Efeu - Die Kulturrundschau

Verflüchtigung des Alltäglichsten

Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
07.05.2026. Die Zeit atmet auf: Zumindest künstlerisch wird bei der Biennale in Venedig auf Aktivismus verzichtet, dafür gibt's viel Busen. Und endlich spielt auch die DDR im deutschen Pavillon eine Rolle, freuen sich SZ und Welt. In der taz entdeckt die Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug Spuren von Queerness in der Literatur der DDR. Geradezu infam findet es der Tagesspiegel, wenn James Vanderbilt in seinem Film "Nürnberg" versucht, die Nazis auf einer ganz menschlichen Ebene zu verstehen. Die taz sieht hier hingegen Hannah Arendts Gedanken ins Bild gesetzt. Und die SZ erinnert: Mode muss nicht praktisch sein.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.05.2026 finden Sie hier

Kunst

Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung der Biennale in Venedig konzentrieren sich die Kunstkritiker heute auch auf die Kunst. Das scheint möglich, denn eine Ausstellung "so übermütig, überschießend", hat man in Venedig lange nicht gesehen, freut sich Hanno Rauterberg in der Zeit. Sinnfragen und Aktivismus bleiben laut Rauterberg außen vor, dafür gibt's viel Busen: "So wie bei der Künstlerin Werewere Liking aus Kamerun, die einen Ochsen gemalt hat, der sich das Menstruationsblut einer ausgelassen tanzenden Frau ins Maul fließen lässt. Währenddessen zeigt Tabita Rezaire aus Paris eine Frau mit drei Busen, umschwirrt von Planeten, wobei die Erdkugel just dort gelandet ist, wo sich üblicherweise die Vulva befindet." Überhaupt werden in vielen Arbeiten die "Überreste des Globalen Nordens" in neues Leben verwandelt, bemerkt Rauterberg und diese "Rückkehr zum Wundersamen" freue nicht nur die Progressiven, sondern auch die Anti-Modernisten: "Pietrangelo Buttafuoco ist einer von ihnen; viele halten ihn für einen rechtspopulistischen Dunkeldenker. Im Vorwort des Ausstellungskatalogs schwärmt er von einer organischen, vitalistischen, endlich wieder authentischen Kunst."

Jörg Häntzschel stutzt in der SZ indes beim Anblick des deutschen Pavillons: Aus 3,2 Millionen winzigen Kacheln hat Sung Tieu den Pavillon zu einer originalgetreuen Replik des Plattenhauses in Berlin-Lichtenberg umgebaut, in dem sie kurz nach der Wende als Kind vietnamesischer Vertragsarbeiter aufwuchs. Häntzschel stellt schockiert fest: In all den Jahren seit dem Mauerfall spielte die DDR hier nie eine Rolle: "In den beiden Seitenräumen des Gebäudes verfolgt Sung Tieu das Thema weiter. Ihre Mutter ist als Protagonistin der beiden Räume so anwesend-abwesend, wie sie, so kann man es sich vorstellen, in den ersten Jahren ihrer Berliner Existenz war: Sie ist präsent in den Glasabgüssen ihrer Gliedmaßen, die nach langen Jahren in einer Großwäscherei von Rheuma und anderen Krankheiten gezeichnet sind; in Form von Skulpturen, die die Maße ihres Körpers in minimalistische, präzise berechnete Skulpturen übersetzen, als Abstraktion, die nicht avancierter künstlerischer Stil ist, sondern eine Metapher dafür, wie kalt mit Menschen umgegangen wird, wenn sie in ein kaltes Land kommen." 

"Der Deutsche Pavillon ist noch deutscher geworden", meint denn auch Boris Pofalla in der Welt, denn auch im Werk von Henrike Naumann geht es um die DDR: Das Grün, mit dem Naumann den Pavillon streichen ließ, "soll die typische Wandfarbe sowjetischer Kasernen sein. Davor sind Dioramen gehängt, die auf zwei Dinge Bezug nehmen: den seltsam technoid-spätpostmodernen Einrichtungsstil in Ostdeutschland der frühen 1990er und den sozialistischen Realismus der DDR-Staatskunst vor der Wende. Naumanns Künstlergroßvater Karl Heinz Jakob malte 1960 'Die Mechanisierung der Landwirtschaft'. Die Künstlerin baut das heroische Wandbild mit Altkleidern und Furnierholz nach, als bühnenhafte Assemblage. Es war ihr wichtig, sagt bei einer Führung die Ausstellungskuratorin Kathleen Reinhardt, die als Direktorin das Georg-Kolbe-Museum in Berlin leitet, die sächsische Volkskunst in den Pavillon hineinzubringen." Für die Zeit besucht Tobias Timm den deutschen Pavillon. 

Während im russischen Pavillon indes zu dystopischem Techno getanzt und davor von Pussy Riot protestiert wird, geht es im israelischen Pavillon stiller zu, beobachtet Jonathan Guggenberger in der taz. Die Biennale-Kuration habe verhindert, dass hebräische Schriftzeichen nach außen hin sichtbar sind, erzählt Belu-Simion Fainaru, der im Pavillon seine "melancholisch-verrätstelten" Arbeiten zeigt: "Eine rückwärts laufende Uhr an der Wand, ein beschriftetes Ei im Wasserglas, eine schwarze Rose, eingefroren in einer offenen Tiefkühltruhe. Im Hauptraum zwischen rohen Ziegelwänden ein Wasserbecken, in das es immer wieder Tropfen aus einer Sprinkleranlage regnet - eine unheimliche Reminiszenz an die Gaskammern von Auschwitz. 'Rose of Nothingness' heißt die Ausstellung, die hinter dem stillen Boykott, aber auch unter ihrer eigenen symbolischen Schwere verschwindet."

Weitere Artikel: Katharina Rustler blickt sich für den Standard im von Florentina Holzinger bespielten österreichischen Pavillon um. Florian Illies verneigt sich in der Zeit ein letztes Mal vor Georg Baselitz, der spätestens in den Siebzigern, als er seine Bilder auf den Kopf stellte, zur Legende wurde. Die Zeit erscheint heute außerdem mit einer Kulturbeilage mit Tipps zum Sommer: Unter anderem freut sich Tobias Timm auf die im Juli beginnende Tomas-Saraceno-Ausstellung "Ancestral" Future im Münchner Haus der Kunst und Christoph Siemes besucht im Rahmen der Manifesta zwölf umgenutzte Kirchen im Ruhrgebiet.

Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Die 'Urzelle' des Bauhauses - Karl Peter Röhl und sein Freundeskreis" im Ostholstein-Museum in Eutin (taz), die Ausstellung "#ShotbyAdams" mit Fotografien von Bryan Adams im Landesmuseum Darmstadt (FR) und die Ausstellung "Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland" im Museum Barberini in Potsdam (NZZ).
Archiv: Kunst

Film

"Nürnberg" von James Vanderbilt

In James Vanderbilts "Nürnberg" mit Russell Crowe und einer gewaltigen Bauchprothese, die gemeinsam Hermann Göring spielen, "hat das Klischee früh ... gewonnen", ärgert sich Daniel Kothenschulte in der FR. Der Film basiert auf Jack El-Hais Sachbuch "Der Nazi und der Psychiater" und handelt von den Gesprächen, die Douglas M. Kelley mit Göring geführt hat. Zu sehen ist im Film vor allem "Kulissenkino", bei dem "nicht viel zum 'Schweigen der Lämmer'" fehle. "Aber ist nicht auch das Weitertragen wohlig-gruseliger Klischees ein Dienst an den Tätern? In einer Reihe sich dramatisch steigernder Wortduelle kommen sich die beiden Protagonisten näher, indem sie versuchen, einander aufs Glatteis zu führen. Psychologie und verbale Manipulation gehen hier in oberflächlicher Verkürzung eine Verwandtschaft ein." Andreas Busche ist im Tagesspiegel entsetzt über diesen "Film, der die Nazis auf einer ganz menschlichen Ebene zu verstehen versucht. Ein infames Stück Erinnerungskultur." 

Arabella Wintermayr sieht es in der taz völlig anders: "Auf erzählerischer Ebene schafft James Vanderbilt etwas Gewichtiges, woran die meisten Mainstream-Produktionen über die Schrecken des Nationalsozialismus scheitern. Während dort die NS-Verbrecher oft zu stilisierten, comicartig überzeichneten Supergegnern werden, die beinahe einem Marvel-Streifen entsprungen sein könnten, wagt sich 'Nürnberg' tatsächlich näher an einen Gedanken heran, wie ihn Hannah Arendt im Kontext des Eichmann-Prozesses formuliert hat: dass das Böse oft erschreckend banal in Erscheinung tritt und eben keinen Monstern, sondern gewöhnlichen Menschen entspringt."

Weitere Artikel: Ipke Cornils stellt in der Jungle World die Kinoarbeit von Samuel Israel vor, der als Programmleiter der Kinemathek Karlsruhe seit dem 7. Oktober 2023 regelmäßig israelische Filme zeigt. Jörg Taszman spricht für den Filmdienst mit Stefanie Schulte Strathaus über die Wiedereröffnung des Kino Arsenals im Berliner Wedding. Die erste Retrospektive dort ist dem italienischen Regisseur Valerio Zurlini gewidmet, über dessen Filme Sara Piazza in der taz schreibt. Jan Küveler durchleuchtet in der Welt den neuen Trailer zu Christopher Nolans "Odyssee". Im Zeit-Gespräch spricht Christian Petzold über seine Leidenschaft fürs Achterbahnfahren. Tobias Sedlmaier (NZZ) sucht aus der Filmgeschichte in der Schweiz gedrehte Filme heraus.

Besprochen werden Zinnini Elkingtons dänisches Krankenhausdrama "Nachbeben" (FR), Welf Reinharts Demenz-Liebesdrama "Der verlorene Mann" (Welt, FD), die Apple-Serie "Only Margo" (Jungle World), die DVD-Ausgabe von Uberto Pasolinis Odyssee-Interpretation "Rückkehr nach Ithaka" (taz), Markus Schleinzers "Rose" mit Sandra Hüller (NZZ, unsere Kritik), die auf Disney+ gezeigte Serie "Die Zeuginnen", die ein Spin-Off von "The Handmaid's Tale" darstellt (FAZ) und die auf Netflix gezeigte Actionthriller-Serie "Man on Fire" (FAZ). Außerdem blicken Tagesspiegel und Filmdienst auf die wichtigsten Kinostarts der Woche.
Archiv: Film

Bühne

In der FAZ bleibt Frauke Steffens das Lachen im Halse stecken. Nicht, weil John Lithgow den alten Roald Dahl in Mark Rosenblatts Jahre vor dem 7. Oktober verfassten Stück "Giant" so erschreckend lebensnahe gibt. Auch nicht, weil Regisseur Nicholas Hytner das Stück, das die antisemitischen Entgleisungen des britischen Autors in einem beklemmenden Kammerspiel auf die Bühne des Broadway Theaters bringt. Sondern, weil die Zuschauer so leichtfertig in die Falle tappen: "Lange dauert es auch an diesem Abend nicht, bis Lacher aus dem Publikum an den falschen Stellen kommen, Zuschauer den Köder bereitwillig aufnehmen, denn sowas wird man ja noch sagen dürfen. Er schulde den Menschen und ihr eine Entschuldigung, ruft die Verlagsmitarbeiterin Stone, nachdem sie ihre höfliche Zurückhaltung abgelegt hat. Als sie Dahls antisemitische Äußerungen aufzählt und ihm vorhält, alle Juden als Rasse zu bezeichnen, diese mit Israel und Israel mit den Nazis gleichzusetzen, zischt Dahl provokant 'Und?'. Mehr als ein Zuschauer in New York findet das zum Schenkelklopfen komisch. Auch als Dahl, der immer von Juden spricht, wenn er die Handlungen der israelischen Armee beklagt, die Grausamkeiten des Kriegs im Libanon aufzählt, um sich gegen den Antisemitismusvorwurf zu verwahren, klatschen einige."

Weitere Artikel: Für die Kulturbeilage der Zeit besucht Sven Behrisch die Proben zu Jan-Christoph Gockels "Polaris", das ab Juni im Deutschen Theater in Berlin zu sehen sein wird. Florian Illies hat indes Visionen von Christoph Schlingensief.

Besprochen werden außerdem Alexandra Szemerédys und Magdolna Parditkas Inszenierung von Wagners "Ring" am Staatstheater Saarbrücken (FR), das Stück "Ad Vitam Aeternam", getanzt vom Ballet de Lorraine unter Maud Le Pladec am Centre Choreographique in Nancy (FAZ) und Lydia Steiers Inszenierung von Iain Bells Oper "Medusa" am Théâtre de la Monnaie in Brüssel (Welt).
Archiv: Bühne

Literatur

Bestellen Sie bei eichendorff21!
In der Literatur der DDR schimmern Spuren von Queerness immer wieder durch, sagt die Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug, die zum Thema auch ein Buch herausgegeben hat, im taz-Gespräch: Vereinzelt äußern sich Texte auch konkret, doch "viel queeres Leben fand impliziter in den literarischen Fiktionen statt. Es ist ein dialektisches Verhältnis, das auch Rückschläge in die Gesellschaft hatte. ... Zumindest wusste wohl niemand besser, wie man subtil unterschwellig zwischen den Zeilen schreibt, um, was nicht so konkret gesagt werden konnte, unterzubringen. Und das, glaube ich, lässt sich mit einem queeren Verfahren in Zusammenhang bringen, weil das immer Wege sucht, die irgendwo dazwischen liegen." Die taz spendiert außerdem das Vorwort des Bandes als Leseprobe.

Außerdem: In der Zeit spricht Volker Weidermann mit Robert Seethaler über dessen neuen Roman "Die Straße". Friederike Oertel erzählt in der Zeit von ihrem Besuch auf Gran Canaria beim Kinderbuchautor James Krüss, der dieser Tage hundert Jahre alt geworden wäre. Iris Radisch schreibt in der Zeit einen knappen Nachruf auf den Literaturkritiker Volker Hage. Außerdem kürt die Zeit die besten Kinder- und Jugendbücher des Monats. Auf Platz Eins: Antje Damms "Agathe. Papas Schildkröte und ich".

Besprochen werden unter anderem Tanja Šljivars' Debütroman "Nationaltheater" (Jungle World), Philipp Grafs Essay "Ausgeschlagenes Erbe. Die jüdische Geschichte Halberstadts in der DDR" (taz), Frank Schmolkes Comicadaption von Sebastian Fitzeks Thriller "Der Augenjäger" (FD), Ronen Steinkes "Meinungsfreiheit" (Zeit), Jan Jekals "Paranoia in Hollywood" (SZ) und weitere neue Sachbücher, darunter Svenja Falks "Die letzten Tage der Diktatur. Spione, Drahtzieher und das Ende der Nazi-Herrschaft" (FAZ).
Archiv: Literatur

Design


"Wenn Mode die Verpflichtung hätte, praktisch zu sein, wäre sie sterbenslangweilig", schreibt Julia Werner in der SZ all jenen ins Gebetbuch, die sich zuletzt "wie immer peinlich" darüber amüsiert haben, dass der neue Schuhentwurf von Chanel-Designer Matthieu Blazy keine Sohle aufweist, sondern allein die Fersen bedeckt. "Natürlich ist die um die zarten Fesseln gebundene Fersendeko ein cleverer Reichweitengenerator, denn auf die digitale Empörung der Massen ist in Sachen Markenstärkung Verlass. Aber Slop, also Müll, ist er nicht. Denn er ist auch eine Ode ans Barfußlaufen. ... Denn das verbindet man heute nicht mehr mit straßendreckigen Schluffifüßen, sondern mit der Leichtigkeit des Seins, vorzugsweise im heiligen Urlaub. Schwere Stiefel, Stahlkappen, aufgeblasene Turnschuhe? Tragen eigentlich nur noch Schlachter, Maurer und Ärzte, also Leute mit echten Berufen. Alle anderen mit Bullshit-Jobs und Angst vor der sie auffressenden künstlichen Intelligenz nehmen teil an der großen Verflüchtigung des Alltäglichsten."
Archiv: Design
Stichwörter: Mode, Chanel, Blazy, Matthieu, Schuhe

Musik

Rund um ein Aufnahmestudio auf der im tiefen Berliner Osten gelegenen Allee der Kosmonauten tummelt sich seit einigen Jahren eine vitale Postpunk-Szene, schreibt Vojin Saša Vukadinović in der Jungle World. Mit dem Album "Eisenmund" liegt nun der Debüt-Longplayer der in diesem Kontext arbeitenden Band Schimmel über Berlin vor - und Vukadinović ist absolut beeindruckt: "Schon die umwerfende Abfolge der drei ersten Lieder der LP ... sucht an Wucht, Esprit und Innovation ihresgleichen. Die insgesamt neun Stücke bieten unmittelbar Packendes, das auf unwiderstehliche Weise antreibt, zugleich aber auch sanft entrückt; exzellente Gitarrenriffs, ein hyperpräzises Schlagzeug und perfekte Bassläufe; Lyrics, die zwischen surrealem Traum und totaler Abgebrühtheit changieren." Erneut erweist sich, "dass dieser bewegungsreiche Kreis an Musikerinnen und Musikern, der sich dem Underground verpflichtet hat, dem Neuen den Weg zu ebnen vermag. Mehr noch: Es rettet dieses auch vor den kulturellen Erdrückungsversuchen dieser Ära mit all ihren schalen Versprechungen, seichten Zumutungen und auf Endlosschleife abgespulten Belanglosigkeiten."



Weiteres: Für den Standard spricht Marco Schreuder mit Noam Bettan, der ab kommender Woche Israel beim Eurovision Song Contest vertreten wird. Dazu gibt Jens Balzer in der Zeit Orientierungspunkte im Dickicht der zahlreichen Boykott- und Gegenboykott-Maßnahmen, die sich für oder gegen eine Teilnahme Israels engagieren. Dorothea Walchshäusl blickt in der NZZ voraus auf das von Víkingur Ólafsson kuratierte "Pulse"-Programm im Rahmen des Lucerne Festivals, bei dem im Kontrast zu anderen Komponisten die Modernität Bachs hervorgehoben werden soll. Volker Zander hat für die taz Josef Protschka besucht, der im Alter von zwölf Jahren die Knabenstimme in Karlheinz Stockhausens vor 70 Jahren uraufgeführtem "Gesang der Jünglinge" beigetragen hat - danach brachen Tumulte aus, erinnert sich Protschka: "Die Leute sind mit Schirmen aufeinander losgegangen." Joachim Hentschel porträtiert in der SZ den Konzertveranstalter Marek Lieberberg, der heute 80 Jahre alt wird. Jens Balzer begibt sich für die "Kultursommer"-Beilage der Zeit in die musikalischen Welten von Mittelaltermärkten.

Besprochen werden das von Rui Pedro Dâmaso, Alexander Pehlemann und Lucia Udvardyová herausgegebene Buch "Unearthing the Music" über Widerstand im musikalischen Underground in Osteuropa von 1950 bis 2000 (Jungle World), ein von James Cameron in 3D inszenierter Konzertfilm von Billie Eilish (Tsp) und ein Konzert von Simon Bailey in Frankfurt (FR).
Archiv: Musik