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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Wenn man klein ist, winkt man einfach nur gern

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
22.05.2015. Als höchst gelungene Kombination von zeitgenössischer Lifestyle- und österreichischer Grantel-Literatur preist die FAZ Isabella Straubs Roman "Das Fest des Windrads". Die SZ staunt über die meisterhafte Kunst der Abschweifung auf kleinstem Raum in den Prosaminiaturen von Klaus Johannes Thies. Und Hans Joachim Schädlich gewährt der faszinierten FR Einblick in das Leben zweier Narren im 18. Jahrhundert.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frederic Gros: Die Politisierung der Sicherheit. Vom inneren Frieden zur äußeren Bedrohung

Bestellen bei buecher.deCover: Frederic Gros. Die Politisierung der Sicherheit - Vom inneren Frieden zur äußeren Bedrohung. Matthes und Seitz Berlin, 2015.
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2015, ISBN 9783957570161, Gebunden, 299 Seiten, 24,90 EUR
Aus dem Französischen von Ulrich Kunzmann. Nicht Freiheit oder Gerechtigkeit, Sicherheit ist der bestimmende politische Begriff der Gegenwart. Ob Versorgungssicherheit in Krisenzeiten, Datensicherheit im Internet, Gesundheitssicherheit angesichts von… mehr lesen

Michael Hauch: Kindheit ist keine Krankheit. Wie wir unsere Kinder mit Tests und Therapien zu Patienten machen (Fischer Paperback)

Bestellen bei buecher.deCover: Michael Hauch. Kindheit ist keine Krankheit - Wie wir unsere Kinder mit Tests und Therapien zu Patienten machen (Fischer Paperback). S. Fischer Verlag, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2015, ISBN 9783596032303, Gebunden, 320 Seiten, 14,99 EUR
'Entwicklungsverzögert', 'hyperaktiv', 'sprachgestört': Kinder werden heute schnell als 'auffällig' bezeichnet und in Therapie gesteckt. Kinderarzt Michael Hauch wehrt sich gegen Erzieher, Lehrer und Eltern, die ihn mit ihren… mehr lesen

Maria Lazar: Die Vergiftung. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Maria Lazar. Die Vergiftung - Roman. DVB Verlag, 2014.
DVB Verlag, Wien 2014, ISBN 9783200037687, Gebunden, 168 Seiten, 17,90 EUR
Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Johann Sonnleitner. Mit ihrem fulminanten ersten Roman "Die Vergiftung" gelingt Maria Lazar als gerademal Zwanzigjähriger eine der gnadenlosesten Abrechnungen mit der… mehr lesen

Isabella Straub: Das Fest des Windrads. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Isabella Straub. Das Fest des Windrads - Roman. Blumenbar Verlag, 2015.
Blumenbar Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783351050177, Gebunden, 352 Seiten, 19,00 EUR
Die Wiener Managerin Greta und der Taxifahrer Jurek aus Oed könnten gegensätzlicher nicht sein. Und haben doch dasselbe Problem: den Midlife-Blues. Als Greta mit ihrem Zug vor Jureks… mehr lesen
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Frankfurter Rundschau

Hans Joachim Schädlich: Narrenleben. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Hans Joachim Schädlich. Narrenleben - Roman. Rowohlt Verlag, 2015.
Rowohlt Verlag, Reinbek 2015, ISBN 9783498064280, Gebunden, 176 Seiten, 17,95 EUR
Joseph Fröhlich (1694-1757), gelernter Müller aus der Steiermark, wohlbestallter kurfürstlich-königlicher Taschenspieler und Lustiger Rat am Dresdner Hof, Vertrauter Augusts des Starken, fürsorglicher Familienvater: ein menschenfreundlicher und wohltätiger Mann.… mehr lesen
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Neue Zürcher Zeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Süddeutsche Zeitung

Klaus Johannes Thies: Unsichtbare Übungen. 123 Fantasien

Bestellen bei buecher.deCover: Klaus Johannes Thies. Unsichtbare Übungen - 123 Fantasien. edition Azur, 2015.
edition Azur, Dresden 2015, ISBN 9783942375191, Broschiert, 148 Seiten, 19,00 EUR
Mit einem Nachsatz von Michael Krüger. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Seit Mitte der 1980er schreibt Klaus Johannes Thies an der perfekten Geschichte. Eine Seite, mehr nicht.… mehr lesen
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Die Tageszeitung

John Lydon: Anger is an Energy. Mein Leben unzensiert. Die Autobiografie von Johnny Rotten

Bestellen bei buecher.deCover: John Lydon. Anger is an Energy - Mein Leben unzensiert. Die Autobiografie von Johnny Rotten. Heyne Verlag, 2015.
Heyne Verlag, München 2015, ISBN 9783453269774, Gebunden, 656 Seiten, 24,99 EUR
Aus dem Englischen von Clara Drechsler, Harald Hellmann, Werner Schmitz. John Lydon hat sich einen Spitzenplatz als eine der meistbeachteten Ikonen der Musikgeschichte gesichert. Unter dem Künstlernamen Johnny… mehr lesen
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Die Welt

Heute leider keine Kritiken!
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Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!
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Archiv: Bücherschau

Vom Logieren innerhalb eines fleischfarbenen Lappens

21.05.2015. Mit "Die Welt voran" stürzt László Krasznahorkai die FAZ in einen Strudel aus Spannung, Beklemmung und Komik. Von Mahmoud Bassiouni lässt sie sich außerdem Ansätze zu einer Versöhnung von Islam und modernen Menschenrechten aufzeigen. Carolin Callies lässt in ihrem Gedichtband "fünf sinne & nur ein besteckkasten" den Körper zu seinem Recht kommen, freut sich die NZZ. Und die Zeit ist hin und weg von Zadie Smith und ihrem Essayband "Sinneswechsel".

Expressionistische Regenbogenqualitäten

20.05.2015. Intellektuellen Phantomschmerz bereiten die posthum veröffentlichten Bände "Technologischer Totalitarismus" und "Ungeheuerliche Neuigkeiten" von Frank Schirrmacher der SZ. Die taz ist verzückt von Tommi Musturis Comic "Das Handbuch der Hoffnung". In "Die Herrscher der Welt" gewährt Bernhard Kegel einen Blick in die Zukunft der Biologie, staunt die faszinierte FAZ. Außerdem preist sie "42,195" von Matthias Politycki als Meilenstein der Marathonliteratur.

Dauerzustand des Diffusen

19.05.2015. Die NZZ ist ganz hingerissen von Catherine Safonoffs Roman "Der Bergmann und der Kanarienvogel", in dem sich eine Frau furchtbar in ihren Psychiater verliebt. Die FR staunt, wie wenig sich Hedwig Pringsheim für die Hochzeit ihrer Tochter Katja mit Thomas Mann interessierte. In der SZ lässt Hans-Martin Tillacks Recherche zur "Lobby-Republik" von einem PR-Berater besprechen, der seine Aufgabe mit unschlagbarer Geschmeidigkeit erfüllt. Und die Welt versinkt mit William McIlvanney in Glasgows Tristesse.

Wirbel und Nebenflüsse

18.05.2015. Die SZ lauscht gebannt Thomas Manns altmodisch tönender Stimme, wenn er seine Romane vorträgt oder den "Deutschen Hörern!" die antifaschistischen Leviten liest. Außerdem begrüßt sie, dass Slavoj Zizek mit "Weniger als nichts" Hegel in der Diskussion hält. Geradezu hellsichtig findet die taz Victor Serges Stalinismus-Roman "Schwarze Wasser". Leicht schwindelig wird der FAZ mit Gianrico Carofiglio und "Am Abgrund aller Dinge".

Ein fast unanständiges Vergnügen

16.05.2015. Die NZZ preist die neuen Übersetzungen von Ismail Kadares osmanischen Erzählungen "Die Schleierkarawane" und Rudyard Kiplings Indien-Roman "Kim". Die Welt huldigt dem Proust der Wetterau, der seine Provinz-Saga mit dem Band "Ort" fortstetzt. Die taz preist Lydia Tschukowskajas Roman "Untertauchen" für seine geistige Freiheit und sprachliche Meisterschaft und freut sich mit Philip Waechter auf den Sommer: "Endlich wieder zelten!"

Philologische Abbitte

15.05.2015. Als außerordentlich hellsichtig empfiehlt die FAZ die "Petersburger Tagebücher", die die Dichterin Sinaida Hippius zwischen 1914 und 1919 führte. Ebenfalls sehr lehrreich findet sie Ursula Krechels Essayband "Stark und leise" über Pionierinnen wie Christine de Pizan und Karoline von Günderrode. Die SZ liest mit großem Interesse zwei autobiografische Romane von Max Brod. Und die FR ist schwer beeindruckt von Leif Randts Science-Fiction-Roman "Planet Magnon".

Liebe ohne Leid ist wie ein Leben ohne Musik

13.05.2015. Nach der Lektüre von Robert Macfarlanes "Karte der Wildnis" geht die FAZ erstmal in einem wilden Gewässer schwimmen. Von Rudi Westendorp lässt sie sich außerdem das Altern in all seiner wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und individuellen Komplexität auseinandersetzen. Die SZ staunt, wie Gila Lustiger in ihrem Krimi "Die Schuld der anderen" den Balanceakt zwischen sozialkritischer Doku und Reißer meistert. Und die Zeit trägt von César Airas Novelle "Wie ich Nonne wurde" ein fiktionales Schleudertrauma davon.

Der Sprache alle Selbstverständlichkeiten austreiben

12.05.2015. Beglückt verliert sich die NZZ in Friedrich Achleitners "wortgesindel" und stößt dort auf heillose Blödelei wie auf Erkenntnis. Ansonsten wird zurückgeblickt: Die FAZ feiert Rudyard Kiplings optimistischen Roman "Kim". Von Adam Tooze lässt sie sich in "Sintflut" erzählen, wie mit dem Ersten Weltkrieg die alte Ordnung hinweggespült wurde. Wie schön und prächtig diese doch war, liest die SZ noch einmal in Miklos Banffys Siebenbürgen-Trilogie nach, deren dritter Band "In Stücke gerissen" jetzt erschienen ist.

Blamage des Lebens

11.05.2015. Montags möchte die Literaturkritik lieber nicht mehr. Immerhin liest die FR Jan Brandts lakonische Literaturbetriebssatire "Tod in Turin", findet sie aber überhaupt nicht komisch, sondern todtraurig. Die FAZ verabreicht sich mit dem Jahrbuch "Ordo" die Mindestdosis Ordoliberalismus.

Das Gift der Träume

09.05.2015. Die Welt erlebt mit dem Debattenband "Technologischer Totalitarismus" noch einmal Frank Schirrmachers katastrophisches Sensorium. Als Dokufictionthrilleressayroman feiert sie Merle Krögers Mittelmeer-Roman "Havarie". Die SZ lauscht Michael Degens Nachtgespräch mit dem "traurigen Prinzen" Oskar Werner. Die FAZ streift mit Clemens Wimmers "Lustwald, Beet und Rosenhügel" durch die Geschichte der Gartenkultur. Die taz kapituliert vor Stefano D'Arrigos Großwerk "Horcynus Orca".

Bergsteiger aus Verzweiflung

08.05.2015. So karg und schön wie die piemontesische Bergwelt findet die SZ Davide Longos Roman "Der Fall Bramard". Die FR bewundert die Präzision von Lydia Davis' Miniaturen "Kanns nicht und wills nicht".  Und die FAZ durchlebt mit Daniil Granins Roman "Mein Leutnant" noch einmal den Zweiten Weltkriegs und die Belagerung Leningrads.

In glückliche, weit entfernte Sphären entrückt

07.05.2015. Als wunderbares Mittel gegen die Gemeinheiten des Lebens feiert die NZZ den Band "Entweder bin ich unsterblich" der italienischen Dichterin Anna Maria Carpi. Die SZ staunt, wie Anthony Phelps seine Liebe zu Haiti und Baudelaire in seinem Roman "Der Zwang des Unvollendeten" verbindet. Die Zeit möchte lieber nicht mit Herfried Münklers "Macht in der Mitte" Europa nur noch geostrategisch denken. Von Carol O'Connells Krimi "Kreidemädchen" ist sie dagegen vollauf begeistert.

Auf Papier gedrehter Film

06.05.2015. Die FR ist menschlich und literarisch sehr berührt, wenn Barbara Honigmann vom Schreibtisch-Balkon aus die Chronik ihrer Straße in Straßburg schreibt. Die SZ lässt sich von Michael Casey und Paul Vigna das Rätsel der Bitcoins erklären. Als große Wiederentdeckung feiert die FAZ Heinz Reins Roman "Finale Berlin" über die letzten Kriegstage. Die NZZ lernt bei Florian Huber, wie die Deutschen am Ende Opfer ihrer selbst wurden.

So viel Innerlichkeit in so viel Abgrund

05.05.2015. Wer Andreas Doraus Erinnerungen "Ärger mit der Unsterblichkeit" nicht komisch findet, findet gar nichts komisch, glaubt die taz. Köstlich amüsiert hat sich auch die FAZ mit den satirischen und tragikomischen Erzählungen Fjodor Dostojewskis. Die FR liest das Polarreisetagebuch des jungen Arthur Conan Doyle. Und die NZZ schwelgt in den Reflexionen, Traumaufzeichnungen und Reiseeindrücken von Philippe Jaccottet.

Schwierig? Ja. Verrückt? Bestimmt. Lesenswert? Unbedingt!

04.05.2015. Als fulminante Kulturgeschichte und eindrucksvolle literarische Lektion preist die SZ Mark Thompsons Biografie über Danilo Kiš. Die FR liest fasziniert Marc-Antoine Mathieus experimentellen Comic "Die Verschiebung". Die FAZ empfiehlt Kinderbücher, darunter eine Neuauflage von Annie M. G. Schmidts Klassiker "Pluck mit dem Kranwagen" und Chris Haughtons preisverdächtig vielschichtiges Bilderbuch "Pssst, wir haben einen Vogel".