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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Unleidig, dieses Beppu

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
03.09.2015. Jürgen Theobaldys aus und über Japan begeistern die NZZ. Kompliziert und amüsant, meint die FAZ über den neuen Roman von Clemens Setz. Auch die FR amüsiert sich: mit einem Testamentstreit in Karl-Heinz Otts "Auferstehung". Die Zeit empfiehlt die Strauß-Biografie von Peter Siebenmorgen.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eric Chevillard: Das tapfere Schneiderlein.

Bestellen bei buecher.deCover: Eric Chevillard. Das tapfere Schneiderlein. Diaphanes Verlag, 2015.
Diaphanes Verlag, Zürich 2015, ISBN 9783037344422, Kartoniert, 256 Seiten, 16,95 EUR
Aus dem Französischen von Anne Weber. Es war einmal: eine alte Geschichte, nämlich das Grimm'sche Märchen vom tapferen Schneiderlein, das sich nach der wackeren Abmurksung von nicht weniger… mehr lesen

Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Clemens J. Setz. Die Stunde zwischen Frau und Gitarre - Roman. Suhrkamp Verlag, 2015.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783518424957, Gebunden, 1021 Seiten, 29,95 EUR
Was geschah in der Stunde zwischen Frau und Gitarre? In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Rundschau

Malte Herwig: Die Frau, die Nein sagt. Rebellin, Muse, Malerin - Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso

Bestellen bei buecher.deCover: Malte Herwig. Die Frau, die Nein sagt - Rebellin, Muse, Malerin - Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso. Ankerherz, 2015.
Ankerherz, Hollenstedt 2015, ISBN 9783940138828, Gebunden, 176 Seiten, 29,90 EUR
Für Pablo Picasso blieb sie ein Rätsel, und sie war die einzige Frau, die ihn verließ. Françoise Gilot ist Malerin, Wahrheitssuchende, eine Künstlerin des Lebens. Für manche ist… mehr lesen

Karl-Heinz Ott: Die Auferstehung. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Karl-Heinz Ott. Die Auferstehung - Roman. Carl Hanser Verlag, 2015.
Carl Hanser Verlag, München 2015, ISBN 9783446249097, Gebunden, 352 Seiten, 22,9 EUR
Joschi ist eigentlich Clochard, Jakob ist ein quirliger Fernsehmann, Uli Aussteiger irgendwo zwischen Karl Marx und verlottertem Mönch, und Linda, die Schwester, ist auch im Privatleben eine Macherin.… mehr lesen

Elisabeth Sandmann: Der gestohlene Klimt. Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte

Bestellen bei buecher.deCover: Elisabeth Sandmann. Der gestohlene Klimt - Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte. Elisabeth Sandmann Verlag, 2015.
Elisabeth Sandmann Verlag, München 2015, ISBN 9783938045985, Gebunden, 104 Seiten, 16,95 EUR
Mit zahlreichen Farb- und S/W-Abbildungen. Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante, Adele Bloch-Bauer, ist gebildet, kunstsinnig, avantgardistisch… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Neue Zürcher Zeitung

Dasa Drndic: Sonnenschein. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Dasa Drndic. Sonnenschein - Roman. Hoffmann und Campe Verlag, 2015.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2015, ISBN 9783455405163, Gebunden, 400 Seiten, 24,00 EUR
Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert und Blanka Stipetic. Eine Mutter wartet auf ihren Sohn. 62 Jahre zuvor ist er von den Nazis aus Gorizia in der Nähe… mehr lesen

Jürgen Theobaldy: Hin und wieder hin. Gedichte aus Japan

Bestellen bei buecher.deCover: Jürgen Theobaldy. Hin und wieder hin - Gedichte aus Japan. Peter Engstler Verlag, 2015.
Peter Engstler Verlag, Ostheim / Rhön 2015, ISBN 9783941126664, Kartoniert, 112 Seiten, 16 EUR
An die Dichter. Die Gesichte nicht verlieren, / auch nicht am Biwa-See / mit seinen acht Gesichtern, / freundlich übernommen / vom großen Dongting-See / im fernen Hunan,… mehr lesen
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Süddeutsche Zeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Die Welt

Heute leider keine Kritiken!
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Die Zeit

Martin Amis: Interessengebiet. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Martin Amis. Interessengebiet - Roman. Kein und Aber Verlag, 2015.
Kein und Aber Verlag, Zürich 2015, ISBN 9783036957241, Gebunden, 416 Seiten, 25 EUR
Aus dem Englischen von Werner Schmitz. Es ist Liebe auf den ersten Blick, die Golo Thomsen wie ein Blitz trifft, als er Hannah Doll begegnet. Was wie eine… mehr lesen

Jonathan Franzen: Unschuld. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Jonathan Franzen. Unschuld - Roman. Rowohlt Verlag, 2015.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 9783498021375, Gebunden, 832 Seiten, 26,95 EUR
Aus dem Amerikanischen Englisch von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeld. Die junge Pip Tyler weiß nicht, wer ihr Vater ist. Das ist keineswegs ihr einziges Problem: Sie hat… mehr lesen

David Lagercrantz: Verschwörung. Roman. Millenium 4, nach Stieg Larsson

Bestellen bei buecher.deCover: David Lagercrantz. Verschwörung - Roman. Millenium 4, nach Stieg Larsson. Heyne Verlag, 2015.
Heyne Verlag, München 2015, ISBN 9783453269620, Gebunden, 608 Seiten, 22,99 EUR
Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein. Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Nun geht die Geschichte weiter... mehr lesen

Peter Siebenmorgen: Franz Josef Strauß. Ein Leben im Übermaß

Bestellen bei buecher.deCover: Peter Siebenmorgen. Franz Josef Strauß - Ein Leben im Übermaß. Siedler Verlag, 2015.
Siedler Verlag, München 2015, ISBN 9783827500809, Gebunden, 768 Seiten, 29,99 EUR
Er war viermal Minister, fühlte sich zum Kanzler berufen, aber das mächtigste Amt blieb ihm versperrt. Und doch: Ohne Franz Josef Strauß wäre die Geschichte der Bundesrepublik eine… mehr lesen
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Archiv: Bücherschau

Hautgout eines Familienkrachs

02.09.2015. Die NZZ stürzt sich in die fordernde, aber aufregende Lektüre von Greg Woolfs Geschichte des Römischen Weltreiches. Deutsche Nachkriegsliteratur von Rang lesen FAZ und SZ mit Johannes Bobrowskis Roman "Levins Mühle". Die NZZ bespricht Kinderbücher. Die FAZ ist schockiert: Die Süddeutsche war in ihren Anfangsjahren von Altnazis unterwandert, lernt sie von Knud von Harbou. (Das wäre unter Hermann Josef Abs nicht passiert!)

Ins goldene Licht der Legenden

01.09.2015. Dana Grigorceas Roman "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" wird nun auch in der FAZ gefeiert. In der taz bespricht Philipp Felsch die Tagebücher Michael Rutschkys aus den weit entrückten Achtzigern. Grass' "Vonne Endlichkait" wird von weiteren Kritikern mild abgenickt. Und die SZ hält mit Frans de Waal fest: Der Bonobo hatte schon Moral, als der Mensch die Religion noch gar nicht erfunden hatte.

Ziemlich brutal, aber enorm anziehend

31.08.2015. So düster ist Friedrich Anis neuer Krimi "Der namenlose Tag", dass man ihn am besten bei strahlendem Sonnenschein liest, rät die FAZ. Als packende Lektüre für Fußballfans und -hasser empfiehlt sie außerdem Philip Kerrs Thriller "Der Wintertransfer". Die SZ ist enttäuscht, dass Jenny Erpenbeck das brisante Thema Flüchtlinge in ihrem Roman "Gehen, ging, gegangen" bloß in brave Literatur verarbeitet.

Gestählt und poetisch zugleich

29.08.2015. Ein Herbstwind hebt an. Große Bücher der Saison werden besprochen. Auffällig: Es ist auch ein großer Tag der Essays, denn selbst Oliver Rolins "Der Meteorologe", Clemens Setz' "Die Stunde..." oder Jonathan Franzens "Unschuld" sind essayistische Romane. Essays scheiben auch Bernard Maris über Michel Houellebecq, Byung-Chul Han über das Schöne und Valentin Groebner über "Ich-Plakate". Und was die Rezensentinnen besonders freut: Fast überall steckt Internetkritik drin!

Buddenbrooks der Bronzezeit

28.08.2015. Die FAZ fragt mit der ägyptisch-amerikanischen Autorin Mona Eltahawy: "Warum hasst ihr uns so?". Sie lässt sich von "Überwältigenden Blüten" überwältigen. Und sie begibt sich an den Ursprung der Globalisierung ins Jahr 1177 - und zwar vor Christus. Die SZ entlastet die üblichen Verdächtigen in der Frage, wer Goethes Erotica zensierte. Die FR lernt mit Günter Grass Neues "Vonne Endlichkait".

Liebe in Zeiten postpsychologischer Neurophysiologie

27.08.2015. Die SZ lässt sich von Rüdiger Safranski erklären, was Zeit mit uns macht und was wir mit ihr machen. Die FR liest mit Marilynne Robinsons "Lila" den wundersam zarten Roman einer gläubigen Protestantin. Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Jenny Erpenbecks Tatsachenroman "Gehen, ging, gegangen" über die Flüchtlinge auf dem Oranienburger Platz. Die Zeit fährt Tandem mit Clemens Setz.

Ich liebe die momentane Verstrickung

26.08.2015. Bewegt liest die FAZ Maria Matios' wunderbaren Roman "Mitternachtsblüte", der vom Leben in der untergegangegen Bukowina erzählt. Die NZZ tanzt mit Tom Schulz' den luftig flinken Libellentanz. Auch Jon Mathieus Geschichte des Alpenraums kann sie sehr empfehlen. Als Literatur vom Feinsten preist die taz Clara Pauls Sammlung von Sekundenstories "Überrraschung!".

Narrative Überraschungstaktik

25.08.2015. Die FAZ jubelt vor Freude über Christine Wunnickes schönen Roman "Der Fuchs und Dr. Shimamura": Er erzählt von einem jungen japanischen Arzt, der in Paris unter die Schalatane gerät. Auch Tom Hollands Geschichte der Römischen Republik "Rubikon" hat sie verschlungen. Die NZZ rühmt noch einmal E.L. Doctorow. Die SZ feiert fröhlich Luise Boeges Vampir-Roman "Kaspers Freundin". Und die taz fliegt mit Fazal Sheik über den Negev.

Ein böser Ort

24.08.2015. Bewegt und begeistert liest die FR Wolfgang Pensolds "Geschichte des Fotojournalismus". Die SZ geht mit Henning Ahrens' auf eine Albtraumreise durch Dunkeldeutschland. Traurig auch die unfreien Frauenleben in Gertraud Klemms Roman "Aberland".

Zirkel von Olympiern

22.08.2015. Großartige Ausbeute heute: Geradezu umgehauen ist die SZ von Serhij Zhadans Erzählungen "Mesopotamien" und huldigt dem ukrainischen Autor als Rimbaud von Charkiw. Die Welt liest erschüttert Liliana Corobcas unerbittlich moldawische Erzählung "Der erste Horizont meines Lebens". Die NZZ jubelt über Tomas Espedals "mit existenzialistischer Dringlichkeit" geschriebenes Daseinsbrevier "Wider die Kunst". Die FAZ empfiehlt Katharina Hackers Roman "Skip". Und die taz wagt sich mit Paul-Philipp Hanske und Benedikt Sarreiter auf die andere Seite.

Differenzen nachdenkend auszuhalten

21.08.2015. In der FAZ ist Wolfgang Huber traurig, dass Navid Kermani nur über die katholische Kunst "ungläubig staunen" kann. Außerdem blättert die FAZ fasziniert durch die Kriegsreportagen von Martha Gellhorn, Lee Miller und Margaret Bourke-White. Die SZ stellt einige Kinderbücher vor und vertieft sich in Klaus Heinrichs Vorlesungen über Schinkel und Speer.

Auf leuchtende Weise asketisch

20.08.2015. Die FAZ versenkt sich in Ilija Trojanows neuen Roman über "Macht und Widerstand" im kommunistischen Bulgarien. Außerdem empfiehlt sie einen Band mit Kurzprosa des sibirischen Autors Wiktor Iwaniv. Die FR lernt in Katharina Hackers Roman "Skip" das Unglück kennen. Die NZZ begibt sich mit Giuliano Musios "Scheinwerfen" in die Welt einer parapsychologisch begabten Familie. Die Zeit steckt mit Patrick Modianos Roman "Damit du dich im Viertel nicht verirrst" erneut und gerne die Grenzen der Erinnerung ab.

Pierrot, Mimile und Antoine

19.08.2015. Blauweißrote Bücherschau: Ätzende Wohlstandssenioren, Anarchisten und späte Eifersucht in der französischen Provinz - die FR feiert "Die alten Knacker" als klügsten Comic des Jahres. Die NZZ lernt von Munro Price, warum Napoleon unterging. Die FAZ begibt sich mit Louis Calafertes "Requiem für die Schuldlosen" in das Armenghetto von Lyon.

Handfeste Unübersichtlichkeit

18.08.2015. Mark Lilla treibt der NZZ die Schamesröte ins Gesicht, wenn er in seinen Porträts europäischer Meisterdenker die riesige Kluft zwischen intellektueller und moralischer Potenz aufzeigt. Gebannt folgt die SZ Evan Osnos', der ihr in "Große Ambitionen" die ganze Vielfältigkeit Chinas offenbart. Die taz leistet mit Kölns linker Szene "emanzipatorische Gegenwartsbewältigung". Und die FR begibt sich mit Dror Mishanis "Die Möglichkeit eines Verbrechens" in die kleine graue Hölle einer normalen Familie.

Zeit für einen Radikalen

17.08.2015. Die SZ feiert Pierre Guyotats nach Jahrzehnten endlich ins Deutsche übersetzen Roman "Eden Eden Eden" und mit ihm die große französische Tradition der Überschreitung. Sehr instruktiv findet die FR Volker Perthes' Blick auf "Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen". Die FAZ hat große Freude an Mo Willems' raffiniertem "Buch über uns", in dem auch ein schlaues Schwein und ein melancholischer Elefant auftreten.