Efeu - Die Kulturrundschau
Stillstand als Geste
Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
14.04.2026. FAZ und FR erleben in Andrea Breths Inszenierung der Puccini-Oper "Turandot" den Alptraum eines zeitlosen totalitären Regimes. Monopol erfährt vom polnischen Künstlerduo Bogna Burska und Daniel Kotowski, die den diesjährigen Biennale-Pavillon gestalten, wie Gebärdensprache und Walgesänge zusammenhängen. Die taz sieht bei einer Retrospektive der Filme von Hara Kazuo verstörende Bilder von japanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Die Welt freut sich über eine angenehm prunklose Performance von Justin Bieber beim Coachella-Festival.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
14.04.2026
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Bühne

"Alles bleibt rätselhaft" in Andrea Breths Inszenierung von Puccinis Oper "Turandot", wie FR-Kritikerin Judith von Sternburg an der Oper Frankfurt feststellen kann. Breth erzählt die Oper als beklemmende Parabel auf ein totalitäres Regime: "Der Alptraum in Frankfurt spielt in allen Zeiten und an allen Orten eines maximierten und ritualisierten Staatsterrors. Er hat sich, dafür spricht die zwecklose (oder nur dem Zweck des Drucks und Stresses verpflichtete) Geschäftigkeit, weitgehend verselbstständigt. Turandot hat innerhalb dieser mittelpunktlos erscheinenden Staatsmaschine ihren eigenen Privatterror gegen Brautwerber eingerichtet. Um sich herum verbreitet sie auch einen asiatisierenden Flair, tritt selbst mit weißer Maske und streng beschränkten Theatergesten auf. Die drei an Samurai erinnernden jungen Männer scheinen ihre Entourage zu sein, ihre Arme der Gewalt. Dennoch bleibt alles offen, nicht die Gewalt und die Durchritualisierung der gesamten Existenz, aber die Frage, wann, wo, warum das stattfindet."
"Humor- und erbarmungsloses Regimetheater" sieht auch Wolfgang Fuhrmann in der FAZ, der damit allerdings den Geist von Puccinis Werk durchaus umgesetzt sieht. Gespannt wartet er darauf, wie Breth das Ende inszenieren wird, da die Oper bekanntlich unvollendet blieb. Er wird nicht enttäuscht. Der Vorhang schließt sich "dort, wo das Werk des Meisters endet: über den Trauerklängen für Liù. Ein berührender und überraschend stimmiger Ausklang, weil er die katastrophale Situation offen belässt. Wenn es einen Ausweg gegeben hätte für Puccini, dann wäre es die Entscheidung gewesen, Calaf und Turandot in der wechselseitigen emotionalen Vergletscherung zu vereinen, den rücksichtslosen Prinzen gleichfalls zu Eis erstarren zu lassen. Diese Konsequenz wollte Puccini nicht wahrhaben."
Besprochen wird David Martons Inszenierung von György Kurtágs Oper "Fin de partie" nach Samuel Beckett am Theater Basel (NZZ).
Kunst

Weitere Artikel: In der taz schreibt Zdenek Felix den Nachruf auf den deutschen Maler und "Psychonauten" Thomas Zipp, der Anfang April gestorben ist. In der Welt erinnert Gesine Borcherdt (unsere Resümees). Im Tagesspiegel unterhält sich Marina Abramovic über ihre Performance "Balcan Erotik Tropic", die die diesjährigen Berliner Festspiele eröffnen wird. Besprochen werden die Ausstellung "Martin Schongauer. Le bel immortel" im Louvre in Paris (FAZ) und die Ausstellung "Kunst Hand Werk" im "Brücke"-Museum in Berlin (tsp) und die Ausstellung "Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968" im Haus der Kunst München (taz).
Musik
Beim Coachella-Festival, das sich vergangenes Wochenende in der Wüste bei Palm Springs abgespielt hat, geht es eigentlich um immer noch bombastischere Performances. Umso größer war der Aufschrei popinformierter Kreise, als der einstige, zwischenzeitig arg von Depressionen und anderem Leid gezeichnete Kinderstar Justin Bieber lediglich einen Laptop aufklappte, von dort aus Youtube-Videos auf die Screens projizierte und davor performte. In der Welt feiert Dennis Sand aber genau das: Bieber "verzichtet auf Spektakel, auf kalkulierte Eskalation, und ersetzt sie durch etwas, das im Pop ein Stück weit verloren schien: Selbstbegegnung. ... Er performt nicht seine Songs, sondern die Bedingungen, unter denen sie entstanden sind. Das ist mehr als nur ein ästhetischer Kniff: Pop wird hier nicht als Oberfläche inszeniert, sondern als Archiv offengelegt. ... Gerade darin liegt die Radikalität dieses Auftritts: In einer Kultur permanenter Selbstinszenierung verweigert Bieber die nächste Version seiner selbst. Kein Rebranding, keine 'New Era', um im Taylor-Swift-Vokabular zu bleiben, stattdessen bloß Stillstand als Geste."
Eine zweiteilige Edition erschließt Herbert von Karajans Live-Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern von den Fünfzigern bis in die späten Siebziger - nachvollziehen lässt sich dabei, auch im Abgleich mit Studioaufnahmen, Karajans voranschreitende Selbstperfektion unter technisch immer besseren Rahmenbedingungen, beobachtet Helmut Mauró in der SZ. Denn "auch im Konzertsaal will der Dirigent wirklich jeden Ton hören, jede geschriebene Note, und trotzdem soll es ein dramatisch geschlossenes Ganzes sein. Der Klang resultiert aus einer wohlkalkulierten Ästhetik. Er ist vom Raunen befreit, von der Idee einer zeremoniellen Feier, wie sie während der Nazizeit Standard war. ... Wo bis dahin Posaunen und Hörner einen statisch kalten Klangraum aufspreizten, treibt Karajan nun die Bläser vor sich her - das gilt selbst für die wuchtige Achte von Bruckner - und gibt dem Pathos einen Schwung, der die großen klassischen und romantischen Symphonien zwar weiterhin großmächtig, aber nun auch hell und glanzvoll erscheinen lässt. Karajan hat den düsteren deutschen Orchesterklang bei Bruckner entnazifiziert, von Mozart alles Süßlich-Klebrige abgewaschen, die verkrustete Idylle bei Schubert entblättert."
Weitere Artikel: Markus Acher und Cico Beck von The Notwist erklären im FR-Gespräch mit Steffen Rüth, warum sie ihr neues Album "News from Planet Zombie" wieder organisch und kollektiv im Studio aufgenommen haben und welche Rolle vermeintliche B-Movies (Carpenters "Klapperschlange" ist ja nun wirklich kein solches, möchte der Perlentaucher hinter diesen Zeilen anmerken) als Inspirationsquelle dabei gespielt haben. Ueli Bernays spricht in der NZZ mit dem israelischen Jazzpianisten Omer Klein. Michael Pilz führt in der Welt durch die eher befremdlichen Versuche internationaler Popstars, auf Deutsch zu singen. In der FAZ gratuliert Clemens Haustein der Sopranistin Barbara Bonney zum 70. Geburtstag. Henrik von Holtum schreibt in der taz einen Nachruf auf Hiphop-Pionier Afrika Bambaataa. Wolfgang Sandner schreibt in der FAZ zum Tod des britischen Jazzers Mike Westbrook.
Besprochen werden James Blakes Album "Trying Times" (FR), ein Konzert in der Komischen Oper Berlin, bei der Moor Mother auf Tschaikowsky traf (BC), ein Konzert von Tristan Brusch in Bremen (Kaput), die Compilation "Changing My Scene: Art, Music & The Beatles - from Stockhausen to The Goons" (FR), ein Konzert von Peter Evans in Frankfurt (FR) und neue Veröffentlichungen anspruchsvoller Musik, darunter Marilyn Crispells und Anders Jormins gemeinsames Album "Memento" (Standard).
Eine zweiteilige Edition erschließt Herbert von Karajans Live-Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern von den Fünfzigern bis in die späten Siebziger - nachvollziehen lässt sich dabei, auch im Abgleich mit Studioaufnahmen, Karajans voranschreitende Selbstperfektion unter technisch immer besseren Rahmenbedingungen, beobachtet Helmut Mauró in der SZ. Denn "auch im Konzertsaal will der Dirigent wirklich jeden Ton hören, jede geschriebene Note, und trotzdem soll es ein dramatisch geschlossenes Ganzes sein. Der Klang resultiert aus einer wohlkalkulierten Ästhetik. Er ist vom Raunen befreit, von der Idee einer zeremoniellen Feier, wie sie während der Nazizeit Standard war. ... Wo bis dahin Posaunen und Hörner einen statisch kalten Klangraum aufspreizten, treibt Karajan nun die Bläser vor sich her - das gilt selbst für die wuchtige Achte von Bruckner - und gibt dem Pathos einen Schwung, der die großen klassischen und romantischen Symphonien zwar weiterhin großmächtig, aber nun auch hell und glanzvoll erscheinen lässt. Karajan hat den düsteren deutschen Orchesterklang bei Bruckner entnazifiziert, von Mozart alles Süßlich-Klebrige abgewaschen, die verkrustete Idylle bei Schubert entblättert."
Weitere Artikel: Markus Acher und Cico Beck von The Notwist erklären im FR-Gespräch mit Steffen Rüth, warum sie ihr neues Album "News from Planet Zombie" wieder organisch und kollektiv im Studio aufgenommen haben und welche Rolle vermeintliche B-Movies (Carpenters "Klapperschlange" ist ja nun wirklich kein solches, möchte der Perlentaucher hinter diesen Zeilen anmerken) als Inspirationsquelle dabei gespielt haben. Ueli Bernays spricht in der NZZ mit dem israelischen Jazzpianisten Omer Klein. Michael Pilz führt in der Welt durch die eher befremdlichen Versuche internationaler Popstars, auf Deutsch zu singen. In der FAZ gratuliert Clemens Haustein der Sopranistin Barbara Bonney zum 70. Geburtstag. Henrik von Holtum schreibt in der taz einen Nachruf auf Hiphop-Pionier Afrika Bambaataa. Wolfgang Sandner schreibt in der FAZ zum Tod des britischen Jazzers Mike Westbrook.
Besprochen werden James Blakes Album "Trying Times" (FR), ein Konzert in der Komischen Oper Berlin, bei der Moor Mother auf Tschaikowsky traf (BC), ein Konzert von Tristan Brusch in Bremen (Kaput), die Compilation "Changing My Scene: Art, Music & The Beatles - from Stockhausen to The Goons" (FR), ein Konzert von Peter Evans in Frankfurt (FR) und neue Veröffentlichungen anspruchsvoller Musik, darunter Marilyn Crispells und Anders Jormins gemeinsames Album "Memento" (Standard).
Film
Mit einer Retrospektive der Filme von Hara Kazuo legt die Dokumentarfilmwoche Hamburg das Augenmerk auf eine rigoros subjektive Position, "die in ihrer kompromisslosen Radikalität mit nichts davor Gesehenem zu vergleichen war", schreibt Wilfried Hippen in der taz. So etwa in "The Emperor's Naked Army Marches On" (1987), ein damals auch im Berlinale-Forum gezeigtes Porträt des früheren Soldaten Kenzo Okuzaki, der im Zweiten Weltkrieg einer vom japanischen Kaiser rigoros verheizten Einheit angehörte und sich später "zum militanten Anti-Establishment-Aktivisten" wandelte, der auch vor einem Attentat nicht zurückschreckte. "Mitte der 1980er Jahre begann diese Ein-Mann-Armee eine neue Kampagne, in der Kenzō die Kriegsverbrechen damaliger japanischer Offiziere an den eigenen Soldaten aufdecken wollte. ... Okuzaki besuchte zusammen mit Angehörigen der Opfer diese Offiziere und Mitglieder der Erschießungskommandos und drängte sie zum Teil mit Gewalt dazu, ihre Verbrechen zu gestehen. Zwei Filmstunden lang folgt Hara Kazuo dem Kriegsveteranen und zeigt dabei zutiefst verstörende Aufnahmen, etwa wie dieser einen über 70-jährigen Schwerkranken mit Fußtritten malträtiert. Der Filmemacher enthält sich dabei in Bildwahl und Montage jeder Wertung und erzeugt so ein tiefes Unbehagen, das noch um ein Vielfaches verstärkt wird, wenn die alten Kameraden zu reden beginnen." Mehr zum Film in dieser ausführlichen Besprechung auf Cineaste.
Rebecca Zlotowski erklärt im taz-Interview mit Arabella Wintermayr, warum sie bei ihrer (mit Jodie Foster prominent besetzte) französischen Krimikomödie "Paris Murder Mystery" für eine Sequenz auf Experimente mit Künstlicher Intelligenz zurückgegriffen hat. "Der Impuls kam aus einem Artikel über ein Studio, das künstliche Erinnerungen erzeugt - etwa für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und keine Bilder aus ihrer Vergangenheit haben, oder für Alzheimer-Patienten, bei denen kleine visuelle Impulse Erinnerungen anstoßen können. Diese Idee hat mich sehr bewegt: dass ein 'künstliches' Werkzeug etwas so Intimes wie unser Unterbewusstsein berühren kann. Gleichzeitig erzeugt diese Technologie ja noch keine perfekten Bilder - im Gegenteil, sie sind oft fragmentiert, fast kubistisch, ein wenig wie bei Pablo Picasso oder Francis Picabia."
Weiteres: Die französischen Zeitungen diskutieren hitzig über Xavier Giannolis Film "Strahlen und Schatten", der von der Kollaboration während des Zweiten Weltkriegs erzählt, berichtet Marc Zitzmann in der FAZ: Kern des Aufregers ist dabei die in dem Film wohl nur ungenügend widersprochene These, dass "Antifaschisten die eigentlichen Faschisten sind" - eine Position, die auch die radikale Rechte Frankreichs und ihre Verbündeten am Rand des bürgerlichen Lagers aus einschlägigen Interessen derzeit in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit trägt. Susanne Gietl führt im Filmdienst durch das Werk des österreichischen Filmemachers Adrian Goiginger. Indien trauert um Asha Bhosle, die Stimme Bollywoods, berichtet Natalie Mayroth in der taz (mehr zu Bhosles Tod bereits hier). Besprochen wird Ugo Bienvenus französischer Animationsfilm "Arco" (Standard, mehr dazu bereits hier).
Rebecca Zlotowski erklärt im taz-Interview mit Arabella Wintermayr, warum sie bei ihrer (mit Jodie Foster prominent besetzte) französischen Krimikomödie "Paris Murder Mystery" für eine Sequenz auf Experimente mit Künstlicher Intelligenz zurückgegriffen hat. "Der Impuls kam aus einem Artikel über ein Studio, das künstliche Erinnerungen erzeugt - etwa für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und keine Bilder aus ihrer Vergangenheit haben, oder für Alzheimer-Patienten, bei denen kleine visuelle Impulse Erinnerungen anstoßen können. Diese Idee hat mich sehr bewegt: dass ein 'künstliches' Werkzeug etwas so Intimes wie unser Unterbewusstsein berühren kann. Gleichzeitig erzeugt diese Technologie ja noch keine perfekten Bilder - im Gegenteil, sie sind oft fragmentiert, fast kubistisch, ein wenig wie bei Pablo Picasso oder Francis Picabia."
Weiteres: Die französischen Zeitungen diskutieren hitzig über Xavier Giannolis Film "Strahlen und Schatten", der von der Kollaboration während des Zweiten Weltkriegs erzählt, berichtet Marc Zitzmann in der FAZ: Kern des Aufregers ist dabei die in dem Film wohl nur ungenügend widersprochene These, dass "Antifaschisten die eigentlichen Faschisten sind" - eine Position, die auch die radikale Rechte Frankreichs und ihre Verbündeten am Rand des bürgerlichen Lagers aus einschlägigen Interessen derzeit in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit trägt. Susanne Gietl führt im Filmdienst durch das Werk des österreichischen Filmemachers Adrian Goiginger. Indien trauert um Asha Bhosle, die Stimme Bollywoods, berichtet Natalie Mayroth in der taz (mehr zu Bhosles Tod bereits hier). Besprochen wird Ugo Bienvenus französischer Animationsfilm "Arco" (Standard, mehr dazu bereits hier).
Literatur
Oliver Meiler blickt für die SZ in die französische Debatte um Boualem Sansals Verlagswechsel zu Grasset im Verlag Hachette des als Patron rechtsextremer Stimmen geltenden Multimilliardärs Vincent Bolloré, der den Autor von Gallimard mit einem fürstlichen Honorar und einer fürstlichen Wohnung in sein Portfolio locken konnte - ein "Dolchstoß", wie viele im liberalen bis linken Spektrum in Frankreich meinen. "Sansal erklärte sich darauf in einem Gastbeitrag in Le Monde. Sein neues Buch, schreibt er, sei eine Kampfschrift, er wolle es als Akt des Widerstands verstanden wissen. Das könne er schlecht in einem Verlag publizieren, der sich während seiner Inhaftierung für eine weiche Linie entschieden habe. Er halte es deshalb für ehrlicher, den Text in einem Verlag zu publizieren, der auf seiner Linie sei. Und überhaupt: Ein Verlagswechsel sei doch banal. Für Bolloré jedenfalls ist er ein politischer Coup. Sehr überraschend ist er allerdings nicht", denn "Sansal redet schon seit einer Weile so wie Frankreichs Rechtsextreme - und wie die Meinungsmacher auf Bollorés reaktionären Fernseh- und Radiosendern".
Wörtlich sagt Sansal in Le Monde: "Ein Intellektueller sollte mit allen sprechen. Ich weigere mich, mich im Hinblick auf meine Gesprächspartner selbst zu zensieren, und ich spreche mit allen, von ganz links nach rechts. Ich wurde von der Linken unterstützt. Dann, nach einer Reise nach Israel, verblasste diese Unterstützung. So ist es nun einmal."
Es wird ja gerade über Denis Scheck diskutiert, der gerne Bücher in die Tonne wirft. Aber Bücher-in-die-Tonne-werfen ist keine Leichtigkeit, lernt man auf einer Seite namens book-talk.de. Auf dieser Seite, einer "Marke der Correctiv Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH", kann man bei Denis Scheck sogar in Workshops lernen, wie man ein Buch so richtig in die Tonne kloppt. Der Workshop hat sieben Kapitel, zum Beispiel "Kapitel 4: Der Henker des Massengeschmacks (08:47 min)" oder "Kapitel 6: Schecks Kanon (10:32 min)". "Wir wollen Leserinnen und Leser auf TikTok und Instagram so ansprechen, dass sie Interesse finden an dieser Plattform, die Leselust und kreatives Schreiben fördert", heißt es in der Selbstdarstellung von book-talk.de. Correctiv hatte laut Transparenzbericht im Jahr 2024 ein Budget von knapp 9,4 Millionen Euro.
Außerdem: Marc Reichwein liest für die Welt in einem kürzlich aufgetauchten Abitur-Aufsatz von Max Frisch, der sich als Pennäler "im Ton durchaus nassforsch" zeigt. Besprochen werden unter anderem Julia Webers "Weil ich Ruth bin" (FR), Natalja Kljutscharjowas "Woher kommst du? Tagebuch einer Geflüchteten" (NZZ), Tupoka Ogettes Memoir "Trotzdem zuhause" (SZ) und neue Sachbücher, darunter Niklas Webers "Passagiere. Klasse, Geschlecht und 'Rasse' auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Wörtlich sagt Sansal in Le Monde: "Ein Intellektueller sollte mit allen sprechen. Ich weigere mich, mich im Hinblick auf meine Gesprächspartner selbst zu zensieren, und ich spreche mit allen, von ganz links nach rechts. Ich wurde von der Linken unterstützt. Dann, nach einer Reise nach Israel, verblasste diese Unterstützung. So ist es nun einmal."
Es wird ja gerade über Denis Scheck diskutiert, der gerne Bücher in die Tonne wirft. Aber Bücher-in-die-Tonne-werfen ist keine Leichtigkeit, lernt man auf einer Seite namens book-talk.de. Auf dieser Seite, einer "Marke der Correctiv Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH", kann man bei Denis Scheck sogar in Workshops lernen, wie man ein Buch so richtig in die Tonne kloppt. Der Workshop hat sieben Kapitel, zum Beispiel "Kapitel 4: Der Henker des Massengeschmacks (08:47 min)" oder "Kapitel 6: Schecks Kanon (10:32 min)". "Wir wollen Leserinnen und Leser auf TikTok und Instagram so ansprechen, dass sie Interesse finden an dieser Plattform, die Leselust und kreatives Schreiben fördert", heißt es in der Selbstdarstellung von book-talk.de. Correctiv hatte laut Transparenzbericht im Jahr 2024 ein Budget von knapp 9,4 Millionen Euro.Außerdem: Marc Reichwein liest für die Welt in einem kürzlich aufgetauchten Abitur-Aufsatz von Max Frisch, der sich als Pennäler "im Ton durchaus nassforsch" zeigt. Besprochen werden unter anderem Julia Webers "Weil ich Ruth bin" (FR), Natalja Kljutscharjowas "Woher kommst du? Tagebuch einer Geflüchteten" (NZZ), Tupoka Ogettes Memoir "Trotzdem zuhause" (SZ) und neue Sachbücher, darunter Niklas Webers "Passagiere. Klasse, Geschlecht und 'Rasse' auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
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