Efeu - Die Kulturrundschau

Körperformeln für delikate Gefühle

Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
08.02.2018. Kunst ist nie Anfang, lernt die Welt in einer großen Rubens-Schau im Städel. In der NYRB denkt Chris Ware am Beispiel von Philip Gustons Nixon-Zeichnungen über politische Kunst nach. In der nachtkritik kann Regisseur Tim Tonndorf, der sich an das Gebrülle von Claus Peymann erinnert, das Gerede vom erregbaren Theatergenie nicht mehr hören. Bei Tell ärgert sich Sieglinde Geisel über die Blasenhuberei in der Gomringer-Debatte. Die NMZ erinnert an die Radikalität der Neuen Musik in den Sechzigern.

Kunst


Rubens liebte ein edles Six-Pack so sehr wie seine antiken Vorfahren. Links der von Cupido gezähmte Kentaur, 1.-2. Jh. n. Chr. (Museé du Louvre, Paris, © bpk / RMN - Grand Palais), von dem Rubens einen Gipsabdruck anfertigte, rechts Rubens' "Ecce homo", vor 1612 (© The State Hermitage Museum, Sankt Petersburg 2017)

Viel Lob heute für die Rubens-Ausstellung im Frankfurter Städel Museum. Hier lernt man, dass Kunst "nie Anfang" ist, sondern immer auf Kunst basiert, schreibt ein begeisterter Hans-Joachim Müller in der Welt, der fasziniert die Arm- und Beinstellungen, die Drehungen des Torsos betrachtet, die sich Rubens als Vorrat angelegt hat: "Ein gut sortiertes Reservoir an Körperformeln für delikate Gefühle, pathetische Deklamationen, stressige Geschichten, erhabenes Gottestheater, bedrängendes Figurengewühl. Und das ist in der Tat eine tolle Geschichte, wie dieser ebenso selbstbewusste wie erfolgreiche Kunstunternehmer, der das frühe 17. Jahrhundert um Leinwände von Kinogröße und Kinowucht bereichert und wie kein Zweiter das betroffene Aufstaunen zum Grundreflex des Bildererlebnisses gemacht hat, vor jedem malerischen Überwältigungsprojekt erst einmal sein Musterbuch konsultiert und nach passenden Vorlagen sucht." (Weitere Besprechungen heute in FAZ und FR)

Der Comiczeichner Chris Ware schreibt in der New York Review of Books über Philip Guston und dessen Serie "Poor Richard", die in den Siebzigern aus Gustons Abscheu vor und Faszination für Richard Nixon entstand: "Philip Roth, the writer and Guston's close friend, offered encouragement to Guston in his pursuit of Nixon-as-subject; their anger at the path America was taking and, as Roth told Charles McGrath in a recent essay about the drawings, their 'shared delight' in Nixon's 'vile character' buoyed their regular conversations. Drawn in the aftermath of Guston's critically excoriated Marlborough Gallery exhibition of paintings of cigar-smoking Klu Klux Klansmen, these genuinely weird and directly narrative drawings were so wildly out of step with the non-objective, non-narrative, non-everything of the fine art world that they ended up largely unseen and unmentioned for decades."

Besprochen werden die Ausstellungen "Guerilla Girls: The Art of Behaving Badly" und "Christa Dichgans: Kein Stillleben" in der Kestnergesellschaft in Hannover (SZ), Ruprecht von Kaufmanns Schau "Die Evakuierung des Himmels" in der Erfurter Kunsthalle (Berliner Zeitung) und eine Ausstellung über Aufstände von Massendemonstrationen in Ägypten bis zu den Bombay Riots von 1992 in der Berliner ifa-Galerie (Tagesspiegel)
Archiv: Kunst

Film



NZZ-Kritiker Lukas Stern begeistert sich für Sean Bakers "Florida Project", der einen wagemutigen Blick in die Welt der Abgehängten Floridas wirft. Willem Dafoe spielt darin eine Hauptrolle. Der Film zeichnet "ein komplexes Bild dieser Welt der von der Politik Vergessenen - er bewegt sich in einem Zwischenraum: zwischen einem kleinen Mädchen, das das Elend um sich herum noch nicht so ganz begreifen kann und es deshalb umso härter zu spüren bekommen wird, und einem Hausmeister, der den ganzen Film über dafür sorgt, dass der Laden läuft. ... Baker entwirft ein Zwischenbild dieser Welt am Rande Amerikas, ein Differenzbild, ein im eigentlichsten Wortsinne differenziertes Bild, ein Bild von Verzweiflung und Gewalt, aber auch von Solidarität und Freundschaft."

Das legendäre Münchner Filmfanzine SigiGötz Entertainment hat in seiner neuen Ausgabe (unter Beteiligung unseres Filmkritikers Lukas Foerster) einen 99 Filme umfassenden Kanon des deutschen Films erstellt, den taz-Kritikerin Brigitte Werneburg äußerst interessant findet: Denn das Magazin mit seiner Vorliebe für deutsche Softerotik der Siebziger steht für "einen etwas anderen, gerne auch mal schlechten Geschmack, und das kann nicht schaden bei der Kanonbildung." Der Kanon selbst sei "eine einzige Entdeckungsreise. In eine Filmwelt jenseits von Murnau, Lang und Fassbinder." Auch in der Liste: Der deutsche Softsex-Urlaubsfilm-Klassiker "Griechische Feigen" des Namenspatrons Siggi Götz. Mit dem Soundtrack von Gerhard Heinz legen wir uns auch im Februar unter die Palmen:



Steven Soderbergh ist immer für große Interviews gut. Diesmal hat Nina Rehfeld die Chance ergriffen und ein ganzseitiges Gespräch mit dem Regisseur für die Medienseite der FAZ geführt. Dabei geht es unter anderem auch um neue Technologien im Filmbereich. Für Soderbergh lediglich ein Mittel zur Zeitersparnis, da digitale Technik wendiger und mobiler sei: "Aber die grundsätzlichen Werkzeuge zum Engagement des Publikums haben sich nicht verändert. Es geht immer noch um die Figuren, es geht immer noch um die Kunst der Erzählung. Wenn man es nicht schafft, Figuren zu entwerfen, von deren Geschichten sich Menschen angezogen fühlen, wenn man es nicht schafft, das Publikum intellektuell oder emotional bei der Stange zu halten, dann geht nichts, egal in welcher Form man erzählt."

Außerdem: Er sei ja wohl "nicht mit dem Glamour-Beutel gepudert", sagt Berlinale-Intendant Dieter Kosslick im Tagesspiegel-Interview gegenüber Christiane Peitz und Andreas Busche. In Berlin diskutierten Filmkunst- und Kinobranchen-Vertreter über "die Situation des Kinos in Deutschland", berichtet Barbara Wurm in der taz. Andreas Hartmann empfiehlt in der taz die Filmreihe "Lost Films Found" des Berliner Kino Arsenals.
 
Besprochen werden Paul Schraders "First Reformed" (Perlentaucher), Mareille Kleins "Dinky Sinky" (SZ, taz, ZeitOnline), Taylor Sheridans im Schnee spielender Neo-Western "Wind River" (taz, Welt), Kaspar Astrup Schröders Kino-Dokumentarfilm "Big Time" über den Architekten Bjarke Ingels (taz), Jan Speckenbachs "Freiheit" (critic.de, Kinozeit, FR) und der Abschluss der populären Sadomaso-Groschenheft-Trilogie "Fifty Shades of Grey" (SZ, Standard).
Archiv: Film

Bühne

In der Zeit kann Peter Kümmel nicht nachvollziehen, dass die 60 Burg-Mitarbeiter ihren Offenen Brief, der dem damaligen Intendanten Sebastian Hartmann ein von Angst geprägtes Arbeitsklima vorwirft, vier Jahre nach dessen Sturz veröffentlicht haben. Die Autokratie an deutschen Theatern ist aber durchaus ein Problem, meint auch Kümmel. "Intendanten sind späte Fürsten. Die meisten machen von ihrer Macht weidlich Gebrauch, und zwar mit erkennbarer Lust. Es liegt eine gewisse institutionelle Grausamkeit in ihrem Amt, dessen Wesen es ja ist, immer wieder das Bessere, den Neuanfang zu verheißen. Die Spuren des Vorgängers zu verwischen, das alte Ensemble aufzumischen oder aufzulösen, Schauspielern zu kündigen, ehe sie unkündbar werden, 'frische Luft reinzulassen' - das gehört zur Hauptfreude vieler neuer Chefs." Auch von Chefredakteuren und Ressortchefs, hat man gehört.

Im Interview mit dem Deutschlandfunk meint der Theaterkritiker Michael Laages, große Regisseure würden halt manchmal ausfällig, was soll's: "Es gibt kaum Inszenierung von wirklicher Qualität, in der irgendwann mal nicht irgendjemand gedeckelt würde, sei es intellektuell wie bei Castorf, sei es körperlich wie bei Kresnik, sei es emotional wie bei Peymann."

In der nachtkritik kann der freie Regisseur Tim Tonndorf das nicht mehr hören: "Ich habe als Hospitant seine Majestät Claus Peymann, der 'auch nicht wirklich ein Gemütlicher war', eine Spielzeit lang live erleben dürfen. Ich wurde dauerhaft angeschrien und gedemütigt. Ansagen wie 'Mach, du Arschloch!' waren an der Tagesordnung. Auch den Satz 'Verschwinde aus meinem Theater sonst mache ich Dich fertig!' durfte ich hören. Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was die anderen (bezahlten) Mitarbeiter*innen des Hauses täglich zu hören bekamen. 'Sie sind hier um das zu tun, was ich Ihnen sage, sonst können Sie sich augenblicklich Ihren Vertrag abholen.' Das hatte nichts mit 'groß, durchsetzungsstark und ungeduldig' (Matthias Hartmann) zu tun. Da entäußerten sich pathologischer Narzissmus und Selbstüberschätzung gepaart mit Machtbrunst in psychischer Gewalt."

Das wächst sich vielleicht auch einfach aus, meint die Schauspielerin Regina Fritsch, eine der Mitunterzeichnerinnen des Offenen Briefs, im Interview mit dem Standard: "'Das Patriarchat lockert sich. Die großen Zampanos gibt es nicht mehr, und dieser Männertypus wächst auch nicht nach. Ich unterrichte am Max-Reinhardt-Seminar. Ich sehe unter den jungen, sehr begabten Burschen keinen Attila Hörbiger. Und ich verstehe darunter den Charaktertyp des positiven Patriarchen!' Heute würden die Schauspieler mehr Verantwortung tragen." (Der Standard hat außerdem einige weitere Stimmen zum Thema gesammelt.)

Frederik Bombosch berichtet in der Berliner Zeitung, dass der Berliner Senat überlegt, Gehälter von Intendanten (wie auch die anderer öffentlicher Chefs) endlich offenzulegen. Bisher seien die Erkenntnisse, was diese Frage angeht, in Deutschland noch sehr "punktuell". Claus Peymann sei mit 200.000 Euro jährlich geradezu bescheiden gewesen: "Die Vergütung seines Nachfolgers Oliver Reese, als er noch Intendant des Schauspiels Frankfurt war, belief sich nach Recherchen der Frankfurter Rundschau auf 230.000 Euro, hinzu kamen bis zu 50.000 Euro, wenn er selbst inszenierte. Klaus Weise vom Bonner Stadttheater bekam nach eigenen Angaben 320.000 Euro."

Weitere Artikel: Alfred Schlienger unterhält sich für die NZZ mit dem Filmregisseur Dani Levy, der gerade in Basel die Brechts "Dreigroschenoper" inszeniert.

Besprochen werden Georges Lavaudants Inszenierung von Charles Gounods Oper "Faust" mit Michel Plasson am Pult (NZZ) und Francis Poulencs "Dialogues des Carmélites" am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (nmz).
Anzeige
Archiv: Bühne

Literatur

Die Berliner Akademie der Künste hat aus Protest gegen die Übermalung von Eugen Gomringers Gedicht "avenidas" an der Berliner Alice-Salomon-Hochschule dessen Gedicht "silencio" an ihrer Außenfassade angebracht. Im Tagesspiegel bleiben die Reaktionen darauf ziemlich verhalten. Vier Positionen hat das Blatt intern gesammelt: Christian Schröder findet die ganze Debatte schon an sich hysterisch, denn "Wörter, die auf Wänden stehen, sind nicht für die Ewigkeit gemacht." Rüdger Schaper meint, "der Witz" gehe "flöten. Leichtes und Lockeres wird mit Bedeutung aufgepumpt, ob pro Gomringer oder contra." Für Bernhard Schulz ist dieser Protest zu verhalten, um noch als Protest durchzugehen: "Die Transparenz ist hinderlich, das Weiß der Buchstaben verschwimmt vor diffusem Hintergrund. Der Rest ist: Schweigen." Für Nicola Kuhn ist der Protest nur pathetischer Trotz: "Schweigen? Reden wäre angebracht! Man hätte sich Loudspeaker vorstellen können, die auf dem Pariser Platz herumspazieren und Gedichte von Gomringer intonieren wie in den Performances von Tino Sehgal. Sie würden ins Gespräch kommen mit Passanten und diskutieren."

Im Englischen gibt es den schön patzigen Kommentar "I call bullshit." Sieglinde Geisel drückt sich auf Tell selbstverständlich gewählter aus, doch die Quintessenz bleibt diesselbe: Sie sieht in der Gomringer-Debatte genau wie in der Kontroverse um Simon Strauß ein Zeichen der Zeit, die sich für aufgeschäumte Blasenhuberei mehr interessiert als für konkrete Debattenlagen: "Mit dieser Spiegelfechterei imitiert der Literaturbetrieb, was die Politik uns seit längerem vorturnt: Wir verausgaben uns auf Nebenschauplätzen, während in unserem Rücken klammheimlich die Weltgeschichte weitergeht, während die Erde wärmer wird und das soziale Klima kälter, während private Konzerne dem digitalen Raubrittertum frönen und ringsum rechte Autokraten ihre Macht zementieren. Was wären echte Literatur-Debatten? Sie müssten sich an den Aufgaben der Literatur messen lassen. Mit der Frage nach der Aufgabe der Literatur macht man sich im Westen lächerlich. In anderen Weltgegenden ist sie selbstverständlich."

Besprochen werden Erich Kästners "Das Blaue Tuch" mit seinen Tagebuchnotizen der Jahre 1941 bis 1945 (Tagesspiegel), Kazuaki Takanos Krimi "13 Stufen" (Welt), Jürgen Nendzas Lyrikband "picknick" (Tagesspiegel), Tom Hanks' literarisches Debüt "Schräge Typen" (FR), Walter Moers' Comicadaption seines Romans "Die Stadt der träumenden Bücher" (Tagesspiegel), Johann Gottfried Seumes erstmals ungekürzt veröffentlichte Autobiografie "Mein Leben" (SZ), Hans-Joachim Schädlichs "Felix und Felka" (FAZ) und die neue, Peter Handke gewidmete Dauerausstellung im Stift Griffen in Kärnten (FAZ).
Archiv: Literatur

Design

In der NZZ ärgert sich Antje Stahl prächtig über das Schickeria-Event, mit dem die (von der Versace-Familie selbst nicht autorisierte) Versace-Schau in Berlin eröffnet wurde: Zum einen könne bei den 300 aus privaten Sammlungen stammenden, von keinem erläuternden Kontext begleiteten Exponaten von einer "Retrospektive" nicht die Rede sein. Zum anderen mangelte es dem Auftakt an Glam und Aura: "Kurz nach der Show lästerten Besucher, die Veranstaltung sei 'provinziell' und 'plump', und distanzierten sich von dem Geschehen (außer von den gereichten Häppchen). Im gesellschaftlichen Rollenspiel ist das einstudiertes Distinktionsverhalten, nur scheitert es zwangsläufig, wenn alle Gäste es an den Tag legen. Vereint im Selbsthass werden das Rumgestehe und das Blödsinn-Reden ertragen, weil der Mythos Versace immer noch so groß ist, dass er etwas abwerfen könnte, was über die Goody-Bags mit Porzellan-Geschirr (von Alfa Romeo) hinausgeht." Ein "trauriges Gruppenporträt", meint Stahl.
Archiv: Design
Stichwörter: Gianni Versace, Porzellan

Musik

Wenn man sieht, in welchem Ausmaß Kultur heute wieder als bürgerliches Mittel zur Distinktion dient, ist es doch immer wieder verblüffend, mit welcher Radikalität die 68er den Kunstbetrieb in Frage stellten. In der neuen musikzeitung erinnert daran Anna Schürmer: Dieter Schnebel "griff die Debatte in seinem Radio-Essay 'Autonome Kunst' politisch 1971 auf: 'Also wird gefordert um der gesellschaftlichen Wirkung willen und auch um die Einstimmung breiterer Massen zu erreichen, auf autonome Gestaltung von Kunst zu verzichten.' Sein Fazit lautete: Musik, die zum Zweck politischer Verständlichkeit die Kompositionstechnik zurücknehme, bediene reaktionäre Denkweisen. Engagierte Musik stand vielen Avantgardisten für ein ästhetisch retardierendes Moment und geriet deshalb an den Zentren der Neuen Musik mit ihren normativ vertretenen Axiomen 'Innovation' und 'Fortschritt' unter Generalverdacht."

Ein Widerhall solcher Überlegungen findet sich aktuell auch in Max Nyfellers Bericht vom Eclat-Festival in Stuttgart, wo ihm manches "Hochamt der Betroffenheit", bei dem Kunst mit Aktionismus verwechselt wurde, aufstieß. Überdies zeigte sich dem FAZ-Kritiker hier einmal mehr, dass die Vorstellung, Notenschreiben sei konservativ und nur in avanciertester Technologie liege Hoffnung auf Fortschritt, hinfällig sei: "Die besten Notenschreiber stecken im grenzenlosen Terrain des klingenden Materials ihre individuellen Claims ab und erfinden (...) lauter kleine Mosaiksteine zum Bild einer Musik von morgen. Die gedanklichen Sitzenbleiber befinden sich hingegen unter den Technikspezialisten. Enttäuscht vom Lauf der Welt, aber apparatetechnisch gut gerüstet, beklagen sie bloß die gefühlten Widrigkeiten der Gegenwart."

Weitere Artikel: Eine neue CD-Box mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus der Frühzeit der Hardcore- und späteren Alternative-Band Hüsker dokumentiert, dass die Band auch schon in ihren ersten, von Geschwindigkeit und Laustärke dominierten Jahren einen Hang zu eingängigen Melodien hatten, schreibt Karl Fluch im Standard. Im Vinyl District erinnert Michael H. Little an das 1978 veröffentlichte Debüt von Van Halen. Eine neue Netflix-Doku über Quincy Jones wird in den US-Medien gerade dankend als Anlass aufgegriffen, um epische Interviews mit diesem wandelnden Anekdotenschatz zu führen - für Vulture traf sich David Marchese mit der 84-jährigen Legende, für GQ hat diese Aufgabe Chris Heath übernommen.

Besprochen werden ein Auftritt von Ian Svenonius mit seiner Band Chain & the Gang (taz), Lara Bellos Album "Sikame" (taz), ein Konzert des Mondrian-Ensembles (NZZ), ein Brahms-Abend des Pianisten András Schiff (Tagesspiegel), Chris Daves Jazzalbum "Chris Dave And The Drumhedz" (Pitchfork, SZ), ein Jazzabend mit dem Trio Nolega (FR) und das neue Album von Franz Ferdinand (Pitchfork).
Archiv: Musik