Efeu - Die Kulturrundschau
Recht kurzweilige Bildermaschine
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20.03.2025. Die Welt feiert in London brasilianische Kunst, die dem identitätspolitischen Kulturknast entkommen ist. Artechock wiederum goutiert Tom Tykwers Film "Das Licht" als Befreiungsschlag aus dem allzuengen Plotgefängnis. Die Zeit, deren Literaturbeilage heute erschienen ist, plaudert mit Juli Zeh und David Finck über deren Leben als schriftstellerndes Paar. Die SZ geht vor der Sopranistin Corinne Winters auf die Knie, die in Leoš Janáčeks "Katja Kabanova" zur Rebellin reift. Die Welt wirft dem Spiegel wegen eines Artikels über das vermeintliche Mobbing von Müttern am Berliner Ensemble Verdachtsberichterstattung vor.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
20.03.2025
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Kunst

Von solchen Ausstellungen kann man in Berlin nur träumen: Jakob Hayner reist für die Welt nach London, wo die Royal Academy mit "Brasil, Brasil!" die künstlerische Moderne in Brasilien in all ihrer Farbpracht feiert. Den Höhepunkt erreicht der Modernismo in den 1920er Jahren, undenkbar ist er ohne die Hymne, die der brasilianische Schriftsteller Oswald de Andrade auf den Kannibalismus verfasste, klärt uns Hayner auf: "Andrade will keinen realen Kannibalismus praktizieren, ihm geht es um das 'Symbol der Verschlingung'. Der symbolische Kannibalismus ist nicht weniger als ein Lob der kulturellen Aneignung. Alles zu verschlingen, sich aneignen und enteignen, karnevalisieren, kreolisieren, barockisieren; es gibt viele Worte dafür, dass dem brasilianischen Denken nichts ferner liegt als die heutigen Isolationszellen im identitätspolitischen Kulturknast mit ihren post-kolonialen Aufpassern."

Wer es nach Venedig zur Biennale schaffte, stand vor den verschlossenen Türen des israelischen Pavillons: Es sei ein "Akt der Solidarität" gewesen, die Ausstellung nur zu eröffnen, wenn die Geiseln frei sind, erklärt die israelische Künstlerin Ruth Patir heute im FAZ-Gespräch, in dem sie auch erzählt, wie alleingelassen sich israelische Kultuschaffende nach dem 7. Oktober fühlen. Nun ist die Ausstellung "(M)Otherland" im Tel Aviv Museum of Art zu sehen. Diesmal werde "das Werk nicht durch die Kontroverse um die Repräsentation eines Nationalstaats überschattet. Außerdem hat das lokale Publikum einen besonderen Bezug zu meiner Arbeit. (M)Otherland ist eine feministische Perspektive auf Fruchtbarkeit, die in den biopolitischen und kapitalistischen Dimensionen der Reproduktion verwurzelt ist. Im Nationalstaat Israel und insbesondere in Kriegszeiten ist dies eine sehr körperliche Erfahrung. (…) Das Ausmaß der Reproduktionsdiskussion ist in Israel einzigartig. Unabhängig vom Ort war die Frage der Fruchtbarkeit und des Gebärens neuer Soldaten für die Front in Kriegszeiten immer relevant. In Israel zeigt sich das gerade besonders unter Ultrarechten."
Weder ihr Konzept noch einige gesetzte Künstlernamen ließ sich Naomi Beckwith, designierte künstlerische Leiterin der nächsten Documenta, am Dienstag entlocken - und Stefan Trinks (FAZ) hat nichts dagegen, denn Beckwith ließ sich nicht provozieren, auch nicht, als die schon "fest einzukalkulierende" "Frage des Publikums zur behaupteten Unterdrückung der Palästinenser durch und in Deutschland" aufkam: Beckwith antwortete professionell, "ihre Achtung für Menschenwürde und für gegenseitigen Respekt verteile sich absolut gleichmäßig. Sie sei offen für Debatten, 'aber ich werde keine physische, verbale oder symbolische Gewalt gegen andere dulden'." Die Welt verrät zudem: "Beckwith sprach auch von den verschiedenen aktuellen Krisen und Herausforderungen. Der globale Zustand lasse sich zum Abschluss des ersten Viertels des 21. Jahrhunderts vielleicht als ein stetiger Zustand zerbrochener Erwartungen bezeichnen." Im Tagesspiegel kann Nicola Kuhn dem Auftritt viel abgewinnen: "Mit Beckwith hat eine Mutmacherin die Documenta übernommen", kommentiert sie.
Weitere Artikel: Katharina J. Cichosch besucht für die taz die "Outsider Art Fair" im New Yorker Metropolitan Pavilion in der 18th Street. In der NZZ stellt Oliver Camenzind die Künstlerin Shizuko Yoshikawa vor, deren Werk gerade in einer Ausstellung in Osaka zu sehen war: Yoshikawa war 1961, da hatte sie in Tokio schon Anglistik und Architektur studiert, auf einem Frachtschiff nach Europa gefahren, um an der Fachhochschule für Gestaltung in Ulm zu studieren, später wechselte sie dann nochmals, zur Malerei und zur Kunst am Bau: Ihr "entschleunigter Blick könne in der beschleunigten Welt der Gegenwart auf zunehmendes Interesse stoßen", zitiert Camenzind Yoshikawas Biografin Gabrielle Schaad.
Besprochen werden die Ausstellung "MAMA.Von Maria bis Merkel" im Düsseldorfer Kunstpalast (Zeit, mehr hier), die Ausstellung "Horst Janssen tischt auf" im Horst-Janssen-Museum Oldenburg (taz), die Ausstellung "Jetzt ist alles gut" mit Werken der "Tödlichen Doris"-Schlagzeugerin Käthe Kruse in der Berlinischen Galerie (Tsp) und die Ausstellung "Corinthium Aes. Das Geheimnis des schwarzen Kupfers" im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München (FAZ).
Literatur
Die Zeit kommt heute mit ihrer Frühjahrsbeilage. Adam Soboczynski plaudert dafür mit Juli Zeh und David Finck über deren Leben als schriftstellerndes Paar, das zwar weit weniger bohèmeartig ausfällt, als sich das mancher Zeitgenosse vielleicht ausmalen mag ("Notorische Übermüdung statt Künstlerorgien", Zeh), aber dafür auch einige Vorteile bietet: "Wir überarbeiten die Texte des anderen. So ein bisschen, als wäre es der eigene. Schreiben Sätze um, löschen Passagen oder fügen neue hinzu", sagt Finck. Und der jeweils Andere akzeptiert das "erstaunlich oft", sagt Zeh. "Im ersten Moment ist es manchmal aber auch der pure Hass. Wenn ich das Dokument aufmache und sehe Davids drei Millionen Vorschläge, denke ich schon manchmal: Oh, come on."
Seit Miranda Julys "Auf allen Vieren" im vergangenen Jahr rückt die Menopause zusehends in den Fokus der Literatur, fällt Rabea Weihser in der Zeit auf - und bezieht sich dabei auf neue Bücher von Anika Decker, Kristine Bilkau, Stefanie de Velasco und Stephanie Hielscher. "Es musste wohl erst eine Generation von Autorinnen heranreifen, die mit Ende 40 über genügend mediale oder künstlerische Relevanz verfügt, um ihre eigenen Geschichten erzählen zu dürfen: Die Wechseljahre sind kein plötzlicher hormonbedingter Absturz in die Unsichtbarkeit, sondern im besten Fall eine faszinierende Phase des Umbruchs, der Selbstbefragung und Verwandlung. Deshalb heißen sie ja Wechseljahre. Und was gäbe es Spannenderes zu ergründen als eine Metamorphose? Die Perimenopause, also die Dekade vor dem Ende der weiblichen Fruchtbarkeit, wird endlich auch in Deutschland als eine der literarisch fruchtbarsten Phasen des Lebens erkannt."
Weitere Artikel: Nachdem eine Spiegel-Recherche bereits im vergangenen Dezember Zweifel daran geäußert hatte, dass das unter dem Pseudonym Latife Arab veröffentliche Buch "Ein Leben zählt nichts - als Frau im arabischen Clan" tatsächlich aus einer authentischen Perspektive geschrieben ist, hat der Verlag das Buch nun, nach eigenen Zweifeln an der Identität der Autorin, aus dem Angebot genommen, meldet Leon Frei in der SZ. In ihrem Blog gibt Katja Kullmann Einblicke in die Recherche zu ihrem demnächst erscheinenden Debütroman "Stars". Irisch Radisch schreibt in der Zeit einen Nachruf auf den norwegischen Schriftsteller Dag Solstad (mehr zu dessen Tod bereits hier).
Besprochen werden unter anderem Antje Rávik Strubels "Der Einfluss der Fasane" (NZZ), Annett Gröschners "Schwebende Lasten" (Welt, FAZ), Barbara Yelins exklusiv bei den Münchner Kammerspielen erhältlicher Comic "Die Giehse" über die Theaterschauspielerin Therese Giehse (FAZ.net) und Martin Mosebachs "Die Richtige" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Seit Miranda Julys "Auf allen Vieren" im vergangenen Jahr rückt die Menopause zusehends in den Fokus der Literatur, fällt Rabea Weihser in der Zeit auf - und bezieht sich dabei auf neue Bücher von Anika Decker, Kristine Bilkau, Stefanie de Velasco und Stephanie Hielscher. "Es musste wohl erst eine Generation von Autorinnen heranreifen, die mit Ende 40 über genügend mediale oder künstlerische Relevanz verfügt, um ihre eigenen Geschichten erzählen zu dürfen: Die Wechseljahre sind kein plötzlicher hormonbedingter Absturz in die Unsichtbarkeit, sondern im besten Fall eine faszinierende Phase des Umbruchs, der Selbstbefragung und Verwandlung. Deshalb heißen sie ja Wechseljahre. Und was gäbe es Spannenderes zu ergründen als eine Metamorphose? Die Perimenopause, also die Dekade vor dem Ende der weiblichen Fruchtbarkeit, wird endlich auch in Deutschland als eine der literarisch fruchtbarsten Phasen des Lebens erkannt."
Weitere Artikel: Nachdem eine Spiegel-Recherche bereits im vergangenen Dezember Zweifel daran geäußert hatte, dass das unter dem Pseudonym Latife Arab veröffentliche Buch "Ein Leben zählt nichts - als Frau im arabischen Clan" tatsächlich aus einer authentischen Perspektive geschrieben ist, hat der Verlag das Buch nun, nach eigenen Zweifeln an der Identität der Autorin, aus dem Angebot genommen, meldet Leon Frei in der SZ. In ihrem Blog gibt Katja Kullmann Einblicke in die Recherche zu ihrem demnächst erscheinenden Debütroman "Stars". Irisch Radisch schreibt in der Zeit einen Nachruf auf den norwegischen Schriftsteller Dag Solstad (mehr zu dessen Tod bereits hier).
Besprochen werden unter anderem Antje Rávik Strubels "Der Einfluss der Fasane" (NZZ), Annett Gröschners "Schwebende Lasten" (Welt, FAZ), Barbara Yelins exklusiv bei den Münchner Kammerspielen erhältlicher Comic "Die Giehse" über die Theaterschauspielerin Therese Giehse (FAZ.net) und Martin Mosebachs "Die Richtige" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
Film

In Tom Tykwers "Das Licht" hängt mal wieder alles mit allem zusammen und zerren die globalen Konflikte und gesellschaftspolitischen Fragestellungen an einer Berliner Patchwork-Familie zwischen Arbeit in einer PR-Agentur und in der Entwicklungshilfe. "Mit schwerer Hand führt Tom Tykwer diese Familie samt ihrer weitverzweigten Probleme innerhalb von gut 160 Minuten Laufzeit sprichwörtlich ins Licht und macht dabei selbst vor einem immersiven Zwischenhalt auf einem kenternden Flüchtlingsboot nicht Halt", schreibt Perlentaucher Kamil Moll. "Seinen ersten Kinofilm seit nahezu einer Dekade gestaltet er als eine stetig produzierende, im Einzelnen mitunter sogar recht kurzweilige Bildermaschine." Doch "wie einstmals bei 'Lola rennt' ... hat diese Leistungsschau etwas aufdringlich Streberhaftes. Im so kalkulierten wie letztlich wohlfeilen Wechsel filmischer Register drückt sich weniger eine wirkliche Freude am visuellen Überschuss aus, als, umso dringlicher, ein auteuristisches Geltungsbedürfnis, von dem man sich vor allem anderen auch hinters Licht geführt fühlt."
Dass man diese Überfülle an Themen nicht ganz ernst nehmen kann, muss auch Dunja Bialas von Artechock einräumen. Und "trotzdem schleicht sich eine Leichtigkeit und ein wohltuender Übermut in seinen Film. ... In der Summe ist 'Das Licht' ein mutiger und kreativer Befreiungsschlag aus jedwelchem allzuengen Plotgefängnis: Mit seinem Kino-Comeback kehrt Tykwer zur inszenatorischen Lust seiner Anfänge zurück." Ihr Artechock-Kollege Rüdiger Suchsland ist direkt darunter weniger überzeugt: Er sah einen "Film, der sein Publikum nicht nur enttäuscht, weil er es langweilt, sondern weil er es auf einer fundamentaleren Ebene in die Irre führt. Trotz seiner immer sehenswerten, mitunter fesselnden Form handelt es sich um eine Meditation ohne Substanz."
Weitere Artikel: Auf Artechock fordert Rüdiger Suchsland die Koalitionäre von SPD und Union dazu auf, den deutschen Film finanziell besser auszustatten, da selbst "durchfinanzierte" Filme in Deutschland oft noch nachträglich um Drehtage gestutzt werden müssen. "Was im deutschen Film mehr als alles andere fehlt, das ist Überschuss! Das ist das Überflüssige, das, was gute Filme haben, bevor sie durch den Förderfleischwolf des deutschen Films gedreht werden." Marius Nobach schreibt im Filmdienst zum Tod der Schauspielerin Émilie Dequenne. Matthias Hannemann spricht für die FAZ mit dem Schriftsteller Jonas Jonasson, der die Story zur auf Disney+ gezeigten Satire "Whiskey on the Rocks" über ein 1981 in Schweden strandendes, sowjetisches U-Boot verfasst hat.
Besprochen werden Gia Coppolas "The Last Showgirl" mit Pamela Anderson und Jamie Lee Curtis (Freitag, Artechock, taz, Presse, mehr zum Film bereits hier), René Frölkes experimenteller Dokumentarfilm "Spuren von Bewegung vor dem Eis" (Perlentaucher), Barry Levinsons "The Alto Knights" mit Robert de Niro (FR, Artechock), Marc Webbs Realfilm-Remake des Disney-Klassikers "Schneewittchen" (critic.de, Standard, Welt, Tsp, FR), Camilla Guttners "Die Akademie" (Artechock), Dan Berks und Robert Olsens "Mr. No Pain" (Artechock), RaMell Ross' auf Amazon gezeigte Verfilmung von Colson Whiteheads Roman "Nickel Boys" (SZ, mehr dazu bereits hier), die DVD-Ausgabe von Fabian Stumms "Sad Jokes" (taz), die Apple-Serie "Dope Thief" (FAZ), die zweite Staffel der Netflix-Serie "Totenfrau" (Welt) und die auf Netflix gezeigte Krimi-Persiflagenserie "The Residence" (taz). Außerdem blicken Tagesspiegel und Filmdienst auf die wichtigsten Kinostarts der Woche.
Bühne

Reinhard J. Brembeck (SZ) geht geradezu in die Knie vor Krzysztof Warlikowskis Inszenierung von Leoš Janáčeks brutaler Milieustudie "Katja Kabanova" an der Bayerischen Staatsoper. Es geht um eine junge rebellische Frau, die von einer unterdrückerischen Dorfgemeinschaft in den Suizid getrieben wird. Vor allem die Leistung der amerikanischen Sopranistin Corinne Winters verschlägt Brembeck den Atem: Ihre Katja wäre "so gern eine unbeschwerte junge Frau. Sie spielt das zu Beginn überwältigend komisch befreit. Doch diese Frau darf sie in diesem Dorf und dieser Unterdrückergesellschaft nicht sein, sie soll wie die Alten devot sein, verlogen, funktionierend. Dagegen rebelliert es in ihr, so mächtig, dass sie sich nicht dagegen wehren kann, obwohl sie weiß, dass diese Rebellion ihren Tod bedeuten wird. Es ist faszinierend, Corinne Winters bei diesem Prozess zuzuschauen, zuzuhören. Wie sie in Stimme und Spiel konziser wird und jede Konzilianz aufgibt. Wie sie zur Rebellin reift, die am Ende, als alle anderen Lösungsmöglichkeiten gescheitert sind, nur noch den Tod sucht und wünscht."
In der Welt nimmt Jakob Hayner den am Frauentag erschienen Spiegel-Artikel zum mutmaßlichen Mobbing von Müttern am Berliner Ensemble auseinander (Unsere Resümees). Der Artikel sei "ein perfektes Beispiel für eine Verdachtsberichterstattung, die gefährlich diffus im Atmosphärischen fischt", meint Hayner. Die inzwischen freigestellte Abteilungsleiterin der Maskenabteilung kam gar nicht erst zu Wort, die Zustände in der Abteilung seien zudem auf das ganze Haus übertragen worden, und: "Eine gewisse Unschärfe schleicht sich auch bei den Berichten der Frauen über die vorgeblichen Schikanen durch die Abteilungsleiterin ein. So reiht sich in die Aufzählung der Verfehlungen ein, dass man an freien Tagen die Stadt nur mit einem Antrag auf widerruflichen Urlaub verlassen dürfe. Das klingt für die meisten arbeitenden Menschen vermutlich tyrannisch, ist aber am Theater üblich und auch im Standardvertrag so geregelt."
Besprochen wird außerdem "Die ersten hundert Tage" von Lars Werner am Deutschen Theater Göttingen (taz), "Dirty Laundry. The TrashOpera", welches das Theaterkollektiv teatru-spălătorie im Rahmen des Festivals "Every Day!" am Hebbel am Ufer in Berlin spielt (taz), Robert Carsens Inszenierung von Leoš Janáčeks Oper "Die Ausflüge des Herrn Brouček" an der Berliner Staatsoper, mit Simon Rattle am Pult (van), Lorenzo Fioronis Inszenierung von Kaija Saariahos Oper "Innocence" an der Semperoper Dresden (van) und Katharina Wagners Neudeutung des "Lohengrin" am Gran Teatro del Liceu in Barcelona (FAZ).
Musik
Samir H. Köck plaudert für die Presse mit der französischen Popsängerin Zaho de Sagazan, die wiederum Christian Schachinger im Standard porträtiert. Merle Krefeld blickt für VAN darauf, wie die Lübecker Musikhochschule den eklatanten Mangel an Musiklehrern in den nächsten Jahren beheben will. Christine Lemke-Matwey porträtiert für die Zeit die Sängerin Fatma Said, die beinahe Tennisprofi geworden wäre, sich dann aber doch fürs deutsche Kunstlied als Betätigungsfeld entschied. Ebenfalls in der Zeit erzählt Florian Zinnecker von seiner Begegnung mit der Pianistin Alice Sara Ott. Christian Staas schreibt in der Zeit über das britische Duo Woo, das zwar schon seit den Achtzigern musiziert, aber erst vor zehn Jahren seinen Durchbruch hatte und nunmehr kontinuierlich seine hunderte, zuvor für die Schublade entstandenen Aufnahmen auswertet. Susanne Westenfelder befasst sich in VAN (passend zu dieser aktuellen Podcast-Doku vom BR) mit dem himmelschreienden Unfug der sogenannten "Germanischen Neuen Medizin", deren Begründer, der Scharlatan und Antisemit Ryke Geerd Hamer, der Ansicht war, mittels einer "magischen" Melodie Krebs behandeln zu können. Harry Nutt schreibt in der FR einen Nachruf auf den Liedermacher Dieter Süverkrüp. Volker Hagedorn ruft auf VAN der Komponistin Sofia Gubaidulina nach (mehr zu ihrem Tod bereits hier).
Besprochen werden ein Konzert des Jerusalem Symphony Orchestras unter Julian Rachlin in Wien (Standard), ein Konzert von The XX in Offenbach (FR), ein Auftritt von Sabrina Carpenter in Berlin (Tsp), ein Liederabend mit dem Tenor Matthew Polenzani in Frankfurt (FR) und "Schwarze Magie", das neue Album von Die Heiterkeit (Zeit).
Besprochen werden ein Konzert des Jerusalem Symphony Orchestras unter Julian Rachlin in Wien (Standard), ein Konzert von The XX in Offenbach (FR), ein Auftritt von Sabrina Carpenter in Berlin (Tsp), ein Liederabend mit dem Tenor Matthew Polenzani in Frankfurt (FR) und "Schwarze Magie", das neue Album von Die Heiterkeit (Zeit).
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