Efeu - Die Kulturrundschau

Wir verlangen seine sofortige Freilassung

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28.11.2024. Der Börsenverein und der Perlentaucher lancieren einen Aufruf zur Solidarität mit Boualem Sansal. Öffentliche Freiheiten werden in Algerien mit Füßen getreten, erklärt Xavier Driencourt, einst französischer Botschafter in Algerien in Le Point. In einer von der SZ dokumentierten Rede wütet Maxim Biller gegen den Literaturbetrieb seit 1933: Überall nur Gesinnung, Schuld sind alte Nazis und neue Linke, meint er. Nach zwei Jahren macht das Humboldt Forum auch was richtig, freut sich der Tagesspiegel: Artefakte in der Ausstellung "Geschichte(n) Tansanias" wurden Ritualen unterzogen. Und die Filmkritiker verirren sich wie Fische im Wasser in einer Hongkonger Hochhaussiedlung in Soi Cheangs "City of Darkness".
9punkt - Die Debattenrundschau vom 28.11.2024 finden Sie hier

Literatur

Der Börsenverein und Perlentaucher lancieren einen Aufruf zur Solidarität mit dem algerischen Autor und Friedenspreisträger Boualem Sansal, der in Algier inhaftiert ist. Unterschrieben haben neben Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zahlreiche Friedenspreisträger und Laudatorinnen wie Anne Applebaum, Daniel Kehlmann, Navid Kermani, Liao Yiwu, Aleida Assmann und Orhan Pamuk: "An die Adresse der algerischen Regierung lässt sich nur eines sagen: Wegen seiner Meinung darf kein Schriftsteller eingesperrt werden. Wir verlangen seine sofortige Freilassung!"

Es ist nicht leicht, den neusten Stand zu erfahren. Das Internetmagazin Rupture zitiert einen AFP-Ticker, wonach Boualem Sansal Einspruch gegen seine Festnahme eingelegt hat. Arnaud Bernedetti von der ehrwürdigen Dreimonatsschrift Revue politique et parlementaire erläutert im Gespräch mit dem Figaro die Anschuldigungen gegen Sansal. "Ein Richter hat die Inhaftierung verkündet und ihm die Gründe der Anlage dargelegt. Mehrere Vorwürfe werden ihm zur Last gelegt: 'Angriff auf die Integrität des Terroritoriums', 'Übereinkunft mit dem Feind', 'Beihilfe für eine terroristische Straftat', alles äußerst schwerwiegende Beschuldigungen. Hierauf stehen Strafen, die bis zu lebenslänglich gehen können. ... Gegen diese Beschuldigungen kann er in einer Woche Beschwerde einlegen, und dann noch mal in einem Monat, wenn die Beschuldigungen aufrechterhalten werden."

Für Le Point unterhält sich Julien Peyron mit Xavier Driencourt, ehmals französischer Botschafter in Algerien und enger Freund Sansals: "Die Verhaftung erfolgte vor einem doppelten Hintergrund. Zunächst der Kontext der Verhärtung des algerischen Regimes, das geschwächt, isoliert und in der Defensive ist. Ein verkrampftes Regime, das seit dem 'Hirak', der Demokratiebewegung vor einigen Jahren, und trotz der jüngsten Präsidentschaftswahlen sein Volk fürchtet. Vergessen wir nicht: Der algerische Präsident wurde mit 85 Prozent der Stimmen wiedergewählt - bei einer Wahlbeteiligung von 10 Prozent. ... Öffentliche Freiheiten werden mit Füßen getreten. Zweitens der Kontext der starken Verschlechterung der französisch-algerischen Beziehungen seit mehreren Jahren, trotz der zahlreichen Gesten, die Frankreich gemacht hat."

In seiner von der SZ dokumentierten Rede zur Auszeichnung mit dem Nicolas-Born-Preis rechnet der Schriftsteller Maxim Biller mit der deutschen Literaturgeschichte seit 1933, den Kritikern und dem Literaturbetrieb von heute deftig ab: Gesinnung und Germanisterei wohin man blickt! Schuld daran sind, "wie fast immer in diesem Land, wenn etwas nicht stimmt: die Nazis. Und: die Kinder der Nazis. Und: die alten und neuen Linken. Und in diesem Fall auch noch: die Germanisten, die Kritiker. ... Wer heute eine politisierte, agitatorische Literatur fordert, wer sie verlegt, wer nerohaft-idiotische Lobeshymnen auf sie schreibt, sollte nie vergessen, wer bei uns damit angefangen hat. Und auch nicht, dass es nach dem Krieg mit umgekehrten totalitären Vorzeichen genauso extrem und sinnentleert in der DDR weiterging. ... Es war genau diese Mischung aus philologischem Spurenverwischen, aus Technokratie und hybriden Peripetien, aus falsch verstandenem Romantikerbe und epidemischem Avantgarde-Schwachsinn, aus Sprachdiktat und Schreibuntertanentum, der wir es verdanken, dass heute fast niemand mehr bei uns (...) imstande und willens wäre, ein rein formales Urteil über auch nur ein paar Seiten Prosa zu wagen."

Weiteres: Er findet es zwar grundsätzlich "verlockend", mal einen Roman über Putin zu schreiben, sagt Bestseller-Autor Robert Harris im NZZ-Gespräch, doch lässt er davon lieber tunlichst die Finger: "Ich möchte nicht zu Tode kommen."

Besprochen werden Serhij Zhadans Gedichtband "Chronik des eigenen Atems" (Standard), Mithu Sanyals "Antichristie" (FR), Tezer Özlüs "Suche nach den Spuren eines Selbstmordes. Variationen über Cesare Pavese" (NZZ), Jonathan Guggenbergers "Opferkunst" (taz), Siegfried Unselds "Hundert Briefe. Mitteilungen eines Verlegers 1947-2002" (Jungle World), Heinz Strunks "Zauberberg 2" (FAZ) und Botho Strauß' "Schattengetuschel" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Archiv: Literatur

Kunst

Comic von dem tansanischen Künstler Amani Abeid © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Künstler: Amani Abeid

Eine solche Ausstellung wie "Geschichte(n) Tansanias" im Ethnologischen Museum im Humboldt Forum hätte sich Nicola Kuhn (Tsp) schon bedeutend früher gewünscht, bindet sie doch die Herkunftsgesellschaften mit ein. Vor solchen Ausstellungen sind jetzt allerdings gewisse Regeln zu beachten: "Die gezeigten Exponate wurden erst nach Rücksprache mit Angehörigen in Tansania für eine Präsentation ausgewählt. Manches davon musste vor der Platzierung in den Vitrinen einem Ritual unterzogen werden, um negative Wirkkräfte abzuhalten, von anderen gibt es nur Zeichnungen, wenn sie nicht in der Öffentlichkeit gezeigt werden durften. Dazu gehört etwa die kigiilya genannte kostbare Figur, die an ihrem ursprünglichen Platz in einer Herrscher-Residenz sogar eigens bewacht wurde. Sie fiel den Deutschen in die Hände, nachdem sie den Palast von Omukama Rukonge überfallen und zerstört hatten. Bei der anschließenden Zurschaustellung in einer katholischen Missionsstation attackierten Gläubige sie mit Macheten und Knüppeln, um die Kerebe nochmals zu demütigen. In der Ausstellung ist von der Skulptur nur ein Schattenriss zu sehen, dem Akt brutaler Gewalt durch deutsche Kolonisatoren sollte nicht erneut Raum gegeben werden. Die maßstabsgetreue Zeichnung schuf der tansanische Künstler Amani Abeid."

Bild: Nicolaes Eliasz Pickenoy oder Werner van den Valckert (zugeschrieben). "Die Osteologie-Vorlesung des Dr. Sebastian Egbertsz. 1619. Amsterdam Museum

Dass in der aktuellen Städel-Ausstellung "Rembrandts Amsterdam" die wenigsten Bilder von dem niederländischen Künstler stammen, ist für den FAZ-Kritiker Stefan Trinks geradezu ein Glücksfall, lernt er doch die "gleichermaßen exzellenten" Schüler Bol, Flinck, Victors, aber auch van der Helst oder Pickenoy kennen. Den besonderen Reiz machen aber neben den "holländische Gruppenbildnissen", auf denen die Künstler soziale Strukturen der rasant wachsenden Metropole abbildeten, die Porträts von "Nichtbildwürdigen" für Trinks aus, etwa das Bildnis der zur Prostitution gezwungenen und hingerichteten Dänin Elsje Christiaen: "Die Hinrichtungsstätte liegt vor den Stadttoren, sodass Rembrandt mit dem Boot zum Galgenfeld Volewijck übersetzt und dem tragischen Schicksal ein Gesicht gibt, indem er die erdrosselte Elsje, mit der daneben baumelnden Axt als Mordwaffe, in einer Zeichnung verewigt. Doch nicht nur er, noch mindestens vier weitere Künstler kamen mit ihm, um die Tote zu zeichnen. Sie müssen im Halbkreis um den Pfahl gesessen haben, denn die nur briefmarkengroßen Zeichnungen zeigen Elsje von der Seite im Vollprofil wie auch im Dreiviertelprofil und en face. Was nach übelstem Voyeurismus klingt, ist im Gegenteil eine letzte Ehrung und sehr barocke Anteilnahme im Zeichen der Vanitas."

Er wolle nicht heute berühmt sein, sondern in 500 Jahren, sagte der 2015 verstorbene italienische Maler Salvatore Mangione, besser bekannt als Salvo, erinnert Adriano Sack in der Welt. Zum Glück kam es anders, und so kann Sack die sinnlichen, farbgewaltigen Werke des Malers, der als Konzeptkünstler startete, in der Retrospektive "Arrivare in Tempo" in der Pinacoteca Agnelli in Turin bewundern: "Seine Bilder sind fast zu schön, um klug zu sein. Aber nur fast. Für seine Malerei wählte er ein relativ strenges Korsett (oder Konzept). Innerhalb dessen aber schuf er ein eigenwilliges, einzigartiges Œuvre. … Die Emotionalität von Salvos Kunst verblüfft, reißt mit, klingt nach. 'Arrivare in Tempo' ist nicht chronologisch, sondern nach Themen geordnet und teilweise überdicht gehängt. Motivgruppen wie Lichtkegel von Straßenlaternen, Menschen in Bars, mediterrane Natur oder antike Architekturreste gewinnen durch die fast chromatischen Wiederholungen und Variationen eine besondere Dringlichkeit."

Weitere Artikel: In der Zeit fasst Hanno Rauterberg noch einmal die Absurdität um die Cattelan-Banane (unser Resümee) zusammen, die von dem chinesischen Unternehmer Justin Sun für 5.9 Millionen Euro ersteigert und verspeist wurde: "Die Einverleibung sei 'Teil dieser einzigartigen künstlerischen Erfahrung'. Und tatsächlich offenbarte sich erst so, worum es sich bei Comedian eigentlich handelt: um ein schönes, gut verdauliches Nichts." Im Van-Magazin schreibt Volker Hagedorn.

Besprochen werden die große Vittore-Carpaccio-Ausstellung "Carpaccio, Bellini und die Frührenaissance in Venedig" in der Stuttgarter Staatsgalerie (Zeit, mehr hier), die Albert-Oehlen-Ausstellung "Computerbilder" in der Hamburger Kunsthalle (taz) und die Ausstellung "Pop Forever: Tom Wesselmann & …" in der Pariser Fondation Louis Vuitton (FAZ)
Archiv: Kunst

Architektur

Für die taz besucht Dorothea Marcus das vor einem Jahr mitten im Krieg entstandene Kulturzentrum Jam Factory in Lwiw, ein Projekt des deutschen Privatmäzens Harald Binder, das nicht nur an das jüdische Leben der Stadt erinnert, sondern sich mit Integrationsprogrammen für Künstler, Musikateliers und einer performativen "Klinik für innere Heilung" auch der Bewältigung des Krieges widmet. Auch architektonisch beeindruckt die Umgestaltung der ehemaligen Fabrikanlage, die von dem Wiener Architekten Stefan Rindler gemeinsam mit dem Lemberger Architekten Yulian Chaplinsky und dem Wiener Baudesigner Herbert Pasterk umgesetzt wurde, so Marcus: "Den neogotischen Ritterschloss-Stil, mit dem Kronik einst Erfolg und bürgerlichen Anspruch ausdrückte, ergänzten die Architekten mit einem beleuchteten schwarzen Kubus, Büros und Künstlerwohnungen, im Innenhof ist das 'Jam Café' mit viel Holz, Beton und riesigen Fensterfronten entstanden. Auch der russische Angriffskrieg schreibt sich in die neue Architektur ein ein: Ins Untergeschoss wurde ein Luftschutzkeller eingebaut (auch als Ausstellungsraum nutzbar), im Innenhof ist ein mit Solarpaneelen überdachter Parkplatz entstanden, geheizt wird mit Wärmepumpen, was eher ungewöhnlich ist in der Ukraine."
Archiv: Architektur
Stichwörter: Jam Factory, Lwiw

Film

Hongkong-Legende Sammo Hung in "City of Darkness" (Plaion Pictures)

Mit Soi Cheangs "City of Darkness" kommt endlich mal wieder ein Film aus Hongkong in die deutschen Kinos - noch dazu mit Hongkong-Legende Sammo Hung als Gangsterboss. Perlentaucher Lukas Foerster ist von diesem "gut geölten Martial-Arts-Kintopp", das sich tief in die geopolitisch bis zu ihrem Abriss 1993 prekäre Hochhaussiedlung Kowloon Walled City hineinverirrt, sehr begeistert: Hier "bewegt sich die Kamera, bewegen sich die Figuren wie Fische im Wasser in den liebevoll dem historischen Vorbild nachgebildeten Sets; wir quetschen uns mit ihnen durch enge Gassen, huschen über windschiefe Treppen, eilen durch Wohn- und Geschäftsräume, die kaum klar voneinander geschieden sind, wie überhaupt Innen und Außen fließend ineinander übergehen in der Walled City. Immer wieder krachen wir außerdem auf der Flucht vor Gewehrsalven durch Fenster, stürzen nach besonders rabiaten Faustschlägen durch Vordächer und Markisen in Häuserschluchten, deren Grund nicht auszumachen ist. Die Welt, die der Film konstruiert, ist nicht nur hochgradig beweglich, sondern auch komplett vollgestellt. Wohin man auch blickt: Menschen, Kram, Müll."

In der taz hat auch Ekkehard Knörer durchaus Freude an diesen "liebevollen Hommagen an dunkle Unübersichtlichkeit", auch wenn "das alles vielleicht eine Spur zu forciert vergangenheitsorientiert" ist. Aber hier "folgt Action-Setpiece auf Action-Setpiece, es fliegen die Messer, knacken die Knochen, knallen die Körper an Wände und rappeln sich öfter als nicht wieder auf. Das ist spektakulär inszeniert, mit klassischem Wirework, es wirken und kämpfen natürliche mit übernatürlichen Kräften, das gilt für die Figuren, und für die Kamera, die Effekte und den Schnitt gilt es auch."

Der Film ist zwar "atemberaubend choreografiert", schwärmt Robert Wagner auf critic.de. Doch "wo Sammo Hung - hier sichtlich vom Alter und seinem kaputten Knie gezeichnet - zu seiner Hochzeit Kamera, Schnitt und Körper in seinen Kampfchoreografien zum Tanz bat und Intensität mit Schönheit vermählte, da ist Cheangs Film nur mehr auf maximale Wirkung ausgerichtet. Nicht, dass es nicht auch schön wäre, wenn die Kontrahenten sich durch ein dreidimensionales, enges, ruinöses Häusergeflecht schlagen, aber vor allem geht es um Schmerz und dessen kinetische Spürbarmachung." Die FAZ hat außerdem Maria Wiesners Kritik online nachgereicht.

Weitere Artikel: Daniel Kothenschulte spricht für die FR mit Jacques Audiard über dessen (im Perlentaucher von Alice Fischer besprochenen) Trans-Musical "Emilia Peréz" (mehr zum Film bereits hier). Franziska Herrmann spricht für die Zeit mit Nora Fingscheidt über deren Zeit in Los Angeles und neuen Film "The Outrun". Die Agenturen melden, dass der Komödienregisseur Jim Abrahams gestorben ist.

Besprochen werden Chiara Fleischhackers Mutterschaftsdrama "Vena" (taz, FD, SZ), Ivan Sáinz-Pardos deutsche Sexkomödie "Der Vierer" (Welt, SZ), die eben mit dem International Emmy ausgezeichnete deutsche Netflix-Serie "Liebes Kind" (taz), Edward Bergers "Konklave" (NZZ, mehr dazu hier) und der Disney-Animationsfilm "Vaiana 2" (FR). Außerdem werfen SZ und Filmdienst einen Blick auf die Kinostarts der Woche.
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Bühne

Besprochen werden ein Vortrag von Norbert Abels zum 100. Todestag von Giacomo Puccini im Frankfurter Haus am Dom (FR), das von Uta Nawrath und Benni Cromme gemeinsam mit Kim Willems entwickelte Labortheaterformat "Survival Kid" im Theaterhaus Frankfurt (FR) und Martin Kukučkas und Lukáš Trpišovskýs Inszenierung der Oper "Platée" von Jean-Philippe Rameau an der Prager Staatsoper (FAZ).
Archiv: Bühne

Musik

Hartmut Welscher spricht für VAN mit dem ukrainischen Geiger Oleh Kurochkin über das zusehends erlahmende Engagement für die Ukraine, das er in der Politik und in der Kultur beobachtet - und das sich auch im Zuspruch für AfD und BSW bei aktuellen Wahlen zeigt. Auch wenn er in Deutschland lebt, ist der Krieg für ihn jedoch ganz nah: Sein Vater ist an der Front, Freunde sind von Raketeneinschlägen betroffen. "Natürlich hat man diesen Wunsch, dass es irgendwie vorbei ist. Aber dann erinnere ich mich, was vor zehn Jahren passiert ist bei der Annexion der Krim: Das war der Grund, warum ich nach Deutschland gezogen bin, weil mein Zuhause geklaut wurde. Und mir war damals klar: Weil es erlaubt wurde, wird es nochmal passieren. Und so ist es gekommen. Und wenn wir es jetzt wieder erlauben, was würde Russland davon abhalten, das Gleiche in zehn Jahren wieder zu machen? Warum denken wir, dass wir hier in Berlin oder sonstwo in Europa davor geschützt sind? Sind wir nicht. Wir müssen realisieren, dass es nicht vorbei ist, wenn wir den Krieg jetzt einfrieren. Es kommt wieder, das habe ich schonmal erlebt."

Weitere Artikel: Tobi Müller durchleuchtet für Zeit Online die Streitereien zwischen Drake und Kendrick Lamar, dessen neues Album (mehr dazu bereits hier) Ueli Bernays in der NZZ rezensiert. Regine Müller resümiert für VAN die Wien Modern. Für den Tagesanzeiger spricht Sara Peschke mit Kim Deal über deren Debüt-Soloalbum. In einer Kolumne für VAN plädiert Holger Noltze dafür, "Empfindsamkeit nicht bloß als (sentimentale) Stimmung zu nehmen, sondern als rezeptives Vermögen zu schätzen". Albrecht Selge hat für VAN den November mit Brahms verbracht.

Besprochen werden der in der Edition Hawara erschienene Sampler "The Other Sound of Music" mit obskurer österreichischer Musik der Achtziger ("Würdig und recht. Und funky", freut sich Karl Fluch im Standard), Sofie Royers neues Album "Young-Girl Forever" (Standard), Markus Kienzls Album "Three" (Standard), ein Auftritt von Nilüfer Yanya in Berlin (Tsp), High Vis' neues Album "Guided Tour" (FR) und das neue Album von Michael Kiwanuka (Presse, mehr dazu bereits hier).

Archiv: Musik