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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Liebe in Zeiten postpsychologischer Neurophysiologie

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
27.08.2015. Die SZ lässt sich von Rüdiger Safranski erklären, was Zeit mit uns macht und was wir mit ihr machen. Die FR liest mit Marilynne Robinsons "Lila" den wundersam zarten Roman einer gläubigen Protestantin. Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Jenny Erpenbecks Tatsachenroman "Gehen, ging, gegangen" über die Flüchtlinge auf dem Oranienburger Platz. Die Zeit fährt Tandem mit Clemens Setz.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Jenny Erpenbeck. Gehen, ging, gegangen - Roman. Albrecht Knaus Verlag, 2015.
Albrecht Knaus Verlag, München 2015, ISBN 9783813503708, Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EUR
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das… mehr lesen

Jane Gardam: Ein untadeliger Mann. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Jane Gardam. Ein untadeliger Mann - Roman. Hanser Berlin, 2015.
Hanser Berlin, Berlin 2015, ISBN 9783446249240, Gebunden, 352 Seiten, 22,9 EUR
Aus dem Englischen von Isabel Bogdan. Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel - seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere… mehr lesen
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Frankfurter Rundschau

Marilynne Robinson: Lila. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Marilynne Robinson. Lila - Roman. S. Fischer Verlag, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 9783100024305, Gebunden, 288 Seiten, 21,99 EUR
Aus dem Englischen von Uda Strätling. Lila ist ein Findelkind, das von einer Landstreicherin und Überlebenskünstlerin aufgegriffen wird. Als ungleiche Geschwister ziehen sie durch Amerikas harte Jahre, als… mehr lesen
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Neue Zürcher Zeitung

Andre Gide: Der Griesgram.

Bestellen bei buecher.deCover: Andre Gide. Der Griesgram. Matthes und Seitz Berlin, 2014.
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2014, ISBN 9783957570024, Gebunden, 64 Seiten, 14,90 EUR
Mit Zeichnungen von Nanne Meyer. Aus dem Französischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von Tim Trzaskalik. Ein Griesgram, der namenlose Protagonist dieses abgründigen "äußeren Monologs", stellt in… mehr lesen

Achille Mbembe: Kritik der schwarzen Vernunft.

Bestellen bei buecher.deCover: Achille Mbembe. Kritik der schwarzen Vernunft. Suhrkamp Verlag, 2014.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2014, ISBN 9783518586143, Gebunden, 332 Seiten, 28,00 EUR
Aus dem Französischen von Michael Bischoff. In kraftvollen Linien zeichnet Mbembe die Genese unserer Gegenwart nach, indem er darstellt, wie sich der globale Kapitalismus seit dem Beginn der… mehr lesen
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Süddeutsche Zeitung

Karl Wolfgang Flender: Greenwash, Inc.. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Karl Wolfgang Flender. Greenwash, Inc. - Roman. DuMont Verlag, 2015.
DuMont Verlag, Köln 2015, ISBN 9783832197643, Gebunden, 392 Seiten, 19,99 EUR
Sie haben ein Unternehmen mit problematischem Portfolio? Genmais? Produktion in asiatischen Sweatshops? Kein Problem: Mars & Jung kümmert sich darum. Die Agentur bietet eine ganzheitliche Betreuung, von viralen… mehr lesen

Rüdiger Safranski: Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen

Bestellen bei buecher.deCover: Rüdiger Safranski. Zeit - Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. Carl Hanser Verlag, 2015.
Carl Hanser Verlag, 2015, ISBN 9783446236530, Gebunden, 272 Seiten, 24,9 EUR
Ein Buch über das Leben: Was macht die Zeit mit uns? Und was machen wir aus ihr? Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen. Jenseits der… mehr lesen
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Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Die Welt

Heute leider keine Kritiken!
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Die Zeit

Katharina Hacker: Skip. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Katharina Hacker. Skip - Roman. S. Fischer Verlag, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 9783100300652, Gebunden, 384 Seiten, 21,99 EUR
In der Mitte seines Lebens macht der israelische Architekt Skip Landau eine Erfahrung, die er mit niemandem teilen kann: Eine innere Stimme ruft ihn an Orte, wo wenig… mehr lesen

Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Clemens J. Setz. Die Stunde zwischen Frau und Gitarre - Roman. Suhrkamp Verlag, 2015.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783518424957, Gebunden, 1021 Seiten, 29,95 EUR
Was geschah in der Stunde zwischen Frau und Gitarre? In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im… mehr lesen

Sudhir Venkatesh: Floating City. Gangster, Dealer, Callgirls und andere unglaubliche Unternehmer in New Yorks Untergrundökonomie

Bestellen bei buecher.deCover: Sudhir Venkatesh. Floating City - Gangster, Dealer, Callgirls und andere unglaubliche Unternehmer in New Yorks Untergrundökonomie. Murmann Verlag, 2015.
Murmann Verlag, Hamburg 2015, ISBN 9783867744218, Gebunden, 310 Seiten, 22,00 EUR
Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. New York ist die schwebende Stadt. Mit einem fein gesponnenen Netzwerk zwischen den Wohlhabenden der feinen Gesellschaft und den verzweifelten Immigranten oder… mehr lesen
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Archiv: Bücherschau

Ich liebe die momentane Verstrickung

26.08.2015. Bewegt liest die FAZ Maria Matios' wunderbaren Roman "Mitternachtsblüte", der vom Leben in der untergegangegen Bukowina erzählt. Die NZZ tanzt mit Tom Schulz' den luftig flinken Libellentanz. Auch Jon Mathieus Geschichte des Alpenraums kann sie sehr empfehlen. Als Literatur vom Feinsten preist die taz Clara Pauls Sammlung von Sekundenstories "Überrraschung!".

Narrative Überraschungstaktik

25.08.2015. Die FAZ jubelt vor Freude über Christine Wunnickes schönen Roman "Der Fuchs und Dr. Shimamura": Er erzählt von einem jungen japanischen Arzt, der in Paris unter die Schalatane gerät. Auch Tom Hollands Geschichte der Römischen Republik "Rubikon" hat sie verschlungen. Die NZZ rühmt noch einmal E.L. Doctorow. Die SZ feiert fröhlich Luise Boeges Vampir-Roman "Kaspers Freundin". Und die taz fliegt mit Fazal Sheik über den Negev.

Ein böser Ort

24.08.2015. Bewegt und begeistert liest die FR Wolfgang Pensolds "Geschichte des Fotojournalismus". Die SZ geht mit Henning Ahrens' auf eine Albtraumreise durch Dunkeldeutschland. Traurig auch die unfreien Frauenleben in Gertraud Klemms Roman "Aberland".

Zirkel von Olympiern

22.08.2015. Großartige Ausbeute heute: Geradezu umgehauen ist die SZ von Serhij Zhadans Erzählungen "Mesopotamien" und huldigt dem ukrainischen Autor als Rimbaud von Charkiw. Die Welt liest erschüttert Liliana Corobcas unerbittlich moldawische Erzählung "Der erste Horizont meines Lebens". Die NZZ jubelt über Tomas Espedals "mit existenzialistischer Dringlichkeit" geschriebenes Daseinsbrevier "Wider die Kunst". Die FAZ empfiehlt Katharina Hackers Roman "Skip". Und die taz wagt sich mit Paul-Philipp Hanske und Benedikt Sarreiter auf die andere Seite.

Differenzen nachdenkend auszuhalten

21.08.2015. In der FAZ ist Wolfgang Huber traurig, dass Navid Kermani nur über die katholische Kunst "ungläubig staunen" kann. Außerdem blättert die FAZ fasziniert durch die Kriegsreportagen von Martha Gellhorn, Lee Miller und Margaret Bourke-White. Die SZ stellt einige Kinderbücher vor und vertieft sich in Klaus Heinrichs Vorlesungen über Schinkel und Speer.

Auf leuchtende Weise asketisch

20.08.2015. Die FAZ versenkt sich in Ilija Trojanows neuen Roman über "Macht und Widerstand" im kommunistischen Bulgarien. Außerdem empfiehlt sie einen Band mit Kurzprosa des sibirischen Autors Wiktor Iwaniv. Die FR lernt in Katharina Hackers Roman "Skip" das Unglück kennen. Die NZZ begibt sich mit Giuliano Musios "Scheinwerfen" in die Welt einer parapsychologisch begabten Familie. Die Zeit steckt mit Patrick Modianos Roman "Damit du dich im Viertel nicht verirrst" erneut und gerne die Grenzen der Erinnerung ab.

Pierrot, Mimile und Antoine

19.08.2015. Blauweißrote Bücherschau: Ätzende Wohlstandssenioren, Anarchisten und späte Eifersucht in der französischen Provinz - die FR feiert "Die alten Knacker" als klügsten Comic des Jahres. Die NZZ lernt von Munro Price, warum Napoleon unterging. Die FAZ begibt sich mit Louis Calafertes "Requiem für die Schuldlosen" in das Armenghetto von Lyon.

Handfeste Unübersichtlichkeit

18.08.2015. Mark Lilla treibt der NZZ die Schamesröte ins Gesicht, wenn er in seinen Porträts europäischer Meisterdenker die riesige Kluft zwischen intellektueller und moralischer Potenz aufzeigt. Gebannt folgt die SZ Evan Osnos', der ihr in "Große Ambitionen" die ganze Vielfältigkeit Chinas offenbart. Die taz leistet mit Kölns linker Szene "emanzipatorische Gegenwartsbewältigung". Und die FR begibt sich mit Dror Mishanis "Die Möglichkeit eines Verbrechens" in die kleine graue Hölle einer normalen Familie.

Zeit für einen Radikalen

17.08.2015. Die SZ feiert Pierre Guyotats nach Jahrzehnten endlich ins Deutsche übersetzen Roman "Eden Eden Eden" und mit ihm die große französische Tradition der Überschreitung. Sehr instruktiv findet die FR Volker Perthes' Blick auf "Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen". Die FAZ hat große Freude an Mo Willems' raffiniertem "Buch über uns", in dem auch ein schlaues Schwein und ein melancholischer Elefant auftreten.

Kleine kreative Sprengsätze

15.08.2015. Die Welt bejubelt Hennings Ahrens' Roman "Glantz und Gloria", der ihr eines offenbart: Wenn es um die deutsche Provinz geht, kann es gar nicht irrwitzig genug werden. Als Klassiker aus dem Nichts kanonisiert sie unverzüglich Michail Osrogins Roman "Eine Straße in Moskau" von 1928. Die NZZ rühmt Alain Claude Sulzers Roman "Postscriptum" als große Tragödie des Verschwindens. Lesefreude bereiten ihr auch Xaver Bayers "Geheimnisvolles Knistern aus dem Zauberreich". Und gegen intellektuelle Regression empfiehlt die taz Blaise Pascal.

Blasphemische Revue mit betenden Hunden

14.08.2015. Die FAZ bereitet sich schon mal mit Fritz Schulzes "Kleiner Geschichte Indonesiens" auf die Buchmesse vor. Die taz lernt von Tilman Baumgärtels "Schleifen", wie der Loop in die Popkultur kam. Die SZ lernt Peter Hoeg als Unterhaltungsautor schätzen und frohlockt über den Anarchismus in Hugo Balls "Tenderenda der Phantast".

Ohne Mann und ohne Biologie

13.08.2015. Mit "Der erste fiese Typ" lernt die Zeit eine ganz neue Härte bei Mirandy July kennen, die sie bisher als "Königin der durchtriebenen Weichheit" verehrte. Jochen Missfeldts "Wiedergänger" lässt sie sich als Liebeserklärung an Sylt gefallen. Die taz verlässt auch mit dem "Ende des Donjon" nicht das aberwitzig komplexe Comic-Labyrinth von Mazan, Joann Sfar und Lewis Trondheim. Frohlockend liest die SZ Gary Shteyngarts Lebensgeschichte "Kleiner Versager". Die FAZ versinkt in Guy de Maupassants "Ein Leben".

Zustände der Unschärfe

12.08.2015. Die FR lauscht mit einem Glas Wein in der Hand Nino Vetri Geschichten aus Palermo, wo "Mamas wunderbares Herz" schlägt. Die FAZ lässt sich von Karl Sigmund erzählen, wie der Wiener Kreis die metaphysische Welt aus den Angeln hob. Die SZ liest zwei neue Geschichten Roms. Und die NZZ reist mit Amelie Nothomb nach Japan und lernt dort, "Eine heitere Wehmut" zu genießen.

Auch Angela Merkel kommt aus Afrika

11.08.2015. Sascha Rehs Roman "Gegen die Zeit" über einen deutschen Industriedesigner im Chile Salvador Allendes ist nicht nur packend, sondern auch äußerst lehrreich, staunt die SZ. Außerdem liest sie Kinder- und Jugendbücher aus und über Afrika. Die FAZ ist tief beeindruckt von Matthew Thomas' Roman "Wir sind nicht wir". Und die NZZ begrüßt Krisztina Toths Romandebüt "Aquarium" als Zeichen einer neuen, aufregenden Literatur aus dem ehemaligen Ostblock.

Das Wie muss auch zum Was passen

10.08.2015. Als Strandlektüre ohne Durststrecken empfiehlt die SZ Elif Shafaks historischen Roman "Der Architekt des Sultans". Eher was fürs stille Kämmerlein ist für sie hingegen Regine Ahrems Kunstkopf-Hörspielbearbeitung von Ethel Lina Whites Krimi "Die Wendeltreppe". Die FR tut sich schwer damit, in Peter Fröberg Idlings Roman "Gesang für einen aufziehenden Sturm" Pol Pot als melancholische Hauptfigur einer Dreiecksliebesgeschichte zu akzeptieren.