Isabella Straub

Das Fest des Windrads

Roman
Cover: Das Fest des Windrads
Blumenbar Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783351050177
Gebunden, 352 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Die Wiener Managerin Greta und der Taxifahrer Jurek aus Oed könnten gegensätzlicher nicht sein. Und haben doch dasselbe Problem: den Midlife-Blues. Als Greta mit ihrem Zug vor Jureks Kleinstadt liegen bleibt, ist das nicht der Beginn einer großen Liebe, sondern der Anfang einer längst überfälligen Reise zu sich selbst. Das Fest des Windrads ist ein Roman über die naive Landlust der Städter, die trügerische Genügsamkeit der Provinzler und die Suche nach dem richtigen Leben am vermeintlich falschen Ort.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2015

Wer gerne Lustiges über öde Orte liest und dabei tragischen Untertönen nicht abgeneigt ist, wird an Isabella Straubs Roman "Das Fest des Windrads" viel Freude haben, verspricht Jan Wiele. Das Buch spielt in einem österreichischen Provinznest mit dem bezeichnenden Namen Oed, in dem es einen einzigen Taxifahrer gibt, der nur noch "kümmerliche Relikte einer Verführungsprosa" beherrscht, mit denen er unbeholfen die "Hippie-Pflegerin Hannelore" bezirzt, so der Rezensent. In diesem Ort landet nun eine waschechte Wienerin, die der Geschichte, mit ihren eigenen Problemen bewaffnet, "tragische Tiefenschärfe" verleiht, lobt der Rezensent, der die Kombination von zeitgenössischer Lifestyle- mit österreichischer "Grantel-Literatur" sehr gelungen findet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.04.2015

Burkhard Müller fühlt sich zwar an Thomas Bernhard und Marlene Streeruwitz erinnert, wenn Isabella Straub ihr Personal nach einer Schnellzugpanne in der dunklen österreichischen Pampa aussetzt, um sie ihre Versehrung herzeigen zu lassen, allein, die Autorin kann es besser, meint Müller, sie sieht nicht nur das Dumpfe und Groteske. Straub weiß von unterschätzten Krankheitsbildern wie dem Burn-out bei Bäuerinnen zu berichten, sie zeigt laut Müller darüber hinaus auch, wie man einander in der österreichischen Provinz Trost und Beistand spendet und wie sich dem kuriosesten Elend mittels Humor Würde verleihen lässt.

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