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02.12.2023 Die FAZ freut sich über eine neue Gotthelf-Ausgabe, die den Schweizer Autor, der so gut über die Machtverhältnisse auf den Bauernhöfen im Berner Emmental schreiben konnte, hoffentlich breiter bekannt macht. Die Welt empfiehlt Anna Metcalfs Debüt "Chrysalis" über die radikale Verwandlung einer jungen Frau. Der Dlf versenkt sich in die Rauschliteratur des Schweizer Autors Ludwig Hohl. Und von Jan Kuhlbrodt lernt sie beschämt, wie wenig wir darauf vorbereitet sind, Menschen im Rollstuhl zu begegnen.

01.12.2023 Die NZZ rät nach der Lektüre der Briefe dringend Warlam Schalamow zu entdecken. In Olaf B. Raders reicher Biografie lernt sie Leben und Wirken von Karl IV. kennen. Die FAZ horcht auf, wenn ein gelehrter Katholik wie Thomas Schüller loslegt, um die Trennung von Kirche und Staat zu fordern. Die SZ empfiehlt Winter- und Weihnachtsbücher für Kinder. Der Dlf staunt, wie zart Michael Spyra über Männer dichtet. Als spätexpressionistisches Meisterwerk feiert Dlf Kultur Peter Flamms Roman "Ich?" aus dem Jahr 1926.

30.11.2023 Zum bedächtigen Genießen empfiehlt die Zeit Soren Ulrik Thomsens schmalen Band, in dem der dänische Autor sein Leben in der "Store Kongensgade 23" schildert, aber auch das "Dunkel des inneren Raumes" ausleuchtet. Dlf erfreut sich an der abenteuerlich-aufregenden Fabulierlust in Frank Witzels Erzählungsband "Die fernen Orte des Versagens". Dlf Kultur liest mit angehaltenem Atem den Debütroman des georgischen Regisseurs Temur Babluani, der auch etwas für "die große Leinwand" wäre. Außerdem berauscht er sich an der erzählerischen Originalität in Thomas Willmanns historischem Schauerroman "Der eiserne Marquis".

29.11.2023 Die SZ unternimmt mit Orhan Pamuks Skizzenbüchern einen Augen-Spaziergang am Bosporus. Gebannt folgt sie auch Anja Reich, die ergründet, weshalb das "coolste Mädchen aus Lichtenberg" Suizid beging. Dlf Kultur begleitet mit Asne Seierstad zwei Afghaninnen und einen Taliban-Kämpfer. Und die NZZ reist mit Jonathan B. Losos durch die Evolutionsgeschichte der Katze.

28.11.2023 Einen Meilenstein der Paul-Celan-Forschung hält der Dlf mit Bertrand Badious Bildbiographie in den Händen, die den Dichter nicht nur als Schmerzensmann, sondern auch als Bohemien zeigt. Die FR reist in Alex Schulmans Roman mit dem Zug in den schwedischen Fantasieort Malma, der Fluchtpunkt und Sehnsuchtsort zugleich ist. Die FAZ erfährt von Anita Krätzner-Ebert, wie Menschen zu Spitzeln werden. Und die taz blättert gebannt durch Hanneriina Moisseinens Graphic Novel: eine zeitlose Erzählung über die Wunden, die der Krieg schlägt.

27.11.2023 Die FAZ liest Kinderbücher: Den schüchternen Fridi begleitet sie in Julia Bleskens "Hasenherz". Von David Böhm lässt sie sich erklären, dass Zeit relativ ist und man in einer Minute kein Butterbrot essen kann. In Mark Janssens "Träumer" sieht sie Fabelwesen über die Seiten fliegen. Die SZ bekommt von Markus Roth Antworten auf die 101 wichtigsten Fragen über Antisemitismus. Und die FR brennt für Margaret Atwoods Essays.

25.11.2023 Die FR weiß aus Navids Kermanis und Natan Sznaiders Briefwechsel über Israel, dass alles viel schlimmer geworden ist, aber auch wieder besser werden kann. Die taz empfiehlt Juri Andruchowytschs klarsichtige Essays über den Krieg in der Ukraine. Die FAZ liest zwei spannende Bände über den spektakulären Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden. Und Dlf Kultur lässt sich von Carlo Rovelli erklären, dass das Universum wahrscheinlich von weißen Löchern ausgespuckt wurde.

24.11.2023 Die FAZ empfiehlt einen Prachtband über Pompeji mit Fotografien von Luigi Spina. Die SZ lernt von Corine Pelluchon: Hoffnung ist das Gegenteil von Optimismus. Mehr Mut macht ihr Verena Friederike Hasel, die aufzeigt, was wir vom finnischen Schulsystem lernen können. Wie schwer es indes als lesbische Künstlerin im Finnland der Siebziger war, erfährt der Dlf von Pirkko Saisio. Außerdem empfiehlt die SZ Kinder- und Jugendbücher: Als besonderer Schatz gelten ihr die schimmernden Verse in Maria José Ferradas "Als du Wolke warst". Die FR lernt von der Integrationsforscherin Naika Foroutan: Besser als Leitkultur wäre eine Vielfalt der Kulturen.

23.11.2023 Die SZ erfährt in Gunnar Deckers neuer Biografie viel über Rainer Maria Rilkes
Liebesleben und kommt ihm dabei so nah wie noch nie. Mit Adam Thirlwells Roman "Die fernere Zukunft" verliert sie sich mit Protagonistin Celine in den Wirren der Französischen Revolution. Von Bruno
Preisendörfer lernt sie, dass "Sätze, die die Welt verändern" meist von jemand anders stammen als gedacht. Mit Lisa Frischemeiers Bildband sieht sie "Vulvas everywhere". Gabriel Wolkenfeld zeichnet mit "Propagandisten" für den Dlf ein "schockierend intensives" Panorama der russischen Vorkriegsgesellschaft. Und die FAZ macht große Augen angesichts der ungeahnten literarischen Kräfte, die Laurent Mauvignier in "Geschichten der Nacht" freisetzt.

22.11.2023 Die SZ taucht ein in die Welt der klassischen Musik mit den Geschichten, die ihr der Hornist Ofer Waldman erzählt. Mit Maria Gainza zündet sie ein Feuerwerk in der argentischen Kunstfälscherszene. Außerdem empfiehlt sie den zweiten Teil des großen Jahrhundertstimmen-Projekts. Die FAZ vergnügt sich mit 672 Seiten jungmännlicher Sexbesessenheit im neuen Roman von Hallgrímur Helgason. So hat man Annie Ernaux noch nicht gehört, stellt der Dlf nach der Lektüre des Debütromans "Die leeren Schränke" fest. Und die NZZ annonciert Barbara Beuys' Biografie über die jüdische Widerstandskämpferin Mala Zimetbaum.