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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Bücherschau des Tages

Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
05.02.2016. Als milde, klug, unprätentiös und wertfrei lobt die FR Franziska Gerstenbergs Erzählband "So lange her, schon gar nicht mehr wahr". Die SZ entdeckt mit "Wolke und Walzer" von Ferdinand Peroutka einen europäischen Jahrhundertroman und erkennt in Ta-Nehisi Coates' Manifest "Zwischen mir und der Welt" den Text zur Stunde. Und die faszinierte FAZ begibt sich mit dem von Sigrid Schneider herausgegebenen Fotoband "Frauen im Revier" auf Zeitreise durchs Ruhrgebiet.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Werner Schiffauer: Schule, Moschee, Elternhaus. Eine ethnologische Intervention

Bestellen bei buecher.deCover: Werner Schiffauer. Schule, Moschee, Elternhaus - Eine ethnologische Intervention. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2015.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783518126998, Taschenbuch, 298 Seiten, 18,00 EUR
Das Verhältnis zwischen Schulen und muslimischen Elternhäusern ist belastet, wenn nicht zerrüttet. Viele Lehrer reagieren ungehalten auf Muslime, die nur selten als Bereicherung empfunden werden. Die Eltern fürchten… mehr lesen

Sigrid Schneider (Hg.): Frauen im Revier. Bilderreise durch ein Jahrhundert

Bestellen bei buecher.deCover: Sigrid Schneider (Hg.). Frauen im Revier - Bilderreise durch ein Jahrhundert. Emons Verlag, Köln, 2015.
Emons Verlag, Köln 2015, ISBN 9783954517312, Gebunden, 260 Seiten, 35,00 EUR
Begleiten Sie uns auf eine spannende Zeitreise durchs Ruhrgebiet: Fotografien aus 100 Jahren seit dem Ende des 19. Jahrhunderts - viele davon hier erstmals veröffentlicht - erzählen vom… mehr lesen

Dirk Westerkamp: Ikonische Prägnanz.

Bestellen bei buecher.deCover: Dirk Westerkamp. Ikonische Prägnanz. Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2015.
Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2015, ISBN 9783770559374, Gebunden, 187 Seiten, 24,90 EUR
Ikonische Prägnanz gründet in der Ökonomie des Entzugs. Ihre Kunst offenbart sich in dem, was sie nicht zeigt. Ikonische Prägnanz bezeichnet die Verdichtung von Zeit- und Handlungsmomenten im… mehr lesen

Frankfurter Rundschau

Franziska Gerstenberg: So lange her, schon gar nicht mehr wahr.

Bestellen bei buecher.deCover: Franziska Gerstenberg. So lange her, schon gar nicht mehr wahr. Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main, 2016.
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 9783895613432, Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR
Manchmal bricht in Franziska Gerstenbergs Erzählungen etwas ein, das ein sorgsam eingerichtetes Zuhause für immer verändert. Manchmal kommen ihre Figuren gar nicht erst dazu, das ersehnte Familienleben aufzubauen,… mehr lesen

Neue Zürcher Zeitung

Heute leider keine Kritiken!

Süddeutsche Zeitung

Ta-Nehisi Coates: Zwischen mir und der Welt.

Bestellen bei buecher.deCover: Ta-Nehisi Coates. Zwischen mir und der Welt. Hanser Berlin, Berlin, 2016.
Hanser Berlin, Berlin 2016, ISBN 9783446251076, Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR
Aus dem Amerikanischen von von Miriam Mandelkow. Wenn in den USA schwarze Teenager von Polizisten ermordet werden, ist das nur ein Problem von individueller Verfehlung? Nein, denn rassistische… mehr lesen

Sjoerd Kuyper: Robin und Schnuff, Geschichten zum Vorlesen. (ab 4 Jahre)

Bestellen bei buecher.deCover: Sjoerd Kuyper. Robin und Schnuff, Geschichten zum Vorlesen - (ab 4 Jahre). Gabriel Verlag, Stuttgart, 2015.
Gabriel Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 9783522303880, Gebunden, 288 Seiten, 16,99 EUR
Illustrationen von Marije Tolman. Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart. Ohne sein Schweinchen Schnuff hätte Robin nur halb so viel Spaß. Nicht nur, dass man mit Schnuff wunderbar… mehr lesen

Ferdinand Peroutka: Wolke und Walzer. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Ferdinand Peroutka. Wolke und Walzer - Roman. Elfenbein Verlag, Berlin, 2015.
Elfenbein Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783941184329, Gebunden, 376 Seiten, 22,00 EUR
Aus dem Tschechischen von Mira Sonnenschein. Mit Auszügen aus Ferdinand Peroutkas Tagebuch vom April/Mai 1945. "Wolke und Walzer" ist eine der ersten unmittelbaren Auseinandersetzungen mit dem nationalsozialistischen Terror… mehr lesen

Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!

Die Welt

Heute leider keine Kritiken!

Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!

Archiv: Bücherschau

Den edlen Mikroben gehört die Zukunft

04.02.2016. Die SZ feiert Ivan Vladislavics magischen Roman "Double Negative" über Johannesburg kurz vor und nach Überwindung der Apartheid. Abbas Khiders Roman "Ohrfeige", der die verzweifelte Situation schlecht verwalteter Flüchtlinge in Deutschland aufs Korn nimmt, beeindruckt die FAZ und lässt die Zeit ungerührt. Die NZZ sieht Adolph Menzels Bilder dank Werner Busch mit ganz neuen Augen. Die Zeit hört den Klang der Wut des Pianisten James Rhodes.

Vom dunklen Boden der Wirklichkeit

03.02.2016. Die FR folgt staunend Erika Tophovens Geschichte des Hochstaplers und Beckett-Übersetzers Karl Franz Lembke. Die NZZ ist beeindruckt von Kathrin Schärers Bilderbuch über einen schlauen Fuchs und den Tod. Die SZ liest mit Angelika Krebs' "Zwischen Ich und Du" den ersten bedeutenden deutschsprachigen philosophischen Beitrag zu Henry James. Die FAZ empfiehlt die Neuübersetzung des Brontë-Klassikers "Jane Eyre" von Melanie Walz.

Hermeneutisches Wohlwollen

02.02.2016. Die NZZ erlebt in Orhan Pamuks neuem Roman "Diese Fremdheit in mir" den Zerfall Istanbuls. Die FAZ kommt voll auf ihre Kosten mit Gerd Haffmans Sammlung "Die komischen deutschen Erzähler". An Anja Reschkes Band "Und das ist erst der Anfang" zur Flüchtlingspolitik schätzt sie die Verbindung von humanitärer Idee und informiertem Realismus. Die SZ lernt von Ernst Peter Fischer, dass erst seit dem Barock die Nacht nicht nur zum Schlafen da ist.

Nur unironisch ist der Wahnsinn zu goutieren

01.02.2016. Überglücklich ist die SZ, Hector Oesterhelds dystopischen Comic-Klassiker "Eternauta" endlich einmal auf Deutsch lesen zu können. Absolut richtig findet die FAZ, dass Margot Friedlander ihre Erinnerung selbst als Hörbuch eingesprochen hat. Sehr emfpehlen kann sie auch Lesungen von Cervantes und Musil.

Wildkatzen und der Wilde Westen

30.01.2016. Die FR lernt mit Michael Köhlmeiers neuem Roman "Das Mädchen mit dem Fingerhut", wie das Elend aus früheren Jahrhunderten nach Europa zurückkehrt. Die NZZ wagt sich mit Juan S. Guse in die Gated Community Nordelta. Die taz betrachtet Manet mit den Augen Bourdieus. Die Welt liest frühe Erzählungen von Kenzaburo Oe.

Ein paar Striche, nicht zu dick und nicht zu dünn

29.01.2016. Wenn alle Alterswerke so lässig, leicht und stringent daherkämen wie Tito Topins Krimi "Exodus aus Libyen", würde die SZ nichts anderes mehr lesen wollen. Beim Betrachten des Bildbands "Polaroids 1958-1987" staunt sie außerdem, wie ungezwungen und ironiefrei Stars einst vor Andy Warhols Sofortbildkamera traten. Die FAZ begrüßt die kritische "Mein Kampf"-Edition als umfangreichen Beipackzettel und wirksames Gegengift zum Originaltext.

Hinreißend gallig

28.01.2016. Die FAZ reist mit vier Dandys im Tourenwagen Marke Sunbeam durch das Europa zwischen den Weltkriegen. Die NZZ erlebt Russische Revolution und Ersten Weltkrieg aus der Perspektive der exzentrischen Dichterin und religiösen Schwärmerin Sinaida Hippius. Die Zeit staunt über den Diskursrausch, der bei Theoretikern einsetzt, sobald über einem abstrakten Bild der Titel "Birkenau" steht. Die SZ lässt sich von Daniele Giglioli den modernen Opferdiskurs erklären.

Mythisch lyrisch

27.01.2016. Die SZ erliegt der Sprachgewalt Cormac McCarthys selbst in seinem Debüt. Die FAZ genießt die Identitätsspiele in der Ursprungsfassung von Alfred Döblins Roman "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende". Als spannend, witzig, manchmal bitter empfiehlt die NZZ Laszlo Garaczis Roman "Metaxa" über das postkommunistische Budapest. Und von Nicholas Stargardt lernt sie, warum die Deutschen bis zum bitteren Ende im Mai 1945 kämpften.

Techniken der Gewalt

26.01.2016. Immens spannend findet die NZZ, wie Javier Sebastián in "Thallium" postkoloniale Geschichte erzählt. Sehr zu schätzen weiß sie auch die feinen Beobachtungen in Peter Kurzecks Romanfragment "Bis er kommt". Fröstelnd liest die FAZ Boris Sawinkows bereits vielgelobten Terroristen-Roman "Das fahle Pferd". Leonardo Paduras großen Kuba-Roman "Die Palme und der Stern" liest sie dagegen mit gemischten Gefühlen.

Die finstersten Seiten des Menschseins

25.01.2016. Als Protokoll einer menschlichen Degradierung liest die FAZ Sam Hawkens Roman "Kojoten" über den Schmuggel an der texanisch-mexikanischen Grenze. Atemlos verfolgt sie auch Tito Topins abenteuerliche Fluchtgeschichte "Exodus aus Libyen". Die SZ erkundet mit Esther Kinsky und Martin Chalmers die Krim.

Die Pferdefüße des Lebens

23.01.2016. Als amüsantes und scharfsinniges Stück Hornbrillen-Literatur preist die SZ Ben Lerners Roman "22:04". Sehr beeindruckt ist sie auch von Alexander Ilitschewskis geologisch-philosophisch-historisch tiefgründigen Roman "Der Perser". Die taz liest mit großem Vergnügen Western-Comics von Antonio H. Palacios und Tiburce Oger. Und die FAZ empfiehlt Nicholson Bakers kluges, herrlich komisches und grandios übersetztes Buch "Das Regenmobil".

Mit ebenso grausamem wie zärtlichem Blick

22.01.2016. Der Zeitungsstrip lebt!, jubelt die NZZ angesichts der Comic-Sammelbände "Schöne Töchter" von Flix und "The Singles Collection" von Mawil. Die FAZ taucht mit Misha Glenny in den brasilianischen Drogensumpf und besucht mit Rudolf Stumberger "Das kommunistische Amerika". Die FR ist indes schwer beeindruckt von Jim Thompsons Familiensaga "Fürchte den Donner".

Rotkronkraniche rufen im Sumpfland

21.01.2016. Die SZ freut sich über eine Prachtausgabe des altchinesischen Buchs der Lieder in neuer Übersetzung von Rainald Simon. Die FAZ liegt dem Literaturkritiker Handke zu Füßen. Die Zeit saust mit Reisebüchern von Katharina von Arx, Alastair Bonnett und Rainer Wieland durch Länder und Zeiten. Die Welt mischt sich mit Navid Kermani unter Flüchtlinge und Fluchthelfer auf der Balkanroute.

Zwei Scheiben Zwieback

20.01.2016. Edwidge Danticats Roman "Kein anderes Meer" erzählt gerade darum so interessant von Haiti, weil er überall spielen könnte, meint die NZZ. Außerdem empfiehlt die NZZ Max Bronskis leicht überdrehten Krimi "Mad Dog Boogie". Die FAZ erhofft sich mit Shaikh Abdullah Bin Mohammed Al Salmi mehr "Religiöse Toleranz" im Islam. Und sie insitiert, dass James McBride mit dem "Verrückten Tagebuch des Henry Shackleford" nicht nur unterhalten will.

Art of fiction, plus Humor

19.01.2016. Die NZZ geht mit Armin Sensers Gedichten "Liebesleben" der Schönheit des Denkens auf den Grund. Als herrlich poetisches Abenteuer feiert die FAZ Andreas Unterwegers "Gelbe Buch". Die SZ amüsiert sich mit Mai Jias chinesischem Spionagethriller "Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong". NZZ und SZ bewundern zudem Julian Barnes für seine luziden Essays und Autorenporträts "Am Fenster".