Efeu - Die Kulturrundschau

Moderat literarisch, moderat kritisch

Die besten Kritiken vom Tage. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
04.10.2025. In der SZ erzählt Ofir Amir, Veranstalter des von der Hamas attackierten Nova-Festivals, wie er in einer Ausstellung die Geschichten der 411 Opfer erzählen will. Die Popkritiker stürzen sich auf das neue Taylor-Swift-Album, das laut SZ zwar keine nennenswerten Tauchtiefen bietet, aber doch am faszinierenden Gedankenstrom eines Showgirls teilhaben lässt, wie die FR sekundiert. Der Tagesspiegel lässt sich von Ersan Mondtag am Gorki Theater die Geschichten von Arbeitsmigrantinnen erzählen, die nachtkritik blickt mit Frank Castorf im Atomschutzbunker in Hamburg auf die Ruinen Europas. Und die FAS fragt sich im HKW: Was ist Faschismus?
9punkt - Die Debattenrundschau vom 04.10.2025 finden Sie hier

Musik

Peter Richter spricht für die SZ mit Ofir Amir, dem Veranstalter des von der Hamas schwer angegriffenen Nova-Festivals. Eine von ihm dazu initiierte Wanderausstellung ist ab 7. Oktober auf ihrer ersten Station in Europa in Berlin zu sehen. Sehr bedrückend und detailliert schildert Amir den Ablauf des Hamas-Massakers, das er nur knapp und schwer verletzt überlebte. Die Beweggründe für die Ausstellung? "Wir wollten nicht, dass die Zahl von 411 Opfern alles ist. Denn hinter dieser Zahl stehen Namen und jeweils eine Geschichte. Wir haben also das Festivalgelände noch mal nachgebaut. Wir haben die verbrannten Autos, wir haben die mobilen Toilettenkabinen mit den Einschusslöchern in den Türen. Wir haben die Bar und die Getränkekühltruhe, in der sich eine Mitarbeiterin versteckt und überlebt hat. Wir haben die Zelte. Alles ist original. ... Wir sehen, dass es ein großes Problem mit Bildung gibt. Es ist ein Riesenproblem, weil so viele junge Leute heute ihre Informationen von Tiktok und von Instagram bekommen. Deshalb ist es uns wichtig, von Stadt zu Stadt zu ziehen und unsere Geschichte zu erzählen, um der Welt zu zeigen: Das ist uns passiert, aber wir hassen nicht."

In Russland wird zwar viel Neue Musik gespielt, doch "zu meinem großen Bedauern macht das meine Heimat nicht zu einer Demokratie", seufzt Sergej Newski im VAN-Kommentar. Dass die Staatsführung hier gewähren lässt, sei allerdings kein propagandistisches Feigenblättchen gegenüber dem Westen. Vielmehr "hält der Staat sie nicht für gefährlich und sieht darin keinen politischen Inhalt. Die Komplexität, die vor 70 Jahren als bedrohlich galt, wird heute von außen als hochgestylte Dekoration angesehen."

Themenwechsel: Taylor Swifts neue Album "The Life of a Showgirl" beschäftigt alle Popkritiker. Längst sind ihre Alben mehr oder weniger kodifizierte Tagebücher und Momentaufnahmen aus ihrem Leben im Rampenlicht. "Es ist ein radikaler Bruch mit dem prosaischen und schmerzgesättigten Vorgänger", schreibt Rahel Zingg in der NZZ. "Wo 'The Tortured Poets Department' mit 31 Songs grau und ausgedehnt wirkte, ist 'Showgirl' schillernd und knapp." Kein Wunder, bei "Tortured..." ging es noch um gescheiterte Beziehungen, nun liegt der Fokus auf der erfolgreichen "Eras"-Tour, die die Musikerin die letzten zwei Jahre im Griff hatte, und auf ihren währenddessen glücklich eingegangen Liebesbeziehung zu dem Sportler Travis Kelce, dessen Qualitäten im Bett und die dafür notwendige körperliche Voraussetzung Swift im dazu naheliegend betitelten "Wood" euphorisch besingt. Produziert hat der schwedische Hitschmied Max Martin, über den Ueli Bernays in der NZZ schreibt und der "für mehr Nummer-eins-Hits als jeder andere Produzent verantwortlich ist", wie wiederum Inga Barthels im Tagesspiegel informiert.



Zu hören gibt es "eine gut durchgeschüttelte Tüte aus kurzweiligem, kaum in nennenswerte Tauchtiefen gehenden Pop", urteilt Joachim Hentschel in der SZ. "Immer wieder hört man Sixties-Anklänge heraus. Einen relativ subtilen Klassizismus, wie er in Taylor Swifts Musik bislang die Ausnahme war." Für Max Dax in der FR hingegen ist dies das "bisher beste Album" Swifts: "Das wahrhaft Faszinierende" daran ist, "dass es zu jeder Sekunde und in jedem Atemzug ihres Gesangs hält, was sie im Titel verspricht. Als wolle sie ihre Fans tatsächlich teilhaben lassen an ihrem Innenleben, am Gedankenstrom des Showgirls, zu dem sie geworden ist, an ihrem unaufhörlichen und von niemandem kontrollierbaren inneren Monolog, was es bedeutet und wie es die Perspektiven der Wahrnehmung verändert." Dieses Album "ist moderat literarisch, moderat feministisch, moderat kritisch. Das Werk eines abgewogenen Middleclass-Kids aus Pennsylvania", hält Philipp Krohn derweil sehr bodenständig in der FAZ fest. "Im Rahmen der häuslichen Zweisamkeit, die sie auf 'The Life of a Showgirl' besingt, wirken die biblischen Metaphern und literarischen Verweise herbeibehauptet, mitunter sogar kitschig", notiert Daniel Gerhardt auf Zeit Online.

Weitere Artikel: "Die Welthaltigkeit des HKW hat durch all diese Provinzialität erheblichen Schaden genommen", kommentiert Julian Weber in der taz den Eklat um den geplanten Auftritt des Rappers Chefket im Rahmen von Jan Böhmermanns Berliner Ausstellungsprojekt. Michael Stallknecht berichtet in der NZZ von Haydn-Aufführungen in Fertöd. Dresden verhängt eine Haushaltssperre für 2026, das bereits eingeplante Programm zahlreicher Kultureinrichtungen steht damit auf der Kippe, meldet Merle Krefeld in VAN. Marianne Zelger-Vogt porträtiert in der NZZ die Klarinettistin Sabine Meyer, die ihr Karriere-Ende angekündigt hat. Holger Noltze spricht für VAN mit Stephan Pauly, dem Intendanten des Wiener Musikvereins. Felix Diergarten durchleuchtet in der NZZ das Werk von Richard Strauss nach versteckten, intimen Selbstdarstellungen, denn wenn der Komponist "sich selbst so interessant fand wie Napoleon oder Alexander, ist das nur auf den ersten Blick befremdlich". Thomas Stillbauer erinnert in der FR an das Police-Album "Reggatta de Blanc". Tilman Spreckelsen gratuliert in der FAZ dem US-Sänger Don McLean zum 80. Geburtstag. Besprochen wird das neue Album von Nina Chuba (NZZ).
Archiv: Musik

Literatur

Für einen "Fehler" hält es Ijoma Mangold auf Zeit Online, dass die Ausladung der rechten Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen von einem Pfälzer Literaturfestival wohl kaum zu Wallungen im Feuilleton führen wird, denn "über Ausladungen empört man sich immer nur, wenn die eigenen Leute betroffen sind. ... Macht es doch bitte der AfD nicht zu leicht, das kulturelle Establishment dieses Landes als selbstgerechte Heuchler-Kaste zu schmähen!"

Außerdem: Andreas Platthaus hat für "Bilder und Zeiten" der FAZ ein philippinisches Comicfestival besucht. Ebenfalls In "Bilder und Zeiten" blickt Thomas Combrink auf Alexander Kluges Verhältnis zu seiner Heimatstadt Halberstadt. In Berlin hat Linor Goralik ihr Buch mit Stimmen russischer Emigranten vorgestellt, berichtet Yelizaveta Landenberger in der taz. Die Literarische Welt feiert in mehreren Beiträgen ihre erste vor 100 Jahren erschienene Ausgabe, damals noch in Herausgabe von Willy Haas.

Besprochen werden Fiona Sironics "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" (FR), Thomas Melles "Haus zur Sonne" (NZZ), Woody Allens Debütroman "What's with Baum?" (NZZ), Sorj Chalandons "Herz in der Faust" (NZZ), Jakob Martin Strids aufwändiges Bilderbuch "Der fantastische Bus" (taz), Ben Shattucks "Die Geschichte des Klangs" (taz), der neue Dan Brown (Standard), Zyta Rudzkas "Lachen kann, wer Zähne hat" (FAZ) und Nora Gomringers "Am Meerschwein übt das Kind den Tod" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.

In der Frankfurter Anthologie schreibt Urs Heftrich über Hryhoriy Skovorodas "18. Lied":

"Zeisig, Vöglein du im gelben Kleide,
Bau dein Nest dort droben nicht.
Bau es hier im grünen Grase ..."
Archiv: Literatur
Stichwörter: Dagen, Susanne, AfD

Bühne

Szene aus "Das Rote Haus". Foto: Thomas Aurin

Ersan Mondtag eröffnet die neue Saison am Gorki Theater mit "Das Rote Haus": Der Titel bezieht sich auf jenes Gebäude in der Kreuzberger Stresemannstraße, das von der Firma Telefunken seit den 1960er Jahren als Wohnheim für migrantische Arbeiterinnen genutzt wurde, verrät uns Christine Wahl im Tagesspiegel. Und die Inszenierung will nicht weniger als die Lebenswege der Frauen nachzeichnen, verdichtet in fünf Charakteren - angereichert mit Motiven aus Romanen von Emine Sevgi Özdamar, die selbst dort lebte. Und das gelingt prächtig, staunt Wahl: "In animierten scherenschnittartigen Schwarzweiß-Bildern auf einen Gaze-Vorhang projiziert, rasen die Lebens- und Familienhintergründe der Arbeiterinnen vorbei. Ein antiquierter Fernseher spuckt in regelmäßigen Abständen einen üblen Sound aus Nachrichten, Politikerreden und Ressentiments aus, die sich durch die Jahrzehnte hindurch bis in die Gegenwart ziehen."

Anders sieht das Nachtkritikerin Elena Philipp: "'Das Rote Haus' ist ein Clash der ästhetischen Kulturen: Mondtags Handschrift - düstere Kulissen und schummriges Licht; reduzierte Sprache, geisterhaft verfremdet durch Mikroports; ein von Gewalt und Traumata gesteuerter Wiederholungszwang, der sich hier nur andeutet -, steht Genres wie Horror und Mystery nahe. Das passt nicht zu Emine Sevgi Özdamars dem Alltag abgelauschter Prosa, deren sprachspielerischer Humor mit seinen (selbst-)ironisch tänzelnden Beobachtungen eher dem Geist der Nouvelle Vague entspricht."

Szene aus "Hamlet". Foto: Just Loomis

Nicht weniger als ein "überbordendes Fest des Theaters in unsicheren Zeiten" erlebt Nachtkritiker Stefan Forth am Hamburger Schauspielhaus, wo Frank Castorf Shakespeares "Hamlet" mit allerhand Verweisen auf Heiner Müller, Antonin Artaud und Dante anreichert, um in über sechs Stunden von den "Ruinen Europas" zu erzählen. Castorf "schlägt mit Heiner Müllers Hilfe Bögen von der Antike bis nach Auschwitz, vom Kommunismus in den Kapitalismus, vom Ersten Weltkrieg bis zur Angst vor einem dritten. Konsequenterweise hat Aleksandar Denić gleich auch noch einen kleinen Atombunker auf die wirkmächtig gestaltete Bühne gebaut. … Wie soll an diesem Ort des Misstrauens so etwas wie Liebe möglich sein?"

Besprochen werden außerdem das Stück "Radikal jung" der Theatergruppe Polyformers im Berliner Theater unterm Dach (SZ) der Abend "Claire Waldoff: anders als die andern" von Ulrike Kinbach in der Volksbühne im Großen Hirschgraben, Frankfurt (FR) und Susanne Kennedys und Markus Selgs Inszenierung von Wagners Parsifal am Theater in Gent (FAZ).
Archiv: Bühne

Film

Trump im Bett mit Satan: Screenshot aus der aktuellen "South Park"-Staffel

Katharina J. Chichoch staunt in der taz über die aktuell laufende Staffel der für ihren mal beißend satirischen, dann wieder infantil skatologischen Humor bekannte Zeichentrickserie "South Park". Deren beiden Macher Trey Parker und Matt Stone sind zwar bekannt dafür, dass sie "dem Wahnsinn der Gegenwart immer noch ein Schnippchen schlagen würden." Aber "jetzt kann man der Serie beim Hadern mit dem Realitätsprinzip in Echtzeit zusehen. ...  In wahnsinnigem Tempo verarbeiten sie quasi live eine politische Gegenwart, die vielen nurmehr als Travestie erscheint. Und versuchen dabei, ein geradezu Kant'sches Prinzip, niemanden ob seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu schonen."

Weitere Artikel: In der FAS unterhält sich Tobias Rüther mit Fatih Akin über dessen (in taz und Standard besprochenen) Film "Amrum" nach dem gleichnamigen Roman von Hark Bohm. Elmar Krekeler spricht in der Welt mit dem Schauspieler Moritz Führmann, der in der Netflix-Serie "Alphamännchen" mitspielt. Martin Scholz spricht in der WamS mit der Schauspielerin Emily Blunt. In der FAZ spricht Christian Aust mit dem Schauspieler Martin Freeman, der in der (in der NZZ besprochenen) Neuverfilmung von Michael Endes "Momo" zu sehen ist. Valerie Dirk verweist im Standard auf zwei Wiener Filmreihen über Konrad Wolf und Karin Brandauer.

Besprochen werden Carrie Rickeys Biografie über die Autorenfilmerin Agnès Varda (FD), Christina Tournatzés' Kindesmissbrauchsdrama "Klara" (Zeit Online), Christian Petzolds "Miroirs No. 3" (Jungle World, unser Resümee), Emmanuel Parvus "Drei Kilometer bis zum Ende der Welt" (Standard), Kathryn Bigelows Atomkriegsfilm "A House of Dynamite" (WamS, mehr dazu bereits hier), die deutsche RTL-Adaption "Euphorie" der HBO-Skandalserie "Euphoria" (Zeit Online), die Netflix-Serie "Monster: Die Geschichte von Ed Gein" (Welt), die ARD-Serie "Naked" über die Folgen von Sexsucht (Welt), die vierte Staffel der Serie "Slow Horses" mit Gary Oldman (Freitag), Amélie Bonnins "Nur für einen Tag" (SZ) und die auf AppleTV+ gezeigte Animationsserie "Die Schwestern Grimm" (FAZ).
Archiv: Film

Architektur

Bestellen Sie bei eichendorff21!
Dringend empfiehlt Jens Malling auf den Bilder-und-Zeiten-Seiten der FAZ den Bildband "Ukrainian Modernism" des ukrainischen Fotografen Dmytro Solowjow, der ihm Einblicke in das nicht erst durch den russischen Angriff bedrohte reiche modernistische Sowjet-Erbe der Ukraine gewährt: "Gerade die Achtziger waren die Dämmerjahre der Sowjetunion. Eine Zeit, in der Designer, Architekten und Künstler scheinbar freie Hand hatten. In der ihrem Vorstellungsvermögen keine Grenzen mehr gesetzt waren. In der ihre Schöpferkraft keine Rücksicht mehr nehmen musste. Eine Zivilisation hatte ihren Zenit erreicht. Eine Weise, die Gesellschaft einzurichten, kulminierte. Und dasselbe galt für die Art, Fakultäten, Forschungsinstitute, Theater, Bahnhöfe, Busbahnhöfe, Kulturhäuser und Kinos zu gestalten."
Archiv: Architektur

Kunst

Sarah Schumann: Collages and Paintings from 1954 to 1982, 2025. Installation view, Meyer Riegger, Berlin

Obwohl die Berliner Künstlerin Sarah Schumann lange in ihrer Heimat lebte und arbeitete, sind ihre Werke dort nur selten zu sehen, auch weil sie lange verschollen waren, weiß Antonia Wolff (taz), die sich umso mehr freut, dass die Berliner Galerie Meyer Riegger nun neben den abstrakten Gemälde auch jene rund sechzig Collagen zeigt, "für die sich heute auf dem Kunstmarkt der Begriff Schockcollagen etabliert hat. Ausschnitte aus Magazinen und Zeitungen verbindet sie zu surrealen, poetisch-dissonanten Kompositionen. Die Motive entstammen dem Zeitgeschehen: Autounfälle, Trümmerlandschaften, Soldaten, Erschießungskommandos. Der Vietnamkrieg taucht auf, auch der Zweite Weltkrieg, den die Gesellschaft der Adenauer-Ära so bemüht ist zu verdrängen. Dazwischen Pin-ups, Filmstars, antike Skulpturen. Immer wieder Marilyn Monroe ... Die Gleichzeitigkeit von Krieg und Gewalt, Konsum und Oberfläche machte die Pop Art ebenso zum Thema wie politische Künstler der Fluxus-Bewegung."

Roee Rosen, Maxim Komar-Myshkin, Vladimir's Night (2013/2025). Courtesy Roee Rosen

Das Anliegen des Berliner Hauses der Kulturen in der Ausstellung "Global Facisms" sich der Frage zu stellen, was überhaupt "Faschismus" heißt, findet Jonathan Guggenberger in der FAS durchaus ehrenwert - nur wollen ihm die laut Ausstellungskatalog präsentierten "vielen Beispiele kleiner, weltweit unterschiedlich auftretender Faschismen" keine endgültige Antworten geben. Kunstwerke mit Klarheit und kritischem Witz sieht er dennoch, vor allem in "Werken, die ihre antifaschistische Widerstandskraft in der Satire auf bedrohlich reale Herrscher unter Beweis stellen. Der israelische Filmemacher Roee Rosen zum Beispiel zieht Russlands Diktator Putin mit seinem komplex chiffrierten Comicstrip 'Vladimirʼs Night' in den Abgrund einer pervers überzeichneten Verschwörung. Eine Rachephantasie, bei der Putin am Ende mit dornigen Dildos ermordet wird."

Weitere Artikel: Christiane Meixner berichtet im Tagesspiegel von der 20. Contemporary Istanbul, die sich als "Bastion gegen die Diktatur" behauptet, wie sie erlebt und wie ihr Messegründer Ali Güreli gegenüber betont: "Es gibt vielerorts Probleme mit der Demokratie und den Menschenrechten … Wir alle, und gerade die Künstler, müssen ganz ruhig bleiben, intelligent - und radikal." Ebenfalls im Tagesspiegel flaniert Nicola Kuhn durch die Kulturhauptstadt Chemnitz. In der NZZ blickt Lucien Scherrer auf Meret Oppenheimers Jahre im Tessiner Dorf Carona, wo sie auch Hermann Hesse kennenlernte, der eine dreijährige Ehe mit Oppenheimers Tante Ruth führte.

Besprochen werden außerdem die Ausstellung "An Opera Out of Time" mit Werken des kosovarischen Künstlers Petrit Halilaj im Hamburger Bahnhof (FAS), eine Ausstellung mit Werken der Stifterin in der Dorothea-Konwiarz-Stiftung (Tsp) und die große Carl-Schuch-Ausstellung im Frankfurter Städel (Welt, mehr hier).
Archiv: Kunst