8043 Bücherschauen - Seite 106 von 805

06.01.2023 Die FAZ ist überrascht vom Reichtum der Themen und Texte in den nun erschienenen Gesammelten Schriften der Schriftstellerin und Philosophin Margarete Susmann. Fasziniert liest sie auch, wie sich Roger Caillois in den dreißiger Jahren dem Mythos näherte. Die FR staunt, wie Linn Penelope Micklitz in "Abraum, Schilfern" die Gegenwart literarisch häutet. Der Dlf blickt mit Donald Antrim in die Abgründe der Psychiatrie. Und Dlf Kultur freut sich über den Optimismus, den Barbara F. Walter in ihrem Buch über die Instabilität von Demokratien trotz allem verbreitet.

05.01.2023 Dlf Kultur taucht mit Jose Ovejeros Roman "Aufstand" tief ein in das von Wohnungsnot und Jugendarbeitslosigkeit geprägte Madrid von heute. Die Zeit lernt aus Sarah Crossans Jugendroman "Toffee", wie man auch im falschen Leben glücklich sein kann. Die FR hört gern zu, wenn Annie Dillard einen Stein zum Sprechen bringt. Die FAZ stellt zwei hochkomplexe graphic novels von Jordan Crane und Nick Drnaso vor sowie einen multiperspektivischen Essay von Luka Holmegaard über nichtbinäre Kleidung.

04.01.2023 Die FAZ unternimmt mit Nadia Budde und Claudia Kühn einen liederlichen Streifzug durch die Welt der Paare. Dlf Kultur begleitet Raynor Winn mit ihrem Ehemann "Überland" auf dem härtesten Wanderweg Britanniens. Die taz lässt sich vom "Comicverführer" Timur Vermes umgarnen. Die SZ liest Proust mit Roland Barthes.

03.01.2023 Die FAZ erhält in Annett Meiritz' und Juliane Schäubles Buch über konservative Amerikanerinnen Einblicke in eine für sie unvorstellbare Welt. Mit Sara Rukaj rechnet sie gepfeffert mit der organisierten Weinerlichkeit von Genderfeministinnen ab. Die SZ folgt Nick Drnasos Rattenfänger durch die Pandemie. Die taz verdankt Helmut Philipps ein unverzichtbares Standardwerk über die Geschichte des Dub. Und der Dlf Kultur lauscht dem Wind in Tatsuo Horis Novelle über das Sterben.

02.01.2023 Der Dlf imaginiert mit Sandra Kegel die weibliche Geschichte der literarischen Moderne. Die SZ wappnet sich fürs kommende Jahr mit einem ganzen Stapel neuer Bücher über 1923. Gebannt verfolgt sie auch, wie sich die Schweiz zu Europa stellt. Der DlfKultur amüsiert sich mit Quim Monzós Kunstbetriebssatire „Benzin“. Die FAZ liest mit Vergnügen Sally McGranes Räuberpistole "Die Hand von Odessa", die sie in die noch friedliche Metropole am Schwarzen Meer verschlägt.

31.12.2022 Die FAZ lässt sich gut gelaunt von Claus-Steffen Mahnkopf "Die Kunst des Komponierens" erklären - bis er zur Popmusik kommt. Die FR verfällt dem Sound der melancholischen Prosa Cormac McCarthys. Die taz freut sich, dass mit "Die Unsichtbaren" endlich auch mal die höchst erfolgreichen weiblichen Spione gewürdigt werden. Dlf Kultur taucht ab mit Monique Roffeys "Meerjungfrau von Black Conch". Die NZZ beugt sich anlässlich des 100. Todestags von Jaroslav Hašek noch einmal über dessen Schwejk.

30.12.2022 Die FAZ geht mit Hans von Trotha den Spuren des französischen Gartenbaus nach. Die FR lernt von Günther Rühle: „Theater muss wehtun!“ Dlf Kultur reist mit Doreen Cunningham in die Arktis und lauscht dem Gesang in den Meeren. Von Nikole Hannah-Jones lässt er sich die Geschichte der USA noch einmal ganz neu unter Einbezug der Sklaverei erzählen.

29.12.2022 Triumphiert die Kunst letzten Endes über das Leben oder ist es umgekehrt? Eine Frage, die die FAZ bei der Lektüre von Tatsuo Horis Novelle "Der Wind erhebt sich" beschäftigt. Die FR vertieft sich mit roten Ohren in Ben Wilsons Weltgeschichte der Metropolen. Die NZZ empfiehlt wärmstens Zigmunds Skujins Roman von 1984, "Das Bett mit dem goldenen Bein", der im Rahmen einer Familiengeschichte auch die bewegte Geschichte Lettlands schildert. Außerdem amüsiert sie sich mit Noëlle Gogniats Roman "So ist es eben", der Freunde und Gegner der Veggie-Fraktion im Mikrokosmos eines Dorfs aufeinander prallen lässt.

28.12.2022 Die FAZ lernt aus Marco Tamborinis "Entgrenzung", dass Natur und Technik keine Gegensätze sind. Großes Leseglück erlebt die SZ mit Jean Malaquais' Roman "Planet ohne Visum", der lebensprall vom Marseille des Jahres 1942 erzählt. Lob gibt's auch für die Essays von Norbert Miller über "Die künstlichen Paradiese". Dlf Kultur amüsiert sich mit dem Thriller "Lupus Noctis".

27.12.2022 Der Dlf annonciert zwei Großwerke über Thomas Mann: Dieter Borchmeyers gravitätische Monografie "Werk und Zeit" sowie Hanjo Kestings pointierte Schrift "Glanz und Qual". Der DlfKultur liest mit Vergnügen Dino Pesuts Abrechnung mit dem kroatischen Bürgertum "Daddy Issues". Die FR freut sich über Günter Grass' postum entdeckte Erzählung "Figurenstehen", eine Liebeserklärung an die Uta von Naumburg. FAZ und SZ nehmen sich eine schwere Kiste voller Kinderbücher vor - über die Freundschaft, den Krieg und einen Prinzesserich namens Rusalko.