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07.11.2026. Die FAZ bestaunt im Luxemburger Mudam den Aufbruch japanischer Künstlerinnen der Fünfziger in die Moderne. Am Berliner Ensemble verzweifeln die Kritiker: Hamlet ist bei Ersan Montag zwar schwul, aber das klärt die Lage in Dänemark auch nicht. Die taz begutachtet den Bücherschaden, der durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine entstanden ist. Ebenfalls in der taz hofft Daniel Barenboim weiter, dass Musik Israelis und Palästinenser einander näherbringen kann. Die Menschen sind unterfordert, verteidigt in der FAS die neue Intendantin des Maxim Gorki Theaters, Çağla Ilk, ihr Konzept, Theater mit Kunst zu verbinden.
In den Fünfzigern stellte der französische Kunstkritiker Michel Tapié der westlichen Welt die avantgardistische Künstlergruppe Gutai aus Japan vor. Die Frauen ignorierte er allerdings zum größten Teil, erzählt in der FAZ Alexandra Wach, froh, dass jetzt das Luxemburger Mudam (und demnächst auch das Münchner Lenbachhaus) eine "längst fällige Hommage an neununddreißig so radikale wie lange unterschätzte japanische Künstlerinnen" bringen: Nach einem "düsteren Prolog" mit Bildern des Antikriegsaktivistenpaars Iri und Toshi Maruki von Atombombenopfern "folgen ganz andere Aufbrüche in die Freiheit, auf die der Titel 'Kaihō' (sich befreien) anspielt, getragen von einer für damalige Japanerinnen gehörigen Portion von Widerspenstigkeit und unbegrenztem Willen zum Experiment. Shigeko Kubota etwa stand zwar im Schatten ihres Künstlerehemanns Nam June Paik, wurde aber durchaus als Pionierin der Videokunst wahrgenommen. 1964 verließ sie Japan in Richtung New York und schloss sich der Fluxus-Bewegung an. In ihren Videoinstallationen setzte sie Spiegel und Wasser als Ausdruck einer 'flüssigen Realität' ein, wie etwa in 'Niagara Falls' (1985-87)."
Ins Licht blickt FR-Kritikerin Judith von Sternburg in der Ausstellung "Deep Field" im Frankfurter Museum Giersch, ohne immer etwas sehen zu können: "Das Kuratorenduo Katrin Kolk und Max Zimmermann hat für 'Deep Field' eine astrophysikalisch und künstlerisch versierte Gruppe zusammengestellt, die sich ausgetauscht und in verschiedenen Kombinationen zusammengetan hat, um Ausdruck für jene Weite um uns her zu finden." Gezeigt werden beispielsweise "Aufnahmen, die durch besonders lange, nach menschlicher Rechnung tagelange Belichtungszeiten besonders weit entfernte und lichtschwache Galaxien sichtbar machen können. Mit etwas Glück. Mit etwas Glück zum Beispiel kam ein Lichtsignal eines dann Icarus benannten Sterns 2016 auf die Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble." Wer Hubbles Bilder lesen kann, "kann aus den beobachteten Daten - das ist jetzt sehr, sehr kurz gesagt - Temperaturen und daraus eine Farbe ableiten. Für Icarus war dies ein schwaches, grünliches Blau. Attraktiv! Die Künstlerin Katie Paterson hat daraus eine Wandfarbe mischen lassen, die nun im ersten Stock der Frankfurter Villa Giersch den ersten Raum kühlt."
Weiteres: Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht der Maler und Bildhauer Hein Spellmann über seine Fotos von Berliner Häuserfassaden, die er für die Werkreihe Kunst des Tagesspiegels ausgesucht hat. Besprochen wird außerdem die Ausstellung "Real Talk! Sprache. Macht. Welt" im Museum für Kommunikation Berlin (Tsp).
Szene aus "Wildwood" Im Filmdienststaunt Christoph Dobbitsch über die handgefertigten Zauberwelten des Stopmotion-Studios Laika, das mit "Wildwood" nun nach langjähriger Produktionszeit sein Opus Magnum in die Kinos bringt. "Keine generative KI wird jemals etwas Ähnliches wie Laika leisten können. Selbst wenn die Technik so weit fortgeschritten ist, dass eine optisch nahezu identische Imitation entsteht, würde etwas fehlen. Das Gefühl, darüber zu staunen, wie kreative Menschen so etwas wie 'Coraline' oder 'Kubo' schaffen konnten. Der Vorhang, der im Abspann jedes Laika-Filmes zurückgezogen wird, um die Arbeit des Teams zu offenbaren, ist kein Gimmick, sondern Teil der Magie. Das Publikum wird daran erinnert, wie viel das Kino verlieren würde, wenn wir uns nach einem erstaunlichen Film nicht mehr die Frage stellen: Wie in aller Welt haben sie das nur geschafft?"
Komplett anders sieht es YokoHiguchi-Zitzmann im FAZ-Gespräch mit Jörg Seewald. Die Filmproduzentin war jahrelang für die Constantin tätig und hat nun mit Dreamkite Studios eine ganz auf Künstliche Intelligenz setzende Produktionsgesellschaft gegründet. Die erhebliche Kostenersparnis, die mit KI einher geht, könnte auch dem deutschen Film nutzen, ist sie überzeugt: "Selbst bei einer Hybrid-Produktion - also Schauspieler plus KI - muss man nicht mehr in den Himalaja fahren oder nach Neuseeland fliegen, um einen Fantasy-Film zu machen." Einen solchen "kann man nun mit echten Schauspielern in München drehen. ... Man könnte meinen, dass große Produktionsfirmen in Deutschland nur Komödien machen", doch "das war in Deutschland das einzige refinanzierbare Genre. ... Wir haben versucht, Action-, Fantasy- und Horrorfilme zu produzieren. Wir hatten als Filmfans richtig Lust darauf und großartige Drehbücher in der Schublade" und "diese Träume können wir jetzt verwirklichen".
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weitere Artikel: Sophia Coper spricht in der FAZ mit der SchriftstellerinShidaBazyar und der Regisseurin MilenaAboyan, die Bazyars Roman "Drei Kameradinnen" verfilmt hat. Elmar Krekeler erzählt in der WamS von seiner Begegnung mit der Schauspielerin NinaHoss, die "das Wesen des Menschseins auf der Leinwand, auf der Bühne untersucht". Den Schauspieler SteveBuscemi porträtiert Maria Wiesner in der FAS. Für die WamS spricht Jan Küveler mit dem Regisseur MartinMcDonagh über dessen neuen, unter anderem mit TomWaits und JohnMalkovich besetzten Film "Wild Horse Nine". Tobias Sedlmaier hat für die NZZAnton Corbijn getroffen, der mit "Ein Talent fürs Morden" einen Film über die KrimischriftstellerinPatriciaHighsmith gedreht hat. Im Standardempfiehlt Stefan Weiss die Wiener Retrospektive mit den Filmen von Kathryn Bigelow. Der Filmhistoriker Rainer Rother erinnert in "Bilder und Zeiten" der FAZ anlässlich der Aufnahme von FritzLangs "Metropolis" ins UNESCO-Register "Memory of the World" vor 25 Jahren daran, wie beschwerlich und mühselig die Rekonstruktion und Restauration dieses Filmklassikers gewesen ist.
Besprochen werden RandaChahouds Verfilmung von MithuSanyals Roman "Identitti" (FAS) und Maria Wischnewskis Porträtfilm über die Theaterschauspielerin HeleneWeigel (FAS).
Johanna Adorján besucht für die SZ das von Oscar Niemeyer 1971 erbaute Hauptquartier der KP in Paris: "Normalerweise kommt man dort nicht hinein, wenn man kein Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs ist, oder nur zu wenigen besonderen Gelegenheiten. Derzeit aber wird im Eingangsbereich, beziehungsweise im 'Foyer der Arbeiterklasse', wie Niemeyer es nannte, eine Kunstausstellung gezeigt, bei der auch die Türen zum Versammlungssaal offenstehen." Dann tritt sie ein "und befindet sich in einer Welt, die es nicht mehr gibt, die es vielleicht nie gegeben hat, einer Vision der Zukunft, wie sie nie kam. Es ist ein Versammlungssaal wie aus einem Kubrick-Film, wo mächtige Männer, darunter auch schlimme Bösewichte, über die Geschicke der Welt verhandeln. ... Der Versammlungsraum der französischen Kommunisten ist eine gute Mischung aus Pantheon, Ken Adams War Room aus 'Dr. Strangelove' und einem Metallkleid von Paco Rabanne. Ein angemessener Raum für kühn fliegende Ideen und Visionen, wie sie wohl allerdings nur losgelöst von der Restwelt bestehen können, weil die Restwelt wirklich nichts, bedauerlicherweise, mit dieser Art von Glamour zu tun hat."
Außerdem: In "Bilder und Zeiten" (FAZ) schreibt Matthias Alexander über die Architektur der vier Synagogen, die 1938 in Frankfurt niedergebrannt worden waren.
"Russlands Angriffskrieg richtet sich nicht nur gegen Menschen, Natur und Städte, er gilt auch den Büchern", schreibt Jens Uthoff in der taz. "Den gesamten Sommer und Herbst über gab es eine Reihe von Drohnen- und Raketenangriffen auf Verlage, Bücherlager, Buchläden und einen Büchermarkt. ... Mehr als 13 Millionen Bücher hat Russland allein in den Sommermonaten in der Ukraine zerstört. 21 Verlagsstandorte und Bücherlager sind mindestens betroffen, mehr als 30 Verlage erlitten Einbußen. ... Russlands Krieg galt eben von Beginn an auch der ukrainischen Sprache und Literatur, manche sprechen von einem 'Bibliozid'. Putin degradiert die Ukrainer immer wieder zu 'Kleinrussen', die ukrainische Sprache erklärt er zu einem durch polnische Einflüsse verdorbenen Dialekt des Russischen. ... Über 900 Bibliotheken sind bislang laut dem ukrainischen Kulturministerium beschädigt oder vollständig zerstört worden. In den besetzten Gebieten werden ukrainischsprachige Bücher aussortiert, Schulkinder werden russifiziert." Immer mehr Romane und erzählende Sachbücher erzählen Familiengeschichten - in "Bilder und Zeiten" der FAZ macht sich der Historiker Markus Friedrich an einen Erklärungsversuch: "Galten Genealogie und Familienforschung noch bis in die Neunzigerjahre hinein als verstaubtes Nischenphänomen (...), so ist das Thema mittlerweile im Zentrum der Gesellschaft angekommen. ... Familiengeschichte passt bestens zur derzeit überall vorherrschenden, mikroskopischenBlickrichtungaufGeschichte. ... Zugleich ist Familiengeschichte inhärent empathisch, parteiisch, persönlich", denn da es "um Familie geht, darf, ja muss es emotional sein. Das macht Geschichte greifbar und nicht zuletzt gut lesbar - und für die Verlage ökonomischattraktiv. ... Mit diesen Eigenschaften füllt 'Familie' einen Teil der Lücke auf, die sich nach dem Fragwürdigwerden alter Großkategorien der historischen Deutung geöffnet hat - wo früher von Klasse, Nation, Region oder Religion die Rede war, um die Geschichte Europas zu erzählen, ist nun wieder von Familie die Rede, und zwar von der eigenen."
Die Literarische Welt bringt heute einen geradezu unterwürfigen Schwerpunkt zum Literaturbetrieb von Rechts. Tilman Krause erzählt von der Audienz, die ihm der Rechtsaußen-Verleger GötzKubitschek in einer "konspirativen Wohnung" bei gemeinsamen Freunden in Berlin-Charlottenburg gewährt hat, bedankt sich dafür mit überschwänglichem Lob für dessen Reise-Essays und gibt ihm literarische Karrieretipps: "Wenn Götz Kubitschek den auch unter Rechten leider so verbreiteten Irrglauben an die Politik als Schicksalsmacht überwunden hat, könnte von ihm als Autor noch manches literarisch Interessante kommen. Es wird dann nicht mehr bedrohlich oder spaltend sein (müssen). Es wird uns vielleicht vereinen im Glauben daran, dass das Leben allen hilft, die auf die Schöpfung vertrauen - und für ihre Botschaften empfänglich sind." Heiland Kubitschek - ohje! Marc Reichwein ist indessen sehr begeistert von der Gegen-Buchmesse "Seitenwechsel", die die Dresdner Buchhändlerin SusanneDagen organisiert. Mladen Gladic befasst sich damit, wie die Literaturwissenschaft neurechteLese- undKanonstrategien seziert.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weitere Artikel: AikiMira denkt im "Literarischen Leben" der FAZ aus einer Science-Fiction-Perspektive über Körperpolitik im digitalisierten Kapitalismus und unter den Eindrücken der antidemokratischenApokalyptikderTechBros nach. In der tazgratuliert Dirk Knipphals der Bibliothek Suhrkamp zum 75-jährigen Bestehen und kann auch dem behutsam aktualisierten Design der Buchcover etwas abgewinnen, die die großzügige Weißfläche von einst nun mit schönen Panatone-Farben füllt. Anna Vollmer berichtet in der FAS von einer Münchner Tagung, die sich mit "Blurbs" - also den werbenden Zitaten auf der Rückseite von Büchern - befasst hat. In "Bilder und Zeiten" der FAZ gratuliert Christiane Pöhlmann der italienischen SchriftstellerinDaciaMaraini zum 90. Geburtstag. Benno Schirrmeister (taz) und Peter Praschl (WamS) schreiben nachgereichte Nachrufe auf Janosch (weitere Nachrufe hier). In der "Langen Nacht" vom Dlf Kulturbefasst sich Carola Wiemers mit dem vor hundert Jahren geborenen Schriftsteller Günter de Bruyn.
Besprochen werden unter anderem DanielKehlmanns "Afrika" (LitWelt, SZ), Kerstin Preiwuß' "Wir alle" (taz) sowie neue Sachbücher, darunter JudithRaupps "Morgen gehe ich einkaufen, falls der Markt noch steht. Leben und Überleben im Kongo" (taz), Klaus-DietmarHenkes "Vergangenheitsabwehr. Adenauers Staatssekretär Hans Globke, der BND und der Eichmann-Prozess" (taz) und GerdHankels "Völkermord. Überlegungen zu einem umkämpften Begriff" (FAZ).
In der Frankfurter Anthologie schreibt Norbert Hummelt über UweKolbes "Rilke und Gott":
"Von Rilke hätte ich das nicht gedacht. Am trüben Tag auf seinen Ton zu lauschen, Klang dünnen Eises in dem Alltagsrauschen ..."
Kleist und Marco Fusinato am Maxim Gorki Theater. Foto: Andrea Rossetti
Claas Oberstadt besucht für die FAS die neue Intendantin des Maxim Gorki Theaters, Çağla Ilk, und Ilks zweite Premiere: "Es geht um Kleists Prinz Friedrich von Homburg, um Bruno Ganz' legendäre Verkörperung des traumwandelnden Prinzen in der 70er Jahren, gerahmt von einem 'Noise-Essay' des australischen Künstlers Marco Fusinato - alles unter dem Titel 'The Corpse of the Present'. Sie folgt damit ihrem Weg, das geschichtsträchtige Haus etwas anders zu bespielen, als man es von einem Theater gewohnt ist", nämlich täglich von 13 bis 21 Uhr und kostenlos ist das ganze auch. Ist das jetzt die Zukunft des Theaters? Oberstadt fällt kein Urteil, es ist noch Probezeit für Ilk, aber uninteressant findet er ihr Konzept nicht: "Der rbb nannte ihre jüngste Arbeit ein 'vernebeltes Installationsspektakel'. Wo das Gorki unter Langhoff für eingängige Gegenwartstexte stand, finde nun abstrakte Kunst statt, die sich - im Gegenteil - nur einem eingeweihten, kunstaffinen Publikum erschließe. Ilk ... sieht das anders: 'Ich glaube naiv daran, dass die Menschen unterfordert sind.'"
Keinen Spielraum für Interpretationen gibt es bei den Kritiken zu Ersan Mondtags "Hamlet"-Inszenierung am Berliner Ensemble, die so einhellig und böse sind, dass man direkt neugierig wird: "Apokalypse mau", stöhnt Rüdiger Schaper im Tagesspiegel: "Der neue 'Hamlet' am BE sieht alt aus. Regisseur und Bühnenbildner Ersan Mondtag und Wilke Weermann, der den Text umgeschrieben hat, überheben sich komplett: dreieinhalb Stunden zähe Sitzarbeit. Ein renovierter Shakespeare also. Hamlet ist schwul, verbringt seine Nächte in Clubs. Ophelia ist ein Mann, Laertes eine Frau. Kann man alles machen, ist aber nicht besonders originell. Hat nicht vor Jahrzehnten Angela Winkler Hamlet gespielt"? Fürnachtkritiker Christian Rakow ist das ganze eine in jeder Hinsicht "verblasene Angelegenheit", FAZ-Kritiker Simon Strauß durchlitt "200 überflüssige Minuten". Und in der SZ ätzt Peter Laudenbach: "schwerfälliges Bauerntheater mit jeder Menge Berliner Darkroom-Folklore: Ganz Dänemark ist eine Halloween-Party auf schlechten Drogen im Absturz-Club des Vertrauens. Aber wir sind nicht im Berghain, sondern nur im extraspießigen Regietheater, wo man sich schon aus Gründen der Traditionspflege mit der Verbissenheit von Strebern um Exzess-Darbietungen und Grenzüberschreitungen aller Art bemüht."
Weiteres: In der FAZ gratuliert Jens Malte Fischer der Sopranistin Gwyneth Jones zum Neunzigsten. Besprochen werden Paul Behrens Choreografie "Almut" am Lichthof Theater Hamburg (nachtkritik), Anica Tomićs Bühnenbiopic über Rosa Luxemburg am Deutschen Theater Berlin (nachtkritik), die Galapremiere des Musicals "Moulin Rouge!" im Hamburger Theater am Großmarkt (Welt), zwei Revuen - die große Rentenrevue "Nix gibt's" der freien Theatergruppe Glanz & Krawall im Berliner Theater Thikwa und Luise Voigts Inszenierung von Falladas "Kleiner Mann - was nun?" am Schauspiel Frankfurt (Welt), ein Abend zur Erinnerung an die Berliner Holocaust-Überlebende Inge Deutschkron im Grips-Theater (Tsp) und zwei Choreografien - Cyril Baldys "Body Me" und William Forsythes "N.N.N.N", aufgeführt von der Dresden Frankfurt Dance Company - in Frankfurt (FAZ, FR).
"Unsere Friedensbotschaft muss lauter sein denn je", sagt Daniel Barenboim im taz-Gespräch mit Maxi Broecking über das von ihm gegründete West-EasternDivanOrchestra, in dem palästinensische und israelische Musiker gemeinsam spielen: "Ich bin überzeugt, dass wir weitermachen und dafür den größeren Kontext des Konflikts im Blick haben müssen. Unsere Musikerinnen und Musiker des West-Eastern Divan Orchestra, unsere Studentinnen und Studenten in der Barenboim-Said-Akademie, sie sind fast alle unmittelbar betroffen. Viele der Musikerinnen und Musiker leben in der Region, und auch die anderen haben viele Verbindungen in ihre Heimat. Dies bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass es nur eine Lösung dieses Konflikts geben kann: auf der Grundlage von Humanismus, GerechtigkeitundGleichheit - und ohne Waffengewalt und Besatzung. Wir müssen, wollen und werden weiter daran glauben, dass Musik uns unserer Menschlichkeit einander näherbringen kann."
Weitere Artikel: Christoph Forsthoff hat für die NZZ die einstige Villa von RichardStrauss in Garmisch-Partenkirchen besucht. Jean-Martin Büttner vermisst in der NZZLeonard Cohen, der vor zehn Jahren gestorben ist. Besprochen wird ein Konzert von TokioHotel in Frankfurt (FR).
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Robin Lane Fox: Helden, Götter, Krieger Aus dem Englischen von Susanne Held. Die Ilias gilt als das größte Epos der Welt: heroische Kämpfe und göttliches Schicksal vor dem Hintergrund des Trojanischen Krieges.…
John Burnside: Von Riesenalken und Auerochsen Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Im Jahr 1844 thronen zwei große, schwarzweißgefiederte Vögel auf einem Basaltfelsen vor der Küste Islands. Doch Museumssammler haben…
Michael Opitz (Hg.), Carola Wiemers (Hg.): Neue Rundschau 2026/4 Unveröffentlichte Fundstücke aus dem Nachlass von Günter de Bruyn zum 100. Geburtstag. Mit dem Erwerb einer alten Schäferei traf der gebürtige Berliner Günter de Bruyn 1968…
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