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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Ziemlich brutal, aber enorm anziehend

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
31.08.2015. So düster ist Friedrich Anis neuer Krimi "Der namenlose Tag", dass man ihn am besten bei strahlendem Sonnenschein liest, rät die FAZ. Als packende Lektüre für Fußballfans und -hasser empfiehlt sie außerdem Philip Kerrs Thriller "Der Wintertransfer". Die SZ ist enttäuscht, dass Jenny Erpenbeck das brisante Thema Flüchtlinge in ihrem Roman "Gehen, ging, gegangen" bloß in brave Literatur verarbeitet.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Friedrich Ani: Der namenlose Tag. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Friedrich Ani. Der namenlose Tag - Roman. Suhrkamp Verlag, 2015.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783518424872, Gebunden, 301 Seiten, 19,95 EUR
Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ist seit zwei Monaten im Ruhestand und glaubt nun, ein Leben jenseits der Toten beginnen zu können. Vor zwanzig Jahren hatte er sieben Stunden, ohne… mehr lesen

Philip Kerr: Der Wintertransfer. Thriller

Bestellen bei buecher.deCover: Philip Kerr. Der Wintertransfer - Thriller. Tropen Verlag, 2015.
Tropen Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 9783608501384, Gebunden, 425 Seiten, 14,95 EUR
Aus dem Englischen von Axel Merz. Scott Manson hasst Weihnachten: volle Spielpläne, die Hektik der Transfergeschäfte im Januar und Fußballspieler, die nur Drogen und Partys im Kopf haben.… mehr lesen

Renee Knight: Deadline. Psychologischer Spannungsroman

Bestellen bei buecher.deCover: Renee Knight. Deadline - Psychologischer Spannungsroman. Goldmann Verlag, 2015.
Goldmann Verlag, München 2015, ISBN 9783442314065, Gebunden, 352 Seiten, 12,99 EUR
Aus dem Englischen von Andreas Jäger. Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Rundschau

Heute leider keine Kritiken!
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Neue Zürcher Zeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Süddeutsche Zeitung

Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Jenny Erpenbeck. Gehen, ging, gegangen - Roman. Albrecht Knaus Verlag, 2015.
Albrecht Knaus Verlag, München 2015, ISBN 9783813503708, Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EUR
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Welt

Heute leider keine Kritiken!
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!
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Archiv: Bücherschau

Gestählt und poetisch zugleich

29.08.2015. Ein Herbstwind hebt an. Große Bücher der Saison werden besprochen. Auffällig: Es ist auch ein großer Tag der Essays, denn selbst Oliver Rolins "Der Meteorologe", Clemens Setz' "Die Stunde..." oder Jonathan Franzens "Unschuld" sind essayistische Romane. Essays scheiben auch Bernard Maris über Michel Houellebecq, Byung-Chul Han über das Schöne und Valentin Groebner über "Ich-Plakate". Und was die Rezensentinnen besonders freut: Fast überall steckt Internetkritik drin!

Buddenbrooks der Bronzezeit

28.08.2015. Die FAZ fragt mit der ägyptisch-amerikanischen Autorin Mona Eltahawy: "Warum hasst ihr uns so?". Sie lässt sich von "Überwältigenden Blüten" überwältigen. Und sie begibt sich an den Ursprung der Globalisierung ins Jahr 1177 - und zwar vor Christus. Die SZ entlastet die üblichen Verdächtigen in der Frage, wer Goethes Erotica zensierte. Die FR lernt mit Günter Grass Neues "Vonne Endlichkait".

Liebe in Zeiten postpsychologischer Neurophysiologie

27.08.2015. Die SZ lässt sich von Rüdiger Safranski erklären, was Zeit mit uns macht und was wir mit ihr machen. Die FR liest mit Marilynne Robinsons "Lila" den wundersam zarten Roman einer gläubigen Protestantin. Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Jenny Erpenbecks Tatsachenroman "Gehen, ging, gegangen" über die Flüchtlinge auf dem Oranienburger Platz. Die Zeit fährt Tandem mit Clemens Setz.

Ich liebe die momentane Verstrickung

26.08.2015. Bewegt liest die FAZ Maria Matios' wunderbaren Roman "Mitternachtsblüte", der vom Leben in der untergegangegen Bukowina erzählt. Die NZZ tanzt mit Tom Schulz' den luftig flinken Libellentanz. Auch Jon Mathieus Geschichte des Alpenraums kann sie sehr empfehlen. Als Literatur vom Feinsten preist die taz Clara Pauls Sammlung von Sekundenstories "Überrraschung!".

Narrative Überraschungstaktik

25.08.2015. Die FAZ jubelt vor Freude über Christine Wunnickes schönen Roman "Der Fuchs und Dr. Shimamura": Er erzählt von einem jungen japanischen Arzt, der in Paris unter die Schalatane gerät. Auch Tom Hollands Geschichte der Römischen Republik "Rubikon" hat sie verschlungen. Die NZZ rühmt noch einmal E.L. Doctorow. Die SZ feiert fröhlich Luise Boeges Vampir-Roman "Kaspers Freundin". Und die taz fliegt mit Fazal Sheik über den Negev.

Ein böser Ort

24.08.2015. Bewegt und begeistert liest die FR Wolfgang Pensolds "Geschichte des Fotojournalismus". Die SZ geht mit Henning Ahrens' auf eine Albtraumreise durch Dunkeldeutschland. Traurig auch die unfreien Frauenleben in Gertraud Klemms Roman "Aberland".

Zirkel von Olympiern

22.08.2015. Großartige Ausbeute heute: Geradezu umgehauen ist die SZ von Serhij Zhadans Erzählungen "Mesopotamien" und huldigt dem ukrainischen Autor als Rimbaud von Charkiw. Die Welt liest erschüttert Liliana Corobcas unerbittlich moldawische Erzählung "Der erste Horizont meines Lebens". Die NZZ jubelt über Tomas Espedals "mit existenzialistischer Dringlichkeit" geschriebenes Daseinsbrevier "Wider die Kunst". Die FAZ empfiehlt Katharina Hackers Roman "Skip". Und die taz wagt sich mit Paul-Philipp Hanske und Benedikt Sarreiter auf die andere Seite.

Differenzen nachdenkend auszuhalten

21.08.2015. In der FAZ ist Wolfgang Huber traurig, dass Navid Kermani nur über die katholische Kunst "ungläubig staunen" kann. Außerdem blättert die FAZ fasziniert durch die Kriegsreportagen von Martha Gellhorn, Lee Miller und Margaret Bourke-White. Die SZ stellt einige Kinderbücher vor und vertieft sich in Klaus Heinrichs Vorlesungen über Schinkel und Speer.

Auf leuchtende Weise asketisch

20.08.2015. Die FAZ versenkt sich in Ilija Trojanows neuen Roman über "Macht und Widerstand" im kommunistischen Bulgarien. Außerdem empfiehlt sie einen Band mit Kurzprosa des sibirischen Autors Wiktor Iwaniv. Die FR lernt in Katharina Hackers Roman "Skip" das Unglück kennen. Die NZZ begibt sich mit Giuliano Musios "Scheinwerfen" in die Welt einer parapsychologisch begabten Familie. Die Zeit steckt mit Patrick Modianos Roman "Damit du dich im Viertel nicht verirrst" erneut und gerne die Grenzen der Erinnerung ab.

Pierrot, Mimile und Antoine

19.08.2015. Blauweißrote Bücherschau: Ätzende Wohlstandssenioren, Anarchisten und späte Eifersucht in der französischen Provinz - die FR feiert "Die alten Knacker" als klügsten Comic des Jahres. Die NZZ lernt von Munro Price, warum Napoleon unterging. Die FAZ begibt sich mit Louis Calafertes "Requiem für die Schuldlosen" in das Armenghetto von Lyon.

Handfeste Unübersichtlichkeit

18.08.2015. Mark Lilla treibt der NZZ die Schamesröte ins Gesicht, wenn er in seinen Porträts europäischer Meisterdenker die riesige Kluft zwischen intellektueller und moralischer Potenz aufzeigt. Gebannt folgt die SZ Evan Osnos', der ihr in "Große Ambitionen" die ganze Vielfältigkeit Chinas offenbart. Die taz leistet mit Kölns linker Szene "emanzipatorische Gegenwartsbewältigung". Und die FR begibt sich mit Dror Mishanis "Die Möglichkeit eines Verbrechens" in die kleine graue Hölle einer normalen Familie.

Zeit für einen Radikalen

17.08.2015. Die SZ feiert Pierre Guyotats nach Jahrzehnten endlich ins Deutsche übersetzen Roman "Eden Eden Eden" und mit ihm die große französische Tradition der Überschreitung. Sehr instruktiv findet die FR Volker Perthes' Blick auf "Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen". Die FAZ hat große Freude an Mo Willems' raffiniertem "Buch über uns", in dem auch ein schlaues Schwein und ein melancholischer Elefant auftreten.

Kleine kreative Sprengsätze

15.08.2015. Die Welt bejubelt Hennings Ahrens' Roman "Glantz und Gloria", der ihr eines offenbart: Wenn es um die deutsche Provinz geht, kann es gar nicht irrwitzig genug werden. Als Klassiker aus dem Nichts kanonisiert sie unverzüglich Michail Osrogins Roman "Eine Straße in Moskau" von 1928. Die NZZ rühmt Alain Claude Sulzers Roman "Postscriptum" als große Tragödie des Verschwindens. Lesefreude bereiten ihr auch Xaver Bayers "Geheimnisvolles Knistern aus dem Zauberreich". Und gegen intellektuelle Regression empfiehlt die taz Blaise Pascal.

Blasphemische Revue mit betenden Hunden

14.08.2015. Die FAZ bereitet sich schon mal mit Fritz Schulzes "Kleiner Geschichte Indonesiens" auf die Buchmesse vor. Die taz lernt von Tilman Baumgärtels "Schleifen", wie der Loop in die Popkultur kam. Die SZ lernt Peter Hoeg als Unterhaltungsautor schätzen und frohlockt über den Anarchismus in Hugo Balls "Tenderenda der Phantast".

Ohne Mann und ohne Biologie

13.08.2015. Mit "Der erste fiese Typ" lernt die Zeit eine ganz neue Härte bei Mirandy July kennen, die sie bisher als "Königin der durchtriebenen Weichheit" verehrte. Jochen Missfeldts "Wiedergänger" lässt sie sich als Liebeserklärung an Sylt gefallen. Die taz verlässt auch mit dem "Ende des Donjon" nicht das aberwitzig komplexe Comic-Labyrinth von Mazan, Joann Sfar und Lewis Trondheim. Frohlockend liest die SZ Gary Shteyngarts Lebensgeschichte "Kleiner Versager". Die FAZ versinkt in Guy de Maupassants "Ein Leben".