard Overys "Hiroshima. Wie die Atombombe möglich wurde" (FR), Sylvie Schenks "In Erwartung eines Glücks" (FAZ), Mieko Kawakamis "Das gelbe Haus" (LitWelt) und zahlreiche weitere Bücher, darunter "Garstiger Morgen" von Hiromi Ito (Dlf Kultur). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der Frankfurter Anthologie schreibt Joachim Sartorius über Miroslav Holubs "Atlantikfahrt":
"Es ist peinlich,
aber noch sind zu viel Wasser,
zu viel Luft ..."
Film
"Gegrüßet seist du, Pedro, voll der Gnade, der Herr ist mit dir", dichtet Kathleen Hildebrand in der SZ den katholischen Rosenkranz um und bringt damit die kultische Verehrung auf den Punkt, die dem Schauspieler Pedro Pascal in diesem Sommer entgegengebracht wird. Erst der Riesenerfolg in der "Star Wars"-Serie "The Mandalorian", gefolgt von Aufritten in weiteren Serien und in Cannes, aktuell drei Filme im Kino - und das Internet steht völlig Kopf. "Das Rührende" daran: Diese Liebe hat ihren Quell nicht nur in seinem guten Aussehen. Sondern, vor allem, in seiner Nettigkeit. ... Und weich ist er auch noch: Pascal steht offen zu seiner sozialen Angststörung. Dass er bei Filmpremieren so viel kuschelt, liegt wohl daran, dass Körperkontakt ihn beruhigt."
Aus Pedro Pascals Instagram eingebettet: seine tolle Fotostrecke für Vanity Fair.
Weitere Artikel: Im Buch Zwei der SZ porträtiert Sonja Zekri den Berliner Schauspieler Kida Ramadan, der wahrscheinlich am 5. August nach einem Jahr Gefängnis aus der Haft entlassen wird. Fritz Göttler führt in der SZ durch die wechselhafte Karriere von Liam Neeson. In der FAZ gratuliert Edo Reents Volker Brandt, der als Synchronsprecher die Standardstimme von Michael Douglas ist, zum 90. Geburtstag.
Besprochen werden die Wim-Wenders-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn (FAS) Gabrielle Bradys auf Arte gezeigter Dokumentarfilm "Die Wölfe kommen immer nachts" über das Leben in der mongolischen Steppe (FAZ), Peter Kerekes' Doku "Unter einem guten Stern" über eine Astrologin (Standard) und Amy Odells Biografie über die Schauspielerin Gwyneth Paltrow (WamS).
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Weitere Artikel: Im Buch Zwei der SZ porträtiert Sonja Zekri den Berliner Schauspieler Kida Ramadan, der wahrscheinlich am 5. August nach einem Jahr Gefängnis aus der Haft entlassen wird. Fritz Göttler führt in der SZ durch die wechselhafte Karriere von Liam Neeson. In der FAZ gratuliert Edo Reents Volker Brandt, der als Synchronsprecher die Standardstimme von Michael Douglas ist, zum 90. Geburtstag.
Besprochen werden die Wim-Wenders-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn (FAS) Gabrielle Bradys auf Arte gezeigter Dokumentarfilm "Die Wölfe kommen immer nachts" über das Leben in der mongolischen Steppe (FAZ), Peter Kerekes' Doku "Unter einem guten Stern" über eine Astrologin (Standard) und Amy Odells Biografie über die Schauspielerin Gwyneth Paltrow (WamS).
Musik
Klaus Walter verzweifelt in der FR angesichts des Zustands der Poplinken, deren Vertreter sich scharenweise dem BDS und vergleichbaren Bewegungen anschließen - nicht alle von ihnen sind antisemitisch eingestellt, aber bei einigen verwischen die Grenzen ins ungut Diffuse. "Ins Groteske kippt der Anti-Israel-Furor bei Künstlern, die sich außerhalb der Heteronorm verorten und gegen queerfeindliche Politiken agi(ti)eren, angesichts der Tatsache, dass Israel das einzige Land weit und breit ist, in dem Nichtheteros halbwegs gefahrlos leben können. ... Und es geht noch absurder: 'Stonewall war eine Intifada', verkünden Lesben und Queers 'for Palestine', klar, das Massaker der Hamas beim unter LGBTQ+ People beliebten Supernova Festival war demnach ein legitimer Akt des Widerstands?" Dem Furor der antideutschen Linken oder eines Kolja Podkowik von der Antilopen Gang, für den der Popbetrieb ein einziges "antisemitisches Shithole" sei, will Walter sich aber auch nicht anschließen.
Weitere Artikel: Gunnar Meinhardt plaudert für die WamS mit Hendrick Simons, der in seiner Kindheit Heintje war und demnächst siebzig wird. Sehr bewundernswert findet es Jens Jessen in der Zeit am Wochenende, dass Nick Cave, der anfangs noch sehr gegen KI gewettert hatte, nun einen ki-reanimierten Elvis durch sein Video tanzen lässt und diese Entscheidung in seinem Online-Journal auch tapfer vor seinen Fans verteidigt: "Die wirklich erschütternde Pointe besteht vielmehr in dem dumpfen Fankult eines Publikums, das auf der Unwandelbarkeit seiner Idole besteht."
Besprochen werden das neue Album von Wet Leg ("ein zeitgemäßes Album, dem jede Form von Nostalgie fremd ist", freut sich Philipp Kressmann in der Jungle World), ein Auftritt von Mount Zion in Linz (Presse), ein Konzert von Kate Nash in Frankfurt (FAZ) und Barbra Streisands neues Album "The Secret of Life: Partners Volume 2" mit Duetten mit Kollegen ("Hier klingen Gegenwart und Überzeitlichkeit als weltlich entspannte, wettbewerbsfreie Klangtrinität harmonisch zusammen", hält Manuel Brug in der WamS fest). Hier schmust sie sich gemeinsam mit Bob Dylan durch ein Liebeslied:
Weitere Artikel: Gunnar Meinhardt plaudert für die WamS mit Hendrick Simons, der in seiner Kindheit Heintje war und demnächst siebzig wird. Sehr bewundernswert findet es Jens Jessen in der Zeit am Wochenende, dass Nick Cave, der anfangs noch sehr gegen KI gewettert hatte, nun einen ki-reanimierten Elvis durch sein Video tanzen lässt und diese Entscheidung in seinem Online-Journal auch tapfer vor seinen Fans verteidigt: "Die wirklich erschütternde Pointe besteht vielmehr in dem dumpfen Fankult eines Publikums, das auf der Unwandelbarkeit seiner Idole besteht."
Besprochen werden das neue Album von Wet Leg ("ein zeitgemäßes Album, dem jede Form von Nostalgie fremd ist", freut sich Philipp Kressmann in der Jungle World), ein Auftritt von Mount Zion in Linz (Presse), ein Konzert von Kate Nash in Frankfurt (FAZ) und Barbra Streisands neues Album "The Secret of Life: Partners Volume 2" mit Duetten mit Kollegen ("Hier klingen Gegenwart und Überzeitlichkeit als weltlich entspannte, wettbewerbsfreie Klangtrinität harmonisch zusammen", hält Manuel Brug in der WamS fest). Hier schmust sie sich gemeinsam mit Bob Dylan durch ein Liebeslied:
Kunst
In "Bilder und Zeiten" (FAZ) fragt sich Bernd Stiegler, woher das neue, durch zahlreiche Studien dokumentierte Interesse an der Arbeiterfotografie der Weimarer Republik kommt. Sie ist so wenig bildbandtauglich, denkt er sich, und eröffnet einen neuen Blick auf die Fotografie jener Zeit: "Man verlässt das Feld der Kunstgeschichte, in der Karl Blossfeldt, Albert Renger-Patzsch oder August Sander, um nur das Dreigestirn der Neusachlichen Fotografie zu nennen, mittlerweile fest etabliert sind, und betritt das der Visual Culture, das auch ohne Namen auskommt. Viele der seinerzeit publizierten Aufnahmen trugen nämlich keine Namen. Sie stammen von Arbeitern, nicht von Künstlern. Dadurch ergibt sich - und das dürfte ein zweites Faszinosum dieser Aufnahmen sein - eine andere Haltung zu den Bildern, die ganz bewusst auf eine emotional-solidarische Mobilisierung zielen. Nicht die politische Position der Fotografen ist entscheidend, sondern die emotionale Wirkung ihrer Bilder."
Weiteres: In der NZZ berichtet Philipp Meier von der Arte Soazza im Misox, wo zehn Künstler Werke vor Ort geschaffen haben. Besprochen werden die Ausstellung "Fiona Tan: Monomania" im Rijksmuseum Amsterdam (Welt), eine Ausstellung mit Arbeiten von Ursula Sax und Renate Hampke in der Berliner Galerie Semjon Contemporary (Tsp), eine Ausstellung des österreichischen Künstlers und Umweltaktivisten Edgar Honetschläger im Nordico-Stadtmuseum in Linz (Standard) und eine Ausstellung des Maler-Ehepaar SOOKI und Mathias Koeppel in der Berliner Galerie Nierendorf (Tsp).
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Architektur
Niklas Maak hat in der FAZ wenig Sympathie für die Pläne des Milliardärs Klaus-Michael Kühne, am Hamburger Baakenhafen eine neue Oper zu bauen, ohne einen öffentlichen Wettbewerb auszuschreiben: "... wenn man, wie Kultursenator Carsten Brosda, der an sich ein Glücksfall für Hamburg ist, 'an die lange Tradition der Bürgeroper anknüpfen' will, die bis zur 1678 von Hamburger Bürgern gegründeten Oper am Gänsemarkt zurückreicht: Wäre dann nicht ein etwas genaueres öffentliches Nachdenken darüber, was heute eine Oper sein kann, was in ihrem Bau tagsüber stattfindet, angemessener gewesen als derartige Hinterzimmerdeals?"
Weitere Artikel: In der FAZ gratuliert Maak außerdem der französischen Architektin Anne Lacaton zum Siebzigsten, und in der FAS betrachtet er Pläne für neue Städte in Gaza, The Line in Saudi-Arabien, die neue Hauptstadt Ägyptens oder bei San Francisco, die von Unternehmensberatern und Tech-Firmen geplant werden: Überwachung und Kontrolle der Bürger ist hier alles, lernt er. In der Welt kann Jan Küveler kaum fassen, was sich die Bundesregierung mit der geplanten 777 Millionen teuren Erweiterung des Kanzleramts leistet, die angeblich unbedingt nötig ist, weil die Zahl der Mitarbeiter von 460 auf 852 gestiegen ist und leider jeder ein eigenes Büro brauche: "Derweil kritisiert die Linke in Gestalt ihrer wohnungspolitischen Sprecherin Caren Lay, die Erweiterung des Kanzleramts koste 'ein Viertel dessen, was der Bund jährlich für den sozialen Wohnungsbau ausgibt'."
Besprochen werden die Ausstellungen "Pläne und Träume - gezeichnet in der DDR" in der Berliner Tchoban Foundation (SZ) und "WEtransFORM. Zur Zukunft des Bauens" in der Bundeskunsthalle Bonn (FAZ).
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Besprochen werden die Ausstellungen "Pläne und Träume - gezeichnet in der DDR" in der Berliner Tchoban Foundation (SZ) und "WEtransFORM. Zur Zukunft des Bauens" in der Bundeskunsthalle Bonn (FAZ).
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