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14.12.2023 Die FAZ begleitet mit Pirkko Saisios "Rotem Buch der Abschiede" die Selbstfindung einer unkonventionellen Frau im Finnland der 60er Jahre. Außerdem zieht sie den Hut vor Tom Kristensens "Absturz", die Anatomie eines umfassenden Besäufnisses. Die FR lernt mit Marlen Hobracks "Schrödingers Grrrl" eine shoppingsüchtige Hochstaplerin kennen. Die SZ graust es bei Katja Lembkes Bericht über die Zustände auf der "Haifischinsel", wo das erste deutsche Konzentrationslager für die Herero stand.

13.12.2023 FAZ und SZ feiern den neuen Roman von Bernhard Schlink über einen Mann in seinen letzten Lebenswochen, der uns lehrt: Philosophieren heißt sterben lernen. Vom Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen erzählt Paul Auster voller Intensität, lobt die taz. Eines der "schönsten und bewegendsten" Bücher des Jahres hält allerdings die NZZ mit Orhan Pamuks "Erinnerungen an ferne Berge" in den Händen. Der Dlf folgt Shehan Karunatilakas Helden, der sieben Monde Zeit hat, um zu erfahren, wer ihn im Bürgerkrieg in Sri Lanka getötet hat.

12.12.2023 Die
SZ überlässt sich dem Rausch der Sprache in
Jon Fosses Roman "Ein neuer Name". Die
FAZ ist beflügelt von
Emma Braslavskys Buch "Erdling", in dem Sahra Wagenknecht von Aliens gekidnappt wird. Außerdem lässt sie sich von
Michiko Aoyamas lebens- und literaturbewanderter Bibliothekarin Frau Komachi gerne den Weg aus der Sinnkrise weisen. Der
Dlf besucht mit einem Fotoband von
James Catchpole japanische Jazzkneipen, in denen der Traum von der Ferne und die Utopie des Jazz überlebt haben. Außerdem haben wir die
Winterbeilage der
FR ausgewertet.

11.12.2023 Die Welt lässt sich von Dagmar Herzogs Studie "Cold War Freud" darüber aufklären, warum deutsche Psychoanalytiker Überlebenden der Shoah ihre Traumata absprachen. Die NZZ will sich vom neuen Duden nicht vorschreiben lassen, welche Wörter sie wann benutzen darf. Die FR blickt mit einem Erinnerungsband des Stuttgarter Staatsballetts zurück auf das Leben und die Schrullen von John Cranko. Die SZ lernt von Christian Mölling, was Deutschland für seine Sicherheit tun muss.

09.12.2023 Als perfektes Weihnachtsgeschenk empfiehlt die FAZ Jonathan B. Losos’ Evolutionsgeschichte der Katze. Die FR wird von allem, was Michael Krüger in seinen Erinnerungen schreibt, restlos umgehauen. Die SZ lernt in Annette Mingels' neuem Roman einen Unsympathen schätzen. Erschüttert liest die taz Stanislaw Assejews Erinnerungen an die brutale Zeit im Gefängnis Isoljazija in Donezk. Und Dlf Kultur lernt von Hannes Bajohr: KI hat Humor, aber noch dichtet der Mensch besser.

08.12.2023 Eine kleine Sensation ist für den Dlf Kultur, wie zukunftssicher Theodor Fontane den Begriff der Short Stories füllte. Außerdem empfiehlt er Charlotte Mullins’ Geschichte der Kunst, in der endlich auch Frauen ihren Platz finden. Ein paar Frauen hätte sich hingegen die NZZ in Michael Krügers lesenswerten Begegnungen mit Dichtern gewünscht. Die Welt blickt mit Frank Trentmann auf die Moral in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Und die FAZ liest bewegt Walter Sperlings Geschichte der Stadt Grosny.

07.12.2023 Dlf Kultur macht in Camille Laurens' "So wie du mich willst"
Bekanntschaft mit den multiplen Identitäten einer Frau. Und denkt mit
Annie Dillard über den Sinn des Lebens nach. Die FAZ liest Gunnar Deckers Rilke-Biografie mit gemischten Gefühlen. Die FR amüsiert sich mit Paula Rodriguez' "Dringlichen Angelegenheiten". Die NZZ stimmt in den Lobgesang auf Joanna Bators Generationenroman "Bitternis" ein. Die Zeit empfiehlt Eva Rottmanns Skater-Jugendroman "Kurz vor dem Rand".

06.12.2023 Der Dlf liest begeistert mit Michael Kleebergs "Dämmerung" die boshaft-präzise Studie einer alternden Gesellschaft. Die FAZ begegnet Göring, der Dietrich und Remarque in Uwe Fleckners Roman "Im Schatten der blauen Pferde" über ein verschwundenes Gemälde von Franz Marc: So spannend kann Provenienzforschung sein, staunt sie. Die SZ amüsiert sich mit dem Übersinnlichen in Robert Galbraiths Krimi "Das strömende Grab".

05.12.2023 Die SZ bekommt von den Memoiren der Komponistin und Suffragette Ethel Smyth Appetit auf mehr. Dlf verfolgt erfreut, wie Christoph Geiser in "Das Gefängnis der Wünsche" den Marquis de Sade auf Johann Wolfgang von Goethe prallen lässt - und gleichzeitig aus der Berliner Schwulenszene erzählt. Außerdem stellt er fest: Ein bisher unveröffentlichter Roman des deutsch-jüdischen Autors Georg Hermann ist seit 1939 um keinen Tag gealtert. Dlf Kultur liest interessiert, wie Amitav Gosh vierhundert Jahre Globalgeschichte anhand einer kleinen Muskatnuss erzählt.

04.12.2023 Die SZ ist empört darüber, was sie aus Peter Seiberts Buch über den Umgang
mit dem jüdischen Kulturerbe in den deutschen Nachkriegsjahrzehnten erfährt. Außerdem lernt sie von Thomas Schüller, warum die "Unheilige Allianz" von Staat und Kirche endlich aufgelöst werden muss. Dlf Kultur umarmt mit Anton Artibilovs Erzählungen das Sonderbare. Die FR freut sich darüber, wie Dror Mishanis israelischer Ermittler in "Die schwere Hand" jedes Krimi-Klischee umgeht.