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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Der Furor der Fußvolks

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
29.05.2015. Seit Hemingway hat niemand mehr so prägnant um das Eigentliche herumgeschrieben wie Per Petterson, staunt die FAZ. Mit großem Interesse liest sie außerdem Ralf Konersmanns Kulturgeschichte der Unruhe und Christoph Reuters Studie über den "Islamischen Staat". Die FR ist beeindruckt, wie Ulrike Almut Sandig in ihrem "Buch gegen das Verschwinden" den Verlust verdichtet. Und Péter Esterházy stürzt die SZ in vergnügte Verwirrung.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ralf Konersmann: Die Unruhe der Welt.

Bestellen bei buecher.deCover: Ralf Konersmann. Die Unruhe der Welt. S. Fischer Verlag, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2015, ISBN 9783100383006, Gebunden, 464 Seiten, 24,99 EUR
Einst galt die dauerhafte Ruhe als Bedingung von Glück. Heute jedoch wird Unruhe belohnt, das Immer-Unterwegs-Sein, die permanente Veränderung. Der bekannte Kulturphilosoph Ralf Konersmann rekonstruiert, wie die westliche… mehr lesen

Per Petterson: Nicht mit mir. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Per Petterson. Nicht mit mir - Roman. Carl Hanser Verlag, 2014.
Carl Hanser Verlag, München 2014, ISBN 9783446246041, Gebunden, 299 Seiten, 19,90 EUR
Übersetzt aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger. Früher waren Jim und Tommy unzertrennlich. Jim, der Gymnasiast, wuchs bei seiner frommen Mutter ziemlich wohlbehütet auf. Tommy lebte bei einem… mehr lesen

Christoph Reuter: Die schwarze Macht. Der "Islamische Staat" und die Strategen des Terrors

Bestellen bei buecher.deCover: Christoph Reuter. Die schwarze Macht - Der "Islamische Staat" und die Strategen des Terrors. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), 2015.
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2015, ISBN 9783421046949, Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EUR
Nach seinem brutalen Eroberungszug im Jahr 2014 herrscht der "Islamische Staat" heute über mehr als fünf Millionen Menschen und eine Fläche von der Größe Großbritanniens. Er ist weit… mehr lesen
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Frankfurter Rundschau

Ulrike Almut Sandig: Buch gegen das Verschwinden. Geschichten

Bestellen bei buecher.deCover: Ulrike Almut Sandig. Buch gegen das Verschwinden - Geschichten. Schöffling und Co. Verlag, 2015.
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt/Main 2015, ISBN 9783895611889, Gebunden, 208 Seiten, 18,95 EUR
Ein junger Journalist versucht inmitten der Unruhen um den Istanbuler Gezi-Park die Erwartungen seiner Mutter abzuschütteln, die nach dem Mauerfall 1989 das Reisefieber gepackt hat. Ein Wanderer geht… mehr lesen
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Neue Zürcher Zeitung

Ian Curtis: So This Is Permanence. Joy Division. Songtexte und Notizen

Bestellen bei buecher.deCover: Ian Curtis. So This Is Permanence - Joy Division. Songtexte und Notizen. Rowohlt Verlag, 2015.
Rowohlt Verlag, Reinbek 2015, ISBN 9783498008055, Gebunden, 368 Seiten, 22,95 EUR
Herausgegeben von Jon Savage und Deborah Curtis. Aus dem Englischen von Jan Böttcher. Trotz ihres überschaubaren Œuvres gilt Joy Division heute als eine der einflussreichsten Musikformationen aller Zeiten.… mehr lesen
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Süddeutsche Zeitung

Peter Esterhazy: Die Mantel-und-Degen-Version. Einfache Geschichte Komma hundert Seiten

Bestellen bei buecher.deCover: Peter Esterhazy. Die Mantel-und-Degen-Version - Einfache Geschichte Komma hundert Seiten. Hanser Berlin, 2015.
Hanser Berlin, Berlin 2015, ISBN 9783446247789, Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR
Aus dem Ungarischen von Heike Flemming. Was geschieht, wenn Péter Esterházy sich vornimmt, eine einfache Geschichte zu erzählen? Er schreibt einen historischen Roman: Kutschen rauschen, von Spionen verfolgt,… mehr lesen

Anna Woltz: Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess. (ab 10 Jahre)

Bestellen bei buecher.deCover: Anna Woltz. Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess - (ab 10 Jahre). Carlsen Verlag, 2015.
Carlsen Verlag, Hamburg 2015, ISBN 9783551550996, Gebunden, 176 Seiten, 10,99 EUR
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann. Mit Illustrationen von Regina Kehn. Gleich am ersten Tag in den Ferien bricht sich Samuels Bruder den Fuß. Na, das kann ja… mehr lesen
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Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Die Welt

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Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!
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Archiv: Bücherschau

In Kunstlicht getaucht

28.05.2015. In seinen Aufsätzen aus den letzten dreißig Jahren tritt Jaron Lanier der FAZ als ein mit allen Wassern gewaschener Schwejk des digitalen Zeitalters entgegen. Die SZ liest mit großem Interesse Annemarie Webers Roman "Roter Winter" aus dem Jahr 1969. Mit ihren Erinnerungen "Vater, Mutter, Stasi" vergrößert Angela Marquardt den Sprachraum zwischen Verteufelung und DDR-Romantik, freut sich die Zeit. Und die FR ist begeistert von Uwe Kolbes Gedichtband "Gegenreden".

Mit leichter Hand, aber gehörigem Kopfschütteln

27.05.2015. So lehrreich wie lesenswert findet die FAZ Ibon Zubiaurs Geschichte des Baskenlands. FAZ und SZ lesen Schriften der französischen Ethnologin und Widerstandskämpferin Germaine Tillion, die heute in den Panthéon aufgenommen wird. Cord Aschenbrenner gewährt einen faszinierenden Einblick in "Das evangelische Pfarrhaus", freut sich die NZZ . Tief beeindruckt ist sie außerdem von Barbara Lehmanns Roman "Eine Liebe in Zeiten des Krieges".

Der Abstand zwischen normal und besonders

26.05.2015. In höchsten Tönen preist die SZ das Buch "Sintflut", in dem der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze die internationale Nachkriegsordnung bereist nach dem Ersten Weltkrieg beginnen lässt. Die NZZ feiert die Wiederentdeckung von Lafcadio Hearns Roman "Chita" von 1889. Gut gefallen hat ihr auch, wie Meg Wolitzer in "Die Interessanten"  Jugend und Lebenserfahrung nebeneinander stehen lässt. Die FAZ gibt sich William Yeats kraftvoll vorgetragenen Gedichten hin.

Der Ton zu voll, die Wirklichkeit zu echt

23.05.2015. In seinem autobiografischen Roman "Der Ort" beweist Andreas Maier genaue Beobachtungsgabe und sprachliche Meisterschaft, stellt die SZ beeindruckt fest. Die NZZ amüsiert sich prächtig mit "Lucia Binar und die russische Seele" von Vladimir Vertlib. Daniel Gerlach vermittelt der taz höchst beunruhigende Einblicke in den syrischen Bürgerkrieg. Und die FAZ empfiehlt I.J. Kays Roman "Nördlich der Mondberge" als staunenswert spannend und sprachlich stimmig.

Wenn man klein ist, winkt man einfach nur gern

22.05.2015. Als höchst gelungene Kombination von zeitgenössischer Lifestyle- und österreichischer Grantel-Literatur preist die FAZ Isabella Straubs Roman "Das Fest des Windrads". Die SZ staunt über die meisterhafte Kunst der Abschweifung auf kleinstem Raum in den Prosaminiaturen von Klaus Johannes Thies. Und Hans Joachim Schädlich gewährt der faszinierten FR Einblick in das Leben zweier Narren im 18. Jahrhundert.

Vom Logieren innerhalb eines fleischfarbenen Lappens

21.05.2015. Mit "Die Welt voran" stürzt László Krasznahorkai die FAZ in einen Strudel aus Spannung, Beklemmung und Komik. Von Mahmoud Bassiouni lässt sie sich außerdem Ansätze zu einer Versöhnung von Islam und modernen Menschenrechten aufzeigen. Carolin Callies lässt in ihrem Gedichtband "fünf sinne & nur ein besteckkasten" den Körper zu seinem Recht kommen, freut sich die NZZ. Und die Zeit ist hin und weg von Zadie Smith und ihrem Essayband "Sinneswechsel".

Expressionistische Regenbogenqualitäten

20.05.2015. Intellektuellen Phantomschmerz bereiten die posthum veröffentlichten Bände "Technologischer Totalitarismus" und "Ungeheuerliche Neuigkeiten" von Frank Schirrmacher der SZ. Die taz ist verzückt von Tommi Musturis Comic "Das Handbuch der Hoffnung". In "Die Herrscher der Welt" gewährt Bernhard Kegel einen Blick in die Zukunft der Biologie, staunt die faszinierte FAZ. Außerdem preist sie "42,195" von Matthias Politycki als Meilenstein der Marathonliteratur.

Dauerzustand des Diffusen

19.05.2015. Die NZZ ist ganz hingerissen von Catherine Safonoffs Roman "Der Bergmann und der Kanarienvogel", in dem sich eine Frau furchtbar in ihren Psychiater verliebt. Die FR staunt, wie wenig sich Hedwig Pringsheim für die Hochzeit ihrer Tochter Katja mit Thomas Mann interessierte. In der SZ lässt Hans-Martin Tillacks Recherche zur "Lobby-Republik" von einem PR-Berater besprechen, der seine Aufgabe mit unschlagbarer Geschmeidigkeit erfüllt. Und die Welt versinkt mit William McIlvanney in Glasgows Tristesse.

Wirbel und Nebenflüsse

18.05.2015. Die SZ lauscht gebannt Thomas Manns altmodisch tönender Stimme, wenn er seine Romane vorträgt oder den "Deutschen Hörern!" die antifaschistischen Leviten liest. Außerdem begrüßt sie, dass Slavoj Zizek mit "Weniger als nichts" Hegel in der Diskussion hält. Geradezu hellsichtig findet die taz Victor Serges Stalinismus-Roman "Schwarze Wasser". Leicht schwindelig wird der FAZ mit Gianrico Carofiglio und "Am Abgrund aller Dinge".

Ein fast unanständiges Vergnügen

16.05.2015. Die NZZ preist die neuen Übersetzungen von Ismail Kadares osmanischen Erzählungen "Die Schleierkarawane" und Rudyard Kiplings Indien-Roman "Kim". Die Welt huldigt dem Proust der Wetterau, der seine Provinz-Saga mit dem Band "Ort" fortstetzt. Die taz preist Lydia Tschukowskajas Roman "Untertauchen" für seine geistige Freiheit und sprachliche Meisterschaft und freut sich mit Philip Waechter auf den Sommer: "Endlich wieder zelten!"

Philologische Abbitte

15.05.2015. Als außerordentlich hellsichtig empfiehlt die FAZ die "Petersburger Tagebücher", die die Dichterin Sinaida Hippius zwischen 1914 und 1919 führte. Ebenfalls sehr lehrreich findet sie Ursula Krechels Essayband "Stark und leise" über Pionierinnen wie Christine de Pizan und Karoline von Günderrode. Die SZ liest mit großem Interesse zwei autobiografische Romane von Max Brod. Und die FR ist schwer beeindruckt von Leif Randts Science-Fiction-Roman "Planet Magnon".

Liebe ohne Leid ist wie ein Leben ohne Musik

13.05.2015. Nach der Lektüre von Robert Macfarlanes "Karte der Wildnis" geht die FAZ erstmal in einem wilden Gewässer schwimmen. Von Rudi Westendorp lässt sie sich außerdem das Altern in all seiner wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und individuellen Komplexität auseinandersetzen. Die SZ staunt, wie Gila Lustiger in ihrem Krimi "Die Schuld der anderen" den Balanceakt zwischen sozialkritischer Doku und Reißer meistert. Und die Zeit trägt von César Airas Novelle "Wie ich Nonne wurde" ein fiktionales Schleudertrauma davon.

Der Sprache alle Selbstverständlichkeiten austreiben

12.05.2015. Beglückt verliert sich die NZZ in Friedrich Achleitners "wortgesindel" und stößt dort auf heillose Blödelei wie auf Erkenntnis. Ansonsten wird zurückgeblickt: Die FAZ feiert Rudyard Kiplings optimistischen Roman "Kim". Von Adam Tooze lässt sie sich in "Sintflut" erzählen, wie mit dem Ersten Weltkrieg die alte Ordnung hinweggespült wurde. Wie schön und prächtig diese doch war, liest die SZ noch einmal in Miklos Banffys Siebenbürgen-Trilogie nach, deren dritter Band "In Stücke gerissen" jetzt erschienen ist.

Blamage des Lebens

11.05.2015. Montags möchte die Literaturkritik lieber nicht mehr. Immerhin liest die FR Jan Brandts lakonische Literaturbetriebssatire "Tod in Turin", findet sie aber überhaupt nicht komisch, sondern todtraurig. Die FAZ verabreicht sich mit dem Jahrbuch "Ordo" die Mindestdosis Ordoliberalismus.

Das Gift der Träume

09.05.2015. Die Welt erlebt mit dem Debattenband "Technologischer Totalitarismus" noch einmal Frank Schirrmachers katastrophisches Sensorium. Als Dokufictionthrilleressayroman feiert sie Merle Krögers Mittelmeer-Roman "Havarie". Die SZ lauscht Michael Degens Nachtgespräch mit dem "traurigen Prinzen" Oskar Werner. Die FAZ streift mit Clemens Wimmers "Lustwald, Beet und Rosenhügel" durch die Geschichte der Gartenkultur. Die taz kapituliert vor Stefano D'Arrigos Großwerk "Horcynus Orca".