Efeu - Die Kulturrundschau
Vergeblich versuchen sie zu gefallen
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24.04.2025. Der Perlentaucher hört die Farben im Laub rascheln in Naoko Yamadas synästhetischem Animefilm "The Colors Within" über zwei Mädchen in einem religiösen Internat. Die SZ staunt über die bahnbrechende Idee der Oscar-Akademie: Die Juroren sollen die Filme künftig auch anschauen. Die FAZ erfährt in den Bildern von Céline Ducrot und Cathrin Hoffmann in Gießen: Auch im Posthumanismus sind Frauen noch dem männlichen Blick unterworfen. In der Welt hält der Literaturwissenschaftler Alexander Pschera mit Blick auf dessen Briefe fest: Ernst Jünger war kein Pazifist.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
24.04.2025
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Film

Schön, dass die Anime-Regisseurin Naoko Yamada mit "The Colors Within" nun erstmals auch einem deutschen Kinopublikum vorgestellt wird, freut sich Kamil Moll im Perlentaucher. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen zwei Mädchen, die in einem religiösen Internat eine Band gründen - eine von den beiden hat zu Farben ein ganz besonderes Verhältnis. "Die Geschichte einer Annäherung, die am Ende der Schulzeit auch eine des notwendigen Abschieds sein wird, erzählt Yamada in einer eigensinnig empfindsamen Mischung aus handgemalten und computeranimierten Elementen. Geradezu synästhetisch verbindet sie von einem starken Bewusstsein für Lichtverhältnisse geprägte Farbtöne mit Klang. Die Farben scheinen mitunter wie Laub zu rascheln oder mit den Wellen zu rauschen, verbinden sich mit einem Ozean aus Sound."
"Nach lediglich 97 Oscarverleihungen ... ist die amerikanische Filmakademie auf eine wirklich sensationell revolutionäre Idee gekommen", amüsiert sich David Steinitz in der SZ: "Die stimmberechtigten Jurorinnen und Juroren müssen sich die Filme künftig anschauen, bevor sie wählen dürfen." Bislang galt diese Voraussetzung nämlich eher als "Gentlemenʼs Agreement". Richten soll dies nun ein Streamingangebot, anhand dessen sich nachvollziehen lässt, ob ein Film gesichtet wurde oder nicht - für Kinosichtungen muss eine quasi-eidesstattliche Versicherung abgegeben werden: "Allein für so einen Zettel, auf dem Brad Pitt dann per Unterschrift versichert, dass er am 21. Mai um 19.30 Uhr in Cannes im Kino saß, würde man natürlich viel geben. ... Dass die Jury-Gemeinschaft künftig freilich einen Film online anklicken und dann draußen in den Pool springen kann, während er drinnen durchläuft, ist allerdings ein Problem, dass die Filmakademie nicht wird lösen können." Ähnlich sieht es Hanns-Georg Rodek in der Welt.

Besprochen werden Angelina Maccarones "Klandestin" (taz, Artechock, Freitag), Saulė Bliuvaitės "Toxic" (Tsp, Artechock, FAZ, unsere Kritik), Michael Lockshins russische Bulgakow-Verfilmung "Der Meister und Margarita" mit August Diehl, die in Russland alle Kassenrekorde gebrochen hat und das, wie Adam Soboczynski in der Zeit staunt, obwohl sie deutlich putinkritische Züge trägt, Ryan Cooglers "Blood & Sinners" (critic.de, mehr dazu bereits hier), Peter Dörflers auf Amazon gezeigte Dokuserie "German Cocaine Cowboy" (critic.de) und die DVD-Ausgabe von Karl Grunes Stummfilm "Die Straße. Der Film einer Nacht" aus dem Jahr 1920 (taz). Außerdem blicken Tagesspiegel und Filmdienst auf die wichtigsten Kinostarts der Woche.
Literatur
Die Historikerin Dagmar Reese, die zu den Jugendorganisationen in Nazi-Deutschland geforscht hat, legt im Zuge der Debatte um Siegfried Unselds NSDAP-Mitgliedschaft im Tagesspiegel eher etwas umständlich dar, wie die NSDAP seinerzeit an neue Parteimitglieder kam: Offenbar hauptsächtlich im Rückgriff auf Mitglieder der Hitlerjugend (in der Unseld durchaus engagiert war) und offenbar auch aufgrund eines Vorschlagverfahrens. Mehr als Spekulationen kann sie im Fall Unseld allerdings nicht bieten: "Er hatte seinen Parteieintritt vermutlich nicht ersonnen, sondern war gemeinsam mit anderen vorgeschlagen worden. ... Hätte Unseld seinen Eintritt in die NSDAP abweisen können? Vermutlich nicht. Hätte er das überhaupt gewollt? Das wäre eine wichtige Frage. Immer mehr Hitler-Jugend-Mitgliedern wurde in den vierziger Jahren bewusst, dass sie von der Partei verheizt wurden."
Der gängigen Vorstellung, dass sich Ernst Jünger unter den Eindrücken des Nationalsozialismus in eine "innere Emigration" entradikalisiert und zum Pazifisten gewandelt habe, "widersprechen die Briefe dieser Zeit deutlich", schreibt der Literaturwissenschaftler Alexander Pschera in der Welt unter Rückgriff auf in der aktuellen Ausgabe der Jünger Debatte zugänglich gemachte Briefe: "Vielmehr zeigt sich die Kontinuität revolutionären Denkens bis in die 1940er-Jahre hinein - eines Denkens, das nicht auf der Wellenlänge der Herrschenden liegt, diese jedoch als ein notwendiges Übel betrachtet, um in eine noch rigorosere Phase der Geschichte einzutreten." Nach der Kennntnis dieser Briefe könne man insbesondere "Die Marmorklippen" von 1939 "nicht mehr umstandslos als einen 'Widerstandsroman' lesen."
Weiteres: Lars Weisbrod berichtet in einer Zeit-Reportage von seiner Reise nach Brüssel, wo er die Schriftstellerin Sibylle Berg bei ihrer Arbeit als Abgeordnete des EU-Parlaments für die Satirepartei Die Partei besucht hat. Ruthard Stäblein erzählt in einer taz-Reportage von seiner Reise ins spanische Soria, wohin sich bereits Peter Handke 1989 in Erinnerung an die Gedichte von Antonio Machado über die Region aufmachte.
Besprochen werden unter anderem Archie Oclos' Comic "Die Straßenkatzen von Manila" (FAZ.net), Nora Osagiobares "Daily Soap" (NZZ), Sissi Tax' "das abc der sissi tax" (das hatten wir gestern in der taz übersehen), die Ausstellung "Woher wir kommen. Literatur und Herkunft" im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Standard), Atef Abu Saifs "Leben in der Schwebe" (FAZ) und Szczepan Twardochs "Die Nulllinie" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Der gängigen Vorstellung, dass sich Ernst Jünger unter den Eindrücken des Nationalsozialismus in eine "innere Emigration" entradikalisiert und zum Pazifisten gewandelt habe, "widersprechen die Briefe dieser Zeit deutlich", schreibt der Literaturwissenschaftler Alexander Pschera in der Welt unter Rückgriff auf in der aktuellen Ausgabe der Jünger Debatte zugänglich gemachte Briefe: "Vielmehr zeigt sich die Kontinuität revolutionären Denkens bis in die 1940er-Jahre hinein - eines Denkens, das nicht auf der Wellenlänge der Herrschenden liegt, diese jedoch als ein notwendiges Übel betrachtet, um in eine noch rigorosere Phase der Geschichte einzutreten." Nach der Kennntnis dieser Briefe könne man insbesondere "Die Marmorklippen" von 1939 "nicht mehr umstandslos als einen 'Widerstandsroman' lesen."
Weiteres: Lars Weisbrod berichtet in einer Zeit-Reportage von seiner Reise nach Brüssel, wo er die Schriftstellerin Sibylle Berg bei ihrer Arbeit als Abgeordnete des EU-Parlaments für die Satirepartei Die Partei besucht hat. Ruthard Stäblein erzählt in einer taz-Reportage von seiner Reise ins spanische Soria, wohin sich bereits Peter Handke 1989 in Erinnerung an die Gedichte von Antonio Machado über die Region aufmachte.
Besprochen werden unter anderem Archie Oclos' Comic "Die Straßenkatzen von Manila" (FAZ.net), Nora Osagiobares "Daily Soap" (NZZ), Sissi Tax' "das abc der sissi tax" (das hatten wir gestern in der taz übersehen), die Ausstellung "Woher wir kommen. Literatur und Herkunft" im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Standard), Atef Abu Saifs "Leben in der Schwebe" (FAZ) und Szczepan Twardochs "Die Nulllinie" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Kunst

Mit Céline Ducrot und Cathrin Hoffmann gibt es in der Ausstellung "Hardest Kind of Soft" in der Kunsthalle Gießen gleich zwei aufstrebende Malerinnen zu entdecken, die sich der Digitalisierung widmen, freut sich Florian Heimhilcher in der FAZ. Ihm gefällt vor allem die Kontrastierung von Ducrots überwiegend grauen, hyperrealistischen Bildern isolierter Frauen im Handylicht mit Hoffmanns surrealistisch-amorphen Figuren: "Die deutschiranische Künstlerin platziert in ihren fließenden Formen stellenweise Lippen, eine Nase oder ein Auge, die darüber informieren, dass es sich hier einmal um Menschen gehandelt haben könnte. So denkt Cathrin Hoffmann, wie Céline Ducrot, die Implikationen des digitalen Zeitalters, des 'Posthumanismus', konsequent zu Ende. In ihrer Bildsprache sind das zumeist rötlich kolorierte Wesen, die in einem Widerspiel von Horror und surrealer Groteske um die Aufmerksamkeit der Betrachter buhlen. Vergeblich versuchen sie zu gefallen, indem sie gestisch all ihre eigenartigen Körperformen präsentieren. … Dass ihre Figuren trotz aller Irrealität weiblich sind, enthält die traurige Prognose, dass selbst im digitalen Posthumanismus Frauen den männlich geprägten Blickregimen unterworfen bleiben."
Wappnet euch, ruft uns Marc Hoch in der SZ zu, denn die Fotografien der Amerikanerin Francesca Woodman, die 1981 im Alter von nur 22 Jahren Suizid beging, drohen die Betrachter in ihrer physischen Sogkraft zu verschlingen. Achtzig ihrer Arbeiten stellt die Wiener Albertina nun aus und Hoch versucht, sich nicht von der "rohen Explizitheit" der vielen nackten Selbstporträts ablenken zu lassen, ging es Woodman doch um viel mehr als um "Selbstdarstellung": "Sie durchschaute den voyeuristischen Blick von Männern und machte in ihren Fotos die Betrachtung des weiblichen Körpers als ein Fetisch-Objekt zum Thema - etwa, wenn sie sich wie ein zum Verzehr bestimmtes Lebensmittel in ein Küchenregal legte. Wenn sie ihren Körper mit Wäscheklammern traktierte, um auf diese Weise den erotischen Blick zu entlarven, oder wenn sie sich selbst in eine Museumsvitrine presste, aufgenommen in einer wieder abschüssigen Perspektive. Da thematisierte sie wie in der 'House'-Serie das Gefangensein der Frau in einer jahrtausendealten Blick-und-Rollentradition."
Weitere Artikel: Die Zeit erscheint heute mit einer "Zeit-Kunst-Sonderausgabe" und die sieht so aus: Flankiert von acht ganzseitigen Werbeanzeigen wird zum Thema "Das bin auch ich" jeweils ein ebenfalls ganzseitiges - bisher nicht gezeigtes - Bild von Elizabeth Peyton, Rineke Dijkstra, Yayoi Kusama, Tyler Mitchell und Günter Uecker gedruckt, letzterer wird zudem von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in seinem Düsseldorfer Atelier besucht, wo der 95-jährige über seine Kindheit im Krieg, seine Jugend in der DDR, Spiritualität und den Urgrund seiner Kunst aus Nägeln spricht. Für die taz spricht Hilka Dirks mit Mitgliedern des Berliner Aktionsraums Spoiler über das Berliner Sellerie Weekend, das als Plattform für die Off-Kunstszene dienen soll. In der FAZ schreibt Nikolaus Bernau den Nachruf auf die Berliner Galeristin Kristin Feireiss, die mit der Berliner Galerie Aedes das zeitgenössische Bauen prägte.
Besprochen werden die Gruppenausstellung "Freeing the Voices" im Kunsthaus Graz (Standard), die von der Pincault Collection in Venedig initiierten Ausstellungen "Tatiana Trouvé. The Strange Life of Things" im Palazzo Grassi" und "Thomas Schütte. Genealogies" in der Punta della Dogana (Tsp), die Ausstellung "Aufbruch 1800. Kunst und Gesellschaft der Berliner Klassik" im Schloss Neuhardenberg (FAZ) und die Ausstellung "Para-Moderne. Lebensreformen ab 1900" in der Bundeskunsthalle Bonn (taz, mehr hier).
Bühne
"Gesellschaftliche Relevanz heute kann nicht mehr nur von der Subvention abhängen", sagt der deutsche Opernintendant Alexander Neef, der seit 2020 als erster Deutscher die Pariser Oper leitet, im SZ-Gespräch mit Reinhard J. Brembeck. Sinkenden Subventionen müsse man durch das Anbohren anderer Quellen begegnen, meint er: "Wenn ich Einnahmen brauche durch Karten, Mäzenatentum, Sponsorship, muss ich mich der Gesellschaft öffnen. Ich muss mich besser erklären. Es gibt Häuser, die man subventionieren muss, damit sie existieren können. Und es gibt andere Häuser, die man ein bisschen mehr in die Verantwortung nehmen kann, weil sie die Kapazität haben, mehr einzunehmen." Die Pariser Oper baue zudem ein "endowment auf, ein Stiftungsvermögen. Das ist ein Kapital, das man nicht angreift. Es wird investiert und irgendwann ziehen wir aus diesem Kapital hoffentlich einige Millionen Euro an Zinsen, mit denen wir einige unserer Aktivitäten kofinanzieren können."
Weitere Artikel: In der Welt würdigt Manuel Brug den Schweizer Choreografen Martin Schläpfer, der sich nach fünf Jahren mit Tschaikowskys "Pathetique" als Staatsopernballettdirektor aus Wien verabschiedet. Im FR-Interview mit Judith von Sternburg spricht der Schauspieler Christian Friedel über seine "Solaris"-Inszenierung am Schauspiel Frankfurt, für die er sich sowohl auf den Roman von Stanislaw Lem als auch auf den Film von Andrei Tarkowski bezieht. In der FAZ gratuliert Jan Brachmann der amerikanischen Intendantin Pamela Rosenberg zum Achtzigsten. Esther Slevogt erinnert in der nachtkritik mit Blick auf den Fall Unseld an Eugen Eggerath, Bühnenmeister der Städtischen Bühnen Düsseldorf, der nach Konrad Adenauers Erlass aus dem Jahr 1950, dem zufolge kein Kommunist mehr in einer öffentlichen Einrichtung arbeiten durfte, nie wieder an einem Theater tätig sein konnte. Ebenfalls in der nachtkritik fragt sich der deutsch-italienische Theaterregisseur Nicola Bremer, ob das postdramatische Theater, das auf psychologisch motivierte Figuren verzichtet, unsere empathielose Gesellschaft widerspiegelt. Seine Idee: "Neben Inszenierungen, die Empathie fördern, könnten Theater gezielt Empathietraining-Workshops anbieten."
Besprochen wird Felicitas Bruckers Inszenierung von "Trommeln in der Nacht" nach Brecht - mit ergänzenden Texten von Şeyda Kurt am Schauspielhaus Bochum (Zeit).
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Musik
In der Debatte um die mögliche Abschaffung des privilegierten Gema-Tantiemenschlüssels für E-Musik "wird vermutlich nicht ungewollt der Eindruck erweckt, dass die bisherige Sparte 'Ernste Musik' bei der GEMA all das beinhaltet, was an klassischer Musik in den letzten Jahrzehnten komponiert wurde", schreibt die Cellistin Susanne Wohlleber auf Backstage Classical. Das stimme aber nicht: Mit einem großzügigeren Geldsegen bedacht werde lediglich "ein immer kleiner werdender, elitärer Kreis. Bis zur Einordnung eines Werkes in die Sparte 'E' ist ein jahrelanger, bürokratischer, oft entwürdigender Kampf nötig", da in den dafür zuständigen Gremien rigororse, nach Wohllebers Ansicht ziemlich engstirnige Ausschlusskriterien angelegt werden. Hinzu kommt, dass über die "kulturelle Förderung" die Ansprüche mit den Jahren wachsen: "Die TOP 100 Urheber*innen in der heutigen E-Wertung erhalten im Durchschnitt je 50.000 Euro 'kulturelle Förderung' pro Jahr zusätzlich." Dies "wirkt für sie wie eine exklusive Grundsicherung. ... Vor diesem Hintergrund wird leicht deutlich, zu wessen Lasten die geplante Reform gehen soll, und wer sich verständlicherweise lautstark und medienwirksam dagegen aufbäumt. Die selbsternannte Avantgarde fürchtet um ihr Luxusquartier im Elfenbeinturm. Sie appelliert heute an ein Solidarprinzip, welches sie Andersdenkenden bzw. -komponierenden selbst nie zugestanden hat."
Weitere Artikel: Jeffrey Arlo Brown spricht für VAN mit dem Pianisten András Schiff, der seine Konzerte in den USA aus Protest gegen die Trump-Regierung abgesagt hat (und auch Russland sowie Ungarn boykottiert). Markus Ströhlein berichtet für die Jungle World von seinem Besuch im Synthesizer-Museum, das bis Ende des Jahres seine Zelte in Berlin aufgeschlagen hat. Im Freitag gratuliert Konstantin Nowotny dem About Blank - einem der wenigen Berliner Clubs, die sich nicht undifferenziert der Palästina-Solidarität hingeben - zum fünfzehnjährigen Bestehen.
Besprochen werden ein Wiener Beethoven-Abend mit Igor Levit (Standard), ein neues Album von Chris Goss' Band Masters of Reality (Standard) und ein neues Liszt-Album des Pianisten Leif Ove Andsnes (NZZ).
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