Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492072670 Gebunden, 208 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich aus der Welt. Für die siebzehnjährige Jane bekommt das Leben erste Risse. Zu Rita, ihrer Stiefmutter, hat sie eine tiefe Bindung. Und wie soll sie mit einem Krieg umgehen, dessen Gewalt sie nicht begreifen kann? Wird ihre Freundschaft mit Lea dieses abgründige Jahr überdauern? Joachim, ein Analphabet in der Seelenliebe, begegnet dagegen mit Ende sechzig einer unverhofften Liebe, die er nicht hinterfragen muss.
Oje, der Titel scheint eine Finte zu sein. Trost findet Rezensentin Iris Radisch in diesem Roman Angelika Klüssendorfs jedenfalls nicht. Es geht um eine Art riesige Berliner Patchworkfamilie, die nicht miteinander kann, aber sich irgendwie auch braucht, lesen wir. Das könnte Stoff für eine Komödie sein, aber weil die Autorin nun mal Angelika Klüssendorf heißt, wirkt das ganze auf Radisch eher äußerst beklemmend. Aber: muss so sein, findet sie. Und immerhin Humor gibt es durchaus auch, wenn auch eher makabren.
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