Stichwort

Israel

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Magazinrundschau 01.11.2021 […] In einem Brief aus Israel porträtiert Ruth Margalit den 47-jährigen israelischen Politiker Mansour Abbas, Mitglied der neuen Regierung Bennett-Lapid und Vorsitzender der arabischen Ra`am-Partei (Vereinigte Arabische Liste), die wegen ihrer Verbindungen zu den Muslimbrüdern von jüdischen Israelis mit Misstrauen beäugt wird. Einige Abgeordnete haben ihn deshalb beschuldigt, den Terror zu unterstützen […] unter israelischer Besatzung, weitere zwei Millionen sind im Gazastreifen blockiert. Doch Abbas konzentriert sich stattdessen auf die Verbesserung der Bedingungen für die palästinensischen Bürger Israels, eine Bevölkerung von fast zwei Millionen, die jahrzehntelang diskriminiert und vernachlässigt wurde. (Die traditionelle Bezeichnung für diese Gruppe, arabische Israelis, ist zunehmend umstritten, […]
Magazinrundschau 10.09.2021 […] Matti Friedman hält einen Krieg zwischen Libanon und Israel für fast unausweichlich. Und wenn es geschieht, dann auch, wegen der Ähnlichkeit beider Länder: "Der Libanon ist ein Land, das es zugelassen hat, ausgehöhlt zu werden. Seine verschiedenen Sekten haben es nicht geschafft, eine gemeinsame nationale Geschichte zu schaffen, die andere Loyalitäten ersetzt. Der Staat wurde gelähmt, bis das zerbrechliche […] nicht nur gleichgültig gegenüberstanden, sondern sie offen verachteten. Es ist eine Geschichte des Staatszerfalls, eines der Themen dieser Region in der heutigen Zeit. Die Kräfte des Zerfalls sind in Israel schwächer als im Libanon, aber sie sind präsent und werden gewinnen, wenn wir sie lassen. Der Nachbar auf der anderen Seite des Zauns ist nicht nur ein Problem oder eine Bedrohung. Der Libanon ist […]
9punkt 28.07.2021 […] ätte Anne Frank in Frankfurt kommt in einem jetzt freigeschalteten Artikel in den Blättern auf die antiisraelischen Proteste anlässlich der jüngsten Auseinandersetzungen in Israel zurück. Dabei zeigt er, wie der Hass auf Israel mobilisiert wird, um unter muslimischen Jugendlichen hierzulande Einigkeit zu schaffen: "Muslimische Jugendliche sind keine homogene Gruppe, wie oft suggeriert wird. Ihre M […] en Agitatoren aus dem In- und Ausland als Kollektiv adressiert und einer gemeinsamen Sache verpflichtet: und zwar der Solidarität mit Palästinenser*innen, die mit einem vereinfachten Feindbild von Israel einhergeht." Mendel eröffnet heute auch mit seiner Frau Saba-Nur Cheema eine FAZ-Kolumne, in der sie über ihr Leben als gemischtes jüdisch-muslimisches Ehepaar berichten. Außerdem: In der FR erklärt […]
9punkt 22.07.2021 […] Die Postkolonialisten behaupten das, aber es geht ihnen nicht um Rassismus, wie die von A. Dirk Moses ausgelöste Debatte zeigt, es geht immer um Israel, glaubt Thomas E. Schmidt in der Zeit. "In Deutschland fordern bis jetzt nur Rechtsextreme, dass Israel von der Landkarte verschwinden solle." Das hat sich geändert, wie Schmidt bei einer Diskussionsveranstaltung der Postkolonialen im Haus der Kulturen […] an der israelischen Politik mit einer Infragestellung des Staates Israel zu verschleifen, sie vielleicht auch nur in Kauf zu nehmen. Und dies ist nur im Zusammenhang mit einer postkolonialistischen Argumentation möglich: Die jüdische Landnahme stellt dann den letzten großen Fall in der modernen Geschichte der Kolonisierung dar, Israel die derzeit skandalöseste Gestalt westlicher Nationalstaatlichkeit […]
9punkt 31.05.2021 […] steht." Für den Historiker Jeffrey Herf haben im jüngsten Konflikt in Israel die Extremisten gesiegt. Gerade hatte sich in Israel ein Bündnis der Mitte abgezeichnet, schreibt er in American Purpose, dann nahm die Hamas die Unruhen auf dem Tempelberg zu Anlass für ihren Raketenkrieg gegen israelische Zivilisten. "Netanjahu in Israel und Trump in den Vereinigten Staaten waren unfähig, sich der Herausforderung […] religiösem Gesicht zu stellen. Beide haben sich Illusionen über einen israelischen 'Sieg' über die Palästinenser hingegeben und den Ausbau der Siedlungen im Westjordanland unterstützt. Beide haben auch Israels eigene Formen des Antimodernismus innerhalb der ultra-orthodoxen Gemeinschaft toleriert und sogar unterstützt. In den letzten Jahren hat dieses illiberale, vormoderne Element in der israelischen G […]
9punkt 20.05.2021 […] Religionisierung des palästinensischen Kampfes ist jedoch hauptsächlich aus zwei Gründen fatal: Erstens ist der palästinensische Konflikt mit dem Staat Israel kein religiöser. Die Palästinenser haben kein Problem mit dem Judentum der Bürger Israels, sondern die Palästinenser haben ein Problem mit der 'Jüdischkeit' des Staates. Zweitens kann al-Aqsa nicht die einzige Komponente sein, die Palästinenser […] al-Aqsa ist in Gefahr, sondern Jaffa, Lod, Haifa und der Negev sind in Gefahr, palästinensische Kinder, Studenten und palästinensisches medizinisches Personal sind in Gefahr!" Netanjahu und Trump haben Israel und dem Rest der Welt vorgaukeln können, der Konflikt mit den Palästinensern erledige sich gerade von selbst und sei praktisch vorbei. Dabei hätte man die letzten Jahre produktiver nutzen können, […]
9punkt 18.05.2021 […] Gewalt sei nicht nur gegen Israel ihr Program, sondern "auch nach innen, gegenüber der eigenen Bevölkerung. Beim Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre kann man etwa feststellen, dass bei ansteigender Empörung über die Hamas-Regierung unter den Palästinensern diese dann Raketen nach Israel schickt. Kommt es dann zu Gegenschlägen, zeigt die Hamas-Regierung auf Israel als Schuldigen für viele Probleme […] Was in Israel ausgebrochen ist, ist nicht ein Konflikt, es sind mehrere, die sich überlagern, schreibt der Historiker Dror Wahrmann in der FAZ. Am schockierendsten ist dabei die Gewalt zwischen israelischen Arabern und rechtsextremen jüdischen Gruppen. Und von den Konflikten profitiert Benjamin Netanjahu, der nun weiter regieren kann. Wahrmann sieht aber auch eine Menge guten Willen auf allen Seiten […] der von der New York Times und dem Guardian übernommen wurde, plädiert der amerikanische Journalist Peter Beinart für eine Einstaatenlösung und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge nach Israel. Die Frage, wie lange jüdische Israelis das überleben würden, stellt er sich nicht. Es ist eben ein Risiko, das man eingehen muss, scheint er zu denken: "Ich habe schon früher argumentiert, dass Juden […]
9punkt 15.05.2021 […] Juden"-Rufe wurden nicht mal erwähnt. Wie 2014, als es in Israel zuletzt zu Gewalt kam, wurde islamistischer Antisemitismus hier nicht benannt, schreibt die Islamismusforscherin Sigrid Herrmann-Marschall in ihrem Blog: "Neu ist im Vergleich zu 2014 nur, dass sich die jetzige schwarz-gelbe Landesregierung medial und verbal klar auf die Seite Israels sowie der in Deutschland lebenden Juden stellt. Wenn es […] unlängst, sei eine Erfindung zur Verteidigung der Kolonialpolitik Israels. Jetzt, da sich eine Form des manifesten Antisemitismus vor den heimlichen, 'codierten' geschoben hat, schweigen aber viele der soeben noch vor allem um BDS-Sympathisanten Besorgten vernehmlich. Womöglich, weil sie es zu mühevoll finden, sich der Geschichte Israels zu erinnern, und es lieber 'politisch' finden, sich auf eine Seite […] hat und kommunziert, dass dieser Schritt "ausschließlich der Deeskalation" gedient habe. Mit dem Hissen der Fahne sollte an die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel am 12. Mai 1965 erinnert werden. Die antisemitischen Demos vor den Synagogen haben immerhin in Medien und Politik weithin für Empörung gesorgt. Dennoch bleibt ein beschämender Umstand, den der Re […]
9punkt 14.05.2021 […] In Deutschland hat es eine Reihe von Protesten gegen Israel gegeben, die offen antisemitisch waren und bei denen palästinensische, türkische und tunesische Flaggen geschwenkt wurden, warnt der Zentralrat der Juden in Deutschland, der per Twitter ein Video aus Gelsenkirchen verbreitete: Judenhass mitten in #Gelsenkirchen vor der #Synagoge. Zeiten, in denen Juden auf offener Straße beschimpft werden […] es Weltbild." Weitere Demos sind in Berlin fürs Wochenende angesetzt, meldet Gareth Joswig in der taz. Im Tagesspiegel ist Christian Böhme entsetzt über den "Meinungskrieg", der in Deutschland zu Israel ausgebrochen sei: "Bist du für die Palästinenser oder für die Israelis? Diese Frage wurden bereits mit einem Furor gestellt, als sich der Konflikt im Nahen Osten gerade erst hochschaukelte. Seitdem […]
9punkt 14.05.2021 […] Entwicklung im Inneren Israels hin zu einem rein jüdischen Staat nicht gefährdet wird. ... Über lange Jahre hinweg dachte ich, dass nur in den besetzten Gebieten eine Art Apartheid herrscht. Die Situation der Palästinenser dort ist so viel schlechter als das Leben irgendeines Bürgers in Israel. Inzwischen denke ich, dass diese wachsende Benachteiligung an den Grenzen Israels nicht haltmacht. Um die […] Maschinerie der Apartheid in den besetzten Gebieten am Laufen zu halten, muss sie aktiv aus dem Inneren Israels unterstützt werden. Allmählich und vielleicht ohne dass dies im allgemeinen Bewusstsein wahrgenommen wird, entwickelt sich so etwas wie der Beginn von Apartheidskonzepten innerhalb Israels selbst". In einem Substack-Artikel, der auch der israelischen Regierung und rechtsextremen israelischen […] Bari Weiss doch auch ihre Verzweiflung über die modische Linke, die in den sozialen Medien, das "große Narrativ" von der Hamas als Widerstand bedienen und fabrizierte Videos verbreiten. Verteidiger Israels wollen sich davon nicht anfechten lassen und bezweifeln die Relevanz solcher Äußerungen. Und "ich dachte lange auch so. Aber jeder, der auf die jüdische Geschichte blickt, weiß, dass sich Lügen wie […]