Efeu - Die Kulturrundschau

Atmosphärischer Insta-Zauber

Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
30.10.2024. Einige sehr prominente AutorInnen rufen zum Kulturboykott gegen Israel auf - zu ihnen gehören etwa der Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah und einige Booker-Preisträger. Ihr Vater wäre stolz gewesen, von diesen Autoren gecancelt zu werden, sagt Fania Oz-Salzberger. Die taz schaut sich nach dem Wahlsieg der prorussischen Regierungspartei in der schockgefrorenen georgischen Clubszene um. Andres Veiels Dokumentarfilm "Riefenstahl" ist das Psychogramm einer Lügnerin, meint die SZ. Der Standard spaziert in der Kunsthalle Tirol durch Neda Saeedis gläserne Gärten, in denen echte Natur höchstens als Unkraut zu haben ist. Die FAZ fühlt sich wohl zwischen Gotik und Game of Thrones in Tobias Kratzers "Rheingold" an der Münchner Staatsoper.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.10.2024 finden Sie hier

Literatur

Gestern kam die Meldung, dass Sally Rooney einen Aufruf zum Boykott israelischer Verlage und Kulturinstitutionen unterzeichnet hat - zusammen mit Rachel Kushner und Arundhati Roy (unser Resümee), so weit so gut, die üblichen Verdächtigen. Allerdings hat sich die Unterzeichnerliste inzwischen um einige sehr prominente Namen ergänzt, die man noch nicht so häufig im antiisraelischen Feld gesehen hatte: Dazu gehören "Nobelpreisträger, Booker-Preisträger, Pulitzerpreisträger", brüstet sich die Seite des Palestine Festival of Literature, von dem der Boykottaufruf unter dem titel "Refusing Complicity" ausgeht. Dies sei der "größte kulturelle Boykott gegen Israel in der Geschichte". Unterzeichnet haben Autoren wie Judith Butler, Amit Chaudhury, Anne Chisholm, Junot Díaz, Percival Everett, der Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah, Afua Hirsch, Ha Jin, Naomi Klein, Hari Kunzru, Rachel Kushner, Jhumpa Lahiri, Jonathan Lethem, Valeria Luiselli, Sally Rooney, Arundhati Roy, Sarah Schulman, Kamila Shamsie, Ocean Vuong. Ihr Aufruf enthält keinerlei Hinweis auf den 7. Oktober, alleiniger Schuldiger am Gazakrieg ist Israel: "Es handelt sich um einen Völkermord, wie führende Wissenschaftler und Institutionen bereits seit Monaten feststellen. Israelische Offizielle sprechen ganz offen über ihre Beweggründe, die Bevölkerung des Gazastreifens zu eliminieren, die palästinensische Staatlichkeit unmöglich zu machen und palästinensisches Land zu beschlagnahmen. Dies ist das Ergebnis von 75 Jahren Vertreibung, ethnischer Säuberung und Apartheid. Die Kultur hat eine wesentliche Rolle bei der Normalisierung dieser Ungerechtigkeiten gespielt. Israelische Kultureinrichtungen, die oft direkt mit dem Staat zusammenarbeiten, haben jahrzehntelang entscheidend dazu beigetragen, die Enteignung und Unterdrückung von Millionen von Palästinensern zu verschleiern, zu verbergen und durch 'Artwashing' zu übertünchen. Wir haben eine Rolle zu spielen. Wir können nicht mit gutem Gewissen mit israelischen Institutionen zusammenarbeiten, ohne ihre Beziehung zu Apartheid und Vertreibung zu hinterfragen." Zu den Institutionen zählen die Autoren ausdrücklich auch Verlage und Literaturagenturen.

Inzwischen hat es einige Reaktionen auf den Aufruf gegegeben. Fania Oz-Salzberger, Tochter des Autors und "Peace Now"-Gründers Amos Oz sagt laut New York Sun, "dass ihr Vater 'traurig, angeekelt, aber auch stolz' gewesen wäre, unter den Bann dieser Autoren zu fallen." Und dass sie ihn canceln würden, ist sicher, postete sie auf Twitter, 'nicht, weil es ihm nicht um die Palästinenser ging, natürlich ging es ihm um sie, sondern weil er der erste wäre, der diesen Tugendwächtern sagen würde, dass sie historisch und politisch ignorant sind." Außerdem existieren ein Gegenaufruf der Organisation "Creative Community for Peace" (CCFPeace) sowie ein Brief der "UK Lawyers for Israel", die auch vor juristischen Konsequenzen von Boykottmaßnahmen warnen (mehr in der Times).

"Neben dem Schreiben einem normalen Broterwerb nachzugehen, hat viele Vorteile", schreibt die Musikerin und Autorin Christiane Rösinger in ihrer taz-Glosse an die Adresse all jener, die mit Clemens Meyers Wutausbruch die ökonomische Realität der Schriftsteller endlich öffentlich zur Diskussion gestellt sehen, wie auch jener, die auf Facebook bereits nachgerechnet haben, dass Meyer mit dem Preisgeld-Regen der letzten Jahre eigentlich ein Leben führen können müsste, von dem der Großteil der Autorinnen und Autoren hierzulande nicht einmal zu träumen wagt. "Milieustudien lassen sich prima mit Lohnarbeit kombinieren. Neue Eindrücke, fremde Szenerien und klassenübergreifende Begegnungen führen zu interessanteren Erzählungen und einer ganz anderen Welthaltigkeit des Stoffes. Man kommt mal aus dem Haus, hat Kollegen und das eigene Genie muss nicht immer wieder zwischen Selbstverachtung und Selbstbewusstsein am Schreibtisch versauern, sondern kann sich mit der Realität abgleichen. Vielleicht gewinnen dadurch sogar die Texte, die Literatur an sich."

Außerdem: Der Michael-Althen-Preis für Kulturkritik geht in diesem Jahr an Xaver von Cranach für seinen im Spiegel hinter einer Paywall veröffentlichten Text über die dänische Schriftstellerin Tove Ditlevsen. Besprochen werden unter anderem Marko Martins "Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7. Oktober" (Intellectures), Patricia Hempels "Verlassene Nester" (FR), Charles Lewinskys "Täuschend echt" (NZZ), Sara Stridsbergs und Sara Lundbergs Bilderbuch "Tauchsommer" (online nachgereicht von der FAZ) und Saskia Warzechas Gedichtband "Farbleib" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Archiv: Literatur

Kunst

Neda Saeedi, Two Shades of Green, 2021, Ausstellungsansicht. Unterstützt von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Courtesy the artist, Neda Saeedi, Kunsthalle Tirol, 2024. Foto: Günter Kresser


Schön, aber auch abgründig und in der Tendenz gesellschaftskritisch sind die Installationen der iranisch-deutschen Künstlerin Neda Saeedi, freut sich Ivona Jelčić im Standard, die die Saeedi gewidmete Ausstellung "in fire yet we trust" in der Kunsthalle Tirol besucht. Zum Beispiel die Arbeit "Two Shades of Green": "Der gläserne Garten, den Neda Saeedi in der Kunsthalle im Innsbrucker Taxispalais angelegt hat, ist zwar an die Idee des Paradiesgartens angelehnt, aber er ist schockgefroren: Die Pflanzen sind in künstlicher Perfektion erstarrt, die als Einfriedung dienenden Gartendarstellungen sind ihrer Farbigkeit beraubt und auf schlichte geometrische Formen aus kaltem Stahl reduziert. Die auf Glastischen arrangierten Schneekugeln halten kleine grüne Männchen gefangen, die sich als Avatare aus einem Videospiel entpuppen. 'Echte' Natur? Sprießt einzig und allein aus einer Ecke des Ausstellungsraums, es handelt sich um ein getrocknetes Büschel Unkraut."

Anna und Bernhard Blume, Mahlzeit, Ausschnitt. Courtesy Buchmann Galerie
Angeregt flaniert Hannes Hintermeier für die FAZ durch zwei Fotoausstellungen in der Kunsthalle Krems. Gabriele Engelhardt zeigt in ihrer Serie "Kremser Berge" für die Kamera arrangierte Schrotthaufen. Die Arbeiten von Anna und Bernhard Blume hingegen nehmen in "Komplizenschaften (A=B)" geschickt und ohne Angst vor großen Gesten die kleinbürgerliche Lebenswelt aufs Korn: Das "traute Heim entpuppt sich als abgründig. So sieht man in der achtteiligen Serie 'Mahlzeit' (1985/86) die Blumes in unscharfen Aufnahmen wie geknebelt mit einem Styroporwürfel im Mund. Auch der Titel der Arbeit ist aus Styroporbuchstaben geformt, und allzu groß ist die Begeisterung über die Plastiknahrung offensichtlich nicht - Bernhard Blume speit die Hartschaumteile in großem Bogen wieder aus. In 'Küchenkoller' aus dem gleichen Jahr jongliert Anna Blume mit Dutzenden Kartoffeln und einem Sieb, bis sie samt Küchenstuhl nach hinten kippt."

Besprochen werden außerdem die Schau "Act I: In-Between-Space" in der Galerie 1-06 Berlin (taz Berlin), eine Dora-Hitz-Ausstellung in der Berliner Villa Liebermann (Tagesspiegel), die dem Zeichner Dieter Goltzsche gewidmete Schau "Ohne Bitterstoffe" in der Berliner Galerie Amalienpark (BlZ) und Hito Steyerls Ausstellung "Normalität" im Heidelberger Kunstverein (monopol).
Archiv: Kunst

Bühne

Oper Leipzig - Romeo und Julia. Soojeong Choi als Julia. © Ida Zenna

Eine geschickt reduzierte und sehr zeitgemäße "Romeo und Julia"-Inszenierung zaubert die junge Choreografin Lauren Lovette an der Leipziger Oper aufs Parkett, freut sich Dorion Weickmann in der SZ. Sogar das Personal ist ausgedünnt: "Romeo ist augenscheinlich verwaist und Julias Mutter, Lady Capulet, regiert als elterliche Alleinherrscherin. Kein Vater in Sicht, ebenso wenig eine Amme. Die gleichaltrige Freundin Rosalinde ist Julias einzige Vertraute. Derlei Verschiebungen schärfen Psycho- und Beziehungsprofile, insbesondere in puncto Mutterfigur: Die Tänzerin Ester Ferrini verleiht ihr ein magnetisches Janusgesicht: halb Matriarchin, halb Megäre. Atmosphärischer Insta-Zauber lenkt das zentrale Doppelgestirn (Soojeong Choi und Andrea Carino) auf eher verspielte als leidenschaftliche Bahnen."

Stephan Mösch zeigt sich in der FAZ hocherfreut über Tobias Kratzers "Rheingold"-Inszenierung an der Münchner Staatsoper. Die problematischen Aspekte des Wagnerianismus wie etwa seine Verbindung zum "germanischen Christentum" würden von der Inszenierung nicht ausgespart, sondern ganz im Gegenteil zur Kenntlichkeit entstellt: Kratzer und sein Team sind "fleißige Arbeiter im Weinberg des Meisters und spielen zugleich mit dem Empowerment unserer Tage. Da kippt tiefschürfende Analyse in popkulturelle Verbindlichkeit - und umgekehrt. So entsteht Vielsprachigkeit. Konkret heißt das: Die Übergänge zwischen Ironie und Grausamkeit, Gotik und Game of Thrones, Videos und Bühne sind fließend. Alles strotzt von Anspielungen, ist gesättigt und zugleich unterhaltsam - bis hin zur schwarzen Ziege, die für Alberich einmal die Bühne überquert." Christine Lemke-Matwey hat auf Zeit Online ebenfalls Freude an der Inszenierung: "Das alles zusammen macht in seiner handwerklichen Virtuosität einfach: Spaß." Auf Van rezensiert Albrecht Selge.

Weitere Artikel: Jürgen Kesting ärgert sich in der FAZ darüber, wie Florentina Holzingers Opernperformance "Sancta" an der Staatsoper Stuttgart (unser Resümee) von der Regisseurin und der Presse zum - geldwerten - Skandal aufgebauscht wird. Michael Bartsch bespricht in der taz Stefan Schnabels Buch "Volkstheater der Zukunft: Die Gruppe Volker Lösch und der Dresdner Bürgerchor". Christian Wildhagen berichtet in der NZZ über die baldige Erstaufführung der Alfred-Schnittke-Oper "Leben mit einem Idioten" unter der Regie von Kirill Serebrennikow am Opernhaus Zürich, gegen die Zensurvorwürfe erhoben worden waren.

Besprochen werden Ella Milch-Sheriffs Oper "Alma" an der Wiener Volksoper (Welt, "Es fehlt der große Reflexionsbogen"; FAZ, "die ästhetischen Erfahrungsmöglichkeiten des musikalischen Theaters [bleiben] ungenutzt"), Ethel Smyths Oper "The Wreckers" am Staatstheater Meiningen (van, "Massenmord an stürmischer Küste, Fanatismus, Verrat, Hysterie und Liebe bis in den Tod, das wollen wir doch im Musiktheater") und eine Wiederaufführung von Franco Zeffirellis "Bohème"-Inszenierung an der Wiener Staatsoper (Standard).
Archiv: Bühne

Architektur

Amazon-Turm aka Edge East Side Tower - Foto: ImmobilienProjekteBerlin, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Hochhäuser in Berlin? Schwieriges Thema, findet Ulf Meyer in der NZZ. Auch zwei spektakuläre Neubauten, der Amazon-Turm in Friedrichshain und der Estrel Tower in Neuköln, werden daran wenig ändern. Über das Amazon-Gebäude schreibt Mayer: "Auch wenn sich der Bauherr und der Architekt des Turms alle Mühe geben, ihr Haus als 'grün, smart und gesund' anzupreisen, ist es doch unverkennbar ein Kind der Spätmoderne. Rem Koolhaas, der geistige Vater der zeitgenössischen dänischen Neomoderne, hat sich um elegante Details nie geschert und betrachtet Hochhausfassaden als generische Versatzstücke. (...) Allein aus der Funktion heraus versuchen Koolhaas und sein Eleve Ingels gestalterisch Funken zu schlagen: Die 'Nachbarschaft soll in einer vertikalen Struktur fortgesetzt werden', wie der projektleitende Architekt Kai-Uwe Bergmann fantasiert. Das hat jedoch noch in keinem Hochhaus der Welt funktioniert. Hochhäuser sind Sackgassen, meist streng zugangskontrolliert und keine urbanen Straßen in der Vertikale."
Archiv: Architektur
Stichwörter: Amazon-Turm, Estrel Tower

Film

Verbirgt sich hinter aufschlussreichem Material: Leni Riefenstahl.

Morgen startet Andres Veiels Dokumentarfilm "Riefenstahl", der bereits bei den Filmfestspielen in Venedig sehr viel Aufmerksamkeit erhalten hat (unsere Resümees). Gemeinsam mit Produzentin Sandra Maischberger hat Veiel dafür den umfangreichen, von der Nazi-Regisseurin in eigener Sache vorsortierten Nachlass kritisch ausgewertet und dabei "Risse gefunden in den Legenden, die Riefenstahl um sich selbst herum strickte", schreibt Susan Vahabzadeh in der SZ. "Und manchmal legt eine kleine Geste eine Unwahrheit frei. Was dabei entsteht, ist das sehr genaue Psychogramm einer Lügnerin. Wie Leni Riefenstahl damit durchkam, immer nichts gewusst zu haben, und wie viel Beifall sie dafür bekam, ist allerdings auch ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte."

Der Film versammelt zwar "fraglos aufschlussreiches, auch belastendes Material", stellt Peter Körte online nachgereicht fest. Doch stellen sich dem FAS-Kritiker vor allem viele Fragen. Nur ein paar davon: "Will man all das wirklich wissen" und "ist überhaupt eine Neufassung oder Revision des Riefenstahl-Bildes fällig? ... Warum 'Riefenstahl'? Erzählt der Film irgendetwas Neues über einen Modus der Verdrängung, wie er im Nachkriegsdeutschland üblich war? Liegt sein Aktualitätsbezug ... wirklich in der 'Permanenz ihrer Ästhetik', wie sie zum Beispiel in Moskauer Mai-Paraden oder Pekinger Olympiafeiern zu erkennen sei? 'Riefenstahl' wirkt am Ende wie ein großer Anmerkungsapparat zu einer Causa, die längst abgeschlossen ist." Stefan Reinecke (taz) und Johanna Adorján (SZ) haben mit Veiel gesprochen.

Außerdem: Valerie Dirk resümiert im Standard die Viennale, die mit dem Wiener Filmpreis für Mo Harawes "The Village Next to Paradise" zu Ende gegangen ist. Dietmar Dath blickt in der FAZ online nachgereicht auf Gerhard Kleins DEFA-Klassiker "Berlin - Ecke Schönhauser" zurück.

Besprochen werden Alfonso Cuaróns Apple-Serie "Disclaimer" (Jungle World), Elena Wolffs "Asche" (Standard), Al Pacinos Memoiren (für die SZ online nachgereicht vom TA) und Hauke Wendlers ZDF-Doku "Steuerparadies Deutschland" darüber, warum Deutschland seit 1997 seine Vermögenssteuer ausgesetzt hat (taz).
Archiv: Film

Musik

Henrik Schütz liefert in der taz Eindrücke aus Georgiens Clubszene, die sich nach dem (von Vorwürfen der Wahlmanipulation begleiteten) Wahlerfolg der prorussischen Regierungspartei "Georgischer Traum" in Schockstarre befindet. Als Zufluchtsorte für die queere Szene und andere Außenseiter sind die Clubs dort seit einigen Jahren immens politisiert. "Alle waren davon ausgegangen, dass sie gewinnen würden. Dass sie endlich wegkommen von Russland. Dass Georgien eine Zukunft in der EU hat. Jetzt haben sie Angst vor der Zukunft. Erst im Sommer 2024 hatte die georgische Regierung ein neues Anti-LGBT-Propaganda-Gesetz verabschiedet - auch nach russischem Vorbild. Seitdem ist es in Georgien unter anderem verboten, sich öffentlich zu versammeln, um 'queere Identität zu fördern'. In Russland werden auf Grundlage dieses Gesetzes immer wieder Clubs gestürmt." Zuvor hatte Schütz im Dlf Kultur seine Eindrücke mit zahlreichen, eindrücklichen O-Tönen geschildert.

Weiteres: Maxi Broecking stimmt in der taz auf das morgen beginnende Jazzfest Berlin ein. Dort spielt am 4. November auch der Pianist Alfredo Rodríguez, mit dem Andrian Kreye in der SZ unter anderem über dessen kubanische Heimat spricht, die er vor 15 Jahren hinter sich gelassen hat, um sich in den USA ein Leben in Freiheit aufzubauen. Außerdem melden die Agenturen, dass das Morgan-Museum in New York in seinen Beständen einen mutmaßlich bislang unbekannten Chopin-Walzer entdeckt hat. Besprochen wird eine Neuauflage von Bronski Beats 80s-Album "The Age of Consent" (Standard). Darauf findet sich auch dieser Klassiker des queeren Synth-Pop:

Archiv: Musik