Efeu - Die Kulturrundschau
Helmut Kohl aus Butter
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30.09.2025. Die Theaterkritiker sind allesamt begeistert von Barrie Koskys Kafka-Revue "K." am Berliner Ensemble, die zwischen Unbehagen, Witz und "talmudschem Über-Ich" schillert. Die FAZ gerät über die handwerklich brillanten Porträts des schwedischen Malers Anders Zorn in der Hamburger Kunsthalle ins Schwärmen. Als "kleines Wunder" bezeichnet außerdem die Welt eine Ausstellung über jüdische Designerinnen in Berlin, die der Nationalsozialismus ins Abseits der Geschichte drängte. Jan Böhmermanns umstrittenes Berlin-Konzert wurde abgesagt: SZ und taz finden das nicht so gut.
9punkt - Die Debattenrundschau
vom
30.09.2025
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Bühne

Seltsam "mäandernde wie attraktiv schillernd" - und immer wieder "packend" findet Manuel Brug in der Welt Barrie Koskys Kafka-Collage "K." am Berliner Ensemble: "Kosky gelingt spielerisch-mutwillig das operettige Kafka-Kunststück, uns gleichzeitig zum Lachen bringen wie das Fürchten zu lehren. Weil hier alles so schräg und fremd ist, bodenlos bisweilen, aber eben auch so heimelig und unterhaltsam. Denn Koskys Trick, ausgerechnet den nach außen hin assimilierten Deutsch sprechenden Prager Juden mit seinem Spaß am jiddischen, besonders in Warschau von Kafkas Freund, dem Schauspieler Jizchak Löwy gepflegten Tingeltangel zusammenzubringen, ist originell, exotisch, innovativ - und auch irgendwie zwingend."
Für taz-Kritikerin Katharina Granzin dauert es ein wenig, bis der Abend an Fahrt aufnimmt, dann aber ist sie ganz dabei: "Im zweiten Teil des Abends verdichtet sich die Atmosphäre unbestimmter Bedrohung, die den 'Prozess' durchwabert, zu atemberaubender Unentrinnbarkeit. Das abstrakte Prinzip des 'Gesetzes' nimmt übergroße, bühnenfüllende Form an, wird visuell verdeutlicht zu einem talmudischen Über-Ich. Kathrin Wehlisch verliest die 'Vor dem Gesetz'-Passage aus 'Der Prozess' auf Hebräisch. Constanze Becker doziert mit faschistischer Kälte über die Funktionsweise des tödlichen Folterinstruments aus 'In der Strafkolonie', der finstersten aller Kafkaschen Erzählungen." "Geistreiches Musiktheater" mit "Witz und Chuzpe" lobt Irene Bazinger in der FAZ. Und auch Nachtkritikerin Esther Slevogt ist hingerissen.

Zu Beginn seiner Intendanz an der Hamburger Oper überraschte Tobias Kratzer Publikum und Kritiker mit Robert Schumanns kaum bekanntem Oratorium "Das Paradies und die Peri". Reinhard J. Brembeck hält sich in der SZ mit einem abschließenden Urteil zurück, ist aber auf jeden Fall musikalisch überzeugt: "Vera-Lotte Boecker als Peri liegt im weißen Kleid schon gleich zu Beginn auf der kahlen hellen Bühne. Ein paar Federn um sie herum deuten an, dass dieses Engelswesen wohl recht unsanft aus dem Paradies geworfen wurde. Den Grund erfährt man nicht, auch Kratzer vermeidet jede Erklärung. Boecker singt nuancenreich engelsgleich, reiht Sehnsucht an Verzweiflung an Strahlen an Jubel. Und Dirigent Omer Meir Wellber ist der ideale Mann an ihrer Seite. Er folgt ihr und den anderen Sängern bis ins Leiseste nach und lässt die wunderbar Schumanns Romantikton treffenden Hamburger Philharmoniker dann wunderbarerweise noch leiser spielen."
Jürgen Kesting klingt in der FAZ ein wenig ambivalent: "Geht es in der Inszenierung, wie es zur Erklärung der Stoffwahl hieß, um globale Krisen wie die Pandemie, die Blutkirmes des Krieges und die Klima-Krise? Nein, sie ist weit entfernt von den Banalitäten pseudo-aktueller Analogien. Die Peri erlebt und durchlebt Situationen, in denen existentielle Erfahrungen codiert sind. Der szenisch-erzählerische Reichtum Kratzers scheint unerschöpflich. Aber er führt dazu, dass der Regisseur Bilder und Effekte dergestalt aneinanderreiht, dass die Inszenierung zu ihrem eigenen Gegenstand wird - und zum Selbstgenuss eines Regie-Virtuosen."
Besprochen wird außerdem Cosmea Spellekens Inszenierung von Irmgard Keuns Roman "Nach Mitternacht" am Münchner Residenztheater (SZ).
Musik
Im Rahmen von Jan Böhmermanns Ausstellungsprojekt im Haus der Kulturen der Welt in Berlin wäre am 7. Oktober auch ein Auftritt des Rappers Chefket vorgesehen gewesen. Da dieser auf Instagram mit einem Shirt zu sehen war, das mit einer Palästinakarte ohne Israel bedruckt war, äußerte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (der wiederum selbst tags darauf mit Böhmermann die Bühne teilt) öffentlich und intern Bedenken, dass ausgerechnet am 7. Oktober antisemitischen Positionen eine Bühne gegeben würde. Böhmermann sagte den Auftritt des Rappers nach anfänglichem Protest dann doch schließlich ab.
Ein Fehler, findet Jens Balzer auf Zeit Online. Chefkets Hemd findet er zwar auch nicht gut und die Einplanung für den 7. Oktober instinktlos. Aber Balzer hat in Chefkets Schaffen keinen Antisemitismus gefunden. Dieser sei "ist offenbar nur irgendein beliebiges Ziel, das sich gerade anbot, um eine bestimmte Form der Meinungs- und Deutungshoheit durchzusetzen". Balzer vermutet, Weimer versuche vor allem "seine Autorität als Aufsichtsrat des Hauses der Kulturen der Welt gegen dessen freie Programmgestaltung durchzusetzen". Dies "beschädigt aber nicht nur die Freiheit der Kunst", sondern "auch den bitter nötigen Kampf gegen den - popkulturellen und anderen - Antisemitismus gerade dort, wo er weit dringlicher wäre." Ähnlich sieht es Daniel Bax in der taz: Weimar "hat deutlich gemacht, was er von der Kunst- und Meinungsfreiheit hält: nichts".
Claudius Seidl fragt sich in der SZ, warum Chefket überhaupt eingeladen wurde: "Welcher konzeptionelle Gedanke" dahinter "gesteckt hat, ist nicht zu erkennen". Ähnlich geht es taz-Kritikerin Laura Ewert mit der Ausstellung im HdKdW. Sie kann beim besten Willen keine "Metaebene" erkennen: "Im Innern steht eine große Büste von Helmut Kohl aus Butter, eine Rauchkabine wie in Flughäfen, nur mit echten Zigaretten, in der man auch ganz echt rauchen kann. (Über diese Unvernunft sind dann alle ganz aus dem Häuschen!). Es gibt eine Maschine, die alle 28 Minuten ein Kuscheltier schreddert, wenn man nicht 20 Euro zahlt und ein Foto von sich macht, das im Internet landet. Auf Grabsteinen stehen Geburtstage, Name und geschätzte Vermögen der reichsten deutschen Männer. Und dann gibt es noch Nacktbilder von Merz, die eine KI errechnet hat."
Weitere Artikel: Karl Fluch erzählt im Standard die Geschichte von Carol Kaye, der "berühmtesten unbekannten Bassgitarristin der Welt", die zwar auf rund zehntausend Aufnahmen und in zahlreichen Evergreens zu hören ist, eine Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame aber ablehnt, weil sie "sich als Jazz- und nicht als Rock-Act sieht, nicht als Solokünstlerin, sondern als Teil eines Studioteams". Dass der puerto-ricanische Sänger Bad Bunny die Halbzeitshow beim Super Bowl 2026 spielen wird, ist "relativ laut brüllende Positionierung gegen Präsident Donald Trump", stellt Jakob Biazza in der SZ fest. Kai Müller verneigt sich im Tagesspiegel vor dem Berliner Trio Gewalt, das mit seiner kompromisslosen Verweigerungshaltung zwar auf den Pop-Olymp zielt, diesen aber auch genau deswegen immer wieder verfehlt. Melanie Biedermann porträtiert in der Zeit die Popmusikerin Kings Elliot. Helene Slancar sorgt sich im Standard um die Zukunft des K-Pop. In der SZ gratuliert Christian Mayer Ralph Siegel zum 80. Geburtstag.
Besprochen werden ein Hamburger Abend mit Jan Delay und Benjamin von Stuckrad-Barre zu Ehren von Udo Lindenberg (taz), ein Konzert der Wiener Philharmoniker unter Fabio Lusi (Standard), Aruán Ortiz' Klavier-Album "Créole Renaissance" (FR), ein Konzert von Maxim Lando in Frankfurt (FR), ein Open-Air-Konzert in Berlin-Kreuzberg mit der Punkband ZSK (taz) und neue Popveröffentlichungen, darunter Lady Wrays "Cover Girl" ("eine souveräne Bestätigung als Spitzendame auf dem Feld des Neo-Soul", schwärmt Karl Fluch im Standard).
Ein Fehler, findet Jens Balzer auf Zeit Online. Chefkets Hemd findet er zwar auch nicht gut und die Einplanung für den 7. Oktober instinktlos. Aber Balzer hat in Chefkets Schaffen keinen Antisemitismus gefunden. Dieser sei "ist offenbar nur irgendein beliebiges Ziel, das sich gerade anbot, um eine bestimmte Form der Meinungs- und Deutungshoheit durchzusetzen". Balzer vermutet, Weimer versuche vor allem "seine Autorität als Aufsichtsrat des Hauses der Kulturen der Welt gegen dessen freie Programmgestaltung durchzusetzen". Dies "beschädigt aber nicht nur die Freiheit der Kunst", sondern "auch den bitter nötigen Kampf gegen den - popkulturellen und anderen - Antisemitismus gerade dort, wo er weit dringlicher wäre." Ähnlich sieht es Daniel Bax in der taz: Weimar "hat deutlich gemacht, was er von der Kunst- und Meinungsfreiheit hält: nichts".
Claudius Seidl fragt sich in der SZ, warum Chefket überhaupt eingeladen wurde: "Welcher konzeptionelle Gedanke" dahinter "gesteckt hat, ist nicht zu erkennen". Ähnlich geht es taz-Kritikerin Laura Ewert mit der Ausstellung im HdKdW. Sie kann beim besten Willen keine "Metaebene" erkennen: "Im Innern steht eine große Büste von Helmut Kohl aus Butter, eine Rauchkabine wie in Flughäfen, nur mit echten Zigaretten, in der man auch ganz echt rauchen kann. (Über diese Unvernunft sind dann alle ganz aus dem Häuschen!). Es gibt eine Maschine, die alle 28 Minuten ein Kuscheltier schreddert, wenn man nicht 20 Euro zahlt und ein Foto von sich macht, das im Internet landet. Auf Grabsteinen stehen Geburtstage, Name und geschätzte Vermögen der reichsten deutschen Männer. Und dann gibt es noch Nacktbilder von Merz, die eine KI errechnet hat."
Weitere Artikel: Karl Fluch erzählt im Standard die Geschichte von Carol Kaye, der "berühmtesten unbekannten Bassgitarristin der Welt", die zwar auf rund zehntausend Aufnahmen und in zahlreichen Evergreens zu hören ist, eine Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame aber ablehnt, weil sie "sich als Jazz- und nicht als Rock-Act sieht, nicht als Solokünstlerin, sondern als Teil eines Studioteams". Dass der puerto-ricanische Sänger Bad Bunny die Halbzeitshow beim Super Bowl 2026 spielen wird, ist "relativ laut brüllende Positionierung gegen Präsident Donald Trump", stellt Jakob Biazza in der SZ fest. Kai Müller verneigt sich im Tagesspiegel vor dem Berliner Trio Gewalt, das mit seiner kompromisslosen Verweigerungshaltung zwar auf den Pop-Olymp zielt, diesen aber auch genau deswegen immer wieder verfehlt. Melanie Biedermann porträtiert in der Zeit die Popmusikerin Kings Elliot. Helene Slancar sorgt sich im Standard um die Zukunft des K-Pop. In der SZ gratuliert Christian Mayer Ralph Siegel zum 80. Geburtstag.
Besprochen werden ein Hamburger Abend mit Jan Delay und Benjamin von Stuckrad-Barre zu Ehren von Udo Lindenberg (taz), ein Konzert der Wiener Philharmoniker unter Fabio Lusi (Standard), Aruán Ortiz' Klavier-Album "Créole Renaissance" (FR), ein Konzert von Maxim Lando in Frankfurt (FR), ein Open-Air-Konzert in Berlin-Kreuzberg mit der Punkband ZSK (taz) und neue Popveröffentlichungen, darunter Lady Wrays "Cover Girl" ("eine souveräne Bestätigung als Spitzendame auf dem Feld des Neo-Soul", schwärmt Karl Fluch im Standard).
Kunst

© Zornmuseet, Mora
FAZ-Kritiker Wolfgang Krischke gerät über die "handwerkliche Brillanz, die Strahlkraft und erzählerische Lebendigkeit" der Werke des schwedischen Malers Anders Zorn, die die Hamburger Kunsthalle in einer Ausstellung zeigt, ins Schwärmen. Es ist die bisher größte Schau mit Werken des "Malerfürsten" aus dem 19. Jahrhundert und Krischke kann sich gar nicht satt sehen: "Einen wichtigen Teil des OEuvres bilden die Porträts: Zorn malte die Personen nicht im Atelier, sondern platzierte sie in ihren alltäglichen Umgebungen, erfasste sie in typischen Posen und bei charakteristischen Tätigkeiten: Der Bankier sitzt an seinem Schreibtisch im gediegen eingerichteten Arbeitszimmer, zwischen den Fingern eine Zigarre haltend; die Dame der Gesellschaft im elegant-farbenfrohen Abendkleid hat im Salon Platz genommen, den Arm lässig auf die Rückenlehne des seidenbezogenen Sofas gelegt; der Schauspieler agiert auf der Bühne, der Opernsänger probt vor dem Notenpult. Oft hat der Betrachter den Eindruck, die Dargestellten wendeten sich aus dem Bild heraus direkt an ihn."
Weiteres: In der SZ berichtet Till Briegleb von der 18. Istanbuler Biennale. Besprochen werden die Ausstellungen "Fra Angelico" im Palazzo Strozzi und Museo di San Marco in Florenz (NZZ), "Jitka Hanzlová: Identities." in der Albertina in Wien (taz) und "Bis es wehtut - Eine Gruppenausstellung zum Werk von Sascha Weidner" im Kunstverein Wolfenbüttel (taz).
Film
Hans-Jürgen Syberberg hat "Nachtgesang", den dritten Teil seiner Demmin-Trilogie, parallel in Moskau und in Demmin uraufgeführt, berichtet Kerstin Holm in der FAZ. Dieser "Film ist logischer Abschluss und künstlerisches Konzentrat von Syberbergs Versuchen, die Traumata der ehemals stolzen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und wo sich mehr als tausend Einwohner, da die Rote Armee einrückte, das Leben nahmen, mit Mitteln der Kultur zu therapieren." Die Filmcollage ist auch auf der Website des Regisseurs zu sehen.
Weiteres: Patrick Heidmann spricht in der FR mit Paul Thomas Anderson über dessen neuen Film "One Battle After Another" (unsere Kritik). Stefan Reinecke schreibt in der taz einen Nachruf auf Hartmut Bitomsky. Das Filmmagazin Revolver hat Dietrich Leders 2009 gehaltene Laudatio auf Bitomsky online gestellt. Mehr zu Bitomskys Tod hier in unserem Resümee. Besprochen wird die auf einem von ihm selbst nie umgesetzten Drehbuch von Ingmar Bergman basierende Arte-Serie "Faithless" (eine "im sonst auf schnell dahinfließender Unterhaltung ausgelegten Seriengeschäft eine seltene und sehenswerte Arthouse-Perle", findet tazler Florian Schmid).
Weiteres: Patrick Heidmann spricht in der FR mit Paul Thomas Anderson über dessen neuen Film "One Battle After Another" (unsere Kritik). Stefan Reinecke schreibt in der taz einen Nachruf auf Hartmut Bitomsky. Das Filmmagazin Revolver hat Dietrich Leders 2009 gehaltene Laudatio auf Bitomsky online gestellt. Mehr zu Bitomskys Tod hier in unserem Resümee. Besprochen wird die auf einem von ihm selbst nie umgesetzten Drehbuch von Ingmar Bergman basierende Arte-Serie "Faithless" (eine "im sonst auf schnell dahinfließender Unterhaltung ausgelegten Seriengeschäft eine seltene und sehenswerte Arthouse-Perle", findet tazler Florian Schmid).
Literatur
Besprochen werden Götz Alys "Wie konnte das geschehen?" (Standard, hier unsere zahlreichen Leseproben aus dem Buch), Thomas Melles "Haus zur Sonne" (Zeit), Ozan Zakariya Keskinkılıçs "Hundesohn" (online nachgereicht von der FAS), T. C. Boyles "No Way Home" (NZZ), Clemens Marschalls Buch über die im Wiener Milieu berüchtigte Zuhälterin "Wilde Wanda", nach der auch die österreichische Rockgruppe um den Schriftsteller Marco Wanda benannt ist (Standard), und Ingrid Nolls Krimi "Nachteule" (online nachgereicht von der FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Design
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Die Ausstellung "Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne" im Jüdischen Museum Berlin ist "ein kleines Wunder", schreibt Gesine Borcherdt in der Welt: Die Namen und Werke der hier ausgestellten Designerinnen wurden durch den Nationalsozialismus nämlich gründlich aus der Geschichte gestrichen. "Zwanzig Jahre lang hat die Kuratorin Michal Friedlander wie eine Detektivin nach Designobjekten und ihren Schöpferinnen geforscht und das, was von ihren Werken übrig ist, zusammengetragen. ... Über Funde auf Dachböden und in Müllcontainern, durch Fotos und Zufallszusendungen von Familien wurde ein beeindruckendes Konvolut hochmoderner, hinreißender Schmuckstücke, Textilarbeiten, Kinderbuchillustrationen, Handpuppen, Spielkarten, Teeservice, Masken, Hüte und Kerzenleuchter zusammengetragen, über dessen behutsame Aufbereitung man sich beugt wie über eine Schatztruhe." So "fragt man sich, warum diese Frauen" - darunter Emmy Roth, Dorothea Kuttnerund Margarete Heymann-Loebenstein - "von der Kunst- und Designgeschichte einfach vergessen wurden?"
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