Efeu - Die Kulturrundschau
Vom Großen ins Winzige
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04.10.2024. Viel Bling-Bling, wenig dahinter, urteilen die Kritiker über Emma Dantes Inszenierung von Verdis "Nabucco" an der Berliner Staatsoper. Über Viktor Kossakovskys Film "Architekton" sind die Meinungen immerhin geteilt: Einen epischen Film, der die ephemeren Phänomene aufschließt, sieht der Perlentaucher, genervt von allzu viel moralischem Rigorismus ist die Welt. Die taz lernt in einer Ausstellung zu ukrainischer Literaturgeschichte einiges über die Unterdrückungsmechanismen der Sowjetunion. Monopol lässt sich von Alex Müllers Kuriositätenkabinett verzaubern. Die SZ muss beim Siegerentwurf für das Leipziger Einheitsdenkmal an Spülmittelwerbung denken.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
04.10.2024
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Bühne

Auch abgesehen von der Frage, ob Anna Netrebko trotz ihrer nicht ganz klaren Haltung zu Putin hier die Hauptrolle spielen sollte, ist Wolfgang Schreiber in der SZ nicht glücklich mit Emma Dantes Inszenierung von Verdis "Nabucco" an der Berliner Staatsoper. Zu viel Dekorum, zu wenig politische Auseinandersetzung: "Fast alle Bild- und Handlungselemente erscheinen herbeigezwungen: Kriegerische Menschen in Fantasiekostümen (Vanessa Sannino) fuchteln immerzu mit Pistolen, pathetisch schreitende, tanzende stumme Darsteller wollen, neben Chor und Solisten, die Ereignisse obendrein mit Rhythmus und Bedeutung aufladen. So harmlos einfältig: Herrschaft und Thron des Usurpators Nabucco und seiner Töchter Fenena und Abigaille werden durch einen güldenen Riesenkäfig abgebildet, den die Herrschaftskonkurrenten zeitweilig betreten und der, Action, stets hin- und hergeschoben wird. Dem Team Emma Dantes antworten nach der Aufführung die Proteste des Publikums."
Auch Alexander Cammann ist in der Zeit nicht überzeugt von dem allzu großen Fokus auf die optische Wirkung, den die biblische Geschichte hier einnimmt: "Die Hebräer mal im Dreißigerjahre-Blümchenkleid, mal orthodox schwarz in Mantel und Hut gewandet, dazu ein paar mit freiem Oberkörper herumspringende Janitscharen, die demonstrativ todeszitternde jüdische Mädchen abmurksen: So etwas wirkt leider weniger ergreifend als penetrant lieblich, klischeehaft bemüht. Erwartbarerweise schweben irgendwann die Seelen der ermordeten Juden in Gestalt von ein paar schwarzen Mänteln gen Himmel, uff. Der Schock bleibt aus und man wundert sich: Derart verspielt sollte Terror in der Oper eigentlich heute dann doch lieber nicht auftreten." Eine weitere Besprechung findet sich im Tagesspiegel.
Weiteres: Die NZZ schaut sich Demis Volpi als Nachfolger von John Neumeier beim Hamburg Ballett an.
Besprochen werden: "La Fiamma" von Ottorino Resphigi in der Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin (Van Magazin), Carolin Millners "Macht endlich das Licht an!" im Frankfurter Studio Naxos (FAZ) und "Requiem für einen jungen Dichter/Rothko Chapel", geschrieben von Bernd Alois Zimmermann, Musik von Morton Feldman in der Inszenierung von Karsten Wiegand am Staatstheater Darmstadt (FAZ).
Film

Victor Kossakovskys neuer Doku-Essayfilm "Architecton" über Stein, Beton und Architektur ist visuell atemberaubend und nicht zuletzt durch die musikalische Untermaltung von Evgueni Galperine ziemlich episch, schreibt Tilmann Schumacher im Perlentaucher. "Kossakovksy interessiert sich offenkundig mehr für den 'Zauber' des Kinos als für die selbstreflexiven Trends des neueren Dokumentarfilms, welchen Fragen nach Autoren- und Zeugenschaft, dem Wahrheitsgehalt seiner Darstellungen und eine Ethik des Filmemachens umtreiben." Die Aufnahmen sind "von einer derartigen, noch die feinsten Gesteintexturen herauspräparierenden Schärfe, dass sie uns wie zum Greifen nahe vorkommen." Es scheint als habe sich der Filmemacher "an der Feststellung des Filmtheoretikers Siegfried Kracauer orientiert, nach der es der Film wie kein anderes Medium vermag, die Welt der besonders kleinen, großen und ephemeren Phänomene für die Menschheit aufzuschließen, sie durch seine technischen Möglichkeiten zu verzaubern, ohne dabei tricksen zu müssen." Faszinierend ist "der unvermittelte Schnitt vom Großen ins Winzige, vom Anorganischen zur Gesellschaft, von der Sinnesüberflutung hin zum Landidyll".
Die Kritik am klimaschädlichen Bauen mit Beton ist dem Film tief eingeschrieben, schreibt Martina Knoben in der SZ - bleibt aber wegen des Erhabenheitspathos des Films, der über weite Strecken mit Drohnen gefilmt wurde, dann doch skeptisch: "Wessen Perspektive nimmt er dabei ein? Die eines Kletterers oder Vogels ist es nicht; es ist ein quasi göttlicher Blick, der umso mehr irritiert, da Kossakovksy selbst immer wieder die Hybris des Menschen anprangert." Marcus Woeller zeigt in der Welt kein Verständnis für Kossakovksys moralischen Rigorismus: "Kossakovsky möchte aufrütteln. Zeigen, dass der Mensch des Anthropozäns seine Lebensgrundlage zerstört. Er ignoriert, dass weltweit gebaut werden muss und es durchaus die Gewissheit in der Architektur wie in der Bauwirtschaft gibt, dass die Industrie sich ändern muss. Pragmatische Lösungsansätze finden in seiner Perspektive nicht statt."
Außerdem: Tobias Kniebe spricht für die SZ mit "Joker"-Regisseur Todd Phillips. Andreas Scheiner blickt für die NZZ auf die Filme von Jude Law. Besprochen werden Todd Phillips' "Joker: Folie à Deux" (Perlentaucher, NZZ, Welt, Freitag, Presse, mehr dazu bereits hier), Chris Sanders' Animationsfilm "Der wilde Roboter" (Presse), Christina Friedrichs "Zone" (Freitag). SZ und Filmdienst informieren außerdem, welche Filme sich in dieser Woche lohnen und welche nicht.
Musik
Julian Weber hört für die taz auf neue deutschsprachige Popmusiker, darunter eine Wiederveröffentlichung von Mutters Album "Hauptsache Musik" aus dem Jahr 1994 und das neue Album von Gewalt, das in der Tradition von Bands wie Big Black und DAF steht. "'Gib mir ein Tutorial für einen neuen Verstand', fordert der Vortragende mit Schaum vorm Mund, weil er sich nicht zurechtfindet in der Nonstop-Selbstoptimierungswelt. Der Gesang wirkt gehetzt, mitunter sogar gequält. Dazu erklingt eine Musik, die das heillose Textdurcheinander aus Verzweiflung, Niedertracht und despotischem Wahn um ein Vielfaches verstärkt. Muss auch so", klingt aber "nie linientreu nach Industrial meets hard und heavy, obwohl Sequenzer peitschen und betonharte Drumbeats das Crossover-Prokrustesbett mit Granit pflastern, während die Gitarrenriffs säbeln wie Fleischermesser im Schlachthof. Musik und Texte folgen der alten Neubauten-Maxime 'Höre mit Schmerzen'." In diesem Sinne:
Weitere Artikel: Hartmut Welscher spricht für VAN mit Anselm Rose von der Vereinigung Rundfunk Orchester und Chöre über Fusionen von Orchestern, Synergien und anderen Kooperationen. Die Zeit hat Navid Kermanis beim "Demokratiekonzert" gehaltene Rede zum Saisonauftakt im Leipziger Gewandhaus online nachgereicht. Jennifer Wilton spricht für die Welt mit dem Dirigenten Ivan Fischer unter anderem über dessen Verständnis seiner Position im Orchester und über Konzerte nach dem 7. Oktober und der russischen Invasion in die Ukraine. Volker Hagedorn spricht für VAN mit der Pianistin Ragna Schirmer über Clara Schumann. Wolfgang Sandner resümiert in der FAZ das Musikfestival der Kronberg Academy. Jens Uthoff blickt in der taz zurück auf 30 Jahre Festsaal Kreuzberg. Eva Dinnewitzer wirft für Die Presse einen Blick auf den MeToo-Skandal um den Rapper Sean "Diddy" Combs. Martin Hogger sorgt sich auf Zeit Online um die Zukunft der Wiesnhit-Tradition.
Besprochen werden Charly Hübners Dokumentarfilm über die Band Element of Crime (Standard, taz), die neue Single von Nemo (TA), ein neues Album des Berliner Rappers Apsilon (Tsp), ein neues Album von Coldplay (SZ) und eine Netflix-Doku über die Entstehung des 80s-Charity-Popklassikers "We Are The World" (FAZ).
Weitere Artikel: Hartmut Welscher spricht für VAN mit Anselm Rose von der Vereinigung Rundfunk Orchester und Chöre über Fusionen von Orchestern, Synergien und anderen Kooperationen. Die Zeit hat Navid Kermanis beim "Demokratiekonzert" gehaltene Rede zum Saisonauftakt im Leipziger Gewandhaus online nachgereicht. Jennifer Wilton spricht für die Welt mit dem Dirigenten Ivan Fischer unter anderem über dessen Verständnis seiner Position im Orchester und über Konzerte nach dem 7. Oktober und der russischen Invasion in die Ukraine. Volker Hagedorn spricht für VAN mit der Pianistin Ragna Schirmer über Clara Schumann. Wolfgang Sandner resümiert in der FAZ das Musikfestival der Kronberg Academy. Jens Uthoff blickt in der taz zurück auf 30 Jahre Festsaal Kreuzberg. Eva Dinnewitzer wirft für Die Presse einen Blick auf den MeToo-Skandal um den Rapper Sean "Diddy" Combs. Martin Hogger sorgt sich auf Zeit Online um die Zukunft der Wiesnhit-Tradition.
Besprochen werden Charly Hübners Dokumentarfilm über die Band Element of Crime (Standard, taz), die neue Single von Nemo (TA), ein neues Album des Berliner Rappers Apsilon (Tsp), ein neues Album von Coldplay (SZ) und eine Netflix-Doku über die Entstehung des 80s-Charity-Popklassikers "We Are The World" (FAZ).
Literatur
Die Berliner Ausstellung "Antitext" über die ukrainische Literaturgeschichte "wirft Licht auf verschiedene Phasen der sowjetischen Herrschaft in der Ukraine", schreibt Julia Hubernagel in der taz. "Sehr repressiv gingen die Besatzer in den 1930er Jahren vor. Hatten die sowjetischen Behörden die Bibliotheken zunächst noch strikt nach Verbotslisten durchkämmt, kostete das die Machthaber schnell zu viel Zeit. Von verdächtigen Autoren seien 'alle Werke, in allen Jahren, in allen Sprachen' zu entfernen, lautete der Befehl. Von der 'Erschießung einer ganzen Generation' ist die Rede. ... Die Biografien der verfolgten Schriftsteller:innen sind dabei oft zweideutig, entziehen sich klarer Kategorisierung. Zu nennen wäre Jurij Smolytsch, eine Art ukrainischer Sascha Anderson, der in den 1920er Jahren Mitglied verschiedener ukrainischer literarischer Organisationen war, später jedoch 'freiwillig' Informant des NKWD wurde."
Außerdem: Katharina Borchardt porträtiert für die NZZ die indonesische Schriftstellerin Laksmi Pamuntjak, die sich momentan als Wirter in Residence in Zürich aufhält. Ronald Pohl arbeitet sich für den Standard durch die digitalen Unseld-Chroniken. Dlf Kultur hat zum Tag der deutschen Einheit anderthalb Stunden mit Terézia Mora gesprochen. Kathleen Hildebrand plaudert für die SZ mit dem italienischen Kinder- und Jugendbuchautor Davide Morosinotto. Andreas Platthaus schreibt in der FAZ einen Nachruf auf den französischen Comicszenaristen Pierre Christin, der mit dem Science-Fiction-Comic "Valerian und Veronique" und seiner Zusammenarbeit mit Enki Bilal zur Legende wurde.
Besprochen werden Katja Lange-Müllers "Unser Ole" (Freitag), eine Frankfurter Ausstellung über Hugo von Hofmannsthal (FR), Paul Lynchs "Das Lied des Propheten" (TA), Anna Woltz' Kinderbuch "Atlas, Elena und das Ende der Welt" (SZ) und neue Sachbücher, darunter Ivan G. Marcus' Studie "How the West Became Antisemitic" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Außerdem: Katharina Borchardt porträtiert für die NZZ die indonesische Schriftstellerin Laksmi Pamuntjak, die sich momentan als Wirter in Residence in Zürich aufhält. Ronald Pohl arbeitet sich für den Standard durch die digitalen Unseld-Chroniken. Dlf Kultur hat zum Tag der deutschen Einheit anderthalb Stunden mit Terézia Mora gesprochen. Kathleen Hildebrand plaudert für die SZ mit dem italienischen Kinder- und Jugendbuchautor Davide Morosinotto. Andreas Platthaus schreibt in der FAZ einen Nachruf auf den französischen Comicszenaristen Pierre Christin, der mit dem Science-Fiction-Comic "Valerian und Veronique" und seiner Zusammenarbeit mit Enki Bilal zur Legende wurde.
Besprochen werden Katja Lange-Müllers "Unser Ole" (Freitag), eine Frankfurter Ausstellung über Hugo von Hofmannsthal (FR), Paul Lynchs "Das Lied des Propheten" (TA), Anna Woltz' Kinderbuch "Atlas, Elena und das Ende der Welt" (SZ) und neue Sachbücher, darunter Ivan G. Marcus' Studie "How the West Became Antisemitic" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Kunst

Die Künstlerin Alex Müller hat in ihrer Ausstellung "Der Anfang steht schon fest" in der Berliner Galerie Haverkampf Leistenschneider mit leicht entfremdeten Alltagsgegenständen ein kleines, wundersames Kuriositätenkabinett geschaffen, das Jonas Sanden im Monopol-Magazin begeistert: "Dem Publikum begegnen vertraute Objekte - eine Badewanne, ein Spiegel, ein Esstisch, Besteck und Sitzmöglichkeiten. Durch Müllers Hand sind sie jedoch zu surrealen Kreationen transformiert und, obwohl in gewohntem Kontext anzutreffen, ihres praktischen Nutzens beraubt. So sind Badewannen für gewöhnlich nicht mit Erbsen ausgekleidet, Tischdecken keine dreidimensionalen Textilreliefs, und Bänke bewegen sich nicht wie ein mechanischer Sysyphos immer wieder vor und zurück. Wie in einem Traum, in dem man die Skurrilität der Situation nicht erkennt, wirken auch Müllers Objekte sehr natürlich in ihrer Umgebung, als hätte es sie schon immer so gegeben. Das Träumerische führt sich in ihren Gemälden fort, in denen Personen mit den abstrakten Hintergründen verschmelzen."
Im Tagesspiegel-Gespräch erinnert sich der in Dresden aufgewachsene Künstler Via Lewandowsky an den Mauerfall - und erste Berührungen mit Westkunst zu DDR-Zeiten: "Die wenigen Momente, in denen Bildwelten, Konzepte und Ideen über Kataloge oder Zeitschriften in diese Grauzone eingedrungen sind, hatten eine enorme Wirkung. Selbst kleine Krümel der Gegenwartskunst aus dem Westen konnten schon Denkrevolutionen auslösen. Sie waren wie Drogen. Ich ging während des Studiums in die Bibliothek des Kupferstich-Kabinetts und habe mir die Kataloge aus dem sogenannten Giftschrank angeschaut. Dafür brauchte es ein offizielles Schreiben eines Professors. Gerade diese Enthaltsamkeit in Dresden, dieses zusätzliche Ausgehungert-werden, weil dort medial nichts ankam, hat später für eine Explosion gesorgt."
Weitere Artikel: "Die Wahrheit ist dem Betrachter zumutbar", ärgert sich Stefan Weiss im Standard bezüglich der Paul Gauguin-Ausstellung "Unexpected" im Wiener Bank Austria Kunstforum, die die Auseinandersetzung mit den kolonialistischen und pädophilen Seiten des Künstlers ins Rahmenprogramm verdrängt hat.
Weiteres: Die Versteigerung aus dem Nachlass des Kunstsammlers Kaspar König hat sechs Millionen Euro eingespielt, meldet die FR. Der Tagesspiegel interviewt den Künstler Via Lewandowsky zu seiner DDR-Herkunft.
Architektur
Der Entwurf von ZILA Architekt.innen hat den Zuschlag bekommen, das Einheitsdenkmal in Leipzig zu errichten, Gerhard Matzig hat in der SZ allerdings doch noch die ein oder andere Frage und fühlt sich an eine Spülmittel-Werbung erinnert, in der auf einem Marktplatz ein ganzes Dorf den Abwasch macht: "Die Leipziger Gestalter schlagen 50 über den Platz verteilte Objekte vor. Gedacht als in den Boden gesteckte Banner, Fahnen und Transparente - bestehend aus weiß beschichteten Edelstahlblechen, die sich mit Edelstahlrohrprofilen zu filigranen Skulpturen verbinden. So weit kann man sich das gut und suggestiv raumwirksam vorstellen. Aber jetzt kommt - ausweislich der Pressekonferenz am Mittwoch in Leipzig - Fairy Ultra ins Spiel. Denn was soll auf den Bannern geschrieben sein? Nichts? Slogans von 1989? Staatsverachtende Parolen von heute? (…) Eine Idee daher, die auf der Pressekonferenz ins Spiel gebracht wird: Man könnte sich auf einen Tag einigen, sagen wir auf den 3. Oktober, an dem einmal im Jahr eine große Wisch-und-weg-Putzaktion zu jeweils neu beschriftbaren Edelstahlflächen führt."
"Hat es nichts Originelleres, Kühneres, künstlerisch Überzeugenderes gegeben? Sieht man sich die Wettbewerbsbedingungen genauer an, war dies nicht zu erwarten", kommentiert Max Glauner im Tagesspiegel: "Merkwürdig blieb auch die Zusammensetzung der Fach- und Sachpreisrichter und ihrer Stellvertreter. Bei den stimmberechtigen Fachpreisrichter:innen war nicht eine, nicht einer, der in der DDR geboren und aufgewachsen war. Dazu ließ auch die fachliche Kompetenz der Preisrichter zu Wünschen übrig. Bis auf Wolfgang Ullrich fehlten Namen mit Gewicht."
"Hat es nichts Originelleres, Kühneres, künstlerisch Überzeugenderes gegeben? Sieht man sich die Wettbewerbsbedingungen genauer an, war dies nicht zu erwarten", kommentiert Max Glauner im Tagesspiegel: "Merkwürdig blieb auch die Zusammensetzung der Fach- und Sachpreisrichter und ihrer Stellvertreter. Bei den stimmberechtigen Fachpreisrichter:innen war nicht eine, nicht einer, der in der DDR geboren und aufgewachsen war. Dazu ließ auch die fachliche Kompetenz der Preisrichter zu Wünschen übrig. Bis auf Wolfgang Ullrich fehlten Namen mit Gewicht."
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