John Lydon

Anger is an Energy

Mein Leben unzensiert. Die Autobiografie von Johnny Rotten

Klappentext

Aus dem Englischen von Clara Drechsler, Harald Hellmann, Werner Schmitz. John Lydon hat sich einen Spitzenplatz als eine der meistbeachteten Ikonen der Musikgeschichte gesichert. Unter dem Künstlernamen Johnny Rotten führte er die Sex Pistols als Leadsänger an - die berüchtigtste (Punk-)Band der Welt, die Mitte der 1970er-Jahre mit Singles wie "Anarchy in the UK" und "God Save the Queen" zu großem Ruhm kam. Bis heute erfindet er sich ständig neu, bleibt immer in Bewegung und ist eine der kontroversesten und interessantesten Figuren der Musik- und Kulturszene.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.07.2015

Zum vierzigsten Gründungsjubiläum der Sex Pistols liegt mit "Anger is an Energy" nun die zweite Biografie des als Johnny Rotten bekannt gewordenen Sängers John Lydon vor, meldet Rezensent Jakob Biazza und warnt zugleich vor der Lektüre. Zumindest jene, die weiterhin unvoreingenommen die Musik der Sex Pistols hören wollen: Denn auch wenn der Kritiker hier durchaus berührende, kraftvolle Passagen liest, setzt sich der Großteil des Buches aus Pöbeleien - etwa gegen den Manager und "Hippie-Kunstwichser" Malcolm McLaren - und viel aufgestautem Frust zusammen, klagt Biazza. Und mit Blick auf die zahlreichen Wiederholungen und Allgemeinplätze zweifelt der Rezensent daran, ob dieses Buch überhaupt lektoriert wurde.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.05.2015

Soviel Respekt Julian Weber auch für die Bedeutung der Sex Pistols und ihres Sängers John Lydon, alias Johnny Rotten, hat, Lydons Autobiografie "Anger is an Energy" krankt ein wenig an redundantem Gemecker, das zwischendurch nur von Pilcher'schem Kitsch unterbrochen wird, wenn es um die Beziehung zu seiner Lebensgefährtin geht. Das einzige Album der Sex Pistols, "Never Mind the Bullocks", kann man als "die Blaupause des Punk" sehen, weiß der Rezensent, allerdings war die Vorreiter-Stellung der Band nicht in gleichem Maße bewusst wie etwa den Stranglers, verrät Weber. Was bleibt, ist eine gelungene Einführung in das Lebensgefühl des Punk, die auch nachgeborenen Lesern weiterhilft, und eine ganze Menge ungerichteter Zorn, der Lydon bisweilen merkwürdig konservative Schlüsse ziehen lässt, wundert sich der Rezensent.