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09.08.2023 Hymnisch bespricht die FR Tatiana Tibuleacs Roman "Der Garten aus Glas", der das schwere Leben in Chisinau zu Gorbatschow- und Tschernobyl-Zeiten erzählt. Die FAZ liest einen Erzählungsband des kurdischen Oppositionspolitikers Selahattin Demirtaş, der zur Zeit im Gefängnis sitzt. Außerdem graut ihr vorm Antiamerikanismus der Dorothee Sölle. Die Graphic Novel "Lose Blätter" von Alexandre Clerisse ist ein Meisterwerk, versichert die taz.

08.08.2023 Endlich wieder ein neuer Roman von Andrzej Stasiuk, jubelt die NZZ, und was für einer! Die taz amüsiert sich prächtig mit Nicolas Mahlers Graphic Novel über Akira Kurosawa. Der Dlf freut sich über die Leichtigkeit, mit der Deborah Levy in "Augustblau" die Geschichte eines musikalischen Wunderkindes erzählt. Dlf Kultur versenkt sich mit Marc-Antoine Mathieus kafkaeskem Comic "Deep me" in den Kopf eines Wachkomapatienten.

07.08.2023 Die FR reist mit Stephan Lohses Roman "Das Summen unter der Haut" zurück in den Sommer des Jahres 1977 und erlebt eine zarte Teenager-Liebe. Die FAZ ergründet mit Angela Sainis neuem Buch die Ursprünge patriarchaler Herrschaft. Die taz springt mit Manuele Fiors Graphic Novel aus dem Berlin der Nachwendezeit ins Ägypten der 1920er Jahre. Die SZ empfiehlt einen Band zur Demokratiegeschichte der Weimarer Republik.

05.08.2023 Die FAS freut sich über die Neuübersetzung von Richard Adams hochaktuellem Umwelt-Roman "Unten am Fluss". Die FAZ liest mit Spannung Julia Ebners Buch über Verschwörungtheorien. Die taz feiert den "galligen Sarkasmus", mit dem Guillaume Paoli über den Niedergang der Menschheit schreibt. Die SZ ist schwer beeindruckt von Yevgniy Breygers Gedichtband "Frieden ohne Krieg".

04.08.2023 Die FAZ begibt sich auf Zeitreise mit drei Romanen, die erst Ende August erscheinen: Ilija Trojanow führt uns mit einer KI-Figur durch die Epochen, Stephanie Bart denkt sich in "Erzählung zur Sache" in die Ideenwelt von Gudrun Ensslin hinein. Dlf Kultur blickt derweil mit Annika Joeres und Susanne Götze in eine finstere Zukunft ohne Wasser. Mit McKenzie Warks autofiktionaler Erzählung über eine Transition wandelt er auf dem schmalen Grat zwischen Pornografie und Philosophie und mit Kim Chakanetsa und Mayowa Alabi reist er bis Nollywood.

03.08.2023 Emmanuel Carrère erzählt in seiner Gerichtsreportage "V13" vom Prozess gegen die islamistischen Attentäter auf das Bataclan: die SZ ist zutiefst ergriffen von Carrères monumentaler Leistung, die von einer selbstkritischen Allsympathie unterlegt ist, die selbst die Attentäter einschließt. Auch Zeit und Dlf Kultur sind voll des Lobs. Die FAZ liest mit Marie Vieux-Chauvets "Der Tanz auf dem Vulkan" den ersten Roman, der von der Revolution der Sklaven und der ersten freien Republik Haitis erzählt. Der Dlf lernt aus Peter Terrins kleinem feinen Roman "Alles Blau der Welt" wie gefährdet die Liebe zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau ist.

02.08.2023 Die FAZ empfiehlt wärmstens Franziska Thun-Hohensteins Schalamow-Biografie "Das Leben schreiben" und taucht ein in die Geschichte der Maori mit Tina Makeretis Roman "In der Tiefe der Wurzel beginnt ein Singen". Die SZ erweitert ihr Bewusstsein mit einer neurotischen Konzertpianistin in Deborah Levys "Augustblau". Und mit Hilfe von Wolfgang Kemp spürt sie der rationalistischen Philosophie hinter Rembrandts barocken Täuschungen nach. Die taz vertieft sich in Antony Penroses Biografie seiner Mutter, der Kriegsreporterin Lee Miller.

01.08.2023 Die SZ verneigt sich vor der unbestechlichen Brillanz Ruth Klügers, der der Wallstein Verlag mit zwei Essay-Bänden huldigt. In Meir Shalevs Roman "Erzähl's nicht deinem Bruder" entdeckt sie die ganz großen Dinge hinter den Dramen. Die FAZ lobt die "sinnesimpressionistische Feintüpfelung" in Nico Bleutges "schlafbaum-variationen". Und Dlf Kultur lässt sich von Iris Murdochs Essay "Die Souveränität des Guten" die Augen öffnen.

31.07.2023 Die SZ verweilt mit Cees Nootebooms Essay "In den Bäumen blühen Steine" bei den elementaren Dingen des Lebens. Die FAZ freut sich über Martin Janners charmante Anleitung zur Rettung des Waldes. Die taz ist gefesselt von Kim Koplins romantischem Thriller "Die Guten und die Toten." Die NZZ liest überzeugt und ernüchtert Olaf Kühls "Z. Kurze Geschichte Russlands".

29.07.2023 Die FAZ streift mit Martin Huber und Wolfgang Straub durch Thomas Bernhards Wien. Die FR ist stark beeindruckt, wenn Gerd Koenen über Russland nachdenkt. Die SZ vertieft sich in Necati Öziris Roman "Vatermal". Die taz spürt den heiligen Zorn in Christian Geisslers wiederentdecktem Roman "Anfrage", der 1960 die Verdrängung der Nazi-Verbrechen beschrieb. Dlf Kultur fordert mit The Tjong-Khing, allen Vierjährigen (und allen Erwachsenen): Torte für alle!