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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Das Zivilisationsmoment schlechthin

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
03.08.2015. Die SZ lernt mit Ralf Konersmann, die Unruhe als Voraussetzung für Erkenntnis und Kultur zu schätzen. Die Welt liest Charbs "Brief an die Heuchler" voller Trauer und Wut. Die FAZ lässt sich mit Freude von Thomas Kling Gedichte um die Ohren hauen und lauscht hingerissen den saftigen "Legenden von Rübezahl".
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Andrea Hirata: Der Träumer. 5 CDs

Bestellen bei buecher.deCover: Andrea Hirata. Der Träumer - 5 CDs. Hörbuch Hamburg, 2015.
Hörbuch Hamburg, Hamburg 2015, ISBN 9783899039368, CD, 19,99 EUR
5 CDs mit 327 Minuten Laufzeit. Aus dem Indonesischen von Peter Sternagel. Man kann alles schaffen, wenn man an seinen Träumen festhält. Kaum ein Autor verkörpert dieses Credo… mehr lesen

Thomas Kling: Die gebrannte Performance. Lesungen und Gespräche. Ein Hörbuch (4 CDs)

Bestellen bei buecher.deCover: Thomas Kling. Die gebrannte Performance - Lesungen und Gespräche. Ein Hörbuch (4 CDs). Lilienfeld Verlag, 2015.
Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2015, ISBN 9783940357496, CD, 24,90 EUR
Herausgegeben von Ulrike Janssen und Norbert Wehr. Spielzeit: 250 Minuten. Der Auftritt vor Publikum war für Thomas Kling eine "hochwichtige Angelegenheit", und drei Faktoren waren dabei entscheidend. Zuerst… mehr lesen

Johann Karl August Musäus: Legenden von Rübezahl. Ungekürzte Lesung (1 mp3-CD)

Bestellen bei buecher.deCover: Johann Karl August Musäus. Legenden von Rübezahl - Ungekürzte Lesung (1 mp3-CD). Der Audio Verlag (DAV), 2015.
Der Audio Verlag (DAV), 2015, ISBN 9783862315697, Gebunden, 10,00 EUR
1 mp3-CD mit 205 Minuten Laufzeit. Ungekürzte Lesung mit Otto Mellies. Im Riesengebirge, wo der ewige Schnee die Gipfel bedeckt, wohnt ein grimmiger Mann mit langem Bart. Rübezahl… mehr lesen
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Frankfurter Rundschau

Boris von Brauchitsch: Berlin. Der Friedhofsführer. Wegweiser zu 50 historischen Friedhöfen

Bestellen bei buecher.deCover: Boris von Brauchitsch. Berlin. Der Friedhofsführer - Wegweiser zu 50 historischen Friedhöfen. Edition Braus, 2015.
Edition Braus, Berlin 2015, ISBN 9783862281169, Gebunden, 224 Seiten, 18,00 EUR
Keine Stadt der Welt ist mit Friedhöfen so reich gesegnet wie Berlin. Einige der 224 Berliner Friedhöfe sind seit Jahren ungenutzt und vergessen, manche umgewandelt in Parks oder… mehr lesen
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Neue Zürcher Zeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Süddeutsche Zeitung

Ralf Konersmann: Die Unruhe der Welt.

Bestellen bei buecher.deCover: Ralf Konersmann. Die Unruhe der Welt. S. Fischer Verlag, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2015, ISBN 9783100383006, Gebunden, 464 Seiten, 24,99 EUR
Einst galt die dauerhafte Ruhe als Bedingung von Glück. Heute jedoch wird Unruhe belohnt, das Immer-Unterwegs-Sein, die permanente Veränderung. Der bekannte Kulturphilosoph Ralf Konersmann rekonstruiert, wie die westliche… mehr lesen
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Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Die Welt

Charb: Brief an die Heuchler. Und wie sie den Rassisten in die Hände spielen

Bestellen bei buecher.deCover: Charb. Brief an die Heuchler - Und wie sie den Rassisten in die Hände spielen. Klett-Cotta Verlag, 2015.
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 9783608502299, Broschiert, 96 Seiten, 12,00 EUR
Aus dem Französischen von Werner Damson. Erhellend, witzig, ironisch, sarkastisch, polemisch - CHARB zieht alle Register seines satirischen Talents, um seine radikale Auffassung von Meinungsfreiheit gegen die Heuchler… mehr lesen
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Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!
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Archiv: Bücherschau

Tiere sehen dich an

01.08.2015. Die Welt schöpft mit Wladimir Sorokins dystopischen Roman "Telluria" Hoffnung: Vielleicht hat die Zukunft ja doch Humor! Sehr empfehlen kann sie zudem Zora del Buonos präzis-poetische Novelle "Gotthard" und Friedrich Anis klugen Kriminalroman "Der namenlose Tag". Die FR erforscht mit Lily Kings "Euphoria" die wissenschaftliche und erotische Konkurrenz unter Anthropologen. Die FAZ liest Thomas Machos Essay über "Schweine". Die taz geht mit Tjark Kunstreichs "Dialektik der Abweichung" einem Unbehagen in der homosexuellen Emanzipation auf den Grund.

Sympathie für Bügelfalte und Oberhemd

31.07.2015. Mit der Neuauflage des 1933 von den Nazis verbrannten Romans "Ruhe und Ordnung" ermöglicht der Hasenverlag die lohnende Wiederentdeckung von Ernst Ottwalt, freut sich die SZ. Haru Hamanakas Wissenschaftsgeschichte der Lichtenbergischen Figuren lässt die FAZ über Natur und Geist, Funktion und Zauber nachdenken. Und die FR lässt sich von Christoph Türcke und Franco Berardi in die Philosophie und Poesie des Geldes einführen.

Moll der Erinnerung

30.07.2015. Zum siebzigsten Geburtstag von Patrick Modiano lesen alle seinen neuen Roman "Damit du dich im Viertel nicht verirrst" und fühlen sich in seiner unverwechselbar melancholischen Stimmung sofort zuhause. Popliteratur lebt!, jubelt die FAZ über Karl Wolfgang Flenders Debütroman "Greenwash, Inc." Und die Zeit trauert nach der Lektüre von "In Andrews Kopf" erst recht um E.L. Doctorow.

Hinter den Blütenständen schäkert die Frühjahrsnymphe

29.07.2015. Mit "Der Untergang Barcelonas" hat Albert Sánchez Piñol einen veritablen Pageturner in der Tradition spanischer Abenteuerliteratur vorgelegt, freut sich die NZZ. Die FR informiert sich bei Ulf Jonak über "Architekturwahrnehmung" und bei Avempace "Über das Ziel des menschlichen Lebens". Und die SZ empfiehlt die mit dem vierten Band abgeschlossene Comicreihe "Blast" von Manu Larcenet als ein Meisterstück der modernen Melancholie.

Auf der Quasselinsel

28.07.2015. Schartig wie die Trümmer seiner Heimat findet die NZZ Hassan Blasims groteske Geschichten aus dem Irak "Der Verrückte vom Freiheitsplatz". Vergnügt durchlebt sie mit Lizzie Dorons "Who the Fuck is Kafka?" israelische und palästinensische Neurosen. Die FR geht mit Stephan Wackwitz' Erinnerungen an seine Mutter durch die harte Theorieschule der Siebziger. Großartig findet die SZ Newton Thornburgs todtraurigen, ohne jede Larmoyanz erzählten Noir-Klassiker "Cutter und Bone".

Der Wettstreit zwischen Einbildung und Wirklichkeit

27.07.2015. Die FAZ stürzt sich vergnügt mit William Shaws "Kings of London" in die Subkultur der Sixties, auf die der Kolonialismus bereits seinen Schatten wirft. Die SZ würdigt David Nirenbergs Geschichte des westlichen Antijudaismus. Die FR geht mit Albert Ostermaiers Roman "Lenz im Libanon" streng ins Gericht.

Sprung in die Welt

25.07.2015. Die NZZ stellt Literatur von den Färöer-Inseln vor. Die FAZ empfiehlt Lily Kings "Euphoria", eine literarische Lebensgeschichte der Ethnologin Margaret Mead. Die SZ findet in Udo Bermbachs Band über Houston Stewart Chamberlain, einem Vordenker des Nationalsozialismus, reichlich Diskussionsstoff. Die taz feiert Ulrich Peltzers "Das bessere Leben". Die Welt warnt: Peltzer bleibt ganz ideologiefrei.

Tragisches Vermächtnis

24.07.2015. Warum nicht die Zeichner von Charlie Hebdo, sondern ihre Kritiker Rassisten sind, erfahren FAZ und SZ aus Charbs kurz vor seiner Ermordung fertiggestellten "Brief an die Heuchler". Die FAZ reist mit den Biografien "Der Bauernjörg" von Peter Blickle und "Thomas Müntzer" von Hans-Jürgen Goertz ins frühe 16. Jahrhundert. Und die taz ergründet mit Michaelangelo Matos den Ursprung der House-Musik.

Gehversuche auf dem Endlosband der Akkumulation

23.07.2015. Die Tagebücher von Hitlers Chef-Ideologen Alfred Rosenberg gewähren der Zeit einen beklemmenden Einblick in die Spitze der NS-Polykratie. Die FAZ staunt über Gunhild Küblers Mammutprojekt, sämtliche Gedichte von Emily Dickinson ins Deutsche zu übertragen. FAZ, FR, SZ und Zeit lesen Ulrich Peltzers Roman "Das bessere Leben". Und die taz erfährt von Ashlee Vance, wie Elon Musk die Welt verändert.

Die Kostbarkeit des Wortlauts

22.07.2015. In seiner Biografie von Georg Forster gelingt es Jürgen Goldstein, den Naturforscher mit dem Revolutionär zu verbinden, stellt die NZZ begeistert fest. Von der Leidenschaft, Wissensgier und Eifersucht dreier junger Ethnologen erzählt Lily King in "Euphoria" der faszinierten SZ. Und die FAZ liest die Erinnerungen der Wiener Burgschauspielerin Elisabeth Orth.

Ästhetik der Planlosigkeit

21.07.2015. Die NZZ erkennt beim Lesen von Ulrich Peltzers neuem Roman "Das bessere Leben": Hilfe bei der Kontingenzbewältigung ist hier nicht zu erwarten. Die SZ liest beeindruckt, wie Sebastian Voigt in seinem Buch "Der jüdische Mai '68" die Biografien von André Glucksmann, Daniel Cohn-Bendit und Pierre Goldman zusammenführt. Von Wilfried Buchta lässt sie sich die penible Bürokratie des Islamischen Staats erklären. Die FAZ übt das wollüstige Versinken mit Frank Witzels Roman "Die Erfindung der Roten Armee..."

Keine seelischen Fluten

20.07.2015. Die SZ spürt geradezu körperlich die Wucht, mit der Jean Prévost in "Das Salz in der Wunde" seinen Parvenü-Helden auf die Karrierebahn katapultiert. Die FR lernt von Claire Hajajs Roman "Ismaels Orangen", dass Love and Peace nicht unbedingt für den Nahen Osten taugen. In der taz erkennt Stephan Wackwitz in Emily Dicksons Gedichten eine radikale Form des Poesiebucheintrags.

Die Wucht und Überzeugungskraft des Faktischen

18.07.2015. Das Gründungsprogramm eines literarischeren Journalismus oder einer journalistischeren Literatur meint die taz im Werk von James Agee auszumachen. Voller Faszination liest sie auch Tobias Sommers Roman "Jagen 135". Elif Shafak versetzt die NZZ mit ihrem märchenhaften Roman "Der Architekt des Sultans" ins Istanbul des 16. Jahrhunderts. Und Bov Bjerg erzählt der bewegten Welt in "Auerhaus" ganz unnostalgisch von der Magie des Erwachsenwerdens.

Das Wuseln des Konkreten

17.07.2015. Harper Lees frühes "Mockingbird"-Manuskript "Gehe hin, stelle einen Wächter" beschäftigt weiter die Kritik: Hochaktuell, staunt die SZ. Aber das Zeug zum Klassiker hat es nicht, meint die NZZ. Die FAZ ist beeindruckt, wie Michaela Krützen anhand dreier Klassiker eine ganze Filmgeschichte entwirft. Und die SZ freut sich, dass das Sams zurück ist, und zwar doppelt.

Das Grauen benennen, aber dem Wahnsinn widerstehen

16.07.2015. Harper Lees wiederentdeckter Debütroman "Gehe hin, stelle einen Wächter" wird sämtlichen hohen Erwartungen gerecht, versichert die FAZ. Die FR findet, er wäre besser nicht veröffentlicht worden. Die SZ ist tief beeindruckt, wie Stevan Tontic in seinen Gedichten Ästhetik und Ethik vereint. Und die Zeit amüsiert sich prächtig mit Joachim Lottmanns Roman "Happy End" (von dem die FAZ vehement abrät).