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11.06.2022 Die FAZ entdeckt mit Justine Picardie die spannende Lebensgeschichte der „Miss Dior“. Mit Fiston Mwanza Mujila stampft und swingt sie durchs Lubumbashi der Siebziger. Die SZ blickt mit Oded Galor optimistisch auf die Menschheitsgeschichte und -zukunft. Die FR bewundert die Expressivität und Musikalität in Ilya Kaminskis „Republik der Taubheit“. Die taz lernt im „Schlachtensee“ eine zarte Helene Hegemann kennen. Und der Dlf trifft mit Deesha Philyaws furchtlosen „Church Ladies“ auf sündige Pastoren.

10.06.2022 Die SZ zieht mit Judith Zander, Hölderlin und Gianna Nannini beschwingt durch ostdeutsche Erinnerungslandschaften. Die NZZ staunt, wie "verschmitzt" Matti Friedman von frühen Geheimdienstoperationen im Unabhängigkeitskrieg 1948 erzählt. Die FAZ sieht in Michael Borgoltes Geschichte des Jahrtausends zwischen 500 und 1500 die Weltreligionen verpuffen. Die FR stürzt sich mit Ahmet Altan auf Hesiod und Tolstoi. Und Dlf Kultur streift mit William Boyles gebrochenen Mafiosi durch Brooklyn und mit Cesar Airas Versager durch die Provinz am Rand von Buenos Aires.

09.06.2022 Dreimal Helene Hegemann heute: Unverbraucht und herrlich widersprüchlich sind ihre Geschichten um gescheiterte Dreier, Pfauen ohne Rad und Männer mit zu viel Ego, loben SZ, Zeit und Dlf Kultur. Die FAZ feiert die verspielte Leichtigkeit der Lyrikerin Jelena Schwarz, hätte sich aber vom Verlag mehr Kontext zu den Gedichten gewünscht. Viel Spaß hat sie auch mit den Gedichten des ehemaligen Tattoo-Künstlers Paul-Henri Campbell. Die Zeit lernt von Ines Geipel, die wie DDR am maximal normierten Menschen arbeitete.

08.06.2022 Die SZ beobachten mit Fiston Mwanza Mujila zwischen Angola und dem Kongo den "Tanz der Teufel", der zu einer Rumba getanzt wird. Dlf Kultur lässt sich von David Yarrow zeigen, wie man eine ganze Geschichte in einem Foto erzählt. Die FAZ lernt von Christian Bermes die Kunst der Debatte. Die FR landet mit Ales Stegers Roman "Neverend" in einer literarischen Matrjoschka.

07.06.2022 Die FAZ schaut mit Dan McCrum hinter die Kulissen des Krimis um Wirecard. Mit Anne Case und Angus Deaton blickt sie auf den deprimierenden Zustand der amerikanischen Arbeiterklasse. Die NZZ liest Robert Kindlers "Robbenreich" als Prequel zur aktuellen russischen Expansionswut. Wie ein Abenteuerroman erscheint der SZ Wolfgang Templins Biografie des polnischen Revolutionärs Jozef Pilsudski. Dlf Kultur lotet mit Deesha Philyaw das Verhältnis afroamerikanischer Frauen zur Kirche aus.

04.06.2022 Die FAZ geht mit Katja Petrowskajas Prosaminiaturenband "Das Foto schaute mich an" in eine Schule des Sehens. Die FR schwelgt mit Eric Pfeil in der musica leggera Italiens und liegt der großen Mina zu Füßen. Die SZ lässt sich von der homosexuellen Erotik in Alan Hollinghursts Roman "Der Hirtenstern" verführen. Die taz taucht mit Tash Aw in die globalisierte mörderische Arbeitswelt Kuala Lumpurs ein. Dlf Kultur steigt mit Olga Tokarczuks "Anna In" hinab zu den Katakomben der Welt.

03.06.2022 Die FAZ vesucht mit Günther Fischer dem Entwerfer des Palazzo Rucellai in Florenz auf die Schliche zu kommen. Die NZZ liest gebannt Lutz C. Klevemanns Studie über die Zerstörung Smyrnas, die ihr die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts besser verständlich macht. Der Dlf macht eine surreale Leseerfahrung, wenn Maria Stepanova über Autokratien und Geschlechterverhältnisse dichtet. Die SZ empfiehlt Kinder- und Jugendbücher: Die perfekte Sommerlektüre liefert ihr Alina Bronsky.

02.06.2022 Die FAZ staunt, wie Bora Cosic die Welt auf eine mit Erinnerungen vollgestopfte Wohnung reduziert und wie Irene Sola ein Kalb auf die eigene Geburt blicken lässt. Außerdem freut sie sich über die Wiederentdeckung der exzentrischen Prosa von Mechtilde Lichnowsky. Die SZ lernt von Don Winslow: Paten sind Menschen wie du und ich. Die Zeit verblüfft die schockierende Aktualität von Georgi Gospodinovs Roman über inszenierte Vergangenheit.

01.06.2022 Die FAZ erkennt mit Hansjörg Küsters gelehrtem Band "Flora" die Botanik als Zukunftswissenschaft. Die taz liest in Delphine de Vigans "Die Kinder sind Könige" vom Leben und Leiden kindlicher Influencer. Der Dlf lobt Astrid M. Eckerts lebendige Studie "Zonenrandgebiet", die die innerdeutschen Grenze aus westlicher wie aus östlicher Sicht, in politischer, ideologischer, ökologischer und kultureller Hinsicht erforscht. Dlf Kultur amüsiert sich mit Indianern, Frauen und rauchenden Colts in Tim Trzaskaliks Langgedicht "Western".

31.05.2022 Die FAZ liest berührt Anna Yeliz Schentkes Roman "Kangal", der ihr unterschiedliche Sichtweisen auf ein Leben zwischen Istanbul und Frankfurt eröffnet. Außerdem schult sie ihr Hessisch und ihr Plattdeutsch. Die NZZ leckt mit Steinunn Sigurdardottirs Gedichten "Nachtdämmern" an der abblätternden Gletscherglatze. Die FR stellt Andrea Sawatzkis "Brunnenstraße" in die Reihe beeindruckender Demenzromane neben Arno Geiger und Gabriele von Arnim. Und der DlfKultur empfiehlt Rahul Rainas "Bekenntnisse eines Betrügers" als einen Mix aus Bollywood und Heute-Show.